versuchter Grenzdurchbruch im Grenzabschnitt Berlin-Mitte

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31.01.2017 21:10
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#61
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1967 gab es diesen Holzturm nicht mehr.
Der Betonturm stand dann ca. 200 m weiter links.Der Signalzaun ist schwach zu erkennen.
Auch gab es wahrscheinlich noch keine KFZ Sperre in Richtung Podsdamer Platz.
Ehli


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01.02.2017 11:00 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 11:08)
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#62
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Wer weiß , wann die Hinterlandsmauer im Bereich Pariser Platz - Potsdamer Platz - Haus der Ministerien gebaut wurde ?
Bin 1972 vor Pariser Platz / Absperrung nach links , Richtung Haus der Ministerien gegangen. Am damals noch "durchsichtigen Hinterlandszaun" entlang. Zu dem Zeitpunkt konnte man noch bis zur Grenze d.h. Mauer sehen. Damals hätte ich nie im Traum daran gedacht , dass ich ein Mal wenige cm hinter dieser Mauer parken würde , auf der Ebertstrasse. Da gab es auch Hundelaufanlagen und Kfz.-Sperren. Ich wunderte mich noch über die "komischen flachen Hügel" im Bereich Wilhelmstr. / Vosstraße. Diese Namen waren mir derzeit natürlich nicht bekannt. Später erfuhr ich , was dort war !


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01.02.2017 11:17 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 11:32)
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#63
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Zitat von Lutze im Beitrag #60
Sind dort an den beiden Lichtmasten Lautsprecher angebracht?
vielleicht kam bei diesem Fluchtversuch eine Durchsage zum Stehenbleiben?
Lutze

Da kam keine Durchsage , sondern Marschmusik zum Motivieren . Wie bei einem Sturmangriff etwa .... Hurra !
Der beliebteste Titel war das sowjetische Lied "Der heilige Krieg". Dieses stimulierte ungemein. So dass man alle Kräfte aufbot , um das letzte Hindernis zu überwinden.
https://www.youtube.com/watch?v=4KwuHbB5Eok


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01.02.2017 11:19
#64
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Zusammenfassend oder kurz gesagt, über Berlin zu flüchten war zu 98% Selbstmordversuch. Das war auch unter halbwegs intelligenten fluchtwilligen DDR-Bürgern bekannt!

Démerde-toi !


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01.02.2017 11:57
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#65
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Zitat von Ehli im Beitrag #61
1967 gab es diesen Holzturm nicht mehr.
Der Betonturm stand dann ca. 200 m weiter links.Der Signalzaun ist schwach zu erkennen.
Auch gab es wahrscheinlich noch keine KFZ Sperre in Richtung Podsdamer Platz.
Ehli


Hallo Ehli
Ich meine den Betonturm rechts vom BBT mit sechseck Kanzel. Der wurde später gegen einen anderen getauscht.
Der neue wurde weiter nach rechts Richtung Hauswand verlegt.( Qadratturm )
EK 70


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01.02.2017 12:33
#66
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Zitat von Stefan 14 im Beitrag #63
Zitat von Lutze im Beitrag #60
Sind dort an den beiden Lichtmasten Lautsprecher angebracht?
vielleicht kam bei diesem Fluchtversuch eine Durchsage zum Stehenbleiben?
Lutze

(...)

Die wurden gebraucht, um westliche Veranstaltungen zu stören (Minute 8.40)
https://www.filmothek.bundesarchiv.de/vi...455?set_lang=de
(Bild mit Adenauer rechts unten anklicken))


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01.02.2017 12:39 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 16:37)
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#67
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #64
Zusammenfassend oder kurz gesagt, über Berlin zu flüchten war zu 98% Selbstmordversuch. Das war auch unter halbwegs intelligenten fluchtwilligen DDR-Bürgern bekannt!

Da muss ich dir völlig Recht geben !
Einzige Chance , wenn Man direkt im Schutzstreifen oder Häusern an der Hinterlandmauer / Zaun wohnte. Es gab 3 Fluchten , wo ich mir sage :
Sie hatten 100 Schutzengel , da ich die Örtlichkeiten gut kenne.
Bin selbst 1988 von Thüringen nach Hessen. Ich wusste um ALLES in diesem Zusammenhang gut Bescheid. Dennoch war mir klar , wie hoch das Risiko ist. Bei mir war es Nacht. Verbrachte aber vorher 2 Tage im Sperrgebiet und etwa 8 Std. im Schutzstreifen . Hätte ich gemerkt , dass ich entdeckt wurde , wäre ich sofort stehen geblieben und hätte die Posten von mir aus angerufen. Denn sie sehen ja auf Grund Witterung, schlechter Sicht , Gelände usw. oft nicht , was ich tue , wohin ich mich bewege oder was ich bei mir habe.
Ich selbst erlebte ein Mal eine brenzlige Situation. Bin mir nicht sicher, ob ich da angerufen hätte oder gar Warnschuss abgegeben. Denn in dem Fall wäre meine Position verraten gewesen. Ich sah absolut nicht , was das "Gegenüber" tat. Zu Mal ein unbewaffneter garantiert nicht in diesen betr, Sicherheitsbereich eingedrungen wäre.


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01.02.2017 12:45
#68
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Zitat von Stefan 14 im Beitrag #67

Da muss ich dir völlig Recht geben !
Einzige Chance , wenn Man direkt im Schutzstreifen oder Häusern an der Hinterlandmauer / Zaun wohnte. Es gab 3 Fluchten , wo ich mir sage :
Sie hatten 100 Schutzengel , da ich die Örtlichkeiten gut kenne.
Bin selbst 1988 von Thüringen nach Hessen. Ich wusste um ALLES in diesem Zusammenhang gut Bescheid. Dennoch war mir klar , wie hoch das Risiko ist. Bei mir war es Nacht. Hätte ich gemerkt , dass ich entdeckt wurde , wäre ich sofort stehen geblieben und hätte die Posten von mir aus angerufen. Denn sie sehen ja auf Grund Witterung, schlechter Sicht , Gelände usw. oft nicht , was ich tue , wohin ich mich bewege oder was ich bei mir habe.
Ich selbst erlebte eine brenzlige Situation. Bin mir nicht sicher, ob ich da angerufen hätte oder gar Warnschuss. Denn in dem Fall wäre meine Position verraten gewesen.


Nun ja. mal eben über die Mauer hüpfen war nicht. Berlin hatte natürlich den Vorteil, dass du da mehr oder weniger direkt an die Grenze rankammst. Wohlgemerkt, einige haben es auch geschafft, aber sicher nicht in Mitte oder gar am BBT^^.

Démerde-toi !


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01.02.2017 12:47 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 13:14)
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#69
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #66
Zitat von Stefan 14 im Beitrag #63
Zitat von Lutze im Beitrag #60
Sind dort an den beiden Lichtmasten Lautsprecher angebracht?
vielleicht kam bei diesem Fluchtversuch eine Durchsage zum Stehenbleiben?
Lutze

(...)

Die wurden gebraucht, um westliche Veranstaltungen zu stören (Minute 8.40)
https://www.filmothek.bundesarchiv.de/vi...455?set_lang=de
(Bild mit Adenauer rechts unten anklicken))

Ja , danke, Theo ! Solche Propaganda-oder Störmassnahmen wurden von Beiden Seiten durchgeführt. Meist Lautsprecher auf Kfz. Auch Nebelkörper , Blenden mit Spiegeln , Propagandatafeln und von östlicher Seite Anfangs große Sichtblenden aus Holz .


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01.02.2017 13:11 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 13:12)
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#70
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #68
[quote=Stefan 14|p595230]
Da muss ich dir völlig Recht geben !
Nun ja. mal eben über die Mauer hüpfen war nicht. Berlin hatte natürlich den Vorteil, dass du da mehr oder weniger direkt an die Grenze rankammst. Wohlgemerkt, einige haben es auch geschafft, aber sicher nicht in Mitte oder gar am BBT^^.


Doch , auch in Mitte !


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01.02.2017 13:16
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#71
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Ich hatte hier mal eine mehr oder weniger selbst miterlebte Flucht in Berlin Mitte beschrieben.


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01.02.2017 13:58
#72
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Zitat von sentry im Beitrag #71
Ich hatte hier mal eine mehr oder weniger selbst miterlebte Flucht in Berlin Mitte beschrieben.

War aber kein Mauersprung. Die Story da mit der selbstgebauten Seilbahn ist bekannt.

Démerde-toi !


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01.02.2017 22:53 (zuletzt bearbeitet: 01.02.2017 22:55)
avatar  Ehli
#73
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Zitat von EK 70 im Beitrag #65
Zitat von Ehli im Beitrag #61
1967 gab es diesen Holzturm nicht mehr.
Der Betonturm stand dann ca. 200 m weiter links.Der Signalzaun ist schwach zu erkennen.
Auch gab es wahrscheinlich noch keine KFZ Sperre in Richtung Podsdamer Platz.
Ehli


Hallo Ehli
Ich meine den Betonturm rechts vom BBT mit sechseck Kanzel. Der wurde später gegen einen anderen getauscht.
Der neue wurde weiter nach rechts Richtung Hauswand verlegt.( Qadratturm )
EK 70

Auch diesen gab es damals nicht.Es stand nur einer an der Spree.Uns war es verboten,durch das BBT zu laufen.Um in den "Ministergarten" zu kommen,mußten wir damals erst mal durch Hinterland laufen.
Ehli


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02.02.2017 08:02
avatar  sentry
#74
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #72
Zitat von sentry im Beitrag #71
Ich hatte hier mal eine mehr oder weniger selbst miterlebte Flucht in Berlin Mitte beschrieben.

War aber kein Mauersprung. Die Story da mit der selbstgebauten Seilbahn ist bekannt.


Kannst Du ja nochmal nachlesen. Weiß nicht, wie Du "Mauersprung" definierst. Es ging in dem geschilderten Fall um eine ganz normale Überwindung der Mauer mittels Leitern und leiterähnlichen Hilfsmitteln. Das Wort "Seilbahn" kommt gar nicht vor.


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