fahnenflucht von den raketentruppen der nva

  • Seite 4 von 22
07.12.2016 14:52
avatar  Rudi66
#46
avatar

Ich bin 1965 nicht um den Christbaum gerannt sondern nur kurz nach Westen. Von der Grenze weg hat mich jemand nicht wie gewünscht zur nächsten BGS-Dienststelle sondern in die Gaststätte nach Zasenbeck gefahren. Das war ein (herzlicher) Empfang durch die anwesenden Gäste!
Dann ging alles seinen nichtsozialistischen Gang (Dienstweg). Danach konnte ich im Lager Ülzen den Kulturschock verarbeiten. Über Weihnachten in ruhiger und ungefährlicher Atmosphäre.


 Antworten

 Beitrag melden
07.12.2016 15:52
#47
avatar

Zitat von Rudi66 im Beitrag #46
Ich bin 1965 nicht um den Christbaum gerannt sondern nur kurz nach Westen. Von der Grenze weg hat mich jemand nicht wie gewünscht zur nächsten BGS-Dienststelle sondern in die Gaststätte nach Zasenbeck gefahren. Das war ein (herzlicher) Empfang durch die anwesenden Gäste!
Dann ging alles seinen nichtsozialistischen Gang (Dienstweg). Danach konnte ich im Lager Ülzen den Kulturschock verarbeiten. Über Weihnachten in ruhiger und ungefährlicher Atmosphäre.

Stell dich mal extra vor.
tho.


 Antworten

 Beitrag melden
07.12.2016 16:35
avatar  ( gelöscht )
#48
avatar
( gelöscht )

@henning194902 , einen schönen Hobel hast Du da stehen lassen!
Hand aufs Herz, hast Du ab und an mal die AWO vermisst? An die Maschine gedacht hast Du ja mit Sicherheit!!
Danke übriegens fürs Einstellen Deiner Bilder!


 Antworten

 Beitrag melden
07.12.2016 23:11
#49
avatar

Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #48
@henning194902 , einen schönen Hobel hast Du da stehen lassen!
Hand aufs Herz, hast Du ab und an mal die AWO vermisst? ...


Ja die AWO!
Mir hat sie auch immer gefallen und gefällt mir noch,
aber wenn Du dann, ich sag mal etwas provokativ, ein richtiges Motorrad gefahren hast,
dann weist Du, was die AWO nicht kann.

Gruss Wolfgang


 Antworten

 Beitrag melden
08.12.2016 13:33
avatar  ( gelöscht )
#50
avatar
( gelöscht )


Wohl wahr, aber denken wir drann, das wir keine 20 mehr sind, sondern jemseits der 40! Also sind wir im Genießeralter, und das nicht nur beim Essen und Betrachten der jungen Frauen!


 Antworten

 Beitrag melden
08.12.2016 14:05
avatar  Mike59
#51
avatar

Wenn ich das geschriebene so zusammen ziehe, dann ist der User also in den Westen getürmt, weil er die Burgen im Muldental nicht mehr sehen konnten und unbedingt seine AWO los werden wollte.
Scheint doch schwieriger zu sein die Frage zu beantworten.


 Antworten

 Beitrag melden
08.12.2016 14:44
avatar  ( gelöscht )
#52
avatar
( gelöscht )


Na, ganz so wars nicht! Es war wohl eher ein sagen wir mal idiologiches Problem, welches ich sogar nachvollziehen kann!
Er wollte halt im Ernstfall nicht durch atomar verseuchtes Gebiet in " das Feindgebiet" einmarschieren nach totalitärer Rotlichbestrahlung!
Henning hat seine Chance gesucht und auch genutzt, ohne Beeinträchtigungen seiner Gesundheit davon getragen zu haben! Dazu kann man ihm nur gratulieren!
Und da ist Materielles wie eine AWO doch eher hintenanstehend! Obwohl sie ein schönes Gerät ist!

Vielleicht könnte sich Henning aber auch selbst äußern?


 Antworten

 Beitrag melden
08.12.2016 15:04 (zuletzt bearbeitet: 08.12.2016 15:25)
avatar  Mike59
#53
avatar

Nee - ist okay, das Forum ist ja kein Quiz wo einer Fragen stellt und ein anderer muss diese beantworten.

Nachtrag: Ich wollte nicht schreien - sorry, deswegen okay in klein geändert.


 Antworten

 Beitrag melden
17.12.2016 22:53
avatar  ( gelöscht )
#54
avatar
( gelöscht )

Willkommen hier im Forum Henning und auch Rudi.


Zitat
Über Weihnachten in ruhiger und ungefährlicher Atmosphäre.


Also Rudi, ich, also ich rede hier für mich, kann mich an keine unruhigen und gefährlichen Weihnachtstage erinnern.
Es könnte natürlich sein, dass der Staat Dich dermassen verfolgt hat, das Dir kein Ausweg blieb.


 Antworten

 Beitrag melden
19.12.2016 21:39 (zuletzt bearbeitet: 19.12.2016 21:42)
avatar  ( gelöscht )
#55
avatar
( gelöscht )

Zitat von henning194902 im Beitrag #1
hallo!
habe im oktober 1972 die ddr unter nichteinhaltung des polizeilichen meldeweges verlassen.(stasi bezeichnung)
die grenze habe ich in bömenzien nach niedersachsen überschritten.ich war in uniform - jedoch nicht bewaffnet.
gibt es jemanden von den grenztruppen,der etwas über diese flucht weiß,oder über die folgen für die grenzer in diesem abschnitt.
falls ja,würde es mich sehr interessieren.

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #2
henning, der Rainer liest Raketentruppe der NVA" Sofort griff er nach dem Buch "Sprutz, in den Fängen der NVA" von diesem Peter Tannhoff. Warst du etwa in dessen Truppe? In Tautenhain? Also der Kerl hatte ja "Starkstromzäune rund ums Kasernengelände gesehen".(Ähnlich denen früher in den KZ) Du etwa auch"

Und wie kam das mit der Flucht...in Uniform, etwa so aus dem Manöver raus?

Rainer -Maria und sei willkommenhier im Forum.


Also ich war bei der Truppe wie Herr Tannhoff auch. (Nebenbei, um mit den Legenden mal aufzuräumen: wir hatten einen Maschendraht und einen Signalzaun ums Objekt. Hochspannung war nur ums Muni-Lager)

Ich bin eines Tages (irgendwann im November) im Ausgang zur Polizeimeldestelle und habe meinen Personalausweis "zurückgefordert" und bei der Gelegenheit habe ich mir auch gleich einen Visum-Stempel reinhauen lassen. Null Problemo.
Eine Woche Später, am 28.November habe ich einen Kurzurlaub angetreten, habe meine Uniform in aller Ruhe Zuhause an den Nagel gehängt, und bin mit meinen Eltern am nächsten Tag auf der Autobahn Richtung Süden gefahren.
ca. 2h Später, es war viel Verkehr unterwegs, kam ich in Hof/Oberfanken an einer Kaserne vorbei und habe mich geärgert, dass ich mein Bandmaß Zuhause in der Uniform gelassen hatte.
Zu gern hätte ich die Resttage genau dort entrollt.
2. Tage später war ich wieder zurück in Tautenhain in der Kasserne und keiner hat was gemerkt oder Fragen gestellt.
Außer die Stubenkameraden, die waren neugierig.
3 Wochen Später machte ich erneut einen Ausflug nach Süden, diesesmal in den Ort Lichtenberg/Oberfranken.
Das war meine Geschichte.
Achja, das Ganze trug sich Anno 1989/90 zu.
2 Monate später, Ende Januar 1990 hat man komplett alle EKs des 3.Dhj. vor die Tür/das KdL gejagt. 90 oder 91 Tage geschenkt bekommen.

@henning194902: Vielen Dank für die Beschreibung deiner Erlebnisse. Du wirst sicher deine Gründe für so einen, in deiner Zeit sehr gewagten Schritt gehabt haben.

Boofinger


 Antworten

 Beitrag melden
02.09.2017 18:20
#56
avatar

Zitat von Pitti53 im Beitrag #19
Zitat von henning194902 im Beitrag #3
nein, ich war in torgelow drögerheide bei der beweglichen raketentechnischen basis 5 - BRTB5 -stationiert.
wurde dann 74 oder 75 nach demen verlegt.war dort regulierer in der führungsbatterie.starkstrom war nicht im zaun.
aber der posten im treibstofflager für die raketen durfte sofort schießen-war auch nochmal extra eingezäunt.
geflüchtet bin ich aus dem urlaub heraus.bin in den späten abendstunden des 29.10.72 mit meiner sport awo ins sperrgebiet
gefahren.in einem waldweg habe ich das motorrad dann abgestellt.der zerengraben lief von bömenzien genau auf die grenze zu.kurz vor den letzten beiden metallgitterzäunen bog er dann nach links ab.die strecke zu den zäunen -ca 800m habe ich mich dann bis zum bauch im wasser,geschützt durch die böschung in richtung zaun bewegt.als der graben dann links abbog mußte ich ihn verlassen und dann über eine koppel richtung zaun robben.
nach ca 50 m bin ich dann mit der stirn gegen einen dünnen draht gestoßen.jetzt dachte ich es ist aus - ging aber keine leuchtkugen oder
platzpatrone los.drunter durch gerobbt und weiter bis zum 1, metallgitterzaun.den konnte ich dann eigentlich nur überwinden,weil die gewinde von den
schrauben sehr lang waren.zum glück hatte ich meine motorradhandschuhe noch ansonst hätte ich mir die finger total zerschnitten.der nächste zaun kam dann vielleicht 8m dahinter - das gleiche nochmal.zwischen den zäunen war alles verwildert - brombeeren usw.im westen dann dichter laubwald
-geschafft.


Schade um die schöne AWO. Wäre heute ein Vermögen wert....Aber die Frage nach deinem Motiv ist noch nicht beantwortet @henning194902

Zitat von der Anderdenkende im Beitrag #27
Na, det ursprüngliche Eigner entschied sich nu mal so! Obwohl ich sie lieber nem Verwandten mit ner Scheune gegeben hätte als in staatliche Hände! Gut,sei es drum! Schade um die Maschine!
Lieber Threaderöffner, weswegen biste denn nu gegangen? Lass uns mal hier nicht so hängen! Weihnachten steht vor der Tür! Also mach uns mal mit ner Antwort glücklich! Ok, Nikolaus ist vorher, aber glücklich darfste uns trotzdem machen mit der Antwort! http://www.exicose.de/f4.gif
brauchte ich aber um ins sperrgebiet zu kommen.
oder sollte ich lieber einen bus nehmen??


 Antworten

 Beitrag melden
03.09.2017 19:50
avatar  ( gelöscht )
#57
avatar
( gelöscht )

Fahrrad?😉😂😂


 Antworten

 Beitrag melden
03.09.2017 19:59
avatar  Pit 59
#58
avatar

1972 gabs wohl noch keine Passierscheine fürs Sperrgebiet ?


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 04:02 (zuletzt bearbeitet: 04.09.2017 04:26)
avatar  ( gelöscht )
#59
avatar
( gelöscht )

Also, dann war ja meine AWO-Sport nicht die Einzigste , die als Nachlaß eines Flüchtlings in Staatseigentum übernommen wurde. Meine hatte ich bei der Entlassung direkt neben der alten Dienststelle Ohrsleben, bei meinem ehemaligen Spieß unter gestellt. Der wurde auch mit mir entlassen. Man hat nicht ermitteln können, wo ich die Grenze überschritten habe. Aber die Großfahndung nach meiner AWO-Sport war dann doch erfolgreich nach dem man alle Hebel in Bewegung gesetzt hat. ( Aus meiner Stasi-Akte ) Das VPKA Prenzlau, VPKA Oschersleben, VPKA Halberstadt, VPKA Wernigerode haben danach gesucht, mit Hilfe vom Gr. Reg. Halberstadt und Oschersleben hat man dann meinen ehemaligen Spieß ausfindig gemacht und meine AWO-Sport dann auch gefunden. Darüber bekamen meine Eltern nur eine kurze Nachricht. Ein Jahr nach meiner Flucht hatte ich dann den PKW Führerschein und mein erstes Auto, da war ich wirklich ein glücklicher Mensch und bin es auch Heute noch. Die AWO-Sport habe ich auch Heute nicht ganz vergessen, ich habe ja noch ein Bild davon.

Cambrino


 Antworten

 Beitrag melden
04.09.2017 07:03 (zuletzt bearbeitet: 05.09.2017 01:46)
avatar  Kalubke
#60
avatar

Zitat von henning194902 im Beitrag #3

[...]drunter durch gerobbt und weiter bis zum 1, metallgitterzaun[.....]der nächste zaun kam dann vielleicht 8m dahinter - das gleiche nochmal.zwischen den zäunen war alles verwildert - brombeeren usw.im westen dann dichter laubwald
-geschafft.


Hi @henning194902, Du bist damals nördlich von Bömenzien tatsächlich durch eine Minensperre gelaufen. Zwei Jahre später, am 17.12.1974 wurden genau in diesem Abschnitt bei einem Elbhochwasser mit Rückstau bis in die Seege mehrere Minen bis auf das BRD Gebiet geschwemmt (siehe hier). Ich glaube, Du hattest damals eine ganze Kompanie von Schutzengeln dabei. @Thunderhorse schrieb hier, dass im April 1973 neue Minen (PMP71) verlegt wurden. Vlt. hattest Du das große Glück, dass da noch die alten vergammelten Holzkastenminen lagen, als Du da durch bist.

Ne Frage zu Deinem Job bei den Raketentruppen: Waren das Kurzstreckenraketen, die im E-Fall mit Kernsprengköpfen bestückt worden wären? Wenn ja, wurden die bei Euch gelagert, oder hättet Ihr sie von der GSSD übernehmen müssen?

Die Standorte Drögerheide und Demen waren nicht gerade klein (siehe Karten):



Gruß Kalubke


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!