50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

  • Seite 1 von 2
30.08.2016 22:27
avatar  ( gelöscht )
#1
avatar
( gelöscht )

Heute ging durch alle Medien eine Nachricht die schon länger bekannt ist. Die US Konzerne wie apple , amazon, star bucks entziehen sich der Besteuerung durch die Nationalstaaten der EU, mit Hilfe der Republik Irland, die entsprechende Steuersparmodelle anbietet.

siehe hier :http://www.spiegel.de/wirtschaft/unterne...-a-1110150.html

ich finde, dass das eine weitaus größere Gefahr für die Gesellschaft in D und Europa ist, als die Flüchtlinge, dieser permanente Steuerbetrug

Wir sind nicht mehr die amerikanische Besatzungszone und wir brauchen keine solchen Steuersparmodelle, so wie wir auch dieses ominöse TTIP Abkommen nicht brauchen, das nur die Interessen der US Konzerne berücksichtigt.


 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 22:36 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2016 22:43)
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

Hallo,
Krokoldisltränen. Als wenn das die EU-Gremien nicht schon vorher wußten. Ich unterstelle den dafür Verantwortliche daß über Umwege Schmiergelder zuliefen.

Nicht direkt, wir dulden das was du trickst, helf dem aber dafür, der wird uns Chancen einräumen.

EU-Förderung ist doch wie HARTZ-IV für arme Staaten, Hartz-IV/ALG2 bekommt aber nur derjenige der keine Einkünfte hat und keine erzielen könnte.

Hast du also eine vermietete Wohnung müßtes du die verkaufen, oder die Mieteinahmen werden dir abgezogen. Und wenn die in Müchen bei 100m² nicht 1000€ bringt, dann rechnet die Sozialbehörde als wenn du 1000€ erzielst.

Wieso bekam Irland EU-förderung wenn die nicht die Besteurungsmöglichkeiten im EU-Vergleich ausreizten?


 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 22:40
avatar  icke46
#3
avatar

Naja - ob nun deutsche Unternehmen da so viel edler sind? Wenn man mal ein fiktives Unternehmen nimmt, das einen Gewinn vor Steuern von einer Milliarde Euro hat - das bemüht sich gerantiert, die 1 Milliarde zb. auf 50 Millionen runterzurechnen - was ja einen enormen Gewinn bei den ersparten Steuern ausmacht.


 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 22:46 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2016 22:47)
avatar  Hanum83
#4
avatar

Ist ein schwieriges Feld, die US-Heuschrecken die hier in D. z.B. in den Immo-Markt hunderte Millionen einschießen scheuen zwar Steuern, aber durch den Synergieeffekt fließen doch viele Steuern allein durch die Investition an sich.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 22:49
avatar  ( gelöscht )
#5
avatar
( gelöscht )

Zitat von icke46 im Beitrag #3
Naja - ob nun deutsche Unternehmen da so viel edler sind? Wenn man mal ein fiktives Unternehmen nimmt, das einen Gewinn vor Steuern von einer Milliarde Euro hat - das bemüht sich gerantiert, die 1 Milliarde zb. auf 50 Millionen runterzurechnen - was ja einen enormen Gewinn bei den ersparten Steuern ausmacht.



nein nicht relativieren. Diese Steuersparpack hat ja auch noch die Unterstützung der US Regierung. Einer Regierung, deren Jsutizbehörden gerade dabei sind, einen unliebsamen Konkurrenten auf den Automobilsektor mit Geldstrafen fertig zu machen, die in keinem Verhältnis zu dem Delikt stehen. Einer Regierung, die die schweizer Banken so unter Druck setzten, bis sie die persönlichen Daten von US Kunden preisgaben.Das ist eindeutig Konkurrenzneid und zweierlei Recht. Ich hoffe, dass im Gegenzug die genannten US-Firmen mit ähnliche Geldnachzahlungen und Strafen von der EU und D belastet werden.


 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 22:52
#6
avatar

Das was diese Judasinsel im Großen macht, ist kommunaler Alltag im gesamtdeutschen Standortwettstreit.
Da kämpfen Verwaltungsgemeinschaften gegeneinander genauso wie Bundesländer und deren Führer packen es nicht, sich auf Mindestbesteuerungen und -standarts zu einigen und das gilt genauso in der globalen Betrügerökonomie.
Einer der sowas fordert ist ein Verfechter der Kommandowirtschaft und Wettbewerbsbehinderer, ein Roter eben, dreimal Pfui.
Wenn man sich ein Krokodil ins Haus holt, muß man auch keine Krokodilstränen vergießen wenn es trotz artgerechter Haltung ein Blutbad gibt.
Europa hat Prüfung.


 Antworten

 Beitrag melden
30.08.2016 23:07 (zuletzt bearbeitet: 30.08.2016 23:10)
#7
avatar

Zitat von Gert im Beitrag #5
Dieses Steuersparpack hat ja auch noch die Unterstützung der US Regierung.

Ich denke die ist unschuldig. Das ist ein europäisches Problem und zwar der Umstand, dass die einzelnen Staaten ihre direkten Steuern selber festlegen können. Dann geht man als Unternemen dorthin, wo es am billigsten :und nützt jedes Steuerschlupfloch
https://de.wikipedia.org/wiki/Double_Iri..._Dutch_Sandwich
Als Reeder würde ich nach Griechenland gehen:
http://www.handelsblatt.com/politik/inte...i/11319316.html
Und was die Schweizer Banken angeht. Die heimischen Behörden müssen wissen, wer Kontoinhaber ist, um die Steuern zu berechnen. Steuerflucht ist kein Kavaliersdelikt.
Hätte ich so ab 500 Millionen aufwärts, würde ich mein Geld in Aktien anlegen und damit handeln, dann würde ich hier gar keine Steuern bezahlen. Hätte Uli Hoeness seinen Wohnsitz in die Schweiz verlegt wie andere reiche Deutschen, wäre er nicht bestraft worden und hätte kaum Steuern bezahlt. Viele Grossmagnaten wohnen hier nur wegen der Steuern. Und das finde ich gelinde gesagt, eine Schweinerei.
Theo


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 07:09
#8
avatar

Zitat
Viele Grossmagnaten wohnen hier nur wegen der Steuern. Und das finde ich gelinde gesagt, eine Schweinerei.



Warum verweigert ihr (eure Behörden) ihnen dann nicht das Wohnrecht?

=============================================================================================
Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!

 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 10:15
#9
avatar

Zitat von Harsberg im Beitrag #8

Zitat
Viele Grossmagnaten wohnen hier nur wegen der Steuern. Und das finde ich gelinde gesagt, eine Schweinerei.


Warum verweigert ihr (eure Behörden) ihnen dann nicht das Wohnrecht?


Wieso sollten sie? Wenn reiche Ausländer, die hier nicht erwerbstätig sind und pauschal besteuert werden, ist das immer noch viel, viel mehr als ein Durchschnittsverdiener hier an Steuern zahlt
https://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalbesteuerung
http://www.ansiedlung-schweiz.ch/
Kantone, welche die Pauschalsteuer abgeschafft haben, erleiden kaum Einbussen: (...Ja hier hat jeder Kanton sein eigenes Steuerrecht..)
http://www.nzz.ch/schweiz/auf-pauschalbe...hler-1.18414895


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 10:20
avatar  ( gelöscht )
#10
avatar
( gelöscht )

Hallo!

Niemand zahlt gern mehr Steuern, als er muss.
Und wann immer es Moeglichkeiten zur Steuer-Optimierung gibt, dann nutzt man die - auch Du gibst alles in Deiner Steuer-Erklaerung an, was Dir nutzt.
Und so, wie das U. S.-Konzerne tun, machen das deutsche Firmen ebenso - Daimler hat zeitweise gar nicht in Deutschland versteuert, weil man in Tuscaloosa beim Bau einer neuen Fabrik ein paar Jahre Steuerfreiheit hatte. Da sah es in Sindelfingen ganz mau aus...

Das Problem ist die Gesetzgebung, die so etwas zulaesst!

Nur ist das hier doch nicht anders - da wird in Sachsen ein Milchwerk der Molkerei M. angesiedelt und mit -zig Millionen Euro gefoerdert, wobei gleichzeitig in Niedersachsen ein Werk geschlossen und die gleiche Zahl an Arbeitsplaetzen abgebaut wird.
Da verkaufen deutsche Kommunen ihre Strassenbahn oder ihr Wassernetz an Investoren, um es wieder zurueckzumieten ("Sell and lease back") und dabei Steuervorteile auszunutzen... Als sich die U. S.-Gesetzgebung verschaerfte, war ploetzlich nichts mehr mit sparen - und man hat fuer teures Geld alles zurueckgekauft... Immer Mist, wenn Politiker ohne Ahnung mit viel Geld hantieren (vor allem dann, wenn's nicht ihr eigenes Geld ist).

Solange sich Staedte und Gemeinden, Bundeslaender oder EU-Partner gegenseitig Konkurrenz machen, indem sie (Gewerbe-)Steuerzahler abwerbenm, solange duerfen wir uns nicht beschweren, dass uns andere Staaten Unternehmen steuerlich abwerben.

Gruss vom

B. S.


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 10:51
avatar  ( gelöscht )
#11
avatar
( gelöscht )

Hallo,
auch wenn es unsozial klingt, eine Möglichkeit wäre die Wiedereinführung einer echten UMSATZsteuer, Begründungen:

1. Steuern sind die "Gemeinkostenumlage" auf jede wirtschaftliche Tätigkeit zur Abgeltung der staatlichen Vorleistungen.

Eine KFZ-Werkstatt schlägt auf den Schrauberlohn auch Kostensätze auf für Werkezug, die Halle, Fortbildung, Krankheit, Urlaub usw.

Warum nicht den Gewinn sondern den Umsatz in JEDER Stufe besteuern, für den KFZ-Mechaniker bezahlte der Staat ja auch Kindergarten, Schule und Berufsschule, und das egal ob die Firma Gewinn oder Verlust macht.

2. Auf jeder Stufe, damit würde jede Einschaltung von Sub- oder Sub-sub-subunternehmen jedesmal Umsatzsteuer kosten.

Vereinfacht, Betriebskantine ausgesourct, ( Umsatzsteuer ) , Köche als Leiharbeiter wieder Umsatzsteuer, Putzen extern vergeben vom Küchenpächter, nochmals Umsatzsteuer.

Früher waren es im Großhandel und der Industrie nur 1% Umsatzsteuer, die Wirkung war daß auch Köche und Gärtner bei Daimler auf der Lohnliste waren...


3. Doppelbesteurungsabkommen kündigen, besonders mit Steuerpardiesländern. Wenn starbuck-kaffee oder MacDonald hier aus franchiseuternehmen Lizenseinahmen der Lizensverwaltungsfirma auf den Bahamas hat mag daß sein, aber ehe das Geld der Pächter auf die Bahamas überweist so wie bei Löhnen auch die 45% Körperschaftssteuer hier in Deutschland an die Finanzämter.

Eine Entwicklungsfirma die hier forscht, die könnte ja ihre hiesigen Wissenschaftler und Ingenieure als Betriebsausgaben absetzen, entsprechend weniger Steuern auf Lizenseinahmen abführen müssen.


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 11:04
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Hallo!

Eine Umsatzsteuer hilft uns nicht - sie zahlt IMMER nur der Endkunde.
Eine Besteuerung der Unternehmens-Gewinne hingegen hilft, dort abzuschoepfen, wo etwas ueber bleibt.

Wir brauchen dringend eine umfassende Steuer-Reform - einen Einheits-Steuersatz fuer alle Einkuenfte, vom Arbeitslosen bis zum Grossverdiener ohne Ausnahme (z. B. 25% wie in Estland) - DAS trifft alle gleich hart und es gibt keine Ausnahmen oder Verguenstigungen.

Keine Kinderfreibetraege, Kindergeld etc, sondern DIREKTE Entlastung (keine Kosten fuer Kinderbetreuung, Sportvereine, Bus etc.) - das spart massig Buerokratie fuer die Eltern ein.

Und eine Besteuerung ALLER Firmen- und Stiftungsvermoegen - damit dort nicht alles "versteckt" werden kann.

Aber da will ja keine wirklich ran... :-(((

Gruss

B. S.


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 11:10 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2016 11:22)
avatar  Hanum83
#13
avatar

Zitat von BautznerSenf im Beitrag #12
Hallo!

Eine Umsatzsteuer hilft uns nicht - sie zahlt IMMER nur der Endkunde.
Eine Besteuerung der Unternehmens-Gewinne hingegen hilft, dort abzuschoepfen, wo etwas ueber bleibt.

Wir brauchen dringend eine umfassende Steuer-Reform - einen Einheits-Steuersatz fuer alle Einkuenfte, vom Arbeitslosen bis zum Grossverdiener ohne Ausnahme (z. B. 25% wie in Estland) - DAS trifft alle gleich hart und es gibt keine Ausnahmen oder Verguenstigungen.

Keine Kinderfreibetraege, Kindergeld etc, sondern DIREKTE Entlastung (keine Kosten fuer Kinderbetreuung, Sportvereine, Bus etc.) - das spart massig Buerokratie fuer die Eltern ein.

Und eine Besteuerung ALLER Firmen- und Stiftungsvermoegen - damit dort nicht alles "versteckt" werden kann.

Aber da will ja keine wirklich ran... :-(((

Gruss

B. S.

25% Steuersatz wäre okay, da würde ich mich freuen
Ob sich aber da einer freut der nur 1000€ hat bezweifle ich mal.
Besser wären eventuell doch gestaffelte Sätze, etwas niedriger als heute und dann wirklich pauschal ohne ein Steuerrecht das dicker als die Bibel ist.
Aber die Steuerberater haben richtig fett Lobbyisten in Berlin, leider.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 11:22
avatar  ( gelöscht )
#14
avatar
( gelöscht )

Zitat von Hanum83 im Beitrag #13
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #12
Hallo!

Eine Umsatzsteuer hilft uns nicht - sie zahlt IMMER nur der Endkunde.
Eine Besteuerung der Unternehmens-Gewinne hingegen hilft, dort abzuschoepfen, wo etwas ueber bleibt.

Wir brauchen dringend eine umfassende Steuer-Reform - einen Einheits-Steuersatz fuer alle Einkuenfte, vom Arbeitslosen bis zum Grossverdiener ohne Ausnahme (z. B. 25% wie in Estland) - DAS trifft alle gleich hart und es gibt keine Ausnahmen oder Verguenstigungen.

Keine Kinderfreibetraege, Kindergeld etc, sondern DIREKTE Entlastung (keine Kosten fuer Kinderbetreuung, Sportvereine, Bus etc.) - das spart massig Buerokratie fuer die Eltern ein.

Und eine Besteuerung ALLER Firmen- und Stiftungsvermoegen - damit dort nicht alles "versteckt" werden kann.

Aber da will ja keine wirklich ran... :-(((

Gruss

B. S.

25% Steuersatz wäre okay, da würde ich mich freuen
Ob sich aber da einer freut der nur 1000€ hat bezweifle ich mal.
Besser wären eventuell doch gestaffelte Sätze, etwas niedriger als heute und dann wirklich pauschal ohne ein Steuerrecht das dicker als die Bibel ist.
Aber die Steuerberater haben richtig fett Lobbyisten in Berlin.



ich auch, dafür würde nach der Splittingtabelle etwa 98.000€ zu versteuerndes Einkommen da sein. Leider ist meine Rente nicht so hoch


 Antworten

 Beitrag melden
31.08.2016 11:27 (zuletzt bearbeitet: 31.08.2016 11:29)
avatar  Hanum83
#15
avatar

Durch das Konstrukt der Ehe bin ich mit meiner Frau gemeinsam haftbar und ich kann nicht meckern, sie trägt gut bei.
Wir haben uns beide aber auch dafür angestrengt in der Schule und sie kann sogar Kopfrechnen.

----------------------------------------------------------------------------
Wer nichts weiß muss alles glauben.

 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!