BM Justiz.....Akte Rosenburg.....Altnazis im Justizdienst

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13.10.2016 23:05
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#46
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@Hanum83 , für mich ist es etwas anderes ob ein junger Kerl in der SS war oder ob ein Richter Todesurteile verkündet hat....


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13.10.2016 23:21 (zuletzt bearbeitet: 13.10.2016 23:21)
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#47
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Zitat von Georg im Beitrag #44
http://www.n-tv.de/politik/Nazi-Juristen-richteten-einfach-weiter-article18823001.html

Der Artikel bringt es auf den Punkt ! Nazi-Juristen richteten einfach weiter

und Überraschung:
"Damals waren 77 Prozent der leitenden Beamten ehemalige NSDAP-Mitglieder, vom Referatsleiter aufwärts." Dass die Zahl so hoch sein würde, habe man nicht erwartet. "Wie sich zeigt, war die NS-Belastung im Justizministerium womöglich die höchste unter allen Bonner Ministerien."
Ergänzung:
in Parteien, Parlamenten, Polizei, Geheimdiensten, Regierungen.....

Das Justizministerium als Spitze des Eisberges von Forschern jetzt entdeckt.......




dann erzähl mal was diese "Nazijuristen" dein Leben beeinflusst habe, dir evtll. sogar geschadet haben?
Ich lebte seit 1965 mit ihnen ohne jede Einwirkung, sie schadeten mir nicht , sie nützten mir aber auch nicht.
Ich fand es nicht gut, dass so viele wieder in der Justiz waren, aber ich konnte es nicht ändern ( sollte ich mich jeden Tag vor das Amtsgericht oder Landgericht Düsseldorf stellen mit dem Plakat "Nazis raus" ?) So wie Adenauer sagte, wenn ich nur schmutziges Wasser habe, schütte ich es nicht weg, wenn es kein Wasser gibt. Das Problem erledigte sich biologisch, ab etwa Anfang 1970 er Jahre waren sie ersetzt durch junge, unbelastete Juristen. That's it


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13.10.2016 23:23
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#48
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #46
@Hanum83 , für mich ist es etwas anderes ob ein junger Kerl in der SS war oder ob ein Richter Todesurteile verkündet hat....


welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?


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13.10.2016 23:29
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#49
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Zitat von Gert im Beitrag #48
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #46
@Hanum83 , für mich ist es etwas anderes ob ein junger Kerl in der SS war oder ob ein Richter Todesurteile verkündet hat....


welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?


kein Kommentar.........


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14.10.2016 00:21
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#50
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #45
So ein blödes Thema, mein Vater war bei der Waffen-SS und ich habe ihn trotzdem lieb gehabt weil er einfach lieb war zu mir.
Der hat mit 14 Jahren 1936 Hauer im Steinkohlenschacht gelernt und den Beruf von 1943 bis 1953 in der Sowjetunion ausgeübt und dann in der DDR bis er sogar Steiger war, alles ganz normal, auf seiner Stirn stand nicht Nazi.
Warum sollte da ein Jurist nicht seinen Beruf in der BRD ausüben dürfen?
Wir haben doch einfach einen an der Klatsche, es muss doch mal gut sein mit der alten Scheiße.


Da war er sicher im Mannschafts- oder Uffz-Dienstgrad. Bei den Nazis in den Ministerien und behörden ging es um Offiziere der Waffen-SS, der allgem. SS (z.B. Offiziere, die die Verantwortung für das KZ-System trugen), Angehörige der Gestapo und des Reichsicherheitshauptamtes, Richter an höhren Gerichten (mit Verantwortung für politische Todesurteile), sowie andere höheres Beamte, welche "Systemträger" des Naziregimes waren.


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14.10.2016 00:25
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#51
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Zitat von Gert im Beitrag #48
Zitat von bürger der ddr im Beitrag #46
@Hanum83 , für mich ist es etwas anderes ob ein junger Kerl in der SS war oder ob ein Richter Todesurteile verkündet hat....


welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?


Am Bundesgerichtshof, dem Bundesverfassungsgericht und als leitende Beamte im Justizministerium richteten solche Nazi-Juristen schon Schaden an. Verfahren gegen Nazi-Verbrecher wurden verschleppt und vereitelt, Rehabilitierung von Opfern des Nazi-Regimes wurden verhindert. Nazi-Unrecht blieb über Jahrzehnte in den Gesetzen


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14.10.2016 06:55
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welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?[/quote]

Welchen Schaden würden denn ehemalige hauptamtliche MA des MfS bei der Müllabfuhr oder anderweitig im öffentlichen Dienst anrichten?

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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14.10.2016 07:18
#53
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Wie sich die öffentliche Wahrnehmung und der Umgang von Juristen mit Nazivergangenheit im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat, dafür gibt es viele Beispiele. Für mich eindrücklich der österreichichische Minister, langjährige UNO Generalsekretär und Bundespräsident Dr. Kurt Waldheim
https://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_13961/index.shtml
https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Waldheim


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14.10.2016 12:23
#54
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Danke Ebro und ich wiederhole mich jetzt, es sind ja hunderte MfS MA in höchste Sicherheitbereiche übernommen worden und auch nach 26 Jahren ist noch kein Schaden entstanden.
Gert, das Volk 1989 waren in Leipzig 500000,sie kamen aus der ganzen DDR, laß es in einigen Städten noch ein paar zig tausend dazu gewesen sein.
Das Volk 1989 waren aber noch 16 Millionen.Also die Mehrzahl des Volkes war nicht in Leipzig usw.
Jetzt sind es auch einige Tausend, die , die mit der Losung auf die Straße gehen, wir sind das Volk.Auch sie zeigen dem BRD Staat die Zähne.
Nur jetzt ist es das Pack und da muß der Staat nicht reagierenauf des Vokes Ansinnen.- Wie der sächsische Justizminister in Dresden nach dem Suicidskandal" Ich bleibe"
Man hätte schon noch einige fähige Personen aus Polizei und MfS übernehmen können,ich bin mir ganz sicher, solche Pannenkette einschliedßlich DSU Skandal wären nicht passiert.Zumindestens nicht in dieser Größenordnung. Es gibt keine 100%tige Sicherheit, keine Frage, aber was hier immer wieder passiert ist Unfähigkeit oder im Falle DSU politisch gewollt.

Hätte man 1990 eine Volksbefragung gemacht so wären reale Zahlen entstanden,aber das Volk zu fragen traute man sich nicht, soetwas gibt es im demokratischen Rechtsstaat BRD nicht, weil man Angst hat, das sich das Volk anders entscheiden würde ,als die Herrschenden es wollten.
Dazu eine Aussagen vom damaligen Innenminister Schäuble" Wenn wir die Einheit 1990 nicht so schnell gemacht hätten, wäre es wahrscheinlich nicht zur Einheit gekommen.
Alles Geschichte,aber man sollte objektiv bleiben.


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14.10.2016 13:45
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #54
Danke Ebro und ich wiederhole mich jetzt, es sind ja hunderte MfS MA in höchste Sicherheitbereiche übernommen worden und auch nach 26 Jahren ist noch kein Schaden entstanden.
Gert, das Volk 1989 waren in Leipzig 500000,sie kamen aus der ganzen DDR, laß es in einigen Städten noch ein paar zig tausend dazu gewesen sein.
Das Volk 1989 waren aber noch 16 Millionen.Also die Mehrzahl des Volkes war nicht in Leipzig usw.
Jetzt sind es auch einige Tausend, die , die mit der Losung auf die Straße gehen, wir sind das Volk.Auch sie zeigen dem BRD Staat die Zähne.
Nur jetzt ist es das Pack und da muß der Staat nicht reagierenauf des Vokes Ansinnen.- Wie der sächsische Justizminister in Dresden nach dem Suicidskandal" Ich bleibe"
Man hätte schon noch einige fähige Personen aus Polizei und MfS übernehmen können,ich bin mir ganz sicher, solche Pannenkette einschliedßlich DSU Skandal wären nicht passiert.Zumindestens nicht in dieser Größenordnung. Es gibt keine 100%tige Sicherheit, keine Frage, aber was hier immer wieder passiert ist Unfähigkeit oder im Falle DSU politisch gewollt.

Hätte man 1990 eine Volksbefragung gemacht so wären reale Zahlen entstanden,aber das Volk zu fragen traute man sich nicht, soetwas gibt es im demokratischen Rechtsstaat BRD nicht, weil man Angst hat, das sich das Volk anders entscheiden würde ,als die Herrschenden es wollten.
Dazu eine Aussagen vom damaligen Innenminister Schäuble" Wenn wir die Einheit 1990 nicht so schnell gemacht hätten, wäre es wahrscheinlich nicht zur Einheit gekommen.
Alles Geschichte,aber man sollte objektiv bleiben.


was wolltest du denn für eine Frage an das Volk richten ? Über die Einheit wurde schon im März 89 abgestimmt bei den ersten freien Wahlen in diesem Staat. Und dieses Wahlen habe die Parteien mehrheitlich gewonnen, die am Einheitsvertrag arbeiteten.Eine klare Entscheidung
Die Aussage von Schäuble war außenpolitisch gemeint. Nämlich die SU war für eine kurze Zeit bereit dem Einheitsvertrag zuzustimmen. Für die Westmächte war das keine Frage. Kohl hat das erkannt zugepackt. Mit Putin wäre in der Richtung kein Millimeter gegangen. Zum Glück hatte er mit vollendeten Tatsachen zu leben, die er nie mehr revidieren kann


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14.10.2016 13:51
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #54
Danke Ebro und ich wiederhole mich jetzt, es sind ja hunderte MfS MA in höchste Sicherheitbereiche übernommen worden und auch nach 26 Jahren ist noch kein Schaden entstanden.
Gert, das Volk 1989 waren in Leipzig 500000,sie kamen aus der ganzen DDR, laß es in einigen Städten noch ein paar zig tausend dazu gewesen sein.
Das Volk 1989 waren aber noch 16 Millionen.Also die Mehrzahl des Volkes war nicht in Leipzig usw.
Jetzt sind es auch einige Tausend, die , die mit der Losung auf die Straße gehen, wir sind das Volk.Auch sie zeigen dem BRD Staat die Zähne.
Nur jetzt ist es das Pack und da muß der Staat nicht reagierenauf des Vokes Ansinnen.- Wie der sächsische Justizminister in Dresden nach dem Suicidskandal" Ich bleibe"
Man hätte schon noch einige fähige Personen aus Polizei und MfS übernehmen können,ich bin mir ganz sicher, solche Pannenkette einschliedßlich DSU Skandal wären nicht passiert.Zumindestens nicht in dieser Größenordnung. Es gibt keine 100%tige Sicherheit, keine Frage, aber was hier immer wieder passiert ist Unfähigkeit oder im Falle DSU politisch gewollt.

Hätte man 1990 eine Volksbefragung gemacht so wären reale Zahlen entstanden,aber das Volk zu fragen traute man sich nicht, soetwas gibt es im demokratischen Rechtsstaat BRD nicht, weil man Angst hat, das sich das Volk anders entscheiden würde ,als die Herrschenden es wollten.
Dazu eine Aussagen vom damaligen Innenminister Schäuble" Wenn wir die Einheit 1990 nicht so schnell gemacht hätten, wäre es wahrscheinlich nicht zur Einheit gekommen.
Alles Geschichte,aber man sollte objektiv bleiben.

Laufen heute Tausende aus D weg, um in Botschaften anderer Staaten Zuflucht zu suchen ? Gibt es an europäischen Grenzen Meetings die zur Flucht aus D benutzt werden? Sind die friedlichen Demonstranten von Leipzig mit der Pegidabewegung vergleichbar ? Ich bezeichne letztere nicht als Pack, aber als sehr schlecht erzogene Leute, wenn du verstehst was ich meine. ( die Wortwahl der Schreier ist einfach nicht akzeptabel, bei jedem anderen hätten sie eine saftige Beleidigungsklage am Hals )


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14.10.2016 13:55
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#57
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Zitat von Ebro im Beitrag #52


welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?


Welchen Schaden würden denn ehemalige hauptamtliche MA des MfS bei der Müllabfuhr oder anderweitig im öffentlichen Dienst anrichten?
[/quote]
wozu müssen MfS Angehörige im öffentlichen Dienst arbeiten ? Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, dass der Staat sie einstellt zumal es genug Leute gibt die nicht im MfS waren. In der privaten Wirtschaft gibt es genug Arbeitsplätze und die interessiert es nicht ob MfS oder nicht. Die interessiert nur, ob du die ausreichende Quali hast. Natürlich für Vernehmer z.B. von HSH ist es schwierig, das kann ich verstehen.


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14.10.2016 13:57
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Zitat von Gert im Beitrag #55
Für die Westmächte war das keine Frage. Kohl hat das erkannt zugepackt. Mit Putin wäre in der Richtung kein Millimeter gegangen.


Rot: Das ist nicht richtig. Thatcher und Mitterand hatten massive Vorbehalte und die Einführung des Euro ist eine der Folgen der Wiedervereinigung. Entgegen aller Propaganda ist der Euro kein Erfolgskonzept und das wussten auch in den 90ern schon einige. Das Ende des Euros werden wir alle noch erleben, da mache ich mir keine Sorgen.

Grün: Das ist schlicht eine Mutmaßung. Putin hatte in den frühen Neunzigern eine sehr Jelzin-freundliche Einstellung, also ist eine damalige völlig reformunwillige Haltung seinerseits fast auszuschließen.


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14.10.2016 14:19
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Zitat von Gert im Beitrag #57
Zitat von Ebro im Beitrag #52


welchen "Schaden" richtet ein solcher Jurist an, wenn er Eierdiebe verurteilt ? Oder Leute die zu schnell gefahren sind?


Welchen Schaden würden denn ehemalige hauptamtliche MA des MfS bei der Müllabfuhr oder anderweitig im öffentlichen Dienst anrichten?


wozu müssen MfS Angehörige im öffentlichen Dienst arbeiten ? Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, dass der Staat sie einstellt zumal es genug Leute gibt die nicht im MfS waren. In der privaten Wirtschaft gibt es genug Arbeitsplätze und die interessiert es nicht ob MfS oder nicht. Die interessiert nur, ob du die ausreichende Quali hast. Natürlich für Vernehmer z.B. von HSH ist es schwierig, das kann ich verstehen.[/quote]


Gert,

dass Thema MfS und entsprechende Arbeit gehört hier zwar nicht her aber ich könnte zig Beispiele nennen, wo auf die Arbeitgeber entsprechender Druck ausgeübt wurde, MA des MfS zu entlassen.

Du lebst in einigen Bereichen in einer Traumwelt.


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14.10.2016 14:26 (zuletzt bearbeitet: 14.10.2016 14:28)
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Wenn ein Ideologie-System zusammenbricht und das betroffene Land muss von vorne anfangen, dann ist es in vielen Bereichen einfach nicht möglich, bei Null zu beginnen.
Neue Justiz, Hochschulen, Verwaltung, Medien etc. pp. können nicht aus dem Boden gestampft werden.
Da werden eben nur die aussortiert, die ganz oben auf der Liste stehen.

Da herrscht ein ziemlicher Pragmatismus vor und es war auch kein Zufall, dass die Aufarbeitung in der BRD zwei Jahrzehnte nach 1945 begann.

Die DDR hat dagegen nie Aufarbeitung betrieben, sondern hat einfach behauptet, es gebe keine faschistischen Altlasten. Das war ziemlich naiv und Augenwischerei und es entsprach nicht der Wahrheit, jedenfalls nicht so, wie die DDR es propagiert hat.


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