Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

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25.09.2016 14:27von ( gelöscht )
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Dienstlicher Kontakt von GAKl zu Westlern..

Wie lief das denn wenn z.B. ein Westförster dringend hinweisen wollte daß sein Hund bis an das Vorland die Spur einer angeschossenden Wildsau klärte.

Rufen, hallo dringend, bitte Kontakt unmittlebar, Spur verbellen lassen warten, Absprache? Oder völliges Igmorieren und warten auf den Dienstweg?

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25.09.2016 14:56von ( gelöscht )
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Die Wildsau hätte kurz nach dem Vorland vor einem Zaun gestanden.

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26.09.2016 03:53von S51
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Das kam ganz wesentlich auf die politische Groß- und Kleinwetterlage an. Letzteres zuerst. War es entspannt, dann sichtbarer Rückzug aus dem Bereich damit der Jäger tun konnte, was notwendig war und man nicht in die Verlegenheit kam, ihm dazwischen funken zu müssen. Keine direkte Ansprache, die einem nur Probleme bereiten konnte. Was notwendig war, hat man so mit seinem Dokumentierer besprochen das die Gegenseite mithören konnte und auch so Bescheid wusste.
War das Klima im politischen Orkus, dann hat man nach Rücksprache mit der FüSt das Tier selbst erlöst. Geschossen werden durfte dabei nicht. Dafür hatte ich ein Stilett in der Postentasche. Ich weiß aber auch, das andere hierfür einen Fäustel verwendet haben. Dann Abtransport in die Kompanieküche.
Normalerweise aber Variante 1. Auch BGS und Zöllner haben sich vorher verkrümelt. Das war so sicher nicht im Sinne der Vorschriften, machte das Leben aber einfach. Selten war es auch. Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.

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S51
26.09.2016 04:35von S51
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Direkte dienstliche Kontakte waren sehr selten. Es kam vor aber man wusste nie, wer einen dafür bei nächster Gelegenheit anzählt. Das hat mich auch mal "erwischt". Normalerweise hat man alles Wichtige in dritter Person mit seinen Leuten besprochen, so dass die Gegenseite mithören und nach derart "Absprache" handeln konnte. Wurde dort meist genauso gehandhabt.
Ausnahmen waren lediglich die Kontrollgänge 1984/85 während des Baues der Holzbarrieren jeweils am Abend. Wenn da was war (zu weit verrutschte Bohrungen zum Beispiel) hat man das direkt besprochen. Da gab es auch mal ein Bier zum Schluß. Oder die Kontrollgänge mit der GMK im Herbst 1985. Aber im regulären Dienst lief das alles nur indirekt und recht förmlich. Die Standarttexte waren bis in´s Komma vorgeschrieben. So "locker", wie es im Nachhinein gerne dargestellt wird, war es da vorne denn doch nicht.

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S51
26.09.2016 07:49von IM Kressin
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Zitat von S51 im Beitrag #3
Normalerweise aber Variante 1. Auch BGS und Zöllner haben sich vorher verkrümelt.

Das war so sicher nicht im Sinne der Vorschriften, machte das Leben aber einfach. Selten war es auch.

Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


So habe ich es kennen gelernt.

Die Jungstiere eines Landwirtes machten sich gelegentlich selbständig, trampelten den Weidezaun nieder und ließen sich auch
mit Elektrozaun nicht immer bändigen.

Das frische, unverbrauchte Weidegras im vorgelagerten Hoheitsgebiet war unwiderstehlich, wenn die Weide vor dem Grenzgraben
fast abgegrast war.

Wir fuhren zum Landwirt und verständigten ihn über die Flucht seiner Bullen in den Osten. Der sah die Angelegenheit in der Regel
nicht so verbissen, für ihn war das die sinnvolle Nutzung einer ungenutzten Fläche auf einer grünen Wiese.

Es bedurfte ein gewisses Maß an Überzeugungskraft, ihn zum Handeln zu bewegen. Mit einem Landwirtschaftsgehilfen begab er
sich schließlich an den Ort des Geschehens, übertrat die Grenze und holte die Flüchtlinge zurück in den Westen.

Wir setzten uns ab, beobachteten die Aktion aus der Ferne.

Der Landwirt beendete ungestört die Aktion. Wir dokumentierten die Streifentätigkeit auf dem Kolonnenweg, aber nicht die Ursache.

Meines Erachtens ist es entsprechend auf östlicher Seite abgelaufen.

Die Grenzverletzung war mit Sicherheit nicht unbemerkt geblieben, auch weil ein BTV-Führungspunkt in Reichweite lag.

Die Angelegenheit lief für beide Seiten stillschweigend und geräuschlos ab.

Auch die Rinder waren glücklich, nun konnte im wahrsten Sinne des Wortes wieder „Gras über die Angelegenheit wachsen!“


Es grüßt Euch

Kressin

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29.09.2016 10:53von LO-Fahrer
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Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.

30.09.2016 08:23von Kalubke
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Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #6
Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.




Vlt. hat er irgendwelches Material abgeholt, was da vom Westen aus im Vorgelagerten in einem TBK abgelegt wurde.

Gruß Kalubke

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30.09.2016 22:03von S51
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Zitat von LO-Fahrer im Beitrag #6
Zitat von S51 im Beitrag #3
.... Im unmittelbaren Grenzbereich (Brocken Westseite um Hr. Bärs Aktionen lasse ich mal aussen vor) gab es keine Jagd.


Kann ich so nicht bestätigen. Über den Schlagbaumposten Stapelburg / Eckertal kam gelegentlich ein GT-farbener GAS mit zivilem Kennzeichen und ein Major mit tadellosem Passierschein (gerüchteweise Abt. 2000) fuhr in unseren Grenzabschnitt ein dann weiter nach links auf das Vorgelagerte der Kompanie Suental. Immer allein!! Offiziell zur Jagd, manchmal hörte man auch einen Schuss. Was er eventuell sonst noch getrieben haben könnte..... keine Ahnung.



Das dürfte Hr. Wi... gewesen sein. Zu meiner Zeit erst Major, später OSL. Er war für die Einweisung der GT-Jäger im Schutzstreifen um den Winterberg und westlich des Brocken zuständig. Auch zu meiner Zeit. Deshalb habe ich den Bereich um Bär ja ausgenommen. Von ihm begleitete Personen durften nicht kontrolliert werden. Normalerweise war er immer angemeldet. Eigentlich wußten das alle. Manchmal wurde die Anmeldung aber auch vergessen. Er hatte im Bataillon 1983 gegen unsere GAK gewettet, das ihn niemand festnehmen würde. Egal, wann und wo er kommt, ob mit oder ohne Papiere. Die Wette hat er verloren...

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S51
30.09.2016 22:03von vs1400
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dafür hätte man doch keinen generalmajor geschickt, Kalubke.

ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...

gruß vs

01.10.2016 13:06von Thunderhorse
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Zitat von SET800 im Beitrag #1
Wie lief das denn wenn z.B. ein Westförster dringend hinweisen wollte daß sein Hund bis an das Vorland die Spur einer angeschossenden Wildsau klärte.

Rufen, hallo dringend, bitte Kontakt unmittlebar, Spur verbellen lassen warten, Absprache? Oder völliges Igmorieren und warten auf den Dienstweg?




Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.

01.10.2016 13:14von GZB1
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Zitat von vs1400 im Beitrag #9
dafür hätte man doch keinen generalmajor geschickt, Kalubke.

ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...

gruß vs


Offiziell bestimmt ne Rüge

inoffiziell wahrscheinlich ein Schulterklopfen.

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01.10.2016 22:18von S51
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Zitat von Thunderhorse im Beitrag #10
..
Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.



Doch, zurückziehen war immer angesagt, wenn bei solchen Aktionen sehr wahrscheinlich durch den Jäger geschossen werden musste. Bei Nachsuchen zum Beispiel.

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S51
01.10.2016 22:22von S51
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....
ps.: S51, gabs dafür ne belobigung ... bin schon wech ...gruß vs[/quote]

Offiziell bestimmt ne Rüge

inoffiziell wahrscheinlich ein Schulterklopfen. [/quote]

Nein, keine Rüge. Sie haben zwar alle ab ZF aufwärts kräftig Luft geholt aber es kam gar nichts. Danach war ich allerdings öfter einer der Begleiter bei Jagden im Schutzstreifen.

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S51
02.10.2016 09:14von Thunderhorse
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Zitat von S51 im Beitrag #12
Zitat von Thunderhorse im Beitrag #10
..
Kontaktaufnahmen vor Ort funktionierten i.d.R. recht gut.
Auch wenn nicht unbedingt eine Antwort von der östlichen Seitekam, aber man reagierte.
Da musste sich bei den Maßnahmen auch keiner Zurückziehen.
Spätestens nach der Einrichtung der GIP war dies dann kein Problem mehr.
Und ging auch relativ schnell.



Doch, zurückziehen war immer angesagt, wenn bei solchen Aktionen sehr wahrscheinlich durch den Jäger geschossen werden musste. Bei Nachsuchen zum Beispiel.


Wimre, im Harz war es immer etwas anders!
Grins.

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02.10.2016 12:57von ( gelöscht )
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Hallo,
Goetheweg, Dreickiger Pfahl, Torfhaus, Wurmberg, auf der anderen Seite Schierke, Elend, Sorge, die Harzquerbahn in Steinwurfweite vom Zaun...

War das nicht auch der Grenzbereich mit dem meisten "Publikumsverkehr" gar auf beiden Seiten?

Allenfalls in Berlin Bornholmerstraße, Brandenburger Tor und CheckpointCharlie auf westlicher Seite mit der Aufmerksamkeit durch Touristen....

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