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#21

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 02:13
von Major Tom | 1.166 Beiträge | 1648 Punkte
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Ich habe in den Ferien bei der DEFA in Babelsberg, in einer Bäckerei und auch beim Zoll - abladen von Westpaketen - gearbeitet. Bei der DEFA war es am lockersten, archivierte Filmrollen sortieren, sauber machen usw.. An diesen Job bin ich durch meinen Vater gekommen. In der Bäckerei stand ich in der Nachtschicht am Band und zog mit dem Holzschieber Brote aus dem Ofen. Wenn man da nicht aufpasste landeten die Brote auf dem Boden, egal, auch die fanden ihren Weg im Regal. Westpakete abladen war auch ein Ferienjob. Da kam ein Fließband in den Güterwaggon, ein paar Leute packten die Pakete aufs Band und andere nahmen sie vom Band. Es gab ein paar Container in welche jene Sachen kamen, welche aus kaputten Paketen fielen und keinem Paket zugeordnet werden konnten. Wir haben mal gefragt, was mit den Sachen gemacht wird: “Kinderheim“ hieß es. Na ob das stimmte... Das war in den 80ern, Verdienst für 3 Wochen lag so bei 300 Mark.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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zuletzt bearbeitet 12.11.2016 02:14 | nach oben springen

#22

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 03:07
von Wahlhausener | 598 Beiträge | 3159 Punkte
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@Major Tom Zu welcher Zeit war das? Ich durfte erst im 2.Lehrjahr 1980 Nachtschicht machen. Du hast noch viel jünger in der Nacht gearbeitet?


Signatur gelöscht...
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#23

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 06:14
von Major Tom | 1.166 Beiträge | 1648 Punkte
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Das muss so 84 gewesen sein, da ging ich noch zur Schule. Ich glaube mit dem Einverständnis der Eltern ging das.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#24

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 11:13
von damals wars (gelöscht)
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In der Lehre war erst ab 18 Jahren Nachtschicht erlaubt!
So war das gesetzlich geregelt.


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#25

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 15:51
von schulzi | 2.196 Beiträge | 2419 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #24
In der Lehre war erst ab 18 Jahren Nachtschicht erlaubt!
So war das gesetzlich geregelt.

Nicht ganz meine damalige Freundin war 17 Jahre und Lehrling durfte mit Einverstädnis der Mutter drei Schichten machen,als sie mit der Lehre fertig war fehlte noch ein Monat bis 18 Jahre in der Zeit durfte sie komischerweise keine Nachtschicht machen.


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 21:04
von Ehli | 3.160 Beiträge | 16973 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #24
In der Lehre war erst ab 18 Jahren Nachtschicht erlaubt!
So war das gesetzlich geregelt.

Ich lach jetzt mal.
Gelernt in einer Privatbäckerei, 1962,Du glaubst doch jetzt nicht das sich der Bäckermeister an die Vorschriften hielt.
Arbeitsanfang zwichen 2.00-4.00 Uhr,damit lasse ich aber gut sein.
Ehli


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.11.2016 21:05 | nach oben springen

#27

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 22:45
von Major Tom | 1.166 Beiträge | 1648 Punkte
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Also wenn wir jetzt schon darüber reden, was damals erlaubt war und was nicht: Ich habe im Bau und Montagekombinat Ost Potsdam gelernt, dort waren unsere Lehrmeister ab Mittags immer stramm wie die Haubitzen, aber richtig. Nicht selten sind wir um 16 Uhr in unseren Umkleideraum, da sass dann unser Lehrmeister hackedicht und mit nasser Hose auf einem Stuhl. Wir haben ihn dann umgezogen und in den Bus gesetzt. Wenn wir Theorie hatten war für die Lehrmeister 2 Wochen frei. Da sassen dann alle Lehrmeister am Bootssteg und die Flasche ging rum. Undenkbar heute...


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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zuletzt bearbeitet 12.11.2016 22:46 | nach oben springen

#28

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 12.11.2016 23:01
von Rainer-Maria Rohloff | 4.230 Beiträge | 12851 Punkte
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Na gut, unser Lehrmeister mittlerweile schon lange tot war noch Vorbild, der sah uns junge Kerle nur an und wusste, das ist ne Pfeife oder Der ist entwicklungsfähig. Zu die Westpakete ne schöne Geschichte, die steht hier irgendwo schonmal.

Ende der 80er Jahre, wir produktiv an einer Freileitung tätig, dort wo die Pakete in Leipzig umgesetzt wurden. Unsere Rüstung über der Tür vom Zoll. Da ging einer rein, schmale Aktentasche und raus kam er immer mit Voller AT....und das jeden Vormittag. Da drin wurden wohl Pakete kontrolliert...

Der Rainer dann zu seinem Kollegen..."Du, da isser wieder, der Dicke, also ob der jetzt zu seinem Spind geht...oder gleich ans Auto, zum Kofferraum"HAAAAAAAAAaaaa

Und ne, wir waren ja auch keine Feinen, weil, das hieß doch"des Volkes Eigentum"HAAAAAAAAAAaaaa Und es gehörte dem Volk, da lass ich heute nix zu, von Protest und so.

Rainer-Maria



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#29

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 08:00
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.995 Beiträge | 3442 Punkte
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Während meiner Lehrzeit habe ich auch etliche Nachtschichten gefahren, mit 17, das ging etwa ein halbes Jahr vor dem Abschluss der Lehre los. Ob von den Eltern ne Einverständniserklärung vorlag kann ich nicht sagen.


gruß h.



der sturmbahn könig hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2016 08:01 | nach oben springen

#30

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 09:33
von Hanum83 | 8.656 Beiträge | 15436 Punkte
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Im zweiten Lehrjahr war ich ja in der Brigade bei den Gesellen, auf Großbaustelle wurde da auch mal Nachtschicht gefahren, mit 17 hab ich da einfach mitgemacht, hat kein Mensch nach meinem Alter gefragt, mir wurde nur gesagt wann ich in den Zubringer nach Karl-Marx-Stadt einzusteigen habe.
Ich bin auch mit 17 schon auf Montage gefahren und musste Bier trinken, manchmal auch eine "Daumenbreite" Schnaps, zum Glück war mein Daumen damals noch sehr schmal.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 13.11.2016 09:37 | nach oben springen

#31

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 09:48
von Linna | 201 Beiträge | 45 Punkte
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Zitat von Freki im Beitrag #1
Weiß irgendjemand noch, wie hoch die Löhne für Ferienarbeit damals waren?
Ich meine mich zu erinnern, im Zeitraume 79 bis 81 pro Woche knapp 100 Mark bekommen zu haben. In anderen Bloggs über den Osten fand ich dann Aussagen, die von ca 300 Mark pro Woche ausgingen, was mir allerdings unglaubwürdig erscheint. Hat da jemand noch verlässliche Erinnerungen?
Außerdem kann ich mich erinnern, daß wir als Schüler Ende der Siebziger auch außerhalb der langen Winter-und Sommerferien ne ganze Woche z.B. auf den Feldern zum Kartoffel-Nachlesen zugange waren. Das müsste folglich immer in den Herbstferien gewesen sein. Gibt es da noch irgendwelche Erinnerungen? Ich weiß z.B. von meiner Mutter und anderen Älteren, daß man in den Fünfzigern und Sechzigern auch als sehr junger Schüler für Ernteeinsätze auf die Felder musste, aber das interessiert mich jetzt nicht, mir geht es um die Siebziger!
Danke im Voraus!



Darum wurden die Herbstferien auch "Kartoffelferien" genannt. 1965 gab es auf unserer Kolchose 1,50DM
Stundenlohn und kostenlose Kaltverpflegung . Später kamen dann die erwähnten Marken auf und man konnte
schön beschummeln (Korb nicht ausschütten und ein zweites mal vorzeigen macht 2 Marken/ Korb, durfte man aber nicht übertreiben).
Gruß-Linna



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#32

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 09:57
von Rostocker | 8.774 Beiträge | 5419 Punkte
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Also bei uns auf der Werft,durfte erst Nachtschicht mit 18 Jahren gefahren werden, In Zweischichtsystem war es so-das die Frühschicht um 5.00 Uhr begann. Lehrlinge die noch keine 18 waren--begannen dann um 6.00 Uhr. In der Spätschicht war es so--die Schicht ging bis 23.00 Uhr--für Lehrlinge unter 18 Jahren endete sie um 22.00Uhr. Also darauf wurde schon geachtet und es wurde auch so eingetaktet. Im 2 Betrieb war es genauso--selbst dort wurden Lehrlinge nicht auf Montage geschickt.


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#33

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 12:11
von bürger der ddr | 8.119 Beiträge | 31493 Punkte
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In der 9. und 10. Klasse habe ich in dem AWE gearbeitet. Am besten war der Job in der "Fertigmacherei", dort wurden mit einem Pinselchen noch kleine Lackschäden ausgebessert, die "Einrichtungsgegenstände" wie Warndreieck, verbandtasche, Kästchen mit Glühlampen wurde noch in den PKW gelegt.
Da der Arbeitsaufwand zu unterschiedlich war (Zeit für Lacktrocknung der Ausbesserung usw.) wurde der PKW per Hand geschoben, Fahrertür auf, Putzlappen auf die Schulter, Schulter an die A-Säule und los....
Nach den ersten tagen haben wir das dann schon wie die "Fachkräfte" gemacht, gang rein Anlasser und los, erfordert aber eine gewisse Übung
Auf dem werkhof in der Spätschicht durfte ich sogar (unter Aufsicht) mit dem Wartburg eine Runde drehen, man war das geil.....

Das Geld hat auch gestimmt und war immer schon verplant für Mopet und Tonbandgerät.

In der Lehre habe ich das nicht mehr gemacht, zwar 8 Wochen Sommerferien aber nur von der Berufsschule, 4 Wochen "richtige" Ferien und eine Woche krank da kein Bock auf GST Lager, den Rest der Zeit abhängen mit Kumpels und Mädels am Altenberger See.

Heute sieht das schon anders aus, heute wird von Schülern das Geld auf das "Einkommen der Bedarfsgemeinschaft" von H4 angerechnet, wo soll da bei dem Personenkrreis noch eine Motivation da sein?


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


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#34

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 12:23
von Ährenkranz (gelöscht)
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Zitat von Rostocker im Beitrag #32
...für Lehrlinge unter 18 Jahren endete sie um 22.00Uhr. Also darauf wurde schon geachtet und es wurde auch so eingetaktet.


Das hatte bei mir nicht so funktioniert, ich wurde im 1.Lehrjahr mal im Betrieb für 4 Wochen eingesetzt, ich wußte von dieser Regelung und auch mein Lehrmeister hatte mir das so gesagt - nur, im Betrieb war ein "ganz gescheiter Meister", der mir einen Verweis geben wollte, weil ich 22:00 Uhr die Arbeit beendet habe - im Gegenzug konnte ich beobachten, wie andere Arbeiter schon 21:00 Uhr den Betrieb verlassen haben, ohne eine Reaktion vom "Meister".
Hier war schon einiges im Argen und der Bereichsleiter hatte sich hier nicht durchgesetzt.

Extra bezahlt wurde mir der Einsatz nicht, habe genau die 40 Mark monatliches Lehrgeld erhalten, wie vorher auch, was auch für mich so in Ordnung war.
Gab aber auch andere Handhabungen....


zuletzt bearbeitet 13.11.2016 12:46 | nach oben springen

#35

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 13:50
von LO-Wahnsinn | 3.990 Beiträge | 4261 Punkte
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Als ich aus dem Zeitalter der Kinderferienlager raus war, oder besser gesagt, nach Scheidung meiner Eltern die Kinderferienlagerplätze der BDVP für mich nicht mehr drin waren und auch das Interesse an solch Lagern schwand, gab es andere Interessen und die kosteten halt Geld, Geld das ich mir selber erarbeiten musste, meine Mutter konnte nichts beisteuern, es reichte gerade so für das Nötigste.

In der Strasse wo wir wohnten, gab es einen grösseren Baubetrieb, ZBE nannte sich der und dort konnte man als Schüler arbeiten.
Dieser Baubetrieb gehörte natürlich zu meinem Revier, ich kannte den schon vorher von innen , hatte er doch einen grossen Freilagerplatz mit Baumaschinen, Traktoren, Lkw, leere riesen Kabeltrommeln wo wir uns drin versteckten usw. usw.
Ich war dann immer im Lager tätig, es war keine schwere Arbeit, sie bestand vorallem darin, eine Art Inventur zu machen und Ornung ins Lager zu bringen.
Das ganze ich habe ich 3 Sommer gemacht, je 3 Wochen und man bekam pro Woche 120 Mark, also 360 Mark je Ferien, das war für mich viel Geld, schliesslich bekam ich kein Zucker hinten rein geblasen.

Ich habe eigentlich immer fast die ganzen Ferien gearbeitet und es hat mir Spass gemacht.
Nach den 3 Wochen ZBE, oder noch vorher, je wie man da rein kam, auch Andere bewarben sich, vorallem weil die gut bezahlten, war Ernte angesagt.
Kirschenplantagen und Erdbeerfelder waren mein Revier, davon gab es ja bei uns eine Menge.
Kirschen am liebsten, war doch auf Bäumen rumklettern schon immer eine meiner Freizeitaktivitäten.
Und da gab es auch richtig gute Kohle und zum Feierabend durfte sich jeder einen grossen Korb mit nach Hause nehmen.
Die meisten kochte meine Mutter dann ein, oder machte Sonntags Kirschtorte mit viel Schlagsahne.
Als ich dann 15 war und das Moped meines Schwagers benutzen durfte, fuhren wir mit einem Korb Kirschen hoch zur Autobahn, Raststätte Osterfeld, und verkauften die an Transit Reisende Westdeutsche, 25 OstMark der Korb, durch den Zwangsumtausch hatten viele Ostgeld dabei und genug davon übrig.
Westgeld zu nehmen, darauf kam ich damals nicht, lag wohl an meiner Antiimperialistischen Erziehung.
War aber auch egal, jede Mark zählte, der Sprit wollte bezahlt werden und das aufkommende Interesse für Musik auch.

So hatte ich jeden Sommer rund 600-700 Mark selber verdient und konnte mir auch Dinge kaufen, die andere längst von ihrem Eltern hinten rein geblasen bekommen hatten.


Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.
vs1400, der alte Grenzgänger und bürger der ddr haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2016 13:51 | nach oben springen

#36

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 15:30
von Hanum83 | 8.656 Beiträge | 15436 Punkte
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Die meiste Kohle haben wir mit Flaschen und Gläsern gemacht, mit dem Leiterhandwagen das Dorf abgeklappert, den Omas erzählt wir sammeln für Vietnam und dann ab zum Sero, waren allerdings so 3 Kilometer bis zur Annahmestelle und die Tour haben wir 2 mal am Tag gemacht.
War quasi privatwirtschaftlich organisiert mit leicht kapitalistischen Mechanismen (die Vietnam-Lüge) und der Rubel rollte


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


LO-Wahnsinn hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 13.11.2016 15:31 | nach oben springen

#37

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 17:11
von Perle | 119 Beiträge | 39 Punkte
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Gute Kohle habe ich in der Ferienarbeit (Sommerferien) Anfang der 70ziger zusammen mit meinem Bruder gemacht. Das war in der Brauerei in Magdeburg - Langer Weg 52 .Dort wurde überwiegend Brause abgefüllt. So 400 -500 Mark hatte ich dort in drei Wochen verdient. Zum Feierabend gab es immer einige Flaschen Bier in sogenannten Haustrunkflaschen mit nach Hause. Vater hatte sich dann immer gefreut. Die Brauerei dort wurde in den 90zigern abgerissen.

Gruß Perle


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#38

RE: Lohn für Ferienarbeit

in Leben in der DDR 13.11.2016 19:03
von katze | 195 Beiträge | 115 Punkte
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War bei der Reichsbahn arbeiten, erst Putztruppe, die Züge, welche aus dem Westen kamen oder in den Westen fuhren. Fegen, Mülleimer leeren.
3 Wochen, teilweise 5:00 Uhr anfangen, hat aber auch 450 Mark gebracht.
Später dann, in der Instandsetzungstruppe. In einem Neubau haben wir ca. 15 cm hohe Holzklötzer auf den Fussboden mit Kaltanstrich verklebt. Später standen da dann E-Maschinen, in der Halle wurden waggons instand gesetzt. Die Holzklötzer mussten wir aus einem Sägewerg ca. 7 km vom Bahngelände weg holen. E-Karre mit Hänger und ab. Glaube 4 Fuhren pro Tag, den Rest des Tages musste der Akku der E-Karre ans Netz zum laden. Nach 3 Wochen gabs 550 Mark.


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