Vor 30 Jahren- Ballonflucht aus der DDR

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28.09.2009 18:59 (zuletzt bearbeitet: 28.09.2009 18:59)
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@Feliks D.

Es wäre schön, wenn d mal richtig hier die Zitierfunktion benutzen würdet. Man muß immer erst mal schauen, was von wem kommt.So schwer kann das doch nicht sein.


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28.09.2009 19:30 (zuletzt bearbeitet: 28.09.2009 19:36)
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Zitat von Merkur


Interessant finde ich in diesem Zusammenhang folgende Passage, die ich dem Zukunftsforum Politik Nr. 43 der Konrad-Adenauer-Stiftung auf der Seite 95 entnahm. Hier heißt es:
"Zu allen Zeiten während der nahezu vierzigjährigen Existenz der Stasi gab es Verweigerer. Es gab Menschen, die als Inoffizielle Mitarbeiter bzw. als Gesellschaftliche Mitarbeiter für Sicherheit geworben werden sollten oder es bereits waren und die dennoch die Zivilcourage besaßen, klar und vernehmlich nein zu sagen bzw. andere Formen fanden, um dem Abhängigkeits- und Mitarbeiterverhältnis der Stasi zu entkommen. Geschätzt wird heute, dass mehr als acht von zehn Anwerbungsversuchen der Stasi scheiterten."

Das finde ich bemerkenswert. Wenn ich die Zahlen ins Verhältnis zu den dennoch vom MfS geworbenen IM/GMS setze, hat es hunderttausende Menschen gegeben, die den Werbungsversuchen des MfS trotzten. Am Ende war dann nur eine Minderheit der Angesprochenen schwach und hat sich zur inoffiziellen Zusammenarbeit mit dem MfS verpflichtet. Wenn ich der allgemeinen Redensart folge, muss es hunderttausende Menschen geben, die aufgrund einer Ablehnung der inoffiziellen Zusammenrabeit mit dem MfS Nachteile erfuhren.
Oder ?




Mehr als 8 von 10????? Warum schreibt man dann nicht 9, denn wenn es 10 wären hätte es ja keine IM gegeben.

Soviel zu der Qualität der Quelle die du hier anführst, sicher gab es Verweigerungen der Zusammenarbeit, aber die Zahl schätze ich als zu hoch ein.

Deine zweite Frage beantwortet sich von selbst.

In mehr als 8 von von 10 negativen Anwerbungsversuchen gab es nämlich gar keine Nachteile. Ein Gerücht was Gilbert schon lange vergeblich auszurotten versucht, aber hartnäckig ja Gebetsmühlenartig immer wieder aufs neue wiederholt wird.


War weil zwei Zitate so verschachtelt waren schon bei dem was ich zietiert habe. Hoffe so is besser.


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28.09.2009 20:04
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#33
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Um das Thema noch mal zu erwähnen-Morgen kommt im ZDF um 20:15 in der Dokureihe der Beitrag"
Flucht in die Freiheit"
Es geht um die Flucht mit dem Ballon der Familien Stelzyk und Wetzel.


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02.09.2012 22:25 (zuletzt bearbeitet: 03.09.2012 23:05)
#34
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Verdammt lang her, am 16. September sind es genau 33 Jahre das es der Familie Strelzyk gelungen war mit dem Ballon die Sperranlagen der DDR zu überwinden. Ich habe damals 1979 diese Geschehnisse sehr intensiv und mit voller Begeisterung verfolgt, es hat mich sozusagen fasziniert. Tagelang wurde es in den Medien der BRD verbreitet und ausdiskutiert.
Am 6.5.1981 wurde ich zum Grundwehrdienst eingezogen, durchlebte die Ausbildung und landete Ende Oktober 1981 in der Grenzkompanie Harra. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von zwei Tagen gingen wir mit hinaus zum Grenzdienst. Die Ereignisse im Tagesablauf überstürzten sich, somit kann ich mich nicht an die genauen Einzelheiten erinnern. Eines weiß ich aber noch ganz genau. Es war der fünfte Tag im Grenzdienst als ich mit dem Postenführer auf dem B-Turm „Kontex“ in Blankenstein eingeteilt war. Wir unterhielten uns über mehr oder weniger interessante Themen. Wie es so im Grenzdienst war gab es zwischen den Themen auch eine längere Zeit des Schweigens. Aus heiterem Himmel fragte auf einmal der Postenführer, ob ich schon mal etwas von der Ballonflucht gehört habe, von 1979. Ich antwortete belanglos, ja. Er sprach mit ruhiger und gelassener Stimme, es habe sich hier ereignet, 200 m weiter nach rechts, zwischen dem B-Turm (Bahndamm) und B-Turm (Lehesten), in Blankenstein. Auf einmal schreckte ich auf und war wieder hellwach. Denn solche spektakulären Grenzdurchbrüche wie diese haben mich immer beeindruckt. Nun begann ich ihn Löcher in den Bauch zu fragen. Er sagte mir, ich kann es dir nur so wiedergeben wie es mir erzählt wurde, von meinen Vorgänger`n. Der Ballon kam aus Richtung Norden, stand (flog ?? ) Luftlinie ca. 1 km Freundwerts. Die B-Turmbesatzung (Lehesten) hat den herankommenden Ballon gesehen. Erstattete sofort Meldung an die Führungsstelle des fünften Grenzabschnittes, der sich zum damaligen Zeitpunkt ,an der Saale,der ZPR ( Zellstoff und Papierfabrik Rosenthal) befand. Die Ballonfahrer mussten gewusst haben, dass auf Luftziele eine Sondergenehmigung erforderlich war. Auf einmal soll der Ballon stehen geblieben sein, ca. 10 min, aus welchem Grund auch immer. Über dem KP Blankenstein. Jedenfalls ist die Meldung bei der Führungsstelle eingegangen, die Führungsstelle meldete den Vorfall an das Bataillon nach Göttengrün. Das Bataillon meldete es weiter an das Grenzregiment Süd nach Plauen. Das Grenzregiment Plauen meldete es weiter nach Berlin, als die ganze Sache wieder retour war, habe der Ballon wieder Aufwind bekommen und war in der Zwischenzeit über die Grenze Richtung Lichtenberg(Westen).Es soll grünes Licht gegeben haben, zum Abschuss, was heute auch keiner mehr bestätigen kann. Mich hatte es jedenfalls sehr gefreut das die Flucht gelungen war.
MfG Harra318


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02.09.2012 23:37
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#35
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Zu diesem Thema gibt es sogar eine ganze Website.

http://www.ballonflucht.de/index.html


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25.08.2013 19:33
avatar  Kalmus
#36
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Weiß einer etwas zu diesen Beitrag?

https://www.youtube.com/watch?v=ZG9A4T6LJeM


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25.08.2013 20:44
#37
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Zitat von Kalmus im Beitrag #36
Weiß einer etwas zu diesen Beitrag?

https://www.youtube.com/watch?v=ZG9A4T6LJeM


Wurde hier im Forum schon an diversen Stellen diskutiert.

Ari

Alles wird gut!

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26.08.2013 12:08
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#38
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Zitat von Gast im Beitrag #1
Ohne Druck bespitzelt sicher niemand seine nächste Verwandtschaft. Wie sah der Druck aus?
Weiß jemand dazu Näheres?




Hallo,
ohne Druck? auch nur eine These! Es gibt auch Menschen die Verwandte evtl. abraten, vor den Folgen warnen. Wenn die
aber trotzdem weiterhin Mist bauen ( was auch immer ) die Loyalität zum Staat und Gesellschaft dann höher einschätzen
als Blut-Mischpoke-Bindungen und entsprechend handeln.

Es gibt auch Strafprozesse bei denen Eltern, Kinder, Geschwister OHNE Gewissenskonflikcte vom Zeugnisverweigerugnsrecht
KEINEN Gebrauch machen!

Unabhängig ob man die Frage Republikflucht westdeutsch-inviualrechtlich-ddr-schädigend oder SED-mäßig staatsloyal
volkswirtschaftlich betrachtet.


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27.08.2013 13:18
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#39
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Hallo,
was wußte der Ballonpilot über die maximale sichere Sinkgeschwindigkeit eines Heißluftballons?
Was über den Gasbedarf für den Abstieg, Messung des Gasvorrates?
Ich las daß eine Höhe größer 1500m damals gefahren wurde.


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27.08.2013 15:48
avatar  Kalmus
#40
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Wenn wir starten zum Ballonfahren haben wir beim kleinen Ballon 3000m³ Luftvolumen 4 Gasflaschen an Bord entspricht etwa 160 Liter Flüssiggas.
Die Gasentnahme muss bei solchen Geräten aus der Flüssigphase des Gases geschehen.
Meine Meinung zum Thema die Flüchtlinge hatten ganz normale Haushaltsgasflaschen und diese bei Dauerbetrieb aus der Gasphase zu betreiben gefrieren die Flaschen zu im Ernstfall auch die Armatur.


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27.08.2013 19:46 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 19:50)
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#41
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Vor dieser Leistung habe ich wirklich viel Respekt!
Aber wenn ich das Bild von dem Ballon nur sehe, wird mir schon ganz mulmig. Diese mit ein paar Seilen "gesicherte" Plattform und 1500 m darunter nichts! Da hätte ich mich nie im Leben drauf getraut. Kinder hätte da schon gar nicht mitgenommen (das soll jetzt KEIN moralischer Zeigefinger sein! für mich persönlich wäre es nur undenkbar, so eine Gefahr einem Familienmitglied zuzumuten)

Edit: Ok, bei Flucht war die Lebensgefahr ja sowieso immanent - von daher gesehen macht das auch keinen Unterschied


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27.08.2013 19:50
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#42
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15m oder 1500m "nichts" ist völlig egal....


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27.08.2013 19:52 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 19:52)
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#43
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Zitat von SET800 im Beitrag #42
15m oder 1500m "nichts" ist völlig egal....


Da hast Du wohl recht - 15 m wären mir auch schon zu viel


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27.08.2013 20:01 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 20:02)
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#44
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Hätte überhaupt auf solche Luftfahrzeuge das Feuer eröffnet werden können?
Stelle mir vor das es etwas makaber gewesen wäre wenn dann solch ein Ballon mit Leichen auf bundesdeutschem Gebiet runter gekommen wäre.


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27.08.2013 20:03 (zuletzt bearbeitet: 27.08.2013 20:04)
#45
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Zitat von Kalmus im Beitrag #40
Wenn wir starten zum Ballonfahren haben wir beim kleinen Ballon 3000m³ Luftvolumen 4 Gasflaschen an Bord entspricht etwa 160 Liter Flüssiggas.
Die Gasentnahme muss bei solchen Geräten aus der Flüssigphase des Gases geschehen.
Meine Meinung zum Thema die Flüchtlinge hatten ganz normale Haushaltsgasflaschen und diese bei Dauerbetrieb aus der Gasphase zu betreiben gefrieren die Flaschen zu im Ernstfall auch die Armatur.


Hallo
Klugscheißermodus an:

1. Bei allen(!!) Flüssiggasen wird/ muß das Gas aus der "Gasphase" entnommen (Flüssigkeiten brennen perse nicht) !
2. Ein einfrieren der Flaschen hat erstmal nichts mit "Volllastdauerbetrieb" zu tun.
Hier spielen verschiedene Umstände eine Rolle: falscher/ richtiger Druckminderer (der auch den max. Durchfluß regelt) und die
Umgebungstemperatur.

Klugscheißermodus aus

Gruß Axel


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