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#61

RE: Was ist das?

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 13.01.2019 13:41
von Thunderhorse | 5.322 Beiträge | 6198 Punkte
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #59
Zitat von Rothaut im Beitrag #58
@Thunderhorse

Dein Bild ist Klasse...

Das was ich gefunden habe..könnte aber laut Deinem Bild...super passen. ( Tor)
Vielleicht wurden die Isolatoren in diesem Fall auch am Tor befestigt..naja..wer weiß.


Zu jener Zeit noch nicht.



Nach Sichtung mehrerer Aufnahmen des GSZ aus den 60er / Anfang der 70er. Kein Tor mit montierten Isolatoren gefunden.
Was man machte, jedoch auch nicht durchgäng, an den Toren/GSZ, Y-Abweiser mit Stacheldraht als Übersteigschutz anzubringen.
Erst mit der Ausführung GSZ 70 gab es an den Toren Abweiser/Übersteigschutz mit Stacheldraht an Isolatoren und Anschluß an das System GSZA70.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#62

RE: Was ist das?

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 20.01.2019 12:20
von der 39. | 1.208 Beiträge | 5798 Punkte
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Nachdem ich am Treffurter Treffen teilgenommen habe und erstmals die Reste der Grenzbefestigungen und -sicherungen gesehen habe, beschäftigt mich sehr, wie das genau funktioniert hat.
War der Grenzzaun nun mit Signaltechnik ausgestattet oder war es nur ein simpler Elektrozaun?
Ich stelle mich nicht dumm, aber mir ist da nämlich aus der letzten Zeit an der Grenze, etwa 1960, ein System in Erinnerung, von dem hier heute nicht mehr die Rede ist. Möglicherweise habe ich es schon mal beschrieben, will es aber trotzdem wiederholen, verbunden mit der Frage, ob das System auch in den 80er Jahren noch benutzt wurde.
Zur Sache:
Westwärts vom K 10 befand sich ein Stacheldrahtzaun. Zwischen den vielen Stacheldrähten befand sich auch ein Draht ohne Stacheln. Der war über weitere Leitungen, ähnlich dem Grenzmeldenetz, mit der Kompanie verbunden. In der Kompaniewache befand sich ein Klappenschrank (wie ganz früher in einer Telefonvermittlung).
An dem stachellosen Draht am Grenzzaun befanden sich in größeren Abständen Vibratoren. Wurde der Draht mit den Vibratoren nun in Schwingung versetzt(zum Beispiel beim Versuch des Übersteigens), so fiel in der Kompanie eine Klappe und deutete damit auf einen bestimmten Grenzabschnitt hin. Der Einsatztrupp konnte relativ genau in den richtigen Abschnitt geschickt werden. Ein mir befreundeter Waffenoffizier hatte sich einen solchen Vibrator "besorgt" und wir haben ihn zerlegt. Es war sehr primitiv. Eine obere und eine untere metallische Schale waren durch einen Kunststoffring getrennt. In der unteren Schale befand sich Quecksilber. Geriet das Gerät in Schwingungen, stellte das Quecksilber eine Verbindung zwischen Ober- und Unterschale her und das Signal zum Klappenschrank wurde ausgelöst und der jeweilige Vibrator erkannt.
Wer kennt dieses System auch, wie lange war es und ev. wo war es im Einsatz. Meine Kenntnis stammt aus der Kompanie Harbke. Wie funktionierte die Benachrichtigung später in den 80ern?
In diesem Zusammenhang noch eine Weitere Frage an die "Jüngeren"
Wir hatten uns aus Rohren mit dem gleichen Innendurchmessern wie Leuchtpatronen, Geräte gebaut, die mit einer Patrone bestückt und einem Schlagbolzen und Erdspieß versehen im Grenzgebiet aufgebaut wurden. Der Schlagbolzen wurde gespannt und mit eier Metallscheibe gesichert. an der Metallscheibe befand sich ein dünner Draht, der über mehrere Meter( Ein Graben, eine Straße oder Weg usw.) gespannt wurde. Lief ein Grenzverletzer gegen einen solchen Draht, zog er das Plättchen vor dem Schlagbolzen heraus und die Leuchtpatrone wurde abgeschossen. Später sollen diese Geräte offiziell hergestellt werden, wir hatten sie aber in Ohrsleben selber gebaut. Sogar noch ein ähnliches Gerät ohne Leuchtpatrone, nur mit Benachrichtigung mit Hilfe eines Ruhestromrelais. Letzteres lässt sich auch heute noch am Haus oder im Kleingarten einsetzen. Hauchdünnen Kupferdraht gibt es in jeder alten Spule.



BRB, Ehli, Rothaut, GKUS64, furry und andyman haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.01.2019 12:23 | nach oben springen

#63

RE: Was ist das?

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 20.01.2019 14:04
von GKUS64 | 2.896 Beiträge | 7536 Punkte
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Hallo Siegfried,

für den ersten Teil kann ich dir leider keine ordentliche Antwort geben, nur, Vibrator bekommt jetzt für mich eine völlig neue Bedeutung!
Zu meiner Zeit 1964/65 existierten ja bereits die Minensperren, elektrische Signalgeräte waren nicht vorhanden. Es existierten aber die von dir beschriebenen Signalgeräte mit Leuchtpatrone und auch eine Variante mit abgesägtem Karabinerlauf. Dieses Gerät wurde mit einer Platzpatrone geladen, die Auslösung erfolgte dort ebenfalls mit Perlon- pardon Dederon-Schnur. Mit beiden Gräten ereigneten sich in o.g. Zeit zwei schwere Unfälle (bei Unfälle im Grenzdienst bereits schon mal beschrieben).
Beim Gerät mit Leuchtpatrone schaute ein Offiziersschüler im Praktikum von oben in den Lauf und löste mit seiner Fernglastasche das Gerät aus. Das Gerät befand sich am Fuldaer Berg vor einer sog. Gasse durch die Minensperre. Nach schwieriger Bergung (@Jawa 350 mit LO!) und Transport nach Eisenach, verstarb der Praktikant auf dem Transport.
Beim Gerät mit Platzpatronen, dass in einen Baum geschraubt war (angeschweißtes Gewinde) führte ein Uffz. eine Ladekontrolle durch. Er drehte das Gerät so ungünstig auf sich zu, dass es auslöste und die Ladung ihm ins Gesicht feuerte. Die schwere Verletzung kostete ihm den Verlust eines Auges.

GKUS64



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#64

RE: Was ist das?

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 20.01.2019 14:27
von Hanum83 | 9.112 Beiträge | 17559 Punkte
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Die Signalgeräte, meistens mit Platzpatronen bestückt, gab es bei uns auch noch.
Ansonsten waren bei uns vor 36 Jahren am zweiten Zaun, oder eigentlich besser der K1, also Grenzzaun1 von feindwärts gesehen nach dem K6, dann die so genannten Selbstschussanlagen.
Hinten am ersten Zaun waren Drähte gespannt die in der Zentrale ein Klingeln auslösten wenn die durch Berührung in Kontakt kamen, dazu optisch und akustisch direkt vor Ort für die Grenzsoldaten Rundumleuchten und ein Signalhorn nach denen du bestimmen konntest welches Feld im Zaun ausgelöst hatte.
War schon technisch relativ gut ausgebaut die Grenze, da durfte es wohl kosten was es wollte, auch für so ein kleines armes Land.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
zuletzt bearbeitet 20.01.2019 14:36 | nach oben springen

#65

RE: Was ist das?

in Grenzbilder innerdeutsche Grenze 20.01.2019 16:52
von Ehli | 3.538 Beiträge | 19992 Punkte
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Ihr habt ja eigentlich schon alles über die Signalgeräte geschrieben. Erst waren die Geräte Leuchtmittel bestückt,5 Sterne weiß.
Später dann mit Platzpatronen,um Kosten zu sparen.
Signalzäune gab es auch jede menge,die Auslösung wurde auf den Postentürmen angezeigt,so wusste man welches Feld ausgelöst hatte und die Streife begab sich vor Ort.
Später befanden sich die Signaldrähte auf den Streckmetallzäunen.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
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