Grand-Hotel im Sperrgebiet, das Heine-Hotel in Schierke

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18.01.2017 14:07
avatar  der 39.
#16
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Danke für den Hinweis, habe mich vertan, die ersten Wintersportmeisterschften waren 28.2. bis 4.3.1950. In meinem Buch steht es richtig
der 39.


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27.01.2017 00:11
avatar  esek67
#17
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Der Dachsbau im Heinrich Heine war eigentlich die Stammkneipe der beiden Schierker Grenzkompanien. Nachmittags ging es ins Cafe Winkler und abends in den Dachsbau. Ich erinnere mich immer noch sehr gerne an die Zeit, die wir dort verbracht haben. Und erst an die Heimwege, da ging es oft auf allen Vieren den Kirchberg hinauf, manchmal auch wegen der Glätte. Wenn man dienstfrei hatte bekam man automatisch eine Stunde Ausgangsverlängerung dazu, der Dachsbau schloß um 24.00 Uhr und man mußte erst um Eins wieder in der GK eintreffen. Die sonstige Klientel war damals mit meistens Nomenklatura. Im nachherein war und ist es mir unbegreiflich wie man uns dort geduldet hat, denn wir waren auch nicht immer die Pflegeleichtesten. Damals war ich noch ausschließlicher Schnapstrinker und dort waren die besseren Sorten im Angebot, Geld spielte keine Rolle, war auch Nichtraucher. Im Dachsbau spielte damals auch eine kleine Kapelle die von Grenzern gestellt wurde, ich kann mich deshalb so gut daran erinnern, ein Großcousin trat dort mit der Trompete und einer sehr hübschen Freundin auf. Vor paar Jahren war ich wieder mal in Schierke. Die Frau von unseren Wirtsleuten arbeitete im Dachsbau, ihr Mann war bei der Polizei im Grenzgebiet, da rissen die Gesprächsstoffe nicht ab, sehr zum Leidwesen meiner lieben Frau. Es ist eigentlich schade, daß dieses Traditionshaus eine dermaßen Niedergang erleben mußte.
MfG esek67

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
© Reinhold Niebuhr
(1892 - 1972), US-amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler


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27.01.2017 22:48
avatar  vs1400
#18
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hallo @esek67,
eventuell könnte dich auch dieses thema interessieren.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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01.11.2017 10:25
#19
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Auch wenn das Thema schon etwas älter ist.
Hier das "Heinrich Heine" im Sommer 2016 im Zuge der Abrißarbeiten.


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01.11.2017 10:33
#20
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#17
Das Cafe Winkler war zu meiner kurzen Zeit in Schierke eher ein "no go". Unter den Offizieren, Berufs-Ufzz. und ZB vom GB und der KSi hatte sich damals eine "Trinker-Gruppe" gefunden. Pünktlich bei Öffnung des Cafe Winkler (wimre um 16:00 Uhr) standen die ersten auf der Matte. Das wollte sich beim Ausgang keiner antun. So ging es in das H.H. oder in das FDGB-Ferienheim "Franz-Mehring".


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03.11.2017 11:39
avatar  der 39.
#21
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Als ich Febr.-März 1950 eine Einsatztruppe zur Sicherung der 1. DDR Wintersportmeisterschaften übernommen hatte, war nach Beurteilung der Lage mein erster Befehl: Hotel Heine und Dachsbau betreten verboten. Es gab noch eine Kneipe, deren Name mir nicht mehr geläufig ist, die auch unter das Verbot fiel. Hatte ich mir nicht selbst ausgedacht, sondern bei meiner Kommandierung nach Schierke gleich "mitbekommen".Kalt, hoher Schnee und 12-Std-Dienst, die Kameraden hatten auch keine so rechte Lust zum ausgehen. Übrigens waren wir in einem Haus gegenüber vom "Heine" untergebracht, das war keine offizielle Dienststelle. Soweit meine Erinnerung reicht, habe ich es anschließend nach Großreinemachen wieder an die Eigentümer übergeben.


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03.11.2017 23:14
avatar  vs1400
#22
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Zitat von Mario87_2 im Beitrag #20
#17
Das Cafe Winkler war zu meiner kurzen Zeit in Schierke eher ein "no go". Unter den Offizieren, Berufs-Ufzz. und ZB vom GB und der KSi hatte sich damals eine "Trinker-Gruppe" gefunden. Pünktlich bei Öffnung des Cafe Winkler (wimre um 16:00 Uhr) standen die ersten auf der Matte. Das wollte sich beim Ausgang keiner antun. So ging es in das H.H. oder in das FDGB-Ferienheim "Franz-Mehring".


ich hab es nie gesehen; Mario87,
dass sich dort eine derartige gruppe traf ... egal ... ab 16:00 gab es dort massig alte urlauber und lediglich die vormittäglichen öffnungszeiten ließen besuche wirklich zu.
da hatte man echt seine ruhe und konnte e genießen.

der wirt war jedoch fhg und daher wurden alle neuen darauf hingewiesen, was viele wohl davon abhielt dieses café zu besuchen.

gruß vs

04.11.1986 - 21.04.1987 Uffz. Ausbildung In Perleberg
21.04.1987 - 28.08.1989 Gruppenführer der 2. Gr./ 2.Zug/ 7. GK - Schierke/ GR 20/ GKM- N


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03.11.2017 23:19
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#23
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( gelöscht )

Ich bin auch lieber vormittags in den Ausgang, schön durchs Dorf schlendern in der Morgensonne, war echt beruhigender als abends zum Bierhahn zu hecheln.


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03.11.2017 23:28
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#24
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94

Bei #21 fällen mir spontan die ersten 'echten' Briefmarken der Deutschen Demokratischen Republik ein.

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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04.04.2022 14:27
#25
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Fotografen besuchen diese Gegend häufig, da sie gerne Fotos vor dem Hintergrund der Gebäude machen.


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