Vor 30 Jahren- Ballonflucht aus der DDR

  • Seite 4 von 11
27.08.2013 20:04
#46
avatar

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #44
Hätte überhaupt auf solche Luftfahrzeuge das Feuer eröffnet werden können?
Stelle mir vor das es etwas makaber gewesen wäre wenn dann solch ein Ballon mit Leichen auf bundesdeutschem Gebiet runter gekommen wäre.

Ich denke oder nehme an du warst Grenzer,oder?


 Antworten

 Beitrag melden
27.08.2013 20:05
avatar  ( gelöscht )
#47
avatar
( gelöscht )

Zitat von Harra318 im Beitrag #46
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #44
Hätte überhaupt auf solche Luftfahrzeuge das Feuer eröffnet werden können?
Stelle mir vor das es etwas makaber gewesen wäre wenn dann solch ein Ballon mit Leichen auf bundesdeutschem Gebiet runter gekommen wäre.

Ich denke oder nehme an du warst Grenzer,oder?


Ja, war ich, aber ein Ballon kam nicht vorbei damals, darum die Frage.


 Antworten

 Beitrag melden
27.08.2013 20:06 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 20:07)
#48
avatar

Zitat von Harra318 im Beitrag #46
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #44
Hätte überhaupt auf solche Luftfahrzeuge das Feuer eröffnet werden können?
Stelle mir vor das es etwas makaber gewesen wäre wenn dann solch ein Ballon mit Leichen auf bundesdeutschem Gebiet runter gekommen wäre.

Ich denke oder nehme an du warst Grenzer,oder?


Soweit erinnerlich, war die Anwendung der Schußwaffe auf Luftziele für uns "Grenzer" verboten!
Stand: meine Dienstzeit 1978/1979. Hier gab es erstmal nur ein Verfahren: Meldung absetzen und weitere Maßnahmen abwarten.

Gruß Axel


 Antworten

 Beitrag melden
27.08.2013 20:06
#49
avatar

Es ist aber ein Luftziel und braucht Genehmigung von Berlin,steht auch in meinen Beitrag


 Antworten

 Beitrag melden
27.08.2013 21:16 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 21:18)
avatar  ( gelöscht )
#50
avatar
( gelöscht )

Ich finde an der Flucht besonders beeindruckend, abgesehen von der Tatsache, sich einen so großen, funktionsfähigen Ballon gebaut zu haben, wie die sich im Vorfeld alle Zutaten streng konspirativ besorgt haben, weil sie ahnten, die Stasi beobachtet das. Soviel Stoff muss man erstmal zusammen und sicher vernäht kriegen.
Da habe ich großen Respekt vor.

In Berlin ist mal ein Flüchtling aus einem Ballon tödlich abgestürzt. Ein Gasballon aus Gewächshausfolie. Der ist -ich glaube nachts- über West-Berlin geflogen und viel zu hoch gekommen und hatte keine Chance zur Landung in West-Berlin. Ob er gesprungen, abgerutscht oder erfroren ist, hat man nicht rausgekriegt. Der war schon lange unterwegs und lag morgens tot auf einer Straße. Da gibt es noch einen Gedenkstein für den.

http://www.chronik-der-mauer.de/index.ph...d/593906/page/2


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 04:49
avatar  ( gelöscht )
#51
avatar
( gelöscht )

Zitat von Diskus303 im Beitrag #45

1. Bei allen(!!) Flüssiggasen wird/ muß das Gas aus der "Gasphase" entnommen (Flüssigkeiten brennen perse nicht) !
2. Ein einfrieren der Flaschen hat erstmal nichts mit "Volllastdauerbetrieb" zu tun.
Hier spielen verschiedene Umstände eine Rolle: falscher/ richtiger Druckminderer (der auch den max. Durchfluß regelt) und die
Umgebungstemperatur.
Klugscheißermodus aus


Hallo,
Widerspruch,
die große Gasmenge/Zeit kann aus Flaschen NUR in der Flüssigphase entnommen werden. Brenner für Ballonheizung haben
deshalb eine Rohrschlange um den unteren Flammenbereich in der das Gas ( teilweise ) verdampft wird.
Die Brenner arbeiten auch ohne sonstige flaschenübliche Druckminderer.

Andernfalls würde bei Entnahme in der Gasphase durch den Entzug der Verdampfungswärme schnell der Druck auf den
Atmosphärendruck abnhemen und kein Gas mehr nachströmen..

Experiment im Januar, ca. 1,5€ Kosten.

Steck eine Butankartusche, damit ist der Test leichter zu machen, in die Tiefkühltruhe, später im Freien ein Nagelschlag und ein kleines
Loch in die Kartusche, es dauert sehr lange bis die leer ist. Du klannst das Ding geöffent in die Hand nehmen, schütteln, merkst daß Gas drin ist und es strömt kaum aus....


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 06:32
avatar  Kalmus
#52
avatar

Klugscheißermodus an:

sag ich doch geht nicht anders

Klugscheißermodus aus


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 06:58
avatar  Pit 59
#53
avatar

Soweit erinnerlich, war die Anwendung der Schußwaffe auf Luftziele für uns "Grenzer" verboten!
Stand: meine Dienstzeit 1978/1979. Hier gab es erstmal nur ein Verfahren: Meldung absetzen und weitere Maßnahmen abwarten. @Diskus303

Richtig,stand in der Schusswaffengebrauchsbestimmung das auf Luftziele nicht geschossen werden darf. Ich denke auch diesen Tipp hatten die Ballonfahrer bekommen.


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 09:50
avatar  ( gelöscht )
#54
avatar
( gelöscht )

Ich fand die Ballonflucht auch immer faszienierend, gab es nicht sogar eine oder mehere Verfilmumgen zu diesem Thema? Vor einigen Jahren gab es zu dem Thema "spektakuläre Fluchten" auch einen Beitrag über die Bethke Brüder, die Ihre Fluchten fand ich fast noch abendteulicher. Der älteste Bruder ist Mitte der Siebziger Jahre mit einer Lufmatratze über die Elbe gepaddelt. Der zweite Bruder hatte 1983 in Berlin mit Hilfe von Pfeil und Bogen ein Seil zwischen zwei Dachböden in Neukölln und Treptow gespannt an der er eine Laufrolle befestigt hatte und somit die Grenzanlagen überwunden hatte.
Am abendteuerlichsten war dann die Flucht des jüngsten Bruder Mai 89, die beiden älteren Brüder sind mit Hilfe von zwei Ultraleichtflugzeugen von Britz
aus aufgebrochen um im Treptower Park Ihren jüngsten Bruder mit aufzunehmen und wieder zurück nach Westberlin zu fliegen, auch diese Flucht ist geglückt. Das die Mauer ein halbes Jahr später fiel, ist die Ironie der Geschichte.


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 09:54
#55
avatar

Zitat von SET800 im Beitrag #51
Zitat von Diskus303 im Beitrag #45

1. Bei allen(!!) Flüssiggasen wird/ muß das Gas aus der "Gasphase" entnommen (Flüssigkeiten brennen perse nicht) !
2. Ein einfrieren der Flaschen hat erstmal nichts mit "Volllastdauerbetrieb" zu tun.
Hier spielen verschiedene Umstände eine Rolle: falscher/ richtiger Druckminderer (der auch den max. Durchfluß regelt) und die
Umgebungstemperatur.
Klugscheißermodus aus


Hallo,
Widerspruch,
die große Gasmenge/Zeit kann aus Flaschen NUR in der Flüssigphase entnommen werden. Brenner für Ballonheizung haben
deshalb eine Rohrschlange um den unteren Flammenbereich in der das Gas ( teilweise ) verdampft wird.
Die Brenner arbeiten auch ohne sonstige flaschenübliche Druckminderer.

Andernfalls würde bei Entnahme in der Gasphase durch den Entzug der Verdampfungswärme schnell der Druck auf den
Atmosphärendruck abnhemen und kein Gas mehr nachströmen

Experiment im Januar, ca. 1,5€ Kosten.

Steck eine Butankartusche, damit ist der Test leichter zu machen, in die Tiefkühltruhe, später im Freien ein Nagelschlag und ein kleines
Loch in die Kartusche, es dauert sehr lange bis die leer ist. Du klannst das Ding geöffent in die Hand nehmen, schütteln, merkst daß Gas drin ist und es strömt kaum aus
....


Hier muß ich gestehen, das ich diese Art der Gasentnahme nicht kenne (kannte),
Das etwas andere Verfahren der Gasentnahme ändert aber nichts an der Tatsache, das letztendlich das "Flüssiggas" spätestens in der von Dir genannten Rohrschlange verdampft (verdampfen muß, und zwar vollständig!), damit es zur Verbrennung kommt!
Die von Dir beschriebene Entnahme aus der Flüssigphase (in der Flasche) und weiterleiten in eine Rohrschlange hat als (einzigen) Zweck, daß Vereisen durch Verdunstungskälte zu verhindern (durch die Strahlungswärme des Brenners)
Wie von mir beschrieben: Alle brennbaren Gegenstände brennen ausschließlich in Ihrer Gasphase !
Das gilt für (brennbare) Flüssigkeiten genauso wie für brennbare Feststoffe (Stichwort Holzvergaser).

@SET800
Rotmark : und warum strömt kaum Gas aus??
Grünmark: das solltest Du etwasnäher erklären...(an welcher Stelle nimmt der Druck schnell ab und erreicht Umgebungsdruck/Atmosphärendruck?)

Gruß Axel


 Antworten

 Beitrag melden
28.08.2013 12:07 (zuletzt bearbeitet: 28.08.2013 12:11)
avatar  ( gelöscht )
#56
avatar
( gelöscht )

Hallo,
outdoorfreaks die im Winter durch Lappland ziehen oder den Baikal auf dem Eis queren nehmen deshalb grundsätzlich
Benzin- oder Petroleumkocher, bei -42°C kommt weder aus Propan- noch Butanbehältern Gas unter Druck.

In dem Gasbehälter sinkt dann die Temperatur eben herunter bis 42°C annährend, es kommt nur sowenig Gas
nach wie durch die Umgebungswärem verdampft werden kann. Im Sudan bei +45°C mehr als bei winterlicher
Ballonfahrt in 1500m und -20°C, am Ballon ist Windstille!


 Antworten

 Beitrag melden
08.06.2014 18:06
#57
avatar
09.06.2014 07:35
avatar  ( gelöscht )
#58
avatar
( gelöscht )

Zitat von Gast im Beitrag #3
Als Peter Strelzyk sie nach dem Mauerfall durchforstet, warten noch andere böse Überraschung auf ihn: Auch seine Schwester (IM "Sabine Unger") und sein Bruder (IM "Klaus Voght") wurden von der Stasi als Spitzel auf ihn angesetzt - ob unter Druck oder freiwillig, ist nicht ganz klar."



Hallo,
warum böse Überraschung, daß es innerhalb Familien auch oft knirscht dürfte jedem bekannt sein. Und auch die Möglichkeite eines Jeden die Loyalität gegenüber dem Staat höher zu bewerten als die zum "Zoffbruder". Wobei das Wort "Zoffbruder" nur fiktive Annahme hier ist.

Das wird im BRD-Justizwese auch so gesehen, es gibt ein Aussageverweigerungsrecht, nicht aber die Pflicht dazu.....


 Antworten

 Beitrag melden
09.06.2014 08:55
#59
avatar

Es gab noch ein Versuch mit einem Ballon zu fliehen, der Plan und einige Teile waren schon fertig.
Von wem weiß ich nicht mehr, habe ich vor einiger Zeit in einem Band der Reihe ,,Blutiger Osten,, gefunden.


 Antworten

 Beitrag melden
02.02.2015 03:02 (zuletzt bearbeitet: 02.02.2015 03:02)
#60
avatar

Günther Jauch - Gespräch über Flucht im Ballon aus der DDR

Ausschnitt aus der TV-Show 'Na siehste'


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!