50 € Steuern für 1 Mio Gewinn

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31.08.2016 11:31
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#16
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Hallo!

Zitat von Hanum83 im Beitrag #13

25% Steuersatz wäre okay, da würde ich mich freuen
Ob sich aber da einer freut der nur 1000€ hat bezweifle ich mal.
Besser wären eventuell doch gestaffelte Sätze, etwas niedriger als heute und dann wirklich pauschal ohne ein Steuerrecht das dicker als die Bibel ist.
Aber die Steuerberater haben richtig fett Lobbyisten in Berlin, leider.


Das Problem sind gar nicht die Steuerberater - die waeren eher heute als morgen fuer eine Vereinfachung!
Es wird ja immer wieder davon geredet, dass es einfacher werden soll ("Steuererklaerung auf'm Bierdeckel"), aber es passiert nichts.

Deren Arbeitsplaetze waeren nicht einmal bedroht - man braeuchte die gleiche Menge an Steuer-Experten kuenftig bei den Pruefern bzw. zur Beratung in Zweifelsfaellen (bzw. zur... Optimierung - "Wie verschenke ich richtig?" etc.)

Das Problem sind die Lobbyisten, die Wahlkaempfe ALLER Parteien finanzieren: Sie malen Schreckens-Szenarien von Pleitewellen etc.
Doch die Mehrzahl der Unternehmen waere schon heute gar nicht betroffen - das Geld im Lande wird vom Mittelstand verdient, nicht von der Gross-Industrie.

Und mit "25% einkommensunabhaengig" vom Baby bis zum Greis haben die baltischen Staaten kein Problem - das foerdert die Transparenz und die Steuerehrlichkeit.

In Skandinavien gibt es zudem oeffentliche Register, wo JEDER die Einkommen und die Steuerlast JEDES Buerges einsehen kann - hier in Deutschland wuerden die Datenschuetzer im Dreieck springen...

Gruss

B. S.


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31.08.2016 12:54
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31.08.2016 13:18
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#18
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Zitat von BautznerSenf im Beitrag #12
Hallo!

Eine Umsatzsteuer hilft uns nicht - sie zahlt IMMER nur der Endkunde.
Eine Besteuerung der Unternehmens-Gewinne hingegen hilft, dort abzuschoepfen, wo etwas ueber bleibt.



Hallo,
Widerspruch, Umsatzsteuer fällt auch dann an wenn Firmen KEINEN Gewinn machen Ich zahle auch auf meinen LohnUMSATZ Steuern, auch dann wenn die Lebenhaltungskosten inkl. Reproduktion der Arbeitskraft ( Kinder ) keinen Gewinn am Jahresende übrig lassen.

Gewinn wäre der Luxusurlaub, die gekaufte Harley-Davidson oder Sparen wenn schon eine schuldefreie Wohnung vorhanden ist.

Krankenkassenbeiträge sind auch eine Umsatzabgabe!


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31.08.2016 17:35
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#19
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Hallo!

Zitat von SET800 im Beitrag #18
Widerspruch, Umsatzsteuer fällt auch dann an wenn Firmen KEINEN Gewinn machen Ich zahle auch auf meinen LohnUMSATZ Steuern, auch dann wenn die Lebenhaltungskosten inkl. Reproduktion der Arbeitskraft ( Kinder ) keinen Gewinn am Jahresende übrig lassen.

Gewinn wäre der Luxusurlaub, die gekaufte Harley-Davidson oder Sparen wenn schon eine schuldefreie Wohnung vorhanden ist.

Krankenkassenbeiträge sind auch eine Umsatzabgabe!


Stop!
Es geht nicht um "kleine Krauter", die Vorsteuer-Abzugsberechtigt sind.
Ein Unternehmen soll (und muss!) dauerhaft Gewinn machen - in Jahren ohne Gewinne bildet man ggf. Verlustvortraege usw.
Aber im Grunde geht einem Unternehmen die Umsatzsteuer faktisch "quer am Ar... vorbei", da er sie nur mit der Vorsteuer verrechnet.
Und da er sich (i. d. R.) nur ein kleines Einkommen (mit Einkommensteuerpflicht) gewaehrt, jedoch Sachleistungen bezieht (und den Dienstwagen dann nicht versteuert, wenn er es clever einfaedelt...), bleibt ein erklecklicher Unternehmensgewinn, den man ggf. verschieben kann: Sei es Begleichung von Rechnungen von Auslandstoechtern (die eben auch mal irgendwo steuerguenstig liegen koennen), sei es durch Einstellung zahlreicher Verwandter (Eltern, Kinder, Geschwister), seien es Entnahmen...
Erzaehl mir bitte nichts - ich war zeitweise leitend angestellt und hab's erlebt (und z. T. mit eingetuetet, heute ist's lange verjaehrt...). War eine tolle Zeit und es ist keine Nei-Diskussion, denn ich hatte ebenfalls meine Vorteile. Man muss eben die legalen Luecken kennen.

Fakt ist, dass sich sowohl die Grossunternehmen als auch die grossen Mittelstaendler trickreich gesundstossen und faktisch fast keine Steuern zahlen, waehrend der Mittelstand (also der eigentlich) wirklich blutet (das ist auch immer mal wieder in Untersuchungen zu lesen).
Die Masse sowohl des deutschen Wirtschaftswachstums als auch des Steueraufkommens kommt eben nicht von Grossunternehmen, sondern von Betrieben mit maximal 100 Mitarbeitern - da, wo der Chef "noch selbst in der Buett steht", seine Mitarbeiter und seine Produkte kennt und selbst die Aermel aufkrempelt.

Gruss

B. S:


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31.08.2016 17:41
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #13
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #12
Hallo!

Eine Umsatzsteuer hilft uns nicht - sie zahlt IMMER nur der Endkunde.
Eine Besteuerung der Unternehmens-Gewinne hingegen hilft, dort abzuschoepfen, wo etwas ueber bleibt.

Wir brauchen dringend eine umfassende Steuer-Reform - einen Einheits-Steuersatz fuer alle Einkuenfte, vom Arbeitslosen bis zum Grossverdiener ohne Ausnahme (z. B. 25% wie in Estland) - DAS trifft alle gleich hart und es gibt keine Ausnahmen oder Verguenstigungen.

Keine Kinderfreibetraege, Kindergeld etc, sondern DIREKTE Entlastung (keine Kosten fuer Kinderbetreuung, Sportvereine, Bus etc.) - das spart massig Buerokratie fuer die Eltern ein.

Und eine Besteuerung ALLER Firmen- und Stiftungsvermoegen - damit dort nicht alles "versteckt" werden kann.

Aber da will ja keine wirklich ran... :-(((

Gruss

B. S.

25% Steuersatz wäre okay, da würde ich mich freuen
Ob sich aber da einer freut der nur 1000€ hat bezweifle ich mal.
Besser wären eventuell doch gestaffelte Sätze, etwas niedriger als heute und dann wirklich pauschal ohne ein Steuerrecht das dicker als die Bibel ist.
Aber die Steuerberater haben richtig fett Lobbyisten in Berlin, leider.


Das bedeutet Steuererhöhung für Geringverdiener und Entlastung für Spitzenverdiener. Da für Unternehmen/Selbständige weiterhin Betriebsausgaben abziebar bleiben würden, wäre Mißbrauch Tür und Tor geöffnet mit der Folge, daß die reale Steuerlast degressiv ist.
Ich würde eine Reform so angehen, daß eine progressive Steuer bei einem Grundfreibetrag von 10.000,- € mit 10% für den ersten Euro darüber einsetzt und mit einem Spitzensteuersatz von 50% bei einem Betrag zwischen 50.000,- € und 100.000,- € (entsprechend des Finanzberdarfes des Staates) endet. Die Progression ist dabei linear und die Tabelle wird in allen Punkten der Inflationsrate folgen.
Ein Kinderfreibetrag wird abgeschafft, im Vorgriff auf ein allgemeines Grundeinkommen wird ein bedarfsdeckendes Kindergeld bezahlt. Zu prüfen wäre, ob ab bestimten Einkommenshöhen die Eltern bei Kürzung des Kindergeldes einen Unterhalt, der nach der Scheidungs-Unterhaltstabelle berechnet wird, steuerlich absetzen dürfen.


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31.08.2016 18:52
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#21
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Zitat von BautznerSenf im Beitrag #19

Aber im Grunde geht einem Unternehmen die Umsatzsteuer faktisch "quer am Ar... vorbei", da er sie nur mit der Vorsteuer verrechnet.
Und da er sich (i. d. R.) nur ein kleines Einkommen (mit Einkommensteuerpflicht) gewaehrt, jedoch Sachleistungen bezieht (und den Dienstwagen dann nicht versteuert, wenn er es clever einfaedelt...), bleibt ein erklecklicher Unternehmensgewinn, den man ggf. verschieben kann:




Hallo, nicht Mehrwertsteuer meine ich sondern echte Umsatzssteuer, gab es bis etwas 1965 in der BRD, 4% im Einzelhandel und Gastronomie, 1% in allen anderen Handel- und Produktionsstufen. Diese konnte NICHT als Vorsteuer abgezogen werden.

Für alle Firmen galt vertikale Integration spart Steuern..., also keine ausgelagerten Wachdienste, Putzleute, Leiharbeiter, Gartenfirmen, Hausmeisterdienste usw.


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01.09.2016 08:15 (zuletzt bearbeitet: 01.09.2016 08:21)
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#22
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Vertippt

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Wer nichts weiß muss alles glauben.

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01.09.2016 08:45
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Zitat von SET800 im Beitrag #21
Zitat von BautznerSenf im Beitrag #19

Aber im Grunde geht einem Unternehmen die Umsatzsteuer faktisch "quer am Ar... vorbei", da er sie nur mit der Vorsteuer verrechnet.
Und da er sich (i. d. R.) nur ein kleines Einkommen (mit Einkommensteuerpflicht) gewaehrt, jedoch Sachleistungen bezieht (und den Dienstwagen dann nicht versteuert, wenn er es clever einfaedelt...), bleibt ein erklecklicher Unternehmensgewinn, den man ggf. verschieben kann:




Hallo, nicht Mehrwertsteuer meine ich sondern echte Umsatzssteuer, gab es bis etwas 1965 in der BRD, 4% im Einzelhandel und Gastronomie, 1% in allen anderen Handel- und Produktionsstufen. Diese konnte NICHT als Vorsteuer abgezogen werden.

Für alle Firmen galt vertikale Integration spart Steuern..., also keine ausgelagerten Wachdienste, Putzleute, Leiharbeiter, Gartenfirmen, Hausmeisterdienste usw.



Einphasen- und Mehrphasensteuer. Bei der Einphasensteuer ist es so, dass jeder Verkaufs-/Dienstleistungsvorgang ohne Vorsteuerabzug direkt besteuert wird, während die heutige Mehrwertsteuer mehrere Phasen durchläuft (Steuer und Vorsteuerabzug). Diese ist gerechter und Steuerhinterziehung ist schwerer möglich, man fliegt auf, wenn einer der Abnehmer den Vorsteuerabzug macht.
Aber es fördert natürlich tatsächlich die Auslagerung ganzer Betriebsteile an darauf spezialisierte Unternehmen, teilweise auch ins Ausland (Produktion in China, Buchhaltung in Polen, telefonischer Kundendienst in Spanien)
Theo


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02.09.2016 00:33
#24
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Zitat von BautznerSenf im Beitrag #10
Hallo!

Niemand zahlt gern mehr Steuern, als er muss.
Und wann immer es Moeglichkeiten zur Steuer-Optimierung gibt, dann nutzt man die - auch Du gibst alles in Deiner Steuer-Erklaerung an, was Dir nutzt.
Und so, wie das U. S.-Konzerne tun, machen das deutsche Firmen ebenso - Daimler hat zeitweise gar nicht in Deutschland versteuert, weil man in Tuscaloosa beim Bau einer neuen Fabrik ein paar Jahre Steuerfreiheit hatte. Da sah es in Sindelfingen ganz mau aus...

Das Problem ist die Gesetzgebung, die so etwas zulaesst!

Nur ist das hier doch nicht anders - da wird in Sachsen ein Milchwerk der Molkerei M. angesiedelt und mit -zig Millionen Euro gefoerdert, wobei gleichzeitig in Niedersachsen ein Werk geschlossen und die gleiche Zahl an Arbeitsplaetzen abgebaut wird.
Da verkaufen deutsche Kommunen ihre Strassenbahn oder ihr Wassernetz an Investoren, um es wieder zurueckzumieten ("Sell and lease back") und dabei Steuervorteile auszunutzen... Als sich die U. S.-Gesetzgebung verschaerfte, war ploetzlich nichts mehr mit sparen - und man hat fuer teures Geld alles zurueckgekauft... Immer Mist, wenn Politiker ohne Ahnung mit viel Geld hantieren (vor allem dann, wenn's nicht ihr eigenes Geld ist).

Solange sich Staedte und Gemeinden, Bundeslaender oder EU-Partner gegenseitig Konkurrenz machen, indem sie (Gewerbe-)Steuerzahler abwerbenm, solange duerfen wir uns nicht beschweren, dass uns andere Staaten Unternehmen steuerlich abwerben.

Gruss vom

B. S.



Meine Gedanken gingen in dieselbe Richtung. Wenn ich mich aber auch noch von Lobbyisten beim Verfassen eines Gesetzes beraten lasse, sie sich auch aktiv daran beteiligen, brauche ich mich doch nicht über Steuerschlupflöcher wundern. Und wenn das dann Firmen nutzen, ist das noch nicht mal strafbar. Strafbar ist da eigentlich nur das(vorsätzliche?) Einbringen eines fehlerhaften Gesetzes.
rot- Warum regen wir uns eigentlich so über Steuerschluplöcher auf? Warum hört man bei Steuerverschwendung nie etwas von strafrechtlicher Verfolgung? Aber da kommen wieder Staatsanwälte ins Spiel. Wem sind sie weisungsgebunden?
Das was mit Irland im Großen funktioniert, geht in Deutschland auch im Kleinen. In Karlsruhe gibts die Aktion Erstwohnsitz. Da werden Studenten mit kleinen Geschenken geködert ihren Erstwohnsitz hier anzumelden. Dann gibts mehr Steuern für die Stadt Karlsruhe.
Und wenn ich irgendwo etwas lese über Steuerhinterziehung/ vermeidung fällt mir immer gleich unser Finanzminister Schwarzgeldschäuble ein.

Signatur gelöscht...


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02.09.2016 09:09 (zuletzt bearbeitet: 02.09.2016 09:10)
#25
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Zitat von Wahlhausener im Beitrag #24
(...)
Und wenn ich irgendwo etwas lese über Steuerhinterziehung/ vermeidung fällt mir immer gleich unser Finanzminister Schwarzgeldschäuble ein.


Hat jemand verstanden, wie man die Einmalzahlung (zur Abgeltung bisheriger Steuerhinterziehung) berechnet??


wobei:

falls:

Quelle Wikipedia
Theo


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02.09.2016 09:33
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#26
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( gelöscht )

Nicht im Detail, aber es ist eine einfache Nährungsformel ( Polynom ) die zwischen kurz- mittel- und lamgfristigen Zinssatz einen Ausgleich schafft und eine logarhitmische Potenzrechnung vermeidet.

Da die Zinssätze nicht vorhersehbar sind wird diese Formel verwendet, auch dann wenn im detail evtl. "ungerecht", wem das nicht passt muß eben Steuern korrekt und pünktlich zahlen....


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