Ungarn öffnet den eisernen Vorhang

11.09.2016 12:48
avatar  Lutze
#1
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Um Mitternacht zum 11.September 1989 öffnet Ungarn den eisernen Vorhang
für ausreisewillige DDR-Bürger,27 Jahre ist das jetzt her,
auch wenn vieles darüber hier im Forum zu lesen ist,möchte ich mit diesem
Thema noch einmal daran erinnern,
zu dieser Zeit war ich gerade im Urlaub in Finsterbergen/Thüringen,
Gesprächsthema Nummer eins war dort die Grenzöffnung in Ungarn,
abends in der Gaststätte wurde viel darüber diskutiert,vom Ende der DDR war
da noch nicht die Rede,viel mehr wurde von Reisefreiheit der DDR-Bürger gesprochen,
das kurze Zeit später am 9.November die Mauer geöffnet wurde,daran hatten wohl
die wenigsten gerechnet
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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11.09.2016 13:24
#2
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Was ich mich damals gefragt habe, als DDR Bürger die Botschaft in Prag besetzten: Wie schwierig war es eigentlich, (illegal) aus der CSSR nach Ungarn zu kommen? Die Grenze der CSSR zu Ungarn war immerhin 679 km.. Mir ist seinerzeit (auf der Landkarte) Kosice ins Auge gestochen.
Theo


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11.09.2016 20:21
avatar  GKUS64
#3
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Auch das war ein entscheidendes Datum:

"Das Paneuropäische Picknick war eine Friedensdemonstration an der österreichisch-ungarischen Grenze nahe der Stadt Sopron (Ödenburg) am 19. August 1989. Sie gilt als wesentlicher Meilenstein der Vorgänge, die zum Ende der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung führten." aus WIKI

An diesem Tag war ich auf einem Campingplatz in Leanyfalou in Ungarn und verfolgte im Radio gespannt die Ereignisse. " Ewig wird man uns nicht mehr einsperren können!" waren da meine Gedanken. Viele hatte man ja zu dieser Zeit schon nicht mehr nach Ungarn fahren lassen, uns ließ man mit dem Trabbi passieren.
Eine bewegte Zeit und der Anfang vom Ende der Käfighaltung. Für viele ist das leider schon fast vergessen!

MfG

GKUS64


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11.09.2016 21:23
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#4
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #2
Was ich mich damals gefragt habe, als DDR Bürger die Botschaft in Prag besetzten: Wie schwierig war es eigentlich, (illegal) aus der CSSR nach Ungarn zu kommen? Die Grenze der CSSR zu Ungarn war immerhin 679 km.. Mir ist seinerzeit (auf der Landkarte) Kosice ins Auge gestochen.
Theo


Die Grenze war nicht befestigt oder baulich gesichert (zumindestens im Abschnitt Somoschka). Es gab aber eine Bestreifung durch Grenzpolizei und bei touristisch interesssanten Orten eine Anmeldepflicht. Wenn man die Burg Somoschka besuchen wollte, mußte man bis zum Grenzübergang Richtung Ungarn vorfahren, dort sich von der Grenzpolizei aufschreiben lassen (Personalien wurden in ein Buch eingetragen), dann fuhr man die haupstraße ein Stück zurück, um über eine Seitenstraße zu fahren. Von dort aus gab es einen Wanderweg in unmittelbarer Grenznähe (der Weg lag teilweise auch hinter der ungarischen Grenzmarkierung). Auf anderen Abschnitten des Wanderweges waren die Gartenzäune der ersten ungarischen Grundstücke der "Grenzzaun". Ein illegales Passieren der Grenze wäre möglich gewesen, hätte aber einige Ortskenntnis und Vorsicht erfordert, um nicht zufällig von eriner Streife erwischt zu werden (verdeckte Beobachtungspunkte?) bzw. von freiwilligen Polizei- oder Grenzhelfern gemeldet zu werden.


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