fahnenflucht von den raketentruppen der nva

  • Seite 5 von 22
04.09.2017 09:37
#61
avatar

doch - gabs schon - bloß ich hatte keinen -


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 09:51 (zuletzt bearbeitet: 04.09.2017 16:37)
avatar  ( gelöscht )
#62
avatar
( gelöscht )

Zitat von Cambrino im Beitrag #59
Also, dann war ja meine AWO-Sport nicht die Einzigste , die als Nachlaß eines Flüchtlings in Staatseigentum übernommen wurde. Meine hatte ich bei der Entlassung direkt neben der alten Dienststelle Ohrsleben, bei meinem ehemaligen Spieß unter gestellt. Der wurde auch mit mir entlassen. Man hat nicht ermitteln können, wo ich die Grenze überschritten habe. Aber die Großfahndung nach meiner AWO-Sport war dann doch erfolgreich nach dem man alle Hebel in Bewegung gesetzt hat. ( Aus meiner Stasi-Akte ) Das VPKA Prenzlau, VPKA Oschersleben, VPKA Halberstadt, VPKA Wernigerode haben danach gesucht, mit Hilfe vom Gr. Reg. Halberstadt und Oschersleben hat man dann meinen ehemaligen Spieß ausfindig gemacht und meine AWO-Sport dann auch gefunden. Darüber bekamen meine Eltern nur eine kurze Nachricht. Ein Jahr nach meiner Flucht hatte ich dann den PKW Führerschein und mein erstes Auto, da war ich wirklich ein glücklicher Mensch und bin es auch Heute noch. Die AWO-Sport habe ich auch Heute nicht ganz vergessen, ich habe ja noch ein Bild davon.

Cambrino




mit Kennzeichen GV = Grevenbroich, die Düsseldorfer sagten "Gefährliche Verkehrsteilnehmer ". Gabs lange Jahre nicht, nun kann man auf Wunsch wieder diese alten Kennzeichen bekommen. Z.B. KK = Kempen Krefeld war auch lange Jahre weg, nun wieder erhältlich

aber ich bin OT merke ich gerade @Cambrino

edit fähler


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 10:25
#63
avatar

Hallo Kalubke
Wir waren ja die BRTB5-Bewegliche Raketentechnische Basis 5 -
Die Abschußrampen waren in Stallberg stationiert.Unsere Aufgabe bestand darin - Diese mit Raketen zu versorgen.
Es handelte sich um Taktische Raketen - mit Flüssigkeitstreibstoff und Feststoffraketen.Im Ernstfall hätten wir die Nuklearen Raketenköpfe
von unseren "Freunden" bekommen.(waren in russische Kasernen gelagert)
Alle 2-3 Jahre fuhr unsere Einheit zum Schießen nach Kasachstan.Ich war war nur Regulierer - Kommandantendienst.


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 10:27
avatar  Rudi66
#64
avatar

Hallo,
schön, dass du auf diesem Wege dafür gesorgt hast, dass so viele Leute mit etwas interessantem beschäftigt waren. Das war so eine Sport-AWO natürlich wert. Anbei ein Foto, wo man genauer sehen kann, wie schön so eine AWO aussah.
Gruß
Rudi


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 10:33
#65
avatar

Ja-war schon ein schönes Teil.
Heute fahre ich noch so zum Spaß eine Kawasaki VN 800.
War damit vor 2 Wochen zum Motorradtreffen in Langenstein bei Halberstadt!!


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 19:41
avatar  ( gelöscht )
#66
avatar
( gelöscht )

henning die Eltern, was geschah mit den deinen Eltern?Nach deiner Flucht? Ich fragte das schon im anderen Fred nur irgendwie blogst du ab? Fahnenflucht, zumal noch aus ner Raketentruppe war einfach kein Kavalliersdelikt zu DDR-Zeiten, das wog sehr schwer, sowas hatte Konsequenzen, für die Angehörigen. Oder hatte es doch keine...erzählen da manche nur Märchen in ähnlichen damaligen Fällen?

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 20:26
avatar  ( gelöscht )
#67
avatar
( gelöscht )

RMR, die Fragen sind gut!
Gab es da Folgen und wenn ja in in welcher Form?


 Antworten

 Beitrag melden
05.09.2017 10:40
#68
avatar

Hallo
Es gab schon Folgen für meine Eltern.
Für meine Mutter weniger-Sie war Hausfrau.
Für meinen Vater schon mehr,denn der war Direktor vom VEB Getreidewirtschaft Halberstadt.
Das MfS hat Ihn gezwungen IM zu werden.Aufklärung - Arbeitsstelle - Wohnort usw.
Es war vorgesehen Ihn in den Westen zu schicken um mich für die STASI zu werben.
Aus gesundheitlichen Gründen wurde er dann von seinen verpflichtungen gegenüber der STASI entbunden.
2 Jahre später flüchtete meine Schwester von Ungarn nach Östereich.Zu dieser Flucht könnte man einen Roman schreiben.
Nur ganz kurz - Sie reiste mit einem echten Pass einer Westdeutschen Frau aus,die in Ungarn Urlaub machte.Diese meldete
sich dort bei den Behörden,daß Ihr der Pass abhanden gekommen ist.Die Ungarn wussten aber scho,daß mit diesem Paß jemand
ausgereist ist.Langer Rede kurzer Sinn.Sie wurde noch 2 Tage verhört (Fluchthilfe).Man konnte oder wollte Ihr nichts
nachweisen und ließ Sie schließlich auch ausreisen.
Das war aber für die Genossen zu viel des Guten.Mein Vater wurde als Direktor abgesetzt.Es wurde Ihm vorgeworfen,daß er nicht
einmal seine eigenen Kinder im Sinne des Sozialismus erziehen kann,geschweige seine Mitarbeiter.Er lernte noch den
neuen Direktor an.Danach ging er in den Vorruhestand.Das mit meiner Schwester hat übrigens Ihr Ehemann,mein Schwager eingefädelt.
Sie haben sich damals bei einer Familienfeier kennengelent und sich danach öfters im sozialistischen Ausland getroffen.
Ich hoffe Du bist mit dieser Ausführung zufrieden!!??


 Antworten

 Beitrag melden
05.09.2017 10:44 (zuletzt bearbeitet: 05.09.2017 11:18)
avatar  Kalubke
#69
avatar

Hallo Kalubke
Wir waren ja die BRTB5-Bewegliche Raketentechnische Basis 5 -
Die Abschußrampen waren in Stallberg stationiert.Unsere Aufgabe bestand darin - Diese mit Raketen zu versorgen.
Es handelte sich um Taktische Raketen - mit Flüssigkeitstreibstoff und Feststoffraketen.Im Ernstfall hätten wir die Nuklearen Raketenköpfe
von unseren "Freunden" bekommen.(waren in russische Kasernen gelagert)
Alle 2-3 Jahre fuhr unsere Einheit zum Schießen nach Kasachstan.Ich war war nur Regulierer - Kommandantendienst.


Habt ihr auch die Übergabe/Übernahme von Sprengköpfen trainiert?



Gruß Kalubke


 Antworten

 Beitrag melden
05.09.2017 11:35
#70
avatar

haben wir nicht - bzw ist mir nicht bekannt.
Die Einsatzraketen habe ich nicht einmal zu Gesicht bekommen.(waren total unter Verschluß!!)
Wir haben das Verladen und das Bestücken der Rampen nur mit Atrappen geübt.
Das auftanken der Raketen mit Flüssigtreibstoff schon.Das konnte man aber nur 2-3x machen,danach wurden diese Raketen verschrottet.
Im Stabsgebäude stand eine Kiste mit Dokumenten,die wir als Führungsbatterie sofort im Ernstfall verladen sollten.In Ihr waren die Dokumente
untergebracht, welche Offiziere zum Empfang der Nuklearköpfe berechtigt waren!!


 Antworten

 Beitrag melden
05.09.2017 12:37
#71
avatar

Kann man die Vorstellung mit den Fragen zu Raketen trennen?
tho


 Antworten

 Beitrag melden
05.09.2017 17:55
avatar  ( gelöscht )
#72
avatar
( gelöscht )

henning in #68, also ich bedanke mich für deine Offenheit der Schilderungen und wollte dir da auch nicht zu nahe treten, hatte ich doch im Vortext sinngemäß vergessen zu texten..."also wenn du nicht darüber reden möchtest, dann kurzer Dreizeiler und gut ist es". So kam es anders...eine starke Leistung Mann.

Rainer-Maria

Und einen guten Abend allen ins Forum


 Antworten

 Beitrag melden
14.12.2017 16:29
#73
avatar

Die Nuklearköpfe hätten wir von den Russen bekommen.
Es gab aber noch chemische und konventionelle Gefechtsköpfe.
mfG henning


 Antworten

 Beitrag melden
14.12.2017 19:07
#74
avatar

Mein Bruder war bei den Raketen in Großräschen.
tho


 Antworten

 Beitrag melden
14.12.2017 21:18 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2017 17:25)
#75
avatar

Hallo @henning194902,
ich war 11.68-4.70 im PR 21 in Spechtberg. Irgendwann in dieser Zeit sind in Stalberg eine oder mehrere Raketen unkontrolliert schraub-und spiralförmig in die Luft gegangen. Wir waren nicht weit weg zum Panzerschießen auf den Platz in Drögeheide. Das hat ganz schön gerumst und geknallt. Überall wo die Trümmer niedergingen hat es sofort gebrannt. Wir mußten daraufhin das schießen abbrechen und und den Ort schnell verlassen. Andere einheiten haben dann alles abgesucht und auch die Brände gelöscht. Warst du zu dieser Zeit schon dabei oder hast du anderweitig davon gehört. Wir wurden danach alle zun schweigen vergattert. vielleicht magst du ja kurz Antworten.
Übrigens hat mein Bruder bei seiner Flucht über den kleinen Brocken im September 1963 auch eine Sport Awo zurück gelassen die wir aber mit Freunden verstecken und später veräußern konnten.
Gruß Reiner

Gruß vom Bergmensch, ganz oben aus dem Harzwald.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!