Vor 30 Jahren- Ballonflucht aus der DDR

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20.09.2009 15:47
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#1
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http://einestages.spiegel.de/static/topi...e_freiheit.html

Das Thema ist vielen bekannt. Etwas weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Bruder und die Schwester des Ballonflüchtlings später für die Stasi gearbeitet haben. Ohne Druck bespitzelt sicher niemand seine nächste Verwandtschaft. Wie sah der Druck aus? Weiß jemand dazu Näheres?

Interessant auch der Spiegel-Artikel von 1999: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14718416.html

Gruß, Augenzeuge


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21.09.2009 08:47
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#2
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Zitat von Augenzeuge
Etwas weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Bruder und die Schwester des Ballonflüchtlings später für die Stasi gearbeitet haben. Ohne Druck bespitzelt sicher niemand seine nächste Verwandtschaft. Wie sah der Druck aus? Weiß jemand dazu Näheres?



@augenzeuge, so ist das mit den behauptungen... woher willst du wissen, das die werbung der schwester und des schwagers mit/ unter druck erfolgte? wer sagt uns, ob diese überhaupt gegen ihren bruder/ schwager eingesetzt gewesen sind?

ansonsten sind die auseinandersetzungen mit dem ehem. ballonfahrer recht aufschlussreich und tragisch zugleich.


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21.09.2009 15:34
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#3
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Zitat von GilbertWolzow
... woher willst du wissen, das die werbung der schwester und des schwagers mit/ unter druck erfolgte? wer sagt uns, ob diese überhaupt gegen ihren bruder/ schwager eingesetzt gewesen sind?
ansonsten sind die auseinandersetzungen mit dem ehem. ballonfahrer recht aufschlussreich und tragisch zugleich.



Hallo Gilbert, ich dachte du hättest das richtig gelesen....wohl nicht..., ok, nur noch einmal für dich:

"Sieben Aktenordner haben Mielkes Leute mit Erkenntnissen zum "Operativen Vorgang 'Birne'" gefüllt. Als Peter Strelzyk sie nach dem Mauerfall durchforstet, warten noch andere böse Überraschung auf ihn: Auch seine Schwester (IM "Sabine Unger") und sein Bruder (IM "Klaus Voght") wurden von der Stasi als Spitzel auf ihn angesetzt - ob unter Druck oder freiwillig, ist nicht ganz klar."

Ich dachte, dieser Punkt galt als geklärt, ich sehe das nicht als Behauptung. Zweifelst du das alles wirklich an? Schade, ich dachte, du hättest darüber weitere Kenntnisse.....

Gruß, Augenzeuge


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21.09.2009 15:41
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#4
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Zitat von Augenzeuge
http://einestages.spiegel.de/static/topi...e_freiheit.html

Ohne Druck bespitzelt sicher niemand seine nächste Verwandtschaft. Wie sah der Druck aus? Weiß jemand dazu Näheres?


Gruß, Augenzeuge



Gut sagen wir das wäre geklärt, bliebt trotzdem noch deine Behauptung mit dem Druck. Selbst die Presse die ja sonst da gerne schnell bei der Sache ist schreibt nicht geklärt.

Du jedoch schlussfolgerst es war Druck da und fragst wie der aussah.

Es gibt viele auch schon beschriebene Möglichkeiten wie er ausgesehen haben KÖNNTE, wenn es ihn den gegeben HÄTTE.


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21.09.2009 16:01
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#5
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Zitat von Augenzeuge

Hallo Gilbert, ich dachte du hättest das richtig gelesen....wohl nicht..., ok, nur noch einmal für dich:

"Sieben Aktenordner haben Mielkes Leute mit Erkenntnissen zum "Operativen Vorgang 'Birne'" gefüllt. Als Peter Strelzyk sie nach dem Mauerfall durchforstet, warten noch andere böse Überraschung auf ihn: Auch seine Schwester (IM "Sabine Unger") und sein Bruder (IM "Klaus Voght") wurden von der Stasi als Spitzel auf ihn angesetzt - ob unter Druck oder freiwillig, ist nicht ganz klar."


seltsam... ich habe nur gelesen:

Der Treuebruch des Freundes ist nicht die einzige Hiobsbotschaft, die von den Flüchtlingen in ihrer Stasi-Akte gefunden wurden. Auch Strelzyks Schwester (IM "Sabine Unger") und sein Bruder (IM "Klaus Voght") haben sich der Stasi zur Verfügung gestellt. Doch das kann das Ehepaar noch verstehen: Ganz klar, die beiden seien "unter Druck gesetzt worden".

die von dir eingestellte passage habe ich wirklich nicht gelesen.

In Antwort auf:
Zweifelst du das alles wirklich an?


nein, ich zweifel nicht alles an nur, dieses permanente "werbung unter druck".


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21.09.2009 16:02
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Zitat von Feliks D.
Gut sagen wir das wäre geklärt, bliebt trotzdem noch deine Behauptung mit dem Druck. Selbst die Presse die ja sonst da gerne schnell bei der Sache ist schreibt nicht geklärt.
Du jedoch schlussfolgerst es war Druck da und fragst wie der aussah.
Es gibt viele auch schon beschriebene Möglichkeiten wie er ausgesehen haben KÖNNTE, wenn es ihn den gegeben HÄTTE.



Lieber Felix, für dich scheint es ja das Normalste auf der Welt zu sein, den geflüchteten Bruder zu bespitzeln....sorry, aber so muss ich deine Zeilen deuten. Weißt du, ich spreche auch etwas aus eigener Erfahrung. Und die sagt mir nun einmal, das ich mir nicht vorstellen kann, das so etwas ohne Druck abgelaufen sein kann. Natürlich kann es in diesem Fall so abgelaufen sein, dass der Bruder/die Schwester sich gleich aufgrund der eigenen sozialistischen Überzeugung an das MfS gewandt haben, die Bespitzelungstätigkeit durchzuführen.-Weißt du Felix, ich ziehe die Hose nicht mit der Kneipzange an. Ich habe, wahrscheinlich im Gegensatz zu dir, mitbekommen, wie das gelaufen ist. Zitat: " Es wäre für ihre beruflche Entwicklung sicher von Vorteil, wenn Sie uns diese und jene Informationen geben würden...andererseits sind wir gezwungen uns ihre ablehnende Haltung zu notieren... und sie wissen ja wie das ist, wenn mal etwas dokumentiert ist......" Nein, das ist natürlich kein Druck.

Gruß, Augenzeuge


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21.09.2009 17:04
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Zitat von Augenzeuge
Weißt du, ich spreche auch etwas aus eigener Erfahrung. Und die sagt mir nun einmal, das ich mir nicht vorstellen kann, das so etwas ohne Druck abgelaufen sein kann. Natürlich kann es in diesem Fall so abgelaufen sein, dass der Bruder/die Schwester sich gleich aufgrund der eigenen sozialistischen Überzeugung an das MfS gewandt haben, die Bespitzelungstätigkeit durchzuführen.-Weißt du Felix, ich ziehe die Hose nicht mit der Kneipzange an. Ich habe, wahrscheinlich im Gegensatz zu dir, mitbekommen, wie das gelaufen ist. Zitat: " Es wäre für ihre beruflche Entwicklung sicher von Vorteil, wenn Sie uns diese und jene Informationen geben würden...andererseits sind wir gezwungen uns ihre ablehnende Haltung zu notieren... und sie wissen ja wie das ist, wenn mal etwas dokumentiert ist......" Nein, das ist natürlich kein Druck.

Gruß, Augenzeuge




Das Thema Werbung von IM "unter Druck" haben wir vor kurzer Zeit schon einmal diskutiert. Wenn ich Deine Argumentation @Augenzeuge lese, dann entsteht für mich der Eindruck, dass es gem. Deinem Vorstellungsvermögen nicht sein kann, dass es Personen in Ost und West gab, die auf freiwilliger Basis und ohne Zwang mit dem MfS zusammengearbeitet haben. Damit will ich nicht anzweifeln, dass Du persönlich für Deinem Fall eine andere Erfahrung gemacht hast.
Aber die übergroße Masse der IM hat nicht aufgrund einer Drucksituation mit dem MfS zusammengearbeitet. Für viele DDR-Bürger war es nichts verwerfliches ein Organ des Staates zu unterstützen.




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21.09.2009 18:10 (zuletzt bearbeitet: 16.06.2010 21:01)
#8
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Die Angehörigen der Geflüchteten wurden in der DDR in eine Art Sippenhaft genommen und zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. [Quelle: Grenzerfahrungen Band III]

Vermutlich wurden sie vor die Wahl gestellt: Weiter einsitzen oder halt als IM agieren.

Stefan

Alles wird gut!

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21.09.2009 18:18
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#9
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Also...ich bin wohl unter Druck geworben worden.....sehr freundlich übrigens....

....ich fands aber einfach nur pervers...

Achja, und einen IM-Nickname hatte ich auch schon...sollte allerdings nur vorläufig so sein.

Liebe Grüsse, ihr IM Martin Müller


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21.09.2009 18:58
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#10
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Zitat von Mongibella
Also...ich bin wohl unter Druck geworben worden.....sehr freundlich übrigens....

....ich fands aber einfach nur pervers...

Achja, und einen IM-Nickname hatte ich auch schon...sollte allerdings nur vorläufig so sein.

Liebe Grüsse, ihr IM Martin Müller


Du meinst,die haben dir Honig ums Maul geschmiert ?


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21.09.2009 19:14
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#11
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Zitat von Ari@D187
[Quelle: Grenzerfahrungen Band III]

Stefan



Bemerkenswert finde ich im genannten Buch auf der gleichen Seite (446) die folgende Aussage, die Minister Erich Mielke im Zusammenhang mit der Flucht der Strelzyks gemacht haben soll:
"Am 18. September 1979 bestellte Stasi-Chef Erich Mielke die Chefs der Bezirksverwaltungen von Gera, Erfurt und Suhl ein und beschimpfte sie in seiner berüchtigt cholerischen Art mit den Worten "Vaterlandsverräter", "Hurensöhne" und "elende Versager". Er drohte gar, die Bezirksfürsten an die Wand zu stellen.

Was manche Schreiberlinge so alles wissen...
Leider ist keine Quelle angegeben


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21.09.2009 20:03
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Zitat von Merkur

Das Thema Werbung von IM "unter Druck" haben wir vor kurzer Zeit schon einmal diskutiert.

Stimmt, aber es passt aufgrund des Artikels wieder gut rein und ich hatte dazu auch eine Frage.


Wenn ich Deine Argumentation @Augenzeuge lese, dann entsteht für mich der Eindruck, dass es gem. Deinem Vorstellungsvermögen nicht sein kann, dass es Personen in Ost und West gab, die auf freiwilliger Basis und ohne Zwang mit dem MfS zusammengearbeitet haben.

Na, nicht ganz richtig. Allerdings gehöre ich sicher zu dem, deiner Meinung nach, seltenen Personenkreis, die ihre eigene Familie für nichts verraten hätten, weder für die Stasi, noch heute für den BND. Schon gar nicht deshalb, weil sie nur woanderes leben wollte. Weil sie für mich an erster Stelle steht, unabhängig jeder Staatsideologie. Bei dir muss das dann ja anders (gewesen) sein, entschuldige bitte, aber vor solche Menschen habe ich keine Achtung. Damals nicht, heute nicht....

Aber die übergroße Masse der IM hat nicht aufgrund einer Drucksituation mit dem MfS zusammengearbeitet. Für viele DDR-Bürger war es nichts verwerfliches ein Organ des Staates zu unterstützen.



Klar, den aufrechten Gang haben sie ja erst 1989 gelernt (nach S. Heym).


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21.09.2009 20:18
avatar  Merkur
#13
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[quote="Augenzeuge
Das Thema ist vielen bekannt. Etwas weniger bekannt ist die Tatsache, dass der Bruder und die Schwester des Ballonflüchtlings später für die Stasi gearbeitet haben. Ohne Druck bespitzelt sicher niemand seine nächste Verwandtschaft. Wie sah der Druck aus? Weiß jemand dazu Näheres?

[/quote]

Dazu den entsprechenden OV "Birne" der ZKG lesen


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22.09.2009 00:05
avatar  Jameson
#14
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Zitat von Mongibella
Also...ich bin wohl unter Druck geworben worden.....sehr freundlich übrigens....
....ich fands aber einfach nur pervers...
Achja, und einen IM-Nickname hatte ich auch schon...sollte allerdings nur vorläufig so sein.
Liebe Grüsse, ihr IM Martin Müller


_________________________________________________________________________________________

Mongibella, hast Du Dir den Decknamen nicht selbst gewählt?

Ahoi Jameson


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22.09.2009 06:30 (zuletzt bearbeitet: 22.09.2009 06:31)
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#15
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@ zermatt Nein ihr blieben dadurch 6 Monate Schwedt erspart, steht in ihrem Thread


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