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#61

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 14:36
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #49
Zum sozialistischen Menschen gehörte die Achtung anderer Menschen, Fleiß und Hilfsbereitschaft, Toleranz und die Freundschaft zu anderen Völkern.

Im Jugendgesetz der DDR vom 28.01.1974 heißt es dazu:
"Für jeden jungen Menschen sind, entsprechend der in der sozialistischen Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik festgelegten humanistischen Prinzipien, die Bedingungen gegeben, seine Talente und Fähigkeiten frei und schöpferisch zu entfalten, sich als Persönlichkeit zu entwickeln und ein glückliches Leben zu führen. Alles zu tun für die Sicherung des Friedens, für das Wohl des Menschen, für das Glück des Volkes, für die Interessen dfer Arbeiterklasse und aller Werktätigen - darin besteht der Sinn und Inhalt des Lebens der Jugend." (Verfassung der DDR und Jugendgesetz, Staatsverlag der DDR, Berlin 1979, Seite 50)



Das sozialistische Menschenbild strahlt recht widersprüchlich.

Die ostdeutsche Jugend wurde 1978 mit dem von der Volksbildungsministerin eingeführten Wehrkundeunterricht auf Parteilinie gebracht.

Das Pflichtfach Wehrkunde durfte nicht verweigert werden.

Wie wurden die humanistischen Prinzipien und die Achtung anderen Menschen in den Wehrlagern gelebt?

Wie wurden die „Grundlagen der sozialistischen Landesverteidigung“ den jungen Menschen nach den festgelegten „humanistischen Prinzipien“

vermittelt, ohne eine Erziehung zum Hass auf die Bundesrepublik?

Gab es etwa keine Repressionen gegen Schüler, die sich gegen diesen Unterricht äußerten?

Gab es Fälle von Kindern, „die ihren Eltern wegen politischer Delikte wie ‚Republikflucht‘, ‚Staatshetze‘ oder ‚Staatsverleumdung‘ weggenommen

wurden, ohne dass ein gegen das Wohl des Kindes gerichtetes Versagen nachweisbar war?

„Die Welt“ listet 10.000 Fälle von jungen Menschen, die in der DDR Familien „an Kindes statt zur schöpferischen Entfaltung" übergeben wurden.

Ich bin während meiner 15 jährigen Dienstzeit in der Vorwendezeit zu keinem Zeitpunkt von Angehörigen der GT auf den umzäunten Garten Eden,

der die Herzen der Friedensbewegung und nachwachsender Generationen höher schlagen lies,

angesprochen worden.

Die Angehörigen der GT und PKE präsentierten ein ungeschönigtes Bild der DDR.

Nicht mal einen Apfel der Versuchung hat man mir gereicht!

Das Paradigma dieses hier propagierten kosmopolitischen Staates erschließt sich mir nicht, so was kann schon mal vorkommen,

als Knecht der Großbourgeoisie!

Das kann ich bestimmt nicht richtig wertschätzen!


Es grüßt Euch

Kressin


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
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#62

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 14:49
von damals wars (gelöscht)
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Schon die "Anzugsordnung" der westberliner Polizei ließ jeden Hass verschwinden, "das" sollte der Feind sein?
An jeder "Ecke" schimmerte die antiautoritäre Erziehung durch


Freienhagener und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#63

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 17:28
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Zitat von damals wars im Beitrag #62
Schon die "Anzugsordnung" der westberliner Polizei ließ jeden Hass verschwinden, "das" sollte der Feind sein?
An jeder "Ecke" schimmerte die antiautoritäre Erziehung durch

Siehste und die "Gefechtschlampen" gibt es immer noch wo die antiautoritäre Erziehung durchschimmerte, der auf stramm gebürstete Kommiss wo du mitspielen durftest ist dagegen sang und klanglos in die Versenkung gefahren.
Vielleicht, eventuell, kann eine Gesellschaft die etwas an der langen Leine gehen darf doch besser auf Veränderungen reagieren als eine wo alles von irgendwelchen unfehlbaren, die das von sich angenommen hatten, Putzoberen die ihren Posten bis zum Tod innehalten bestimmt wird.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.10.2016 17:30 | nach oben springen

#64

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:16
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Das ist es doch: Der zu hassende Imperialismus war abstrakt. Konkret waren die Erfahrung mit harmlosen Besuchern und Verwandten und der lasche Eindruck von der Bundeswehr, die damals ebenso wenig wie wir im Einsatz war, dafür aber mehr Bequemlichkeiten hatte.

Deshalb wurde der "Klassengegner" allgemein nicht gehaßt.
Die westliche Gefahr wurde offiziell herausgekehrt und gerade deshalb nicht ernst genommen.
In wieweit Bedrohungen tatsächlich bestanden, ist eine andere Sache.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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zuletzt bearbeitet 31.10.2016 18:17 | nach oben springen

#65

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:30
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #64
Das ist es doch: Der zu hassende Imperialismus war abstrakt. Konkret waren die Erfahrung mit harmlosen Besuchern und Verwandten und der lasche Eindruck von der Bundeswehr, die damals ebenso wenig wie wir im Einsatz war, dafür aber mehr Bequemlichkeiten hatte.

Deshalb wurde der "Klassengegner" allgemein nicht gehaßt.
Die westliche Gefahr wurde offiziell herausgekehrt und gerade deshalb nicht ernst genommen.
In wieweit Bedrohungen tatsächlich bestanden, ist eine andere Sache.


Da stimme ich Dir schon zu---aber war es auf der anderen Seite nicht genauso.


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#66

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:37
von Hanum83 | 8.678 Beiträge | 15535 Punkte
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Zitat von Rostocker im Beitrag #65
Zitat von Freienhagener im Beitrag #64
Das ist es doch: Der zu hassende Imperialismus war abstrakt. Konkret waren die Erfahrung mit harmlosen Besuchern und Verwandten und der lasche Eindruck von der Bundeswehr, die damals ebenso wenig wie wir im Einsatz war, dafür aber mehr Bequemlichkeiten hatte.

Deshalb wurde der "Klassengegner" allgemein nicht gehaßt.
Die westliche Gefahr wurde offiziell herausgekehrt und gerade deshalb nicht ernst genommen.
In wieweit Bedrohungen tatsächlich bestanden, ist eine andere Sache.


Da stimme ich Dir schon zu---aber war es auf der anderen Seite nicht genauso.

Naja, denen ihre Grenzsicherungsbemühungen die ich gesehen habe waren schon mal mega entspannt unseren gegenüber, ich glaub auch so war der BRD der Kampfzwerg DDR ziemlich egal, zumal der Kampfzwerg ja immer nach dem Geld vom bösen Bruder gierte, also die konnten uns faktisch aufkaufen was sie ja dann auch irgendwie gemacht haben.
USA und Sowjetunion war schon eine andere Qualität natürlich.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


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zuletzt bearbeitet 31.10.2016 18:42 | nach oben springen

#67

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:45
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BGS und Zoll hatten doch einen Sonnigen Job,die Arbeit haben wir doch mitgemacht Für mich waren das Nette Deutsche welche immer freundlich gegrüßt haben.
Ich,oder wir haben die nicht gehasst,und umgedreht war es mit Sicherheit auch so.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#68

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:52
von Rainer-Maria Rohloff | 4.230 Beiträge | 12851 Punkte
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Aber Männer, ist das nicht wie heute? Denn manchmal möchte ich vor so ner Schulklasse von heute mal reden und sagen: "Damals Jungs und Mädels unterstützte eine BRD den ihren Waffenbruder den Ami in Vietnam(sinngemäß mit Freundesdiensten) Der Ami bombte da richtig rein, mit tausenden Tonnen und Chemikalien die zum Teil heute noch im Boden liegen. Und Freund BRD sagte nix, gar nix dazu. Ja gut, da gab es wohl paar Bürger mit Friedensbewegung und so lauem Lüftchen, sonst war nix, nicht so viel?"

Wer entwickelte also das Feindbild. Die DDR, weil, die sah das Freund den Freund am Arsche leckte und eben nicht in den Arm fiel. Die damit begründete" Da drüben, da steht Er, unser Feind von unserem Freund, der Klassenfeind, der Arschelecker vom Ami, der, der sich in Vietnam an unseren sozialistischen Brüdern austobt. Also nicht direkt schuldig, aber mitschuldig. Somit Mitgehangen, mitgefangen, im Feindbild.

Heute der Russe mit dem Assad, selbes Prozedere. Unser heutiges Feindbild.

Rainer-Maria



bürger der ddr, Rostocker, Heckenhaus und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#69

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:53
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Zitat von Rostocker im Beitrag #65


Da stimme ich Dir schon zu---aber war es auf der anderen Seite nicht genauso.


Ich denke, ja.
Eher war da eine gewisse Furcht ohne Haß.
Von ehemaligen Bewohnern der "Zonenrandgebiete" hab ich das gehört und von Transitreisenden weiß man das.

Soldaten denken in Friedenszeiten vor allem über die Verhältnisse in ihrer Kaserne nach....


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


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zuletzt bearbeitet 31.10.2016 18:56 | nach oben springen

#70

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:56
von bürger der ddr | 8.124 Beiträge | 31562 Punkte
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Zitat von Freienhagener im Beitrag #47
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #44

Das Systen an sich war nicht grundsätzlich Schuld an Mißständen, Schuld hatten oft die kleinen Möchtegern-Aufstreber,
die sich einbildeten, selbst und eigenverantwortlich "regieren" zu können.



Diese kleine(re)n Aufstreber stiegen nur im System auf, einige ganz nach oben. Die oben Angekommenen waren nicht besser. Sie hatten es nur geschafft.
Oben die "Guten", unten die miesen "Kleinfürsten" - diese Illusion gab es vorher schon mal.
Aber der Volksmund hat recht mit dem Geruch des Fischkopfes.




Wie ist das mit einer FDJ-Funktionärin?


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


Heckenhaus und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#71

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:58
von Freienhagener | 7.776 Beiträge | 17941 Punkte
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #70

Wie ist das mit einer FDJ-Funktionärin?


Weißt Du doch. In der DDR ein kleines Licht. Aber dann ....


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


bürger der ddr und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.10.2016 18:58 | nach oben springen

#72

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 18:58
von Hapedi | 2.652 Beiträge | 5108 Punkte
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #67
BGS und Zoll hatten doch einen Sonnigen Job,die Arbeit haben wir doch mitgemacht Für mich waren das Nette Deutsche welche immer freundlich gegrüßt haben.
Ich,oder wir haben die nicht gehasst,und umgedreht war es mit Sicherheit auch so.



Uns wurde beigebracht daß die nur auf Befehl damit , mit uns Kotakt aufnehmen sollten . Das ist Taktik von der häßlichen Fratze des Imperialismuß .
Da wir so was als Beobachtung rein melden mußten , durfte der Posten in der Kompanie auch noch zum Rapport zum KC bekam Untaktisches Vehalten vorgeworfen , weil wir uns haben vom Klassenfeind sehen lassen

hapedi


Mein Profil ist nach besten Wissen und Gewissen erstellt . Ehrlich


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#73

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 19:42
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1880 Punkte
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[quote=IM Kressin|p574670]
Das sozialistische Menschenbild strahlt recht widersprüchlich.
Stimmt.
Dieses Erziehungsziel war utopisch.
Andererseits - die ostdeutsche Jugend wurde nicht in Kriegsabenteuer geschickt und 1989 wurde nicht geschossen. Das spricht schon für die Menschen, die Veränderungen wollten und für die, die solche Veränderungen verhindern sollten.

IM Kressin schrieb:
Die ostdeutsche Jugend wurde 1978 mit dem von der Volksbildungsministerin eingeführten Wehrkundeunterricht auf Parteilinie gebracht.
Das stimmt so nicht. Die ostdeutsche Jugend wurde mit dem Wehrunterricht nicht auf Parteilinie gebracht. Partei- und Staatsführung hatten das sicher erhofft, das Ziel aber nicht erreicht.
Dafür gibt es mehrere Gründe:
-1978 wurde der Wehrunterricht schrittweise eingeführt; zunächst in den 9.Klassen, dann in den 10.Klassen und das auch nicht überall gleichzeitig, weil für diesen Unterricht die Lehrer fehlten.
-Der Wehrunterricht wurde von älteren Offizieren durchgeführt, die für den Dienst in der NVA zu alt waren. Fast immer fehlte diesen Lehrern die notwendigen Kenntnisse auf den Gebieten der Pädagogik, Methodik, Didaktik und der Psychologie.Der Unterricht war oft eine Katastrophe; die Schüler gingen über Tisch und Bänke. Also nichts mit "die ostdeutsche Jugend auf Parteilinie bringen".

IM Kressin schrieb:
Das Pflichtfach Wehrkunde durfte nicht verweigert werden.
Stimmt. Nur wenige Eltern versuchten, ihren Kindern den Wehrunterricht zu ersparen. So einen Antrag zu stellen erforderte viel Mut. Nur in Einzelfällen wurde solchen Anträgen zugestimmt.

IM Kressin schrieb:
Wie wurden die humanistischen Prinzipien und die Achtung anderen Menschen in den Wehrlagern gelebt?
Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nie so ein Lager von innen gesehen habe; meine Kinder auch nicht.

IM Kressin schrieb:
Wie wurden die „Grundlagen der sozialistischen Landesverteidigung“ den jungen Menschen nach den festgelegten „humanistischen Prinzipien“ vermittelt, ohne eine Erziehung zum Hass auf die Bundesrepublik?
Ich gehe immer von dem aus, was ich erlebt habe. Hass auf die BRD wurde bei uns nicht vermittelt. Ich kenne nur die Formel "wer uns angreift, ist unser Feind. Unsere Feinde sind auch die, die so einen Angriff vorbereiten und planen.

IM Kressin schrieb:
Gab es etwa keine Repressionen gegen Schüler, die sich gegen diesen Unterricht äußerten?
Gab es Fälle von Kindern, „die ihren Eltern wegen politischer Delikte wie ‚Republikflucht‘, ‚Staatshetze‘ oder ‚Staatsverleumdung‘ weggenommen
wurden, ohne dass ein gegen das Wohl des Kindes gerichtetes Versagen nachweisbar war?
„Die Welt“ listet 10.000 Fälle von jungen Menschen, die in der DDR Familien „an Kindes statt zur schöpferischen Entfaltung" übergeben wurden.

Das wird es alles gegeben haben und es wurde ja in einigen Diskussionssträngen darüber diskutiert

IM Kressin schrieb:
Ich bin während meiner 15 jährigen Dienstzeit in der Vorwendezeit zu keinem Zeitpunkt von Angehörigen der GT auf den umzäunten Garten Eden,
der die Herzen der Friedensbewegung und nachwachsender Generationen höher schlagen lies,
angesprochen worden.
Die Angehörigen der GT und PKE präsentierten ein ungeschönigtes Bild der DDR.
Nicht mal einen Apfel der Versuchung hat man mir gereicht!

Bei den Grenztruppen habe ich nicht gedient. Vielleicht sagen mal ehemalige DDR-Grenzer etwas dazu.

IM Kressin schrieb:
Das Paradigma dieses hier propagierten kosmopolitischen Staates erschließt sich mir nicht, so was kann schon mal vorkommen,
als Knecht der Großbourgeoisie!
Das kann ich bestimmt nicht richtig wertschätzen!

Ich habe Dich nie in einem Diskussionsbeitrag einen "Knecht der Großbourgeoisie" genannt; andere hier sicher auch nicht. Was soll das also?

Für mich warst Du immer ein sachlicher und fairer Diskussionspartner, bis Du mich dann vor kurzem in einem Beitrag des Altersstarrsinns bezichtigt hast. So etwas verstößt gegen die Menschenwürde und ist inhuman.

Gruß Klaus



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#74

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 19:51
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Ich war damals als Lehreister tätig an einer BBS, habe dort 2 x das Vergnügen gehabt, das sogenannte Wehrlager mitzuerleben,
in den Jahren 1983 und 1984..
Ich habe nie ein größeres Kaspertheater erlebt. Frisch eingestellte Lehrlinge erlebten ihre ersten Wochen.
Wir Lehrmeister sollten die Ausbildung durchführen, genau wie den monatlichen Wehrkundetag. Also sozusagen vormilitärische
Ausbildung durchführen. Geleitet wurde das Lager vom Direktor unserer Berufsschule.
Ich kann da nicht viel berichten, es war mehr oder weniger Geländespiel mit viel Zeit, Beobachtungen in der Natur zu machen.
Von Drill oder Agitation keine Spur.


.
.

.
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#75

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 19:51
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[quote=Pit 59|p574726]BGS und Zoll hatten doch einen Sonnigen Job,die Arbeit haben wir doch mitgemacht Für mich waren das Nette Deutsche welche immer freundlich gegrüßt haben.
Ich,oder wir haben die nicht gehasst,und umgedreht war es mit Sicherheit auch so.[/quote]

So sehe ich das auch !
Mir ist zumindest nicht bekannt, das BGS Beamte oder Leute vom Zoll von Ausreisewilligen aus der BRD bedrängt, angegriffen oder getötet wurden.
Schon aus diesem Grunde hatten sie nat. einen sonnigeren Job.
Mal so nebenbei !

Obwohl man sich ja an der Grenze und denen, die einen gegenüber stehen zumindest etwas auskennen sollte fand ich ein Ereignis, welches ich wenigstens gefühlte 10 mal erleben durfte heute noch zum totlachen.

Begegnet man dem BGS oder auch Zoll z.B. beim 6er laufen.
Haben es doch einige E`s sich das nicht nehmen lassen ihnen ihr Bandmaß zu zeigen.
Meist wurde von der anderen Seite darüber gelacht.
Klar, sie wurden ja auch nicht zu 18 Monaten einberufen.
Ich fand das einige male sehr peinlich.
Irgendwann werden "die" sich darüber informiert haben, was das zu bedeuten hatte.
Viele von ihnen hätten wahrscheinlich eine Kabeltrommel als Bandmaß mit schleppen müssen.
Das allerdings ohne "Einberufungsbefehl".
Das mal so zwischen durch.
Zum schmunzeln und zum erinnern an die "gute alte Zeit" !

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
Lache und die Welt lacht mit dir - weine und du weinst allein !!
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#76

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 20:11
von der alte Grenzgänger | 1.773 Beiträge | 4258 Punkte
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Hier ist mir viel zu viel "Schönschreiben" in diesem Thema
Natürlich wurde in der DDR niemand zu Hass und Intoleranz erzogen- im Gegenteil!
Aber eben nur in der Theorie.. natürlich sind die von Klaus genannten hehren Ziele in Verfassung und sonstigen Gesetzen völlig ok..da hatten wir ja sogar die Meinungsfreiheit verankert ..

Nur, wie sah die Wirklichkeit aus ?
Vor lauter Internationalismus und Solidarität haben wir der ganzen Welt geholfen..
Man durfte nur nicht auf die Idee kommen, mal ins Mutterland von Angela Davis zu wollen (um sie in ihrem Kampf direkt zu unterstützen !)- oder nach Nicaragua oder Angola oder .. hat komischerweise auch niemand nachgefragt ..
Diese geheuchelte Weltoffenheit, das vorkauen und nachkauen von verlogenen Phrasen, die Organisiertheit in allen Lebenslagen ist in der Nachschau einfach nur zum K ...

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Moskwitschka und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 20:21
von Fritze (gelöscht)
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Man durfte nur nicht auf die Idee kommen, mal ins Mutterland von Angela Davis zu wollen

Mensch Siggi , wie sagste immer "Du lernst et ooch nie ! "

Unsere DDR -Führung wollte die Bürger nur vor Schlimmen bewahren !

z.B. https://www.welt.de/print-welt/article66...on-der-Tod.html

Deine Arbeitskraft wurde doch gebraucht !

VG Fritze


Hapedi, der alte Grenzgänger, IM Kressin und thomas 48 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#78

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 20:52
von Alfred | 7.973 Beiträge | 4275 Punkte
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #76
Hier ist mir viel zu viel "Schönschreiben" in diesem Thema
Natürlich wurde in der DDR niemand zu Hass und Intoleranz erzogen- im Gegenteil!
Aber eben nur in der Theorie.. natürlich sind die von Klaus genannten hehren Ziele in Verfassung und sonstigen Gesetzen völlig ok..da hatten wir ja sogar die Meinungsfreiheit verankert ..

Nur, wie sah die Wirklichkeit aus ?
Vor lauter Internationalismus und Solidarität haben wir der ganzen Welt geholfen..
Man durfte nur nicht auf die Idee kommen, mal ins Mutterland von Angela Davis zu wollen (um sie in ihrem Kampf direkt zu unterstützen !)- oder nach Nicaragua oder Angola oder .. hat komischerweise auch niemand nachgefragt ..
Diese geheuchelte Weltoffenheit, das vorkauen und nachkauen von verlogenen Phrasen, die Organisiertheit in allen Lebenslagen ist in der Nachschau einfach nur zum K ...

Siggi



Siggi,

nur zur Info, in Nicaragua und auch in vielen anderen Staaten in Afrika gab es viele Jugendbrigaden und andere Arbeiter der DDR. Urlauber, weniger, richtig.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 20:57
von der alte Grenzgänger | 1.773 Beiträge | 4258 Punkte
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Weiß ich, Alfred.. Du weisst aber auch, was ich eigentlich meine .. also auch "Schönschreiben" von Dir..

Siggi


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#80

RE: Zum Hass und zur Intoleranz erzogen?

in Leben in der DDR 31.10.2016 21:01
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Zitat von Alfred im Beitrag #78

Siggi,

nur zur Info, in Nicaragua und auch in vielen anderen Staaten in Afrika gab es viele Jugendbrigaden und andere Arbeiter der DDR. Urlauber, weniger, richtig.


und zum Jahreswechsel `83 waren wohl auch einige Armeeangehörige dort, oder???


02.89 - 04.89 GAR 40 / 05.89 - 01.90 GR 34
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