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#101

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 11:18
von 1941ziger | 1.922 Beiträge | 5736 Punkte
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #33
Irgendwie wurde in der DDR immer am Menschen herumgeformt, ist auch so ein Merkmal des volkseigenen Menschen der zum Inventar gehörte, er hatte irgendwelche Kriterien zu erfüllen um ein gutes Inventar zu sein.




Nur in der DDR ??............das jahrelange herumformen an den Bürgern der alten BRD merkt man heute noch mit ihrem
ewigen Schuldkomplex und ihrer Asche auf das Haupt Politik, ihnen wurde auch jahrelang eingeredet es wäre
schlecht ein Deutscher zu sein.
Auch setzt sich das immer noch fort........Beispiel im Fußball: Die Deutsche Nationalmannschaft heißt jetzt Die Mannschaft

Was sagt uns das? Manipulation und umformen war nicht das Privileg der DDR.


Die veröffentlichte Meinung ist nicht die Öffentliche.
Rostocker, Heckenhaus, Ährenkranz, bürger der ddr, Klauspeter, IM Kressin und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#102

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 11:20
von Heckenhaus | 8.704 Beiträge | 18104 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #97


Also wenn wir hier schon über Hass in der DDR schreiben, dann auch über diesen. Das hat nichts mit Klagen zu tun. Sondern bei der ganzen "Schönschreiberei" einfach mal die Brücke von der sozialistischen Trotzburg runterlassen und den Tatsachen in den Augen schauen, dass es neben dem angepssten und zufriedenen Menschen in der DDR, auch andere gab, die mit de DDR nüscht am Hut hatten. Die widerum bei den anderen Wut und Hass erzeugen konnten.


Zeig mir die Gesellschaft, in der alle zufrieden sind. Glaubst du, daß diejenigen, die heute am unteren Rand der Gesellschaft leben (müssen),
weil es für sie keine Möglichkeiten gibt, ein besseres leben zu erklimmen, mehr Zufriedenheit gibt, nur weil sie frei sind ?
Oder hassen hier nicht auch immer mehr Menschen dieses System, was ihnen ein angemessenes Leben verwehrt, was tausenden Kindern,
was der Zukunft des Landes keine Perspektive gibt ?

Frage ist doch, warum hasse ich, was ist Hass überhaupt ?
Wird der Begriff Hass nicht allzuoft überstrapaziert ?

Im Alltag ist es doch schon Hass, wenn sich jemand ablehnend gegen kriminelle Zuwanderung äußert.
Doch deswegen hasst man doch nicht, man lehnt das ab !
Oder hasse ich automatisch, wenn ich etwas absolut nicht haben will ?

Wenn jemand schreibt : Alle Ausländer sollen raus!, ist das kein Hass, sondern Ablehnung.
Wenn er schreibt : Alle Ausländer sollen verrecken !, dann geht es in Richtung Hass.
Wenn jemand schreibt : Ausländer ja, aber nicht vor meiner Tür !, ist das nicht tolerant .

Das sollte mal begonnen werden, zu unterscheiden. Nur, wird das gewollt, diese Unterscheidung, oder ist es nicht sehr viel bequemer.
alle Ablehnung pauschal abzuurteilen ?


.
.

.
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#103

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 13:03
von der alte Grenzgänger | 1.701 Beiträge | 3803 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #99
...
Den Widerspruch von freier Entfaltung, Wohlstand, Freiheit und ???, mehr fällt mir momentan nicht ein, zur anderen Realität, die da ist
wachsende Armut, Chancenlosigkeit und zunehmende Bespitzelung und Bevormundung.
Auch eine Art von "Freier Entfaltung".
Welche Gesellschaft ist perfekt ? Keine.
..


.. es ging doch aber im Thema um die Erziehung zu Hass und Intoleranz in der DDR
Jetzt bist Du auch vom Thema weg ..

Siggi
(der weiss, dass es manchmal schwierig ist, die Gedanken einzubremsen.. und auch die Tastatur ..)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#104

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 14:28
von DoreHolm | 9.042 Beiträge | 6939 Punkte
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Hass beginnt bei mir dann zu entstehen, wenn Menschen Handlungen durchführen bzw. unmittelbar im Begriff sind, das zu tun, mein und meiner Liebsten Leben zu vernichten, auch das Leben einer Vielzahl von tatsächlich unschuldiger Bürger ohne höheren Grund. Hatte es kürzlich schon in einem anderen Thema angeschnitten, wenn uns die USA unter tatkräftiger Mitwirkung der Bundesregierung in einen großen Krieg stürzen, der nicht mehr "nur" außerhalb der deutschen Grenzen stattfindet. Hass entsteht auch, wenn Menschen aus niedrigen Beweggründen ihrer gesamten Existenzgrundlage auf lange Zeit beraubt werden (z.B. Vertreibung von Palästinensern von ihrem seit Generationen gehörendem Grund und Boden, the Clearance in Schottland und Irland, Vertreibung der Indianer u.v.m.). Aber das ist ein weites Feld mit jede Menge Grauzonen, wie z.B. bei der Aussiedlung und Vertreibung von Deutschen vor und nach 1945 in Osteuropa, Bombardierung deutscher Städte durch die Alliierten u.a. Im letzteren Fall kann man leider nicht mehrheitlich von "unschuldigen Zivilisten" reden. Mehrheitlich Hitler und damit den Krieg gewählt, das ist in meinen Augen nicht unschuldig, genauso wie es die CDU/CSU-Wähler sein werden und die Wähler der Parteien sind, die dieses miese Spiel unterstützen (z.B. Grüne), wenn der Fall eintreten sollte.



Klauspeter, Ährenkranz und Heckenhaus haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#105

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 17:56
von Rainer-Maria Rohloff | 4.217 Beiträge | 12754 Punkte
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Siehe Moskwitschka mit ihrem:

"Aber gerade diese "Kleinigkeiten" dass z.B. Familien getrennt waren hat bei einigen Hass erzeugt, ohne das er anerzogen werden musste"
Textauszug ende

Wenn du mal das dämliche richtig unpassende Wort Hass (in dem Zusamenhang deines Textes) weglassen könntest wäre ich dir echt dankbar.

Rainer-Maria und du willst was....Lehrer gewesen sein? In dieser DDR?Und formulierst dann gelinde gesagt solche richtig unintelligente primitive Sch......e?



Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#106

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 18:00
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1878 Punkte
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Der Beitrag von @DoreHolm bringt mich zu der Überlegung, ob ein Mensch überhaupt etwas hassen kann, was er nicht kennt?

Der Glaube kann sicher dazu führen, beispielsweise der Hass von "Gläubigen" auf alle "Ungläubigen". Viele unbekannte Menschen wurden bei Terrorakten getötet.
Rassismus kann dazu führen, Menschen zu töten, nur weil man die eigene Rasse für überlegen hält.
Fanatismus kann dazu führen.

Erziehung aber zum Hass auf etwas, was man nicht kennt, scheint mir kaum möglich zu sein.
Obwohl - so ganz sicher bin ich mir da auch nicht ...

Gruß Klaus



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#107

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 18:16
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #105

Rainer-Maria und du willst was....Lehrer gewesen sein? In dieser DDR?Und formulierst dann gelinde gesagt solche richtig unintelligente primitive Sch......e?


Musst nich alles glauben, was so gezwitschert wird. Bei der stillen Post geht oft was verloren. Kennste doch, oder? Also beruhige Dich, Lebensläufer.

Und was den Hass von Menschen in der DDR betrifft. War nu mal so, auch wenn Du es persönlich nicht erlebt hast. Es gab auch ne Menge Antikommunisten, die nicht nur die DDR zum Teufel wünschten, sondern deren "Befreier" auch. Die es sogar bis heute nicht fertig bringen als höchster politischer Repräsentant sich ihm Rahmen eines Staatsbesuches an die Moskwa zu begeben. War z. B Gauck kein DDR - Bürger oder schließt Du die alle aus Deinen Überlegungen aus?

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 01.11.2016 18:18 | nach oben springen

#108

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 18:30
von IM Kressin | 1.771 Beiträge | 23183 Punkte
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #101


Nur in der DDR ??............das jahrelange herumformen an den Bürgern der alten BRD merkt man heute noch mit ihrem
ewigen Schuldkomplex und ihrer Asche auf das Haupt Politik, ihnen wurde auch jahrelang eingeredet es wäre
schlecht ein Deutscher zu sein.

Auch setzt sich das immer noch fort........Beispiel im Fußball: Die Deutsche Nationalmannschaft heißt jetzt Die Mannschaft

Was sagt uns das? Manipulation und umformen war nicht das Privileg der DDR.




Vor mehr als zehn Jahren führte ich darüber ein interessantes Gespräch mit der (farbigen) Englischlehrerin meiner jüngsten Tochter.

Sie ist britische Staatsbürgerin, verheiratet mit einem Dentisten und lebte zu dieser Zeit bereits einige Jahre in Deutschland.

Wir trafen uns in einer lockeren Runde mit geselligem Beisammensein in loser Folge zum Elternstammtisch.

„Deutschland ist ein wunderbares Land“ erklärte sie. „Warum macht sich Deutschland so klein?“ fragte sie mich.

„In Großbrittanien ist so etwas völlig ausgeschlossen!“

Ich gestehe, dass ich aus der Situation heraus und aus dem Stand keine Erklärung in petto hatte. Wir verständigten uns schließlich,

dass das wiedervereinigte Deutschland seine Rolle in der Welt erst noch finden müsse.


Vom Grundsatz hat sich nicht viel bewegt zwischenzeitlich.

Aber ein wiedervereinigtes Deutschland hatte man im Westen beiläufig auch abgeschrieben, die Geschichte hat was anderes gewollt.

Geben wir die Hoffnung nicht auf!

Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#109

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 18:45
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Habe mich schon beruhigt Moskwitschka. Ja gut gekontert, und völlig richtig, ich habe sowas vor 1990 nicht erlebt, das da irgend was gehasst wurde, nur weil A nicht zu B kam und umgekehrt. Was wohl richtiger Hass bewirkt, bewirken könnte schrieb ich schonmal. Nur eben, wie getextet, verwechselt das Wort Hass bitte nicht mit damaliger Unzufriedenheit, oder richtigem Unmut über den Staat DDR selber, aus was für Gründen auch immer?

Oder eben das da der Klassenfeind gehasst werden sein sollte.Ich halte sowas für im Nachhinein falsch formuliert.

Rainer-Maria



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#110

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 18:50
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Die Saat des Hasses ist immer die selektive Wahrnehmung und Haß immer auch ein Zeichen von Primitivität, weil sich diese Wahrnehmung der Komplexität der Ursachen des Konfliktes nicht zu stellen bereit ist.
Eine weitere Furche zur Aussaat von Haß wird auch eingetrichtert, muß dann aber nicht unberechtigt sein und davon blieben nicht mal die Thälmannpioniere verschont (aus http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel75642.html)

Wir Thälmannpioniere lieben und schützen den Frieden und hassen die Kriegstreiber. Durch fleißiges Lernen und durch gute Taten stärken wir den Sozialismus und helfen den Friedenskräften der ganzen Welt. Wir treten immer und überall gegen die Hetze und die Lügen der Imperialisten auf.

Natürlich weiß jeder, wer und was gemeint war. trotzdem kostet Haß eben Kraft die man für die Bekämpfung von Mißständen und Gegnern intelligenter aufwenden könnte und überhaupt- woran erkenne ich denjenigen denn konkret, den ich hassen soll...als Thälmannpionier ?
Ist da nicht auch der Westonkel dabei, der bei Rheinmetall arbeitet ?
Der Söldner, der Gotteskrieger, der Attentäter oder wer auch immer sieht in seinem Opfer nur den Ungläubigen, den Ami, den Feind und nicht den Kollegen, Familienvater, Leidensgefährten der er genauso sein könnte.
Ein Nachdenken darüber wird durch eine Atmosphäre der ununterbrochenen Gewalt, Ignoranz und Propaganda behindert, so daß der Haß zum evolutionären Trittstein zum Tier wird, wenn er den Alltag beherrscht und Waffen ins Spiel kommen.
Treffen wir in unserem Haß nicht selbst immer wieder den Sack, wenn wir den Esel verprügeln wollen indem wir auf die Politiker schimpfen, die wir selbst gewählt haben anstatt mal selbst zu reflektieren, was unsere konkrete Handlung in einem Konflikt und die dann folgende Konsequez wäre und das ohne Wackler und Zweifel ?
Vielleicht sollte man bei seinen Haßtiraden ab und zu mal in den Spiegel schauen um zu sehen, wie wenig konstruktiv das ist und sich daran erinnern, daß man selbst kein Wolf ist der instinktiv mitheult, wenn ein anderer damit anfängt.
Jeder von uns hat schon mal daneben gelegen, wenn er gegen jemanden gestichelt hat, der für ein ganz konkretes Vorkommnis dann gar nichts konnte um sich später besonnen und überdacht über jene Person zu äußern und so gibt es unzählige Beispiele dafür, daß jeder von uns diese niederen Instinkte hat- Abstreiten zwecklos.
Es ist der Part der Führungen, ob im Betrieb oder dem Land, der Schule oder im Verein so etwas zu entschärfen und im Sinne der emotionalen Intelligenz, die uns einst aus dem Tierreich befördert hat zu artikulieren, mit Wort und Werkzeug statt Keule und Kläffen.


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#111

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 19:25
von Georg | 1.146 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #110
Die Saat des Hasses ist immer die selektive Wahrnehmung und Haß immer auch ein Zeichen von Primitivität, weil sich diese Wahrnehmung der Komplexität der Ursachen des Konfliktes nicht zu stellen bereit ist.
Eine weitere Furche zur Aussaat von Haß wird auch eingetrichtert, muß dann aber nicht unberechtigt sein und davon blieben nicht mal die Thälmannpioniere verschont (aus http://www.mdr.de/damals/archiv/artikel75642.html)

Wir Thälmannpioniere lieben und schützen den Frieden und hassen die Kriegstreiber. Durch fleißiges Lernen und durch gute Taten stärken wir den Sozialismus und helfen den Friedenskräften der ganzen Welt. Wir treten immer und überall gegen die Hetze und die Lügen der Imperialisten auf.

Natürlich weiß jeder, wer und was gemeint war. trotzdem kostet Haß eben Kraft die man für die Bekämpfung von Mißständen und Gegnern intelligenter aufwenden könnte und überhaupt- woran erkenne ich denjenigen denn konkret, den ich hassen soll...als Thälmannpionier ?
Ist da nicht auch der Westonkel dabei, der bei Rheinmetall arbeitet ?
Der Söldner, der Gotteskrieger, der Attentäter oder wer auch immer sieht in seinem Opfer nur den Ungläubigen, den Ami, den Feind und nicht den Kollegen, Familienvater, Leidensgefährten der er genauso sein könnte.
Ein Nachdenken darüber wird durch eine Atmosphäre der ununterbrochenen Gewalt, Ignoranz und Propaganda behindert, so daß der Haß zum evolutionären Trittstein zum Tier wird, wenn er den Alltag beherrscht und Waffen ins Spiel kommen.
Treffen wir in unserem Haß nicht selbst immer wieder den Sack, wenn wir den Esel verprügeln wollen indem wir auf die Politiker schimpfen, die wir selbst gewählt haben anstatt mal selbst zu reflektieren, was unsere konkrete Handlung in einem Konflikt und die dann folgende Konsequez wäre und das ohne Wackler und Zweifel ?
Vielleicht sollte man bei seinen Haßtiraden ab und zu mal in den Spiegel schauen um zu sehen, wie wenig konstruktiv das ist und sich daran erinnern, daß man selbst kein Wolf ist der instinktiv mitheult, wenn ein anderer damit anfängt.
Jeder von uns hat schon mal daneben gelegen, wenn er gegen jemanden gestichelt hat, der für ein ganz konkretes Vorkommnis dann gar nichts konnte um sich später besonnen und überdacht über jene Person zu äußern und so gibt es unzählige Beispiele dafür, daß jeder von uns diese niederen Instinkte hat- Abstreiten zwecklos.
Es ist der Part der Führungen, ob im Betrieb oder dem Land, der Schule oder im Verein so etwas zu entschärfen und im Sinne der emotionalen Intelligenz, die uns einst aus dem Tierreich befördert hat zu artikulieren, mit Wort und Werkzeug statt Keule und Kläffen.




Haß auf Kriegstreiber ? Sollen Kriegstreiber toleriert werden ?

Die Fragen kann man so oder so beantworten. Ich hab nur Angst vor dem 3. Weltkrieg - Ausgangpunkt kann Syrien sein, die Ukraine oder die
Nato - Erweiterung nach Osten.....
Wer stoppt die Kriegstreiber und wer toleriert sie ?


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
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#112

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 20:43
von Hackel39 | 3.510 Beiträge | 2214 Punkte
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Zitat von Georg im Beitrag #111
Zitat von Hackel39 im Beitrag #110





Haß auf Kriegstreiber ? Sollen Kriegstreiber toleriert werden ?

Die Fragen kann man so oder so beantworten. Ich hab nur Angst vor dem 3. Weltkrieg - Ausgangpunkt kann Syrien sein, die Ukraine oder die
Nato - Erweiterung nach Osten.....
Wer stoppt die Kriegstreiber und wer toleriert sie ?




Was ich meinte ist, daß Haß Energie kostet und ohnmächtig machen kann und somit konstruktive Lösungen zur Bekämpfung der Ursachen behindern würde.
Was hätte denn der Boxer davon, wenn er voller Haß in den Kampf geht anstatt seiner durchdachten Strategie zu folgen und daran zu denken, daß es im Notfall für 12 Runden reichen muß.
Haß ist eine Bankrotterklärung und macht blind und blind kommt man nicht weit.
Was hätte ich denn davon gehabt, einen ehemaligen Arbeitgeber der mich in die Knechtschaft der Zeitarbeit verfrachten wollte so zu hassen, daß ich Anschläge auf Bahnanlagen verüben würde, anstatt ihm zusammen mit einem konkurrierenden Arbeitgeber ehrgeizig und leistungsbereit Marktanteile abzujagen.
Eine Nummer größer hat jeder von uns einen Coupon der in der Masse Weltkriegsgefahren zu vereiteln im Stande ist.
Warum nicht durch einen Urlaub auf der Krim, dem Einkauf im Russenmagazin, der Wählerstimme, dem Verhalten in Internetforen, dem fairtrade- Einkauf, Boykott von Amerikareisen und Waren von Mischkonzernen die mit Rüstung zu tun haben und 1000 anderer Dinge die einen Effekt haben, der im Falle einer Massenbewegung eben auch die Verursacher treffen würde.
Ich sag auch gleich, warum es nichts damit wird.
Es tangiert unsere Bequemlichkeit, unseren Wohlstand und unsere Sicherheit, so unbequem diese Analyse auch ist, sie ist wahr, wenn auch die Einhaltung sämtlicher ethischen Grundsätze der Ersten Welt zur Kriegsvermeidung nur noch minimal beitragen würde.
Die Bewaffnung ist durch unser Mitverschulden schon so weit fortgeschritten, daß unsere Ethik den Kriegstreibern kurzfristig egal ist aber langfristig besteht immer noch Hoffnung.


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zuletzt bearbeitet 02.11.2016 16:41 | nach oben springen

#113

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 22:00
von der 39. | 1.107 Beiträge | 4762 Punkte
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Hass ist, wie Liebe,Zuneigung, Verachtung, Treue ..... eine Emotion. Emotionen kann mit der Ratio, der Vernunft, dem konkreten sachlichen Denken nicht beikommen. Vor allem, diese Gefühle können manipuliert werden, bewusst hinein getragen werden.
In der DDR? In der Alltagspropaganda gab es schon Elemente, die zur Entstehung negativer Emotionen führten und sich gegen Kriegstreiber, Kapitalisten usw. richteten. Gegenüber den gleichen Erscheinungen im Westen waren aber die Erläuterungen über Zusammenhänge, Hintergründe viel ausgeprägter als auf westlicher Seite, wo Uninteressiertheit gewünscht war.
Selbst halte ich nicht viel von solchen Gefühlshaltungen, versuche immer Sachlichkeit und Vernunft einzusetzen. Liebe mag da eine Ausnahme sein, da ja auch ein biologischer Aspekt nicht von der Hand zu weisen ist.
der 39.



Ährenkranz und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#114

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 22:13
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Hass und Intoleranz?
Hass und Intoleranz, diese Begriffe sind so einfach zu gebrauchen. Und auf die Frage zu dem Thema, von mir ein JA und NEIN.....

Die DDR hat zu Hass und Intoleranz gegenüber dem Klassenfeind aufgerufen, doch wer war der Klassenfeind?
War das der Onkel in Wuppertal?
Der Onkel der auch an der Maschine maluchte?
Oder war das der Beamte der auch Ostdeutschen einen BRD Reisepass ausstellte?

Es wurde immer vom "Klassenfeind" geredet, doch nie wurde auch klar und deutlich definiert wer zu den Klassenfeinden gehört.....

Es ist heute nicht anders, heute sind es die pööösen Rechten, doch wer gehört wirklich zu den "Rechten"?

Sind es die Kritiker gegen diese Masseneinwanderung?
Oder sind es die Befürworter des 3. Reiches?
Alles ein Frage der Auslegung?
Oder einfach nur ein simples Pauschalurteil?

Die Begriffe "Klassenfeind" und heute "Rechte" sind leicht gesagt und der Hass leicht geweckt, doch wer steckt hinter den "Begriffen"?


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Ährenkranz, IM Kressin, der 39., Sperrbrecher, Heckenhaus und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#115

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 22:39
von DoreHolm | 9.042 Beiträge | 6939 Punkte
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Zitat von der 39. im Beitrag #113
Hass ist, wie Liebe,Zuneigung, Verachtung, Treue ..... eine Emotion. Emotionen kann mit der Ratio, der Vernunft, dem konkreten sachlichen Denken nicht beikommen. Vor allem, diese Gefühle können manipuliert werden, bewusst hinein getragen werden.
In der DDR? In der Alltagspropaganda gab es schon Elemente, die zur Entstehung negativer Emotionen führten und sich gegen Kriegstreiber, Kapitalisten usw. richteten. Gegenüber den gleichen Erscheinungen im Westen waren aber die Erläuterungen über Zusammenhänge, Hintergründe viel ausgeprägter als auf westlicher Seite, wo Uninteressiertheit gewünscht war.
Selbst halte ich nicht viel von solchen Gefühlshaltungen, versuche immer Sachlichkeit und Vernunft einzusetzen. Liebe mag da eine Ausnahme sein, da ja auch ein biologischer Aspekt nicht von der Hand zu weisen ist.
der 39.


Rot: Schön und gut. Bin auch eher dieser Typ, der den Kopf einsetzt, bevor er etwas raushaut. Aber wie kommt man mit Sachlichikeit oder Vernunft jemanden oder einer Gruppe von Personen bei, deren einziges Ziel ist, Dich, Deine Familie und alle, denen du Dich zugehörig fühlt, zu vernichten oder zu versklaven ? Christen wedeln da lieber mit dem Palmzweig und halten die andere Backe hin, wenn sie geschlagen werden. Zu solchen Charakteren, die eigentlich durch die Evolution schon ausgestorben sein müßten, werde ich mit Sicherheit nicht gehören. Irgendein römischer Kaiser massakrierte sich bekennende Christen zu Hauf. Sie bekannten sich vor ihm zum Christentum. Schließlich war er so beeindruckt von deren moralischer Stärke, daß er sich selbst dem Christentum zuwandte. Gandhi hat die Briten durch gewaltlosen Widerstand besiegt. Es gibt sowas, aber das sind die ganz großen Ausnahmen der Weltgeschichte und haben, damit es so weit kam, schon ungezählte Opfer gefordert. Wer es sich auf die Fahnen geschrieben hat, Menschen anderer Rassen, anderes Glaubens und anderer politischer Weltanschauung zu vernichten, wird sich durch solchen Pazifismus nicht beeindrucken lassen und sich eher freuen, daß es ihm so leicht ohne eigene Verluste gemacht wird. Solchen gegenüber ist jeglicher Pazifismus fehl am Platze. Da entsteht Hass, weil mit Vernunft nichts mehr zu beeinflussen ist.

In vielen Beiträgen merke ich immer wieder, daß der Begriff "Hass" oft fehlinterpretiert wird. Ein User schrieb es bereits weiter oben. Widerwille gegen jemand, unbändige Wut, tiefe Unzufriedenheit, das ist alles noch kein Hass. Das sind alles Gemütszustände, die i.d.R.nicht lange anhalten und am nächsten Morgen, oder auch erst nach Jahren, oft schon wieder sachlicher und gemäßigter betrachtet werden. Hass sitzt viel tiefer und hat seine Ursache in Ereignissen, die absolut nicht vergleichbar sind mit dem, was wir alle bisher als Unbill im Leben erlebt haben. Wer wirklich hasst, ist nicht nur bereit, den Gehassten zu vernichten, physisch und/oder materiell/sozial, sondern setzt alles daran, dieses Ziel zu erreichen.



Ährenkranz, IM Kressin, der 39. und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#116

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 22:52
von DoreHolm | 9.042 Beiträge | 6939 Punkte
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #114
Hass und Intoleranz?
Hass und Intoleranz, diese Begriffe sind so einfach zu gebrauchen. Und auf die Frage zu dem Thema, von mir ein JA und NEIN.....

Die DDR hat zu Hass und Intoleranz gegenüber dem Klassenfeind aufgerufen, doch wer war der Klassenfeind?
War das der Onkel in Wuppertal?
Der Onkel der auch an der Maschine maluchte?
Oder war das der Beamte der auch Ostdeutschen einen BRD Reisepass ausstellte?

Es wurde immer vom "Klassenfeind" geredet, doch nie wurde auch klar und deutlich definiert wer zu den Klassenfeinden gehört.....


Es ist heute nicht anders, heute sind es die pööösen Rechten, doch wer gehört wirklich zu den "Rechten"?

Sind es die Kritiker gegen diese Masseneinwanderung?
Oder sind es die Befürworter des 3. Reiches?
Alles ein Frage der Auslegung?
Oder einfach nur ein simples Pauschalurteil?

Die Begriffe "Klassenfeind" und heute "Rechte" sind leicht gesagt und der Hass leicht geweckt, doch wer steckt hinter den "Begriffen"?



Rot: Hat bei den allerwenigsten Bürgern gefruchtet, weil zu anonym. Sie hätten´s gern so gehabt, den Hass. Klassenfeind ? Stimmt, habe nie eine richtige klare Definition dazu gehört. Immer nur der Hinweis, wenn uns der Klassenfeind angreift um unsere Betriebe wieder den Kapitalisten zu geben. So sinngemäß etwa. Die Frage, wie es sich denn bei Tante Hulda aus Fulda oder Cousin Franz aus Köln verhält, da wurde immer mit Phrasen gearbeitet. Na, wenn der Onkel als Bundeswehrsoldat z.B. hier einfällt und tötet. Es war immer ein sehr theoretisches Argumentieren, das fast niemanden so richtig mitnahm, so meine Einschätzung. Ich schrieb es schon vorhin, zum Entstehen von richtigem Hass bedarf es bei sachlich denkenden Menschen einschneidender persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse.



Ährenkranz, bürger der ddr, IM Kressin, der 39. und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#117

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 01.11.2016 23:02
von Ährenkranz | 1.105 Beiträge | 1963 Punkte
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Die vielen interessanten Beiträge hier haben mich auch zum tieferen Nachdenken bewegt, und ich stimme zu, dass von Hass eigentlich nicht die Rede sein kann, und wenn ich mich rein auf das Ausgangsthema beziehe, kann ich aber schon ein klares "nein" geben.
Zutreffender ist eher Wut, Unzufriedenheit - letzteres hatte ich eigentlich in der DDR nur im Bereich der Warenbereitstellung.
Ansonsten bin ich, wie ich schon geschrieben habe, mit allem gut zurecht gekommen, empfand auch keine Wut - ich bin auch nicht in diesen Richtungen erzogen worden, was außerhalb der DDR sich "bewegte", weder von den Eltern noch in der Schule.

Und ja, der Begriff "Klassenfeind" ist schon oft gefallen und da muß ich bürger der ddr oder Klauspeter oder auch DoreHolm oder auch Rainer-Maria recht geben, ich wußte nicht, wer nun genau damit gemeint ist und hatte deshalb auch keinen Grund, Hass zu entwickeln.
Ich kann nicht mal unsere Politiker hassen, ich habe Wut und bin unzufrieden mit deren Arbeit, weil es keine Vertreter des Volkes sind.

Irgendwie hat das Thema hier tiefgründigere Gedanken bei mir ausgelöst - finde ich aber gut so.

Ich frage mich eigentlich jetzt - hasse ich überhaupt etwas...?


"Die Dummheit von Regierungen sollte niemals unterschätzt werden" - Helmut Schmidt
IM Kressin, Klauspeter, der 39., Heckenhaus und Hackel39 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 02.11.2016 00:33 | nach oben springen

#118

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 02.11.2016 07:57
von IM Kressin | 1.771 Beiträge | 23183 Punkte
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Zitat von Ährenkranz im Beitrag #117

Die vielen interessanten Beiträge hier haben mich auch zum tieferen Nachdenken bewegt, und ich stimme zu, dass von Hass eigentlich nicht die Rede sein kann, und wenn ich mich rein auf das Ausgangsthema beziehe, kann ich aber schon ein klares "nein" geben.

Zutreffender ist eher Wut, Unzufriedenheit - letzteres hatte ich eigentlich in der DDR nur im Bereich der Warenbereitstellung.


Die von Dir angeführten Attribute sind entscheidende Substanzen für einen Molotowcocktail.

Der Entstehungsprozess von Hass und Intoleranz folgt nach immer gleichem Rezept, unabhängig vom politischen System.

Man nehme die von Dir bereits ins Feld geführte Wut, addiere dazu Unzufriedenheit und vervollkommne das Ganze mit Ohnmacht,
Korrekturen vorzunehmen.

Im Ergebnis entstehen Hass und Intoleranz. Die individuelle Belastbarkeit ist eine Frage der psychischen Konstitution.

Fast ein mathematisches Element der Wahrscheinlichkeitsrechnung, wann der Quotient zwischen Anspruch (was ein System vorgibt zu sein)

und der Wirklichkeit (wie ein System sich in der Alltagspraxis tatsächlich bewährt)

die umgekehrte Proportionalität erreicht und zur Rebellion führt.


Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
zuletzt bearbeitet 02.11.2016 08:00 | nach oben springen

#119

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 02.11.2016 08:40
von Georg | 1.146 Beiträge | 3 Punkte
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Hass und Intoleranz?
Hass und Intoleranz, diese Begriffe sind so einfach zu gebrauchen. Und auf die Frage zu dem Thema, von mir ein JA und NEIN.....

Die DDR hat zu Hass und Intoleranz gegenüber dem Klassenfeind aufgerufen, doch wer war der Klassenfeind?
War das der Onkel in Wuppertal?
Der Onkel der auch an der Maschine maluchte?
Oder war das der Beamte der auch Ostdeutschen einen BRD Reisepass ausstellte?

Es wurde immer vom "Klassenfeind" geredet, doch nie wurde auch klar und deutlich definiert wer zu den Klassenfeinden gehört.....


Es ist heute nicht anders, heute sind es die pööösen Rechten, doch wer gehört wirklich zu den "Rechten"?

Sind es die Kritiker gegen diese Masseneinwanderung?
Oder sind es die Befürworter des 3. Reiches?
Alles ein Frage der Auslegung?
Oder einfach nur ein simples Pauschalurteil?

Die Begriffe "Klassenfeind" und heute "Rechte" sind leicht gesagt und der Hass leicht geweckt, doch wer steckt hinter den "Begriffen"?



Rot: Hat bei den allerwenigsten Bürgern gefruchtet, weil zu anonym. Sie hätten´s gern so gehabt, den Hass. Klassenfeind ? Stimmt, habe nie eine richtige klare Definition dazu gehört. Immer nur der Hinweis, wenn uns der Klassenfeind angreift um unsere Betriebe wieder den Kapitalisten zu geben. So sinngemäß etwa. Die Frage, wie es sich denn bei Tante Hulda aus Fulda oder Cousin Franz aus Köln verhält, da wurde immer mit Phrasen gearbeitet. Na, wenn der Onkel als Bundeswehrsoldat z.B. hier einfällt und tötet. Es war immer ein sehr theoretisches Argumentieren, das fast niemanden so richtig mitnahm, so meine Einschätzung. Ich schrieb es schon vorhin, zum Entstehen von richtigem Hass bedarf es bei sachlich denkenden Menschen einschneidender persönlicher Erfahrungen und Erlebnisse.


Ich persönlich ziehe theoretisches Argumentieren vor !!
Haben die Kriegstreiber ihre Praktiken und Ziele immer friedlich verfolgt ? Die Geschichte, die Erfahrungen sind anders. Frieden predigen, Dedrohungen erfinden und
Millionen umbringen. Klassenfeind und Tante und Onkel alles schön vermischen, verwässern......welche Schwester und welcher Bruder hätten denn tatsächlich den Kriegseinsatz verweigert? So theoretisch.......


Einen Dummen anzuhören ist anstrengender, als einen Klugen zu widersprechen. ( W.Eckert )
der 39., Heckenhaus und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#120

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 02.11.2016 09:13
von DoreHolm | 9.042 Beiträge | 6939 Punkte
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Zitat von IM Kressin im Beitrag #118
Zitat von Ährenkranz im Beitrag #117

Die vielen interessanten Beiträge hier haben mich auch zum tieferen Nachdenken bewegt, und ich stimme zu, dass von Hass eigentlich nicht die Rede sein kann, und wenn ich mich rein auf das Ausgangsthema beziehe, kann ich aber schon ein klares "nein" geben.

Zutreffender ist eher Wut, Unzufriedenheit - letzteres hatte ich eigentlich in der DDR nur im Bereich der Warenbereitstellung.


Die von Dir angeführten Attribute sind entscheidende Substanzen für einen Molotowcocktail.

Der Entstehungsprozess von Hass und Intoleranz folgt nach immer gleichem Rezept, unabhängig vom politischen System.

Man nehme die von Dir bereits ins Feld geführte Wut, addiere dazu Unzufriedenheit und vervollkommne das Ganze mit Ohnmacht,
Korrekturen vorzunehmen.

Im Ergebnis entstehen Hass und Intoleranz. Die individuelle Belastbarkeit ist eine Frage der psychischen Konstitution.


Fast ein mathematisches Element der Wahrscheinlichkeitsrechnung, wann der Quotient zwischen Anspruch (was ein System vorgibt zu sein)

und der Wirklichkeit (wie ein System sich in der Alltagspraxis tatsächlich bewährt)

die umgekehrte Proportionalität erreicht und zur Rebellion führt.

Es grüßt Euch
Kressin




Pink: Würde ich immer noch nicht als Hass definieren. Hass, das ist m.E. mehr, das sitzt tiefer. Natürlich können auch die von Dir oben angeführten Gemütszustände zu den gleichen Handlungen führen wie bei jemandem, der wirklich hasst, nämlich den/die Gehassten physisch zu vernichten. Wieviel Verbrechen, wieviel Morde wurden schon allein aus purer Wut begangen, ohne das man von regelrechtem Hass sprechen konnte ? "Ich könnte den/Die umbringen", wie schnell wird sowas gesagt oder gedacht ? Wenn z.B. eine um ihr Erspartes gebrachte Frau durch einen windigen Liebhaber ihm entgegenschleudert, "ich hasse Dich", dann ist das kein wirklicher Hass. Es ist unbändige Wut über DEN oder über sich selbst, auf IHN hereingefallen zu sein. Da wird in der Bezeichnung von Gemütszuständen zu schnell vermischt, ebenso wie mit der Bezeichnung "Stress" inflationös und unkritisch umgegangen wird.



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