100 Jahre Russische Revolutionen 1917 - 2017

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12.11.2017 09:49
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#196
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Der russische Einfluß auf die Entwicklung der Landwirtschaft in der ehemaligen DDR war nicht unbedeutend.

Die enteigneten Bauern sind heute noch dankbar.


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12.11.2017 09:53 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2017 11:16)
#197
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Wenn der Einfluß so groß war, dann müsste heute in Deutschland die vegetarische Küche eine Selbstverständlichkit sein. Die russische Küche ist in ihren Ursprüngen arm und bäuerlich und auch heute noch sind die Gerichte einfach und nahrhaft. Traditionell kommt wenig Fleisch auf den Tisch und die Fastenzeiten der russisch-orthodoxen Kirche schreiben verschiedene Zeiten im Jahr vor, in denen kein Fleisch gegessen werden darf.

Viele Gerichte, die ich heute koche habe ich von meiner russischen Großmutter übernommen. Wenn Fleisch, dann war Geflügel der Favorit. Hammel war als Schaschlik ein Festtagsessen. Rindfleisch kam selten auf den Tisch. Wenn dann als verabeitetes durchgedrehtes Fleisch in Frikadallen, Kotlekti genannt oder in kleinen Mengen als Füllung in Piroggen und Pelmeni, die aber überwiegend auch vegetrarisch gefüllt waren.

Die Vorliebe für Brei hat regelmäßig zu einem Kampf zwischen meiner Großmutter und mir geführt. Der Brei - Kascha-,aus Buchweizen, Haferflocken oder Gries wird gesüßt und mit Milch und Butter als Frühstücksbrei verzehrt Der von Deutschen oft sptöttisch bis bösartig verlachte Buchweizen - Kascha - wird wie Reis gekocht und ist eine willkommene Alternative zu Nudeln.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_K%C3%BCche

Moskwitscka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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12.11.2017 10:08
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#198
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #195
Ausgangspunkt war ja das angeführte Dekret über den Boden. Der russische Einfluß auf die Entwicklung der Landwirtschaft in der ehemaligen DDR war nicht unbedeutend.
Die derzeitige Agrarstruktur (Großbetriebe mit mehreren tausend ha LN) ist ja unter anderem dadurch mit entstanden. Das hat mit nachhaltiger Wirtschaft nicht viel zu tun.
KS


Der Einfluss muss ja bis nach Nordamerika gedrungen sein. Und was Nachhaltigkeit mit Betriebsgröße zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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12.11.2017 10:23
#199
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Umbrüche müssen in Russland nicht immer revolutionärer Art sein – sie können auch ganz schleichend vonstatten gehen

Die Künstlerin und Fotografin Anastasia Khoroshilova nimmt in der russischen Fotografie-Szene eine Sonderstellung ein. Sie ist in Moskau geboren, hat an der Folkwang-Schule in Essen studiert und wohnt derzeit in Berlin. Ihre Sujets aber findet sie weiterhin in Russland, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die Themen richtet, die den großen visuellen Narrativen entgehen: auf die subtilen Spuren, die das Leben des Einzelnen hinterlässt, auf das Schicksal der namenlosen Menschen, auf ihre Verletzlichkeit und immer wieder auf die russische Provinz. Mit deren Bildwelt und ihrem unaufhaltsamen, an ein stilles, unendlich langsam fortschreitendes Naturgeschehen erinnernden Wandel beschäftigt sich auch diese Arbeit. Ein Ort aus den Erzählungen von Turgenjew, zugleich Heimat der Vorfahren von Anastasia Khoroshilova, verwandelt sich über die mehr als zehn Jahre, die sie sich ihm fotografierend nähert, in eine Landschaft des Übriggebliebenen, eine zeitvergessene Lichtung, bis er allein aus verblassender Erinnerung zu bestehen scheint – kaum mehr als die Metapher seiner selbst.

http://www.dekoder.org/de/article/novemb...ia-khoroshilova

Moskwitschka

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12.11.2017 10:36
#200
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KS, mit der Behauptung: "Die derzeitige Agrarstruktur (Großbetriebe mit mehreren tausend ha LN) [in Deutschland Ost]ist ja unter anderem dadurch mit entstanden. (du schreibst zwar 'russischen Einfluß'* meinst wahrscheinlich den der SU) übertreibst du gewaltig und pauschalisierst unzulässig.

Sind die Megafarmen in den USA, Kanada, Australien und in Teilen Südamerikanischer Staaten etwa auf den russischen Einfluß und das 'Dreket über Grund und Boden' wie es richtig heißt; es wurde übrigens auf Grundlage der Forderungen russischen Bauern beschlossen! Es war also in ihrem Sinne und nicht wie du gerne suggerieren möchtest gegen sie gerichtet; zurückzuführen?
Oder hängt die Konzentration in der Landwirtschaft und die Größe der landwirtschaftlichen Betriebe ein klein wenig mit Effektivität und Ökonomie zusammen?

Übrigens ist in Deutschland, Schwerpunktmäßig MV, die durchschnittliche Größe der landwirtschaftlichen Betriebe bei 284 Ha, Einzelbauern haben ca. 59 Ha in Deutschland und die größen Betriebe in MV; ca. 200, haben im Schnitt 1350 Ha Fläche zum bewirtschaften. Also nichts mit mehreren tausend Ha wie du behauptest.

Fakten und keine Behauptungen wie sie bei dir die Grundlage für deine Argumentation sind ....
Lies einfach ein wenig bei "argrarheute" und dir wird argumentativ geholfen .....

*die Landwirtschaft in Russland war bei weitem nicht so Intensiv wie in Mittel- und Westeuropa. Vorherrschend war die Subsistenzwirtschaft bei den Einzelbauern, fast nur die großen Güter welche dem Landadel gehörten produzierten soviel das die Städte versorgt werden konnten.
80% der damaligen Bevölkerung in Russland waren Bauern bzw. lebten auf dem Land ....

Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler


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12.11.2017 11:47 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2017 13:15)
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#201
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( gelöscht )

Bei uns im Landkreis gibt es kaum selbstständige Landwirte, aber selbst die bewirtschaften kaum unter 200 ha. Die Agrargenossenschaften bewirtschaften so zwischen 1500 ha bis 5000 ha.
Es werden im Wesentlichen Getreide, Raps, und Zuckerrüben angebaut. Feldfutter nur in geringen Mengen, da die Betriebe ihre Tierhaltung sehr zurückgefahren haben. Mais (ist ja eigentlich auch Getreide) wird hauptsächlich für die Biogasanlagen angebaut.
Also ein immer weiterer schritt zur Monokultur mit allen Folgeerscheinungen wie Rückgang der Artenvielfalt, Erhöhung des Nitratgehaltes im Grundwasser, Belastung der Umwelt und der Lebensmittel mit Rückständen der Pflanzenschutzmittel.

Die Farmen in Nordamerika haben schon länger die Probleme mit ihren Monokulturen. Sinkende Erträge, Versteppung der ehemals fruchtbaren Flächen und sinkende Grundwasserstände weil sehr viel beregnet werden muss.

Bei größeren Betrieben steigt natürlich die Effektivität durch bessere Auslastung der teuren Technik und die bessere Vermarktungsmöglichkeit großer Erntemengen.

In Russland haben unter anderem auch deutsche Agrarunternehmen ganze Kolchosen übernommen und bewirtschaften diese sehr erfolgreich. Der langfristige Erfolg hängt eben doch zum großen Teil von der Person an der spitze des Unternehmens ab.

KS


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12.11.2017 11:52
#202
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Zitat von Kontrollstreife im Beitrag #201
Bei uns im Landkreis gibt es kaum selbstständige Landwirte, aber selbst die bewirtschaften kaum unter 200 ha. Die Agrargenossenschaften bewirtschaften so zwischen 1500 ha bis 5000 ha.
Es werden im Wesentlichen Getreide, Raps, und Zuckerrüben angebaut. Feldfutter nur in geringen Mengen, da die Betriebe ihre Tierhaltung sehr zurückgefahren haben. Mais (ist ja eigentlich auch Getreide) wird hauptsächlich für die Biogasanlagen angebaut.
Also ein immer weiterer schritt zur Momokultur mit allen Folgeerscheinungen wie Rückgang der Artenvielfalt, Erhöhung des Nitratgehaltes im Grundwasser, Belastung der Umwelt und der Lebensmittel mit Rückständen der Pflanzenschutzmittel.

Die Farmen in Nordamerika haben schon länger die Probleme mit ihren Monokulturen. Sinkende Erträge, Versteppung der ehemals fruchtbaren Flächen und sinkende Grundwasserstände weil sehr viel beregnet werden muss.

Bei größeren Betrieben steigt natürlich die Effektivität durch bessere Auslastung der teuren Technik und die bessere Vermarktungsmöglichkeit großer Erntemengen.

In Russland haben unter anderem auch deutsche Agrarunternehmen ganze Kolchosen übernommen und bewirtschaften diese sehr erfolgreich. Der langfristige Erfolg hängt eben doch zum großen Teil von der Person an der spitze des Unternehmens ab.

KS


Und das alles findet seine Ursache in der GSOR, damals 1917? Langsam kommt man sich wirklich vor wie auf einem Bauernkongress oder einem Parteitag der Grünen, es könnte auch ein Treffen der Landfrauen sein?

...

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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12.11.2017 12:05
#203
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Unbestritten ist der Einfluß der GSOR auf deutsche Künstler :

Mit der Oktoberrevolution schien auch in der Kunst eine neue Zeit anzubrechen. Kein Werk negierte die traditionellen Werte so radikal wie das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch.

Aber ganz sicher beobachteten Künstler in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg genau, was sich in Russland ereignete. Die Oktoberrevolution hatte die alte, zaristische Ordnung hinweggefegt, und in Deutschland schien nach der Flucht Kaiser Wilhelms II. und dem Kieler Matrosenaufstand Ähnliches bevorzustehen. Nach dem Vorbild der Sowjets gründete sich ein Arbeitsrat für Kunst, nach der deutschen Novemberrevolution die Novembergruppe. Es gab wenige namhafte Künstler und Architekten, die nicht einer der beiden Vereinigungen angehörten. Die Üecht-Gruppe (althochdeutsch für Morgendämmerung) um Schlemmer und Willi Baumeister, die Paul Klee an die Stuttgarter Akademie holen wollte, bezeichnete sich auch als lokale Sektion der Novembergruppe. In Berlin ließen sich George Grosz und William Heartfield 1920 auf der Ersten Internationalen Dada-Messe mit einem Schild fotografieren, auf dem stand: "Die Kunst ist tot. Es lebe die neue Maschinenkunst Tatlins."


https://www.kontextwochenzeitung.de/kult...adrat-4688.html

Moskwitschka

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Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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12.11.2017 12:53 (zuletzt bearbeitet: 12.11.2017 12:53)
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#204
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #181
@DoreHolm, im frühen Mittelalter waren Wälder und Gewässer schon lange kein Gemeineigentum mehr.
Der Besitzer,meist der ortsansässige Adel, verfügte nicht nur über den Boden, ihm gehörte auch das Wild welches in den Wäldern lebte .....



Das kann man so pauschal nicht sagen und für das frühe Mittelalter schon gar nicht. Grundherren waren zwar meist de jure Eigentümer, hatten sich aber an die vergebenen Nutzungsrechte zu halten und konnten eben nicht quasi "absolutistisch" über das Land verfügen.

Als sich der Adel später - zu Beginn der frühen Neuzeit - vermehrt die bäuerlich-dörflichen Allmendeflächen aneignen wollte, führte dies u.a. zu den Bauernkriegen.


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07.12.2017 17:17
#205
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,,das zur russ.revolution


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14.01.2018 19:26
avatar  Mike59
#206
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Wladimir Putin:

Zitat
Den Umgang mit dem russischen Revolutionsführer Wladimir Lenin verglich er mit der Verehrung von Reliquien: „Sehen Sie mal, Lenin haben sie in ein Mausoleum gelegt. Wo liegt hier der Unterschied zu den Reliquien von Heiligen der Orthodoxen oder der Christen insgesamt?“



Quelle: https://de.sputniknews.com/politik/20180...in-christentum/


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