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#21

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 20:33
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Zitat von Major Tom im Beitrag #19
Ich war 88 mit einem Freund an der Ostsee, wir wollten dort mal schauen, wie die Lage ist. Ich kann jetzt nichts groß zu Ortschaften sagen, ist schon zu lange her, aber in Wismar waren wir. Von dort sind wir mit dem Moped weiter, immer Richtung Grenze. Kontrollen gab es dort keine. Irgendwann war die Strasse dicht am Meer und wir sind wandern gegangen mit dem Gedanken, irgendwann wird schon ein Zaun kommen. Und das am helllichten Tage... Ich kann mich noch daran erinnern, dass es irgendwann eine Steilküste gab, wir also ab nach oben. Von dort sind wir immer weiter gelaufen, immer Richtung Westen. Uns fielen irgendwann Löcher oben an der Klippe der Steilküste auf, ca. 1 Meter tief und von denen ging ein Kabel zum nächsten Loch. Wir haben uns da keinen Reim draus gemacht. Auf einmal stand ein Polizist vor uns, mit richtig bösem Gesicht. Was wir hier wollten, es hätte schon eine Meldung wegen uns gegeben. Es kamen dann Dinge wie “Ich weiß genau was ihr hier wollt“, wir konnten aber ganz gut erklären, dass wir nur zum Urlaub da wären und einfach den Strand langlaufen wollten. Wir bekamen die Ausweise zurück und die Anweisung, auf dem kürzesten Wege diese Gegend zu verlassen. Zwei Monate später wurde mir von der Stasi gesagt, dass die uns ganz genau im Auge hatten, die wussten genau was wir dort wollten... In den Löchern haben wahrscheinlich Nachts Soldaten gehockt, für was das Kabel (oder Schnur?) war weiß ich nicht. Vermutlich ein Stolperdraht, damit der im Loch hockende Grenzer gewarnt wird?


als eh. Grenzsoldat in diesem Abschnitt der 6.Grenzbrigade Küste lache ich mich schlapp. Löcher in denen Soldaten sitzen

entschuldige Major Tom aber naiver gings wohl nicht


94 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 17.07.2017 23:29 | nach oben springen

#22

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 20:37
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #20
Man hätte sich ja als Blinder Passagier auf einem westlichen Schiff verstecken können (Grins).
Glaubt man @Kimble soll das sogar vorgekommen sein.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Gert und Kimble haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#23

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 20:45
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Na dann erklär doch mal, Du Tastaturheld, was es mit diesen Löchern auf sich hatte? Und mit den Kabeln in diesen Löchern?

Ich glaube zwischen Deinem Dienst an der Ostsee und 1988 liegen ca. 20 Jahre, von daher gebe ich das naiv gerne zurück. In dieser Zeit hast Du wahrscheinlich brav die BILD gelesen in der Hoffnung, das BILD etwas mit Bildung zu tun hat.


Man sollte den Kopf nicht hängen lassen wenn einem das Wasser bis zum Hals steht.
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#24

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 20:57
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Zitat von 94 im Beitrag #22
Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #20
Man hätte sich ja als Blinder Passagier auf einem westlichen Schiff verstecken können (Grins).
Glaubt man @Kimble soll das sogar vorgekommen sein.

Nicht von ungefähr wurden die Seehäfen der DDR so streng bewacht.Hier mal ein Link http://service.mvnet.de/_php/download.ph...om=auto,-91,514
wo man auf Seite 9 zwei Publikationen dazu findet.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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#25

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 23:10
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Zitat von 94 im Beitrag #22
Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #20
Man hätte sich ja als Blinder Passagier auf einem westlichen Schiff verstecken können (Grins).
Glaubt man @Kimble soll das sogar vorgekommen sein.



die Fährschiffe, die dort vor meiner Nase vorbeifuhren, starteten in Travemünde oder landeten dort. Also war es nicht nötig, wenn man einmal in Travemünde war. als Blinder dort zu fahren , außer natürlich man war in akuter Geldnot.
Die Leute, die die DDR dort verlassen wollten, hatten meistens keine Ahnung über die örtlichen Verhältnisse und die Geografie in der Lübecker Bucht, wie man in diesem Thread auch anschaulich lesen kann. Das heisst sie wurden im Vorfeld schon entdeckt und festgesetzt. Manche jedoch kannten sich wohl aus wie auch immer und wenn es ihnen gelang bis zur Fahrstraße der Skandinavienfähren zu schwimmen, dort waren große Tonnen, auf die sie sich setzen konnten und auf eine Fähre oder ein anderes Schiff aus der Bundesrepublik zu warten. Wenn es allerdings ein Boot der GBK war, dann hatten sie die A Karte. Ist ungefähr so wie heute vor der lybischen Küste, Natoschiffe bringen sie nach Italien, die lybische Küstenwacht nach Lybien


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#26

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 23:11
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Zitat von Major Tom im Beitrag #23
Na dann erklär doch mal, Du Tastaturheld, was es mit diesen Löchern auf sich hatte? Und mit den Kabeln in diesen Löchern?

Ich glaube zwischen Deinem Dienst an der Ostsee und 1988 liegen ca. 20 Jahre, von daher gebe ich das naiv gerne zurück. In dieser Zeit hast Du wahrscheinlich brav die BILD gelesen in der Hoffnung, das BILD etwas mit Bildung zu tun hat.



rot mark. ==>das waren Fallgruben für Flüchtlingen oder solche die es werden wollten.


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#27

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 23:27
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Sogar auf Usedom was ja weiter weg ist von DK, wurdest du abends von GT vom Strand verscheucht, war in Ückeritz-Bansin, da stand auch ein BT11 am Strand, vermutlich weil die Fahrrinne ziemlich landnah war, wenn du es geschafft hättest auf einen westlichen Dampfer zu gelangen wärst du ja auch aus dem Volkseigentum entlassen gewesen.



wann war das denn @Hanum83? also 1963 im August / September war ich nach der Grundausbildung erst mal 6 Wochen in Ahlbeck. Dort haben wir aber nur Streifen an der polnischen Grenze, von Ahlbeck See südlich bis Kamminke am Oderhaff gemacht. Am Strand oder auch westwärts von Ahlbeck waren keine GBK Streifen eingesetzt


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#28

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 17.07.2017 23:56
von Hanum83 | 8.569 Beiträge | 15011 Punkte
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Zitat von Gert im Beitrag #27
Zitat von Hanum83 im Beitrag #2
Sogar auf Usedom was ja weiter weg ist von DK, wurdest du abends von GT vom Strand verscheucht, war in Ückeritz-Bansin, da stand auch ein BT11 am Strand, vermutlich weil die Fahrrinne ziemlich landnah war, wenn du es geschafft hättest auf einen westlichen Dampfer zu gelangen wärst du ja auch aus dem Volkseigentum entlassen gewesen.



wann war das denn @Hanum83? also 1963 im August / September war ich nach der Grundausbildung erst mal 6 Wochen in Ahlbeck. Dort haben wir aber nur Streifen an der polnischen Grenze, von Ahlbeck See südlich bis Kamminke am Oderhaff gemacht. Am Strand oder auch westwärts von Ahlbeck waren keine GBK Streifen eingesetzt


Da meine erste Frau damals noch bedingt durch ihre etwas politisch herausragende Stellung, uns Urlaube in Ückeritz ermöglichen konnte, war das so Mitte der 80er Jahre.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.
Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2017 00:07 | nach oben springen

#29

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 06:46
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Zitat von Gert im Beitrag #25
die Fährschiffe, die dort vor meiner Nase vorbeifuhren, starteten in Travemünde oder landeten dort. Also war es nicht nötig, wenn man einmal in Travemünde war. als Blinder dort zu fahren , außer natürlich man war in akuter Geldnot.
Die Leute, die die DDR dort verlassen wollten, hatten meistens keine Ahnung über die örtlichen Verhältnisse und die Geografie in der Lübecker Bucht, wie man in diesem Thread auch anschaulich lesen kann. Das heisst sie wurden im Vorfeld schon entdeckt und festgesetzt. Manche jedoch kannten sich wohl aus wie auch immer und wenn es ihnen gelang bis zur Fahrstraße der Skandinavienfähren zu schwimmen, dort waren große Tonnen, auf die sie sich setzen konnten und auf eine Fähre oder ein anderes Schiff aus der Bundesrepublik zu warten.
Mein Kommentar bezog sich aber nicht auf die Fährlinie von Travemünde nach Skandinavien. Ich meine ja den Seehafen von Wismar, wo halt Handelsschiffe aus verschiedenen Ländern lagen. Allerdings wurden die natürlich vor dem Auslaufen gründlich durchsucht. Ob es da irgendwie eine Möglichkeit gegeben hätte sich auf nem Frachter zu verstecken, kann ich nicht beurteilen. Für einen Hafenarbeiter wäre es vielleicht möglich mit nem guten Plan. I don`t know. Habe auch nie was davon gehört, dass es jemanden gelungen wäre auf diese Art "in den Urlaub zu reisen."


Gert und Kimble haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2017 06:47 | nach oben springen

#30

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 08:25
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #20
Zitat von Major Tom im Beitrag #19
Ich war 88 mit einem Freund an der Ostsee, wir wollten dort mal schauen, wie die Lage ist. Ich kann jetzt nichts groß zu Ortschaften sagen, ist schon zu lange her, aber in Wismar waren wir. Von dort sind wir mit dem Moped weiter, immer Richtung Grenze. Kontrollen gab es dort keine.
Bin dort in der Gegend aufgewachsen. Kurz hinter Grevesmühlen begann irgendwann das Sperrgebiet, also Kontrolle durch VP und Weiterfahrt nur mit Passierschein. Wo genau das war, kann ich aber auch nicht sagen. Wismar selbst liegt ja in einer Bucht, darum wurde da auch nicht wirklich am Strand irgendwas bewacht. Ging wohl nacher Boltenhagen/Tarnewitz so richtig los.
In Wismar wurde halt der Seehafen als Grenze angesehen und dem entsprechend bewacht. Da kam man, wenn man dort nicht gearbeitet hat gar nicht rein. Man hätte sich ja als Blinder Passagier auf einem westlichen Schiff verstecken können (Grins). Also was ich sagen will, Wismar und nähere Umgebung galt zwar offiziell wegen der Ostsee als Grenzgebiet, aber man hat da nicht viel von gemerkt.


M.E. begann die Sperrzone erst nördlich von Klütz. Dort konnte man zumindest in den 70ern noch ohne Passierschein hin.

Gruß Kalubke



Gert und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2017 08:26 | nach oben springen

#31

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 08:35
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Zitat von Gert im Beitrag #21
Zitat von Major Tom im Beitrag #19
Ich war 88 mit einem Freund an der Ostsee, wir wollten dort mal schauen, wie die Lage ist. Ich kann jetzt nichts groß zu Ortschaften sagen, ist schon zu lange her, aber in Wismar waren wir. Von dort sind wir mit dem Moped weiter, immer Richtung Grenze. Kontrollen gab es dort keine. Irgendwann war die Strasse dicht am Meer und wir sind wandern gegangen mit dem Gedanken, irgendwann wird schon ein Zaun kommen. Und das am helllichten Tage... Ich kann mich noch daran erinnern, dass es irgendwann eine Steilküste gab, wir also ab nach oben. Von dort sind wir immer weiter gelaufen, immer Richtung Westen. Uns fielen irgendwann Löcher oben an der Klippe der Steilküste auf, ca. 1 Meter tief und von denen ging ein Kabel zum nächsten Loch. Wir haben uns da keinen Reim draus gemacht. Auf einmal stand ein Polizist vor uns, mit richtig bösem Gesicht. Was wir hier wollten, es hätte schon eine Meldung wegen uns gegeben. Es kamen dann Dinge wie “Ich weiß genau was ihr hier wollt“, wir konnten aber ganz gut erklären, dass wir nur zum Urlaub da wären und einfach den Strand langlaufen wollten. Wir bekamen die Ausweise zurück und die Anweisung, auf dem kürzesten Wege diese Gegend zu verlassen. Zwei Monate später wurde mir von der Stasi gesagt, dass die uns ganz genau im Auge hatten, die wussten genau was wir dort wollten... In den Löchern haben wahrscheinlich Nachts Soldaten gehockt, für was das Kabel (oder Schnur?) war weiß ich nicht. Vermutlich ein Stolperdraht, damit der im Loch hockende Grenzer gewarnt wird?


als eh. Grenzsoldat in diesem Abschnitt der 6.Grenzbrigade Küste lache ich mich schlapp. Löcher in denen Soldaten sitzen

entschuldige Major Tom aber naiver gings wohl nicht





Vlt. ist @Major Tom damals in die Baustelle zur Verlängerung von GZ I und GSZ gelaufen. Im thread "Am Stand der Ostsee" wurde erwähnt, dass dort bis 1989 gebaut und erweitert wurde. Löcher mit Kabeln drin könnten vlt. die Gruben zur Errichtung von GMN-Säulen gewesen sein, oder vlt. die Kabelanschlüsse für die GSSZ-Felder. Sah der Geländestreifen auch ansonsten frisch gerodet und planiert aus? Dann wäre das ein weiteres Indiz dafür.

Gruß Kalubke



IM Kressin und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2017 10:57 | nach oben springen

#32

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 10:26
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Zitat von Kalubke im Beitrag #31
Zitat von Gert im Beitrag #21
Zitat von Major Tom im Beitrag #19
Ich war 88 mit einem Freund an der Ostsee, wir wollten dort mal schauen, wie die Lage ist. Ich kann jetzt nichts groß zu Ortschaften sagen, ist schon zu lange her, aber in Wismar waren wir. Von dort sind wir mit dem Moped weiter, immer Richtung Grenze. Kontrollen gab es dort keine. Irgendwann war die Strasse dicht am Meer und wir sind wandern gegangen mit dem Gedanken, irgendwann wird schon ein Zaun kommen. Und das am helllichten Tage... Ich kann mich noch daran erinnern, dass es irgendwann eine Steilküste gab, wir also ab nach oben. Von dort sind wir immer weiter gelaufen, immer Richtung Westen. Uns fielen irgendwann Löcher oben an der Klippe der Steilküste auf, ca. 1 Meter tief und von denen ging ein Kabel zum nächsten Loch. Wir haben uns da keinen Reim draus gemacht. Auf einmal stand ein Polizist vor uns, mit richtig bösem Gesicht. Was wir hier wollten, es hätte schon eine Meldung wegen uns gegeben. Es kamen dann Dinge wie “Ich weiß genau was ihr hier wollt“, wir konnten aber ganz gut erklären, dass wir nur zum Urlaub da wären und einfach den Strand langlaufen wollten. Wir bekamen die Ausweise zurück und die Anweisung, auf dem kürzesten Wege diese Gegend zu verlassen. Zwei Monate später wurde mir von der Stasi gesagt, dass die uns ganz genau im Auge hatten, die wussten genau was wir dort wollten... In den Löchern haben wahrscheinlich Nachts Soldaten gehockt, für was das Kabel (oder Schnur?) war weiß ich nicht. Vermutlich ein Stolperdraht, damit der im Loch hockende Grenzer gewarnt wird?


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Vlt. ist @Major Tom damals in die Baustelle zur Verlängerung von GZ I und GSZ gelaufen. Im thread "Am Stand der Ostsee" wurde erwähnt, dass dort bis 1989 gebaut und erweitert wurde. Löcher mit Kabeln drin könnten vlt. die Gruben zur Errichtung von GMN-Säulen sein, oder vlt. die Kabelanschlüsse für die GSSZ-Felder. Sah der Geländestreifen auch ansonsten frisch gerodet und planiert aus? Dann wäre das ein weiteres Indiz dafür.

Gruß Kalubke


das ist möglich, ich fand nur die Vorstellung "Gert als Grenzposten in einem Erdloch hockend" mehr als belustigend.


zuletzt bearbeitet 18.07.2017 10:30 | nach oben springen

#33

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 15:33
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Zitat von Kalubke im Beitrag #30
M.E. begann die Sperrzone erst nördlich von Klütz. Dort konnte man zumindest in den 70ern noch ohne Passierschein hin.
Ja , ich würde dann aber eher sagen "nord-westlich" von Klütz. Eigentlich bräuchte man sich nur ne Karte zu schnappen und die Kilometer ausrechnen. In meiner Berufsschule waren damals welche aus Kalkhorst und Großraum Schönberg. Da kamst du als normaler DDR- Bürger nicht mehr hin.


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2017 15:35 | nach oben springen

#34

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 19:22
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #33
In meiner Berufsschule waren damals welche aus Kalkhorst und Großraum Schönberg. Da kamst du als normaler DDR- Bürger nicht mehr hin.


Ich war 1984 und 1985 in Kalkhorst im Urlaub (privat, im ausgebauten Kuhstall!) ohne besondere Genehmigung. Wir sind da manchmal auf eine Anhöhe (Name ist mir entfallen) gelaufen und bei guter Sicht konnte man da die Lübecker Bucht sehen. Zum Baden fuhren wir dann immer nach Boltenhagen. Ich war in diesem Jahr in Boltenhagen, erkannt habe ich von damals nichts mehr.

MfG

GKUS64



Kalubke, Gert, IM Kressin und damals wars haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 19:32
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #34
Ich war 1984 und 1985 in Kalkhorst im Urlaub (privat, im ausgebauten Kuhstall!) ohne besondere Genehmigung. Wir sind da manchmal auf eine Anhöhe (Name ist mir entfallen) gelaufen und bei guter Sicht konnte man da die Lübecker Bucht sehen. Zum Baden fuhren wir dann immer nach Boltenhagen. Ich war in diesem Jahr in Boltenhagen, erkannt habe ich von damals nichts mehr.

MfG

GKUS64
Wenn du da warst, glaube ich es dir. Will das jetzt auch nicht beschwören. Vielleicht war hinter Kalkhorst Feierabend? Jedenfalls da Schönberger Ecke kam man glaube ich nicht mehr ohne Passierschein rein. Dassow war (logischerweise) nicht mehr für normale Menschen zu erreichen. Da hatte ich mal Bekannte, die fast jedes Wochenende zu ihren Eltern/Großeltern gefahren sind. Zufahrt nur mit Passierschein und das Jahre lang, obwohl man sich wohl schon kannte.

Boltenhagen waren wir früher auch oft. Da kam man ja noch ohne Probleme hin. Wenn ich mich nicht täusche konnte man von da aus das weisse Hotel in Travemünde sehen.


GKUS64 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 18.07.2017 23:10
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Kalkhorst befand sich nicht im Sperrgebiet....Schönberg auch nicht.

Ein VP-Posten befand sich westl. von Kalkhorst...kurz vor Harkensee.
Gelb: die UNGEFÄHRE und GROB eingezeichnete Grenze des Sperrgebietes westl. von Kalkhorst.
Blau: VP-Kontrollstelle.



Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 19.07.2017 07:29
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Zitat von Rothaut im Beitrag #36
Kalkhorst befand sich nicht im Sperrgebiet....Schönberg auch nicht.
Bei Schönberg wäre ich mir jetzt nicht so sicher. Liegt nur 15 Km von Lübeck entfernt. Ob man da einfach so reinkam, weiß ich jetzt echt nicht mehr. Ich schrieb davon ab vom "Großraum Schönberg" , also gemeint waren damit kleinere Dörfer im Umkreis. Laut Wiki soll die Stadt durch die Lage an der innerdeutschen Grenze hart getroffen worden sein. Daraus schlussfolgere ich mal, dass es dort dann doch nicht zuging, wie in jeder anderen DDR-Kleinstadt.

Ist aber auch egal jetzt und hat ja auch nicht unbedingt etwas mit Fluchtverhinderung über die Ostsee zu tun. Im Laufe der Jahre vergisst oder bringt man halt einiges durcheinander.


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#38

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 19.07.2017 10:06
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Zitat von Rothaut im Beitrag #36
Kalkhorst befand sich nicht im Sperrgebiet....Schönberg auch nicht.

Ein VP-Posten befand sich westl. von Kalkhorst...kurz vor Harkensee.
Gelb: die UNGEFÄHRE und GROB eingezeichnete Grenze des Sperrgebietes westl. von Kalkhorst.
Blau: VP-Kontrollstelle.




Der VP-Posten führte aber in den Abschnitt der Sperrzone, der zum GR-6 gehörte. So wie Du das dargestellt hast, war die Sperrzone anscheinend im Abschnitt der 8. GK Brook nur wenige 100 m breit, ähnlich wie der Schutzstreifen and der grünen Grenze (Bereich GKN, GKS). Dadurch entfiel wahrscheinlich der Schutzstreifen im GA der 8. GK Brook. Sicher auch deswegen, weil dort vom Strand bis zur Grenze die Ostsee ein 3-5 km breites natürliches Wasserhindernis bildete. Am Schaalsee z.B. gab es nur einen GSSZ am östlichen Ufer, weil die Grenze mitten durch den See verlief, der ebenfalls ein natürliches Wasserhindernis mit bis zu 2 km Breite darstellte.

Gruß Kalubke



zuletzt bearbeitet 19.07.2017 10:26 | nach oben springen

#39

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 19.07.2017 19:25
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@Blitz_Blank_Kalle

Kannste glauben...das mit Schönberg...bin in Selmsdorf aufgewachsen ( Sperrgebiet )...die VP-Kontrollstelle lag zwischen Schönberg und Selmsdorf.



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#40

RE: Fluchtverhinderung Ostsee

in Stammtisch Lübeck 19.07.2017 19:28
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@Kalubke

Zum GRENZGEBIET im Bereich der GBK gab es keine VP-Kontrollstellen...



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