Zurück in die DDR geflüchtet

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17.02.2017 20:00
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#16
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Es gab aber auch "Flüchtlinge" die die BRD in Richtung DDR verliesen.
Dazu hier:
http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschic...20130802/?p=all
Ehli


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17.02.2017 20:04
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#17
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Zitat von Ehli im Beitrag #16
Es gab aber auch "Flüchtlinge" die die BRD in Richtung DDR verliesen.
Dazu hier:
http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschic...20130802/?p=all
Ehli


das waren keine Flüchtlinge , das waren Masochisten


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17.02.2017 20:07
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#18
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Zitat von Ebro im Beitrag #15
Tja, um so etwas verstehen zu können, sollte man den Menschen dahinter sehen.
Habe mal für einen Kumpel eine Reise in dringende Familienangelegenheiten nach Kanada unterschrieben. ich kannte ihn schon viele Jahre, erst mein Sportkumpel, später Dozent an der Ing.Schule, an der ich studiert habe.
Und was passierte? Er kam nicht zurück. Gab natürlich Ärger, logo.
Nach einem Zeitraum von etwa 6 Monaten war er wieder da, freiwillig. Er hat mir auch die Gründe genannt.
Er kam dort einfach nicht klar mit sich und der Umwelt.
Sein Onkel, wegen dem er die Reise dorthin unternahm, war kurz darauf verstorben und hatte ihm alles vererbt. Eine große Farm mit allem Schnick-Schnack.
Auf einmal war er dafür verantwortlich und hatte keine Ahnung, dazu kamen die Sprachprobleme.Andere Leute haben das natürlich gemerkt und zogen ihn in allen Dingen über den Tisch. Er hat also diese Ponderosa verscherbelt, was mit dem Geld wurde weiß ich nicht, und kam über die Botschaft der DDR reumütig zurück.
Folgen für ihn? Er wurde nur seinen Job als Dozent los.

Ich bin aber sicher, dass diese Geschichte hier wieder Einige nicht nachvollziehen können.


doch an ihrem Ende haben die DDR Funtionäre angefangen ihr Hirn zu nutzen und haben weitaus liberaler reagiert als in der Frühzeit der DDR. Nur war es zu spät. Daher glaube ich das.
Nur


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17.02.2017 20:19
avatar  andyman
#19
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Zitat von Ebro im Beitrag #15

l für einen Kumpel eine Reise in dringende Familienangelegenheiten nach Kanada unterschrieben.

Ich bin aber sicher, dass diese Geschichte hier wieder Einige nicht nachvollziehen können.

Du hast hier schon vermutet das die Geschichte Zweifel hevorrufen könnte.
Was hier merkwürdig klingt,das du den Vorgang bearbeitet hast,ok kann sein,durfte er deswegen fahren?oder hätte jeder andere Mitarbeiter auch so entschieden?
-nächste Frage,er hatte dringende Familienangelegenheiten,dann starb der Onkel plötzlich,welche Angelegenheit kann denn da vorher dringend gewesen sein?
-er kommt mit Ungewissheit zurück,weiß nicht ob er an das Geld kommt und alles weil er nicht klarkommt?
-mit Verlaub,die hast nicht alles erzählt oder weißt es vielleicht nicht aber solche Geschichte kann man kaum nachvollziehen

Danke aber für die Veröffentlichung
Lgandyman


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17.02.2017 20:30
avatar  mibau83
#20
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Zitat von franka.polaris im Beitrag #1

hat jemand von Euch mal gehört, dass jemand, der schon von der DDR geflüchtet war wieder zurück in die DDR geflüchtet ist, damit niemand die eigentliche Fluch bemerkt?



im oktober 1965 flüchteten zwei leutnante der gk stedtlingen/ gr-3 nach bayern. einer von beiden ging unmittelbar danach wieder zurück, in der hoffnung das seine flucht nicht bemerkt worden ist. er wurde einen monat später zu 2 jahren "schwedt" verurteilt.

zum anderen leutnant, erich schmidt, gibt es hier was zu lesen.
http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D...rich/index.html


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17.02.2017 22:03
avatar  Ebro
#21
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Zur Erklärung, es war kein Vorgang, sondern nur die normale Nachfrage der VP, (denn die waren für Reisebescheide zuständig, das MfS konnte nur Einspruch einlegen), da habe ich damals noch als HIM meinen positiven Vers geschrieben.
Es hat die Sache aufgrund persönliche Bekanntschaft sicher beschleunigt.
Der Grund war wohl damals die schwere Erkrankung des Onkels.
Und wie gesagt, was mit Geld oder so-keine Ahnung mehr.


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17.02.2017 23:23
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#22
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Zitat von mibau83 im Beitrag #20
Zitat von franka.polaris im Beitrag #1

hat jemand von Euch mal gehört, dass jemand, der schon von der DDR geflüchtet war wieder zurück in die DDR geflüchtet ist, damit niemand die eigentliche Fluch bemerkt?



im oktober 1965 flüchteten zwei leutnante der gk stedtlingen/ gr-3 nach bayern. einer von beiden ging unmittelbar danach wieder zurück, in der hoffnung das seine flucht nicht bemerkt worden ist. er wurde einen monat später zu 2 jahren "schwedt" verurteilt.

zum anderen leutnant, erich schmidt, gibt es hier was zu lesen.
http://www.fu-berlin.de/sites/fsed/Das-D...rich/index.html


das Ergebnis einfach grauenhaft, wie Menschen und Familien zerstört wurden.


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18.02.2017 00:26
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#23
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Hallo mibau83, da ist dieser Ltn. nach der Rückkehr mit den 2 Jahren aber noch billig davon gekommen, manch ein Anderer bekam sehr viel höhere Strafen. Die meisten schreiben hier von so harmlosen Behandlungen der Rückkehrer und das man sie mit offenen Armen empfangen hat. Leider sah die Wirklichkeit doch ganz anders aus. Ich habe es in meiner Familie 1958 selbst erlebt. Ich war an der Grenze und im Mai 1958 gerade auf der Uffz. Schule in Dingelstedt, als ich von meiner Mutter einen Brief bekam, in dem stand, daß meine gerade 17 Jahre gewordene Schwester über Westberlin in die BRD geflüchtet ist. Habe diesen Brief meinem Polit Offz. gezeigt. Der sagte nur ist in Ordnung und legte den Brief zu meiner Akte. Meine Eltern bekamen dann einen Brief von meiner Schwester und fragte nach einer Arbeitserlaubnis, weil Sie ja noch minderjährig ist. Den Antwortbrief meiner Eltern hat meine Schwester bekommen aber die Arbeitserlaubnis hat man dem Brief auf dem Postweg entnommen. Im Feb.1959 also knapp ein Jahr nach ihrer Flucht bekamen meine Eltern einen Brief aus Giesen (BRD) von einem Krankenhaus. Man schrieb, meine Schwester sie krank, nervlich am Ende und habe Heimweh und es währe wohl besser, daß man sie ins Elternhaus zurück hole. Auf Grund dieses Briefes bekam mein Vater vom VPKA Prenzlau die Genehmigung meine Schwester von Giesen ab zu holen und noch 5 Tage für Verwandtenbesuche ( zwei Wochen vorher war eine Reise zur goldenen Hochzeit des Bruders von meinem Vater abgelehnt worden ). Bei der Rückkehr des Vaters mit meiner Schwester über den Kontrollpunkt Eisenach wurden Sie dort eine ganze Nacht fest gehalten. Meine Schwester sollte in dieses Aufnahmelager. Mein Vater sagte nein, meine Tochter ist mir vom Krankenpersonal in Giesen übergeben worden und das VPKA hat mir erlaubt, Sie von Giesen ins Elternhaus zurück zu holen. Nach der langen Nacht an dem Kontrollpunkt konnten beide dann doch nach Hause bei Prenzlau fahren. Ankunft an einem Samstag, ich war auch gerade auf Wochenendurlaub zu hause. Am Montag Vormittag kam Besuch, ein PKW , zwei Herren in zivil holten meine Schwester ab und sagten, es währen noch einige Fragen zu klären und sie ist bald wieder zurück, es brauch Niemand mit kommen und es ist auch kein Platz mehr im Auto. Kein Haftbefehl, es war Feb. und im Mai wurde meine Schwester erst 18 Jahre alt, also minderjährig. Bis zum Abend war meine Schwester noch nicht zu Hause. Am nächsten Morgen fuhr mein Vater nach Prenzlau zum VPKA, dort ist sie nicht gewesen, fragen Sie mal nebenan im Gerichtsgebäude, dort war sie auch nicht, fragen sie noch mal im VPKA, im VPKA nun, ja sie war Gestern mal hier und wurde von der NVA Prenzlau abgeholt. Bei der NVA in Prenzlau wollte man meinen Vater nicht rein lassen, aber nun verlangte mein Vater den Polit Offz., dieser kam auch nach einer Weile und erklärte, mein Vater solle nicht weiter suchen, meine Schwester ist schon in Berlin Hohenschönhausen und der Militärstaatsanwalt würde sich in der nächsten Zeit melden. Meine Schwester hatte vor ihrer Flucht ca. 1 oder 1 1/2 Jahre als zivile Schreibkraft bei der NVA Prenzlau gearbeitet. Einige Zeit später meldete sich der Militärstaatsanwalt und bestätigte die Untersuchungshaft meiner Schwester und in den nächsten X? Wochen ist kein Besuch erlaubt.Von meiner Dienststelle aus habe ich Briefe geschrieben an den Minister des Inneren und an den Armee Gen. W. Stoph wegen ohne Haftbefehl eine Minderjährige aus Elternhaus abgeholt und in Untersuchungshaft genommen. Da meldete sich wieder der Militärstaatsanwalt und schrieb, ein Besuchsantrag ist weiterhin nicht möglich, meine Schwester wird in kürze nach Cottbus verlegt. 3Tage später ein neuer Brief vom Militärstaatsanwalt, meine Schwester wird nicht nach Cottbus verlegt, sondern dem zivilen Bezirksgericht Neubrandenburg übergeben. Dort fand dann auch im September 1959 eine Gerichtsverhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Nur die Eltern durften anwesend sein. Ankläger war ein Militärstaatsanwalt und der forderte wegen Republikflucht und verraten von Dienst und Staatsgeheimnissen 6-8 Jahre Haft. Ob meine Schwester einen Verteidiger hatte, weiß ich nicht. Das Gericht berücksichtigte, das sie bei ihrer Rückkehr auch noch nicht 18 Jahre alt war und verurteilte meine Schwester zu 3 Jahre und 6 Monate Gefängnis. Davon mußte sie volle 3 Jahre in einem Gefängnis in der Nähe von Gera absitzen. Und ein Leutnant der doch viel mehr Dienst und Staatsgeheimnisse verraten konnte, bekam nur 2 Jahre ? . Also, auch so hat man Rückkehrer in der DDR behandelt.
Aber ein altes Sprichwort heißt ja, "die kleinen hängt man und die großen läßt man laufen".


Gruß Cambrino


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18.02.2017 16:16
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#24
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done


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18.02.2017 16:19
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#25
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Vielen Dank Mibau, Ebro und Cambrino!!!
Das sind die Fälle, wonach ich suche.


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18.02.2017 17:40
#26
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Und was sind die Beweggründe für die Suche?

Zum Thema Geld Erbe, ein Bekannter erbte.
Wenn ich mich recht erinnere, konnte er über das Geld verfügen, auch -eventuell nur in Teilen- über DM.
Ich weiss es nicht mehr ganz genau, aber er fuhr dann auch einen Golf der sicher per Genex abgewickelt wurde.

Das Erbe aus Kanada, bzw. die Summe vom Verkauf, war sicher nicht verloren.


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18.02.2017 17:54
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#27
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Wenn ich mir Cambrinos Beitrag durchlese, dann weiß ich wieder, warum ich die Menschen nicht mag! Da wird mir ko...übel!
@Cambrino, ist nicht gegen Dich gerichtet, ich schätze Deine Beiträge sehr!


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19.02.2017 11:32
avatar  Hanum83
#28
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Hatten sich nicht die zwei Goldpickel-Grenzer auch im Westen verlaufen und sind dann reumütig in den Schoß des Sozialismus zurückgekehrt?
Das war für mich auch der traurige Witz schlechthin, die Fußlatscher jahrelang aufstacheln und dann selber klettern mit Rückfahrtschein, die Dingrische.


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19.02.2017 11:39
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#29
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #28
Hatten sich nicht die zwei Goldpickel-Grenzer auch im Westen verlaufen und sind dann reumütig in den Schoß des Sozialismus zurückgekehrt?
Das war für mich auch der traurige Witz schlechthin, die Fußlatscher jahrelang aufstacheln und dann selber klettern mit Rückfahrtschein, die Dingrische.



oh, was bedeutet das rot mark?


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19.02.2017 11:50
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#30
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Zitat von Cambrino im Beitrag #23
Hallo mibau83, da ist dieser Ltn. nach der Rückkehr mit den 2 Jahren aber noch billig davon gekommen, manch ein Anderer bekam sehr viel höhere Strafen. Die meisten hier schreiben hier von so harmlosen Behandlungen der Rückkehrer und das man sie mit offenen Armen empfangen hat. Leider sah die Wirklichkeit doch ganz anders aus. Ich habe es in meiner Familie 1958 selbst erlebt. Ich war an der Grenze und im Mai 1958 gerade auf der Uffz. Schule in Dingelstedt, als ich von meiner Mutter einen Brief bekam, in dem stand, daß meine gerade 17 Jahre gewordene Schwester über Westberlin in die BRD geflüchtet ist. Habe diesen Brief meinem Polit Offz. gezeigt. Der sagte nur ist in Ordnung und legte den Brief zu meiner Akte. Meine Eltern bekamen dann einen Brief von meiner Schwester und fragte nach einer Arbeitserlaubnis, weil Sie ja noch minderjährig ist. Den Antwortbrief meiner Eltern hat meine Schwester bekommen aber die Arbeitserlaubnis hat man dem Brief auf dem Postweg entnommen. Im Feb.1959 also knapp ein Jahr nach ihrer Flucht bekamen meine Eltern einen Brief aus Giesen (BRD) von einem Krankenhaus. Man schrieb, meine Schwester sie krank, nervlich am Ende und habe Heimweh und es währe wohl besser, daß man sie ins Elternhaus zurück hole. Auf Grund dieses Briefes bekam mein Vater vom VPKA Prenzlau die Genehmigung meine Schwester von Giesen ab zu holen und noch 5 Tage für Verwandtenbesuche ( zwei Wochen vorher war eine Reise zur goldenen Hochzeit des Bruders von meinem Vater abgelehnt worden ). Bei der Rückkehr des Vaters mit meiner Schwester über den Kontrollpunkt Eisenach wurden Sie dort eine ganze Nacht fest gehalten. Meine Schwester sollte in dieses Aufnahmelager. Mein Vater sagte nein, meine Tochter ist mir vom Krankenpersonal in Giesen übergeben worden und das VPKA hat mir erlaubt, Sie von Giesen ins Elternhaus zurück zu holen. Nach der langen Nacht an dem Kontrollpunkt konnten beide dann doch nach Hause bei Prenzlau fahren. Ankunft an einem Samstag, ich war auch gerade auf Wochenendurlaub zu hause. Am Montag Vormittag kam Besuch, ein PKW , zwei Herren in zivil holten meine Schwester ab und sagten, es währen noch einige Fragen zu klären und sie ist bald wieder zurück, es brauch Niemand mit kommen und es ist auch kein Platz mehr im Auto. Kein Haftbefehl, es war Feb. und im Mai wurde meine Schwester erst 18 Jahre alt, also minderjährig. Bis zum Abend war meine Schwester noch nicht zu Hause. Am nächsten Morgen fuhr mein Vater nach Prenzlau zum VPKA, dort ist sie nicht gewesen, fragen Sie mal nebenan im Gerichtsgebäude, dort war sie auch nicht, fragen sie noch mal im VPKA, im VPKA nun, ja sie war Gestern mal hier und wurde von der NVA Prenzlau abgeholt. Bei der NVA in Prenzlau wollte man meinen Vater nicht rein lassen, aber nun verlangte mein Vater den Polit Offz., dieser kam auch nach einer Weile und erklärte, mein Vater solle nicht weiter suchen, meine Schwester ist schon in Berlin Hohenschönhausen und der Militärstaatsanwalt würde sich in der nächsten Zeit melden. Meine Schwester hatte vor ihrer Flucht ca. 1 oder 1 1/2 Jahre als zivile Schreibkraft bei der NVA Prenzlau gearbeitet. Einige Zeit später meldete sich der Militärstaatsanwalt und bestätigte die Untersuchungshaft meiner Schwester und in den nächsten X? Wochen ist kein Besuch erlaubt.Von meiner Dienststelle aus habe ich Briefe geschrieben an den Minister des Inneren und an den Armee Gen. W. Stoph wegen ohne Haftbefehl eine Minderjährige aus Elternhaus abgeholt und in Untersuchungshaft genommen. Da meldete sich wieder der Militärstaatsanwalt und schrieb, ein Besuchsantrag ist weiterhin nicht möglich, meine Schwester wird in kürze nach Cottbus verlegt. 3Tage später ein neuer Brief vom Militärstaatsanwalt, meine Schwester wird nicht nach Cottbus verlegt, sondern dem zivilen Bezirksgericht Neubrandenburg übergeben. Dort fand dann auch im September 1959 eine Gerichtsverhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Nur die Eltern durften anwesend sein. Ankläger war ein Militärstaatsanwalt und der forderte wegen Republikflucht und verraten von Dienst und Staatsgeheimnissen 6-8 Jahre Haft. Ob meine Schwester einen Verteidiger hatte, weiß ich nicht. Das Gericht berücksichtigte, das sie bei ihrer Rückkehr auch noch nicht 18 Jahre alt war und verurteilte meine Schwester zu 3 Jahre und 6 Monate Gefängnis. Davon mußte sie volle 3 Jahre in einem Gefängnis in der Nähe von Gera absitzen. Und ein Leutnant der doch viel mehr Dienst und Staatsgeheimnisse verraten konnte, bekam nur 2 Jahre ? . Also, auch so hat man Rückkehrer in der DDR behandelt.
Aber ein altes Sprichwort heißt ja, "die kleinen hängt man und die großen läßt man laufen".


Gruß Cambrino


vielen Dank für diesen auf seine Art interessanten Bericht. Der von dir berichtete Inhalt ist jedoch aus meiner Sicht einfach abstoßend . Mir fallen anhand dieses Berichtes immer wiederkehrende Eigenschaften der DDR Führung ein, die da sind: beschissen-kleinkariert, gehässig, neidisch, bösartig, rachsüchtig, herrisch, also insgesamt moralisch höchst fragwürdig dieser sogenannte Sozialismus.


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