Eigene vorübergehende Festnahme in der S-Bahn (bei Potsdam)

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30.01.2018 18:37
avatar  Rudi66
#16
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Ich hatte eine GrenzVERLETZUNG begangen (ausserhalb eines Grenzübergangs).


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30.01.2018 18:39
#17
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #14
Zitat von Rudi66 im Beitrag #13
Ich bin auch 'mal (17 jahre alt) vorübergehend festgenommen und verhört worden. Am 13.8.61 nach übertreten der Grenze zwischen Ostberlin und Hönow ("DDR"). Dann bekam ich einen Stempel in den Ausweis und wurde trotzdem 4 Jahre später zur Grenztruppe eingezogen.
Gruß
Rudi


Wieso war das verboten? War ja alles innerhalb der DDR.
(...)
MfG

GKUS64

Die Benutzung eines der knapp 100 Kontrollpassierpunkte rund um Berlin war, so viel ich weiß, vorgeschrieben.


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30.01.2018 19:02
avatar  Ehli
#18
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Zitat von GKUS64 im Beitrag #14
Zitat von Rudi66 im Beitrag #13
Ich bin auch 'mal (17 jahre alt) vorübergehend festgenommen und verhört worden. Am 13.8.61 nach übertreten der Grenze zwischen Ostberlin und Hönow ("DDR"). Dann bekam ich einen Stempel in den Ausweis und wurde trotzdem 4 Jahre später zur Grenztruppe eingezogen.
Gruß
Rudi


Wieso war das verboten? War ja alles innerhalb der DDR.
Übrigens stand ich am 13.08.1961 am Pariser Platz und beobachtete mit einem weinenden Auge die Schließung.
Am 12.08. waren wir noch am Ku-Damm im Kino.

MfG

GKUS64


So,jetzt weiß ich warum die Mauer gebaut wurde,weil Du dir immer die Schundfilme angesehen hast.
Lass Dir ja was einfallen beim nächsten Treffen.
Gruß Ehli

Ich habe es mir nicht ausgesucht, ein Ossi zu sein....
Ich hatte einfach Glück!

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30.01.2018 22:35
avatar  ( gelöscht )
#19
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( gelöscht )

zu #17 , Hallo @eisenringtheo ,

Zitat von eisenringtheo im Beitrag #17
Die Benutzung eines der knapp 100 Kontrollpassierpunkte rund um Berlin war, so viel ich weiß, vorgeschrieben.
glaube mir bitte, ich kann es kaum fassen.

Da habe ich vom 04.06.1974 - 31.03.1992 bei den Grenztruppen, anschließend im Bundeswehrkommando -OST- in Erfurt gedient und erfahre diese Dinge und Zusammenhänge erst heute.

Bis 1974 habe ich ca. 80 Km nordlich von Berlin gelebt. Eine Reise als Kind mit den Eltern und Geschwistern nach Berlin ist als Höhepunkt in Erinnerung, weil wir mit einem Dienstfahrzeug meines Vaters fahren durften. Dabei erinnere ich mich heute noch an die Kontrollstellen bei der Autobahneinfahrt nach Berlin ca. 1968 - Als Kind konnte ich das nicht verstehen- später , selbst aktiver AGT konnte ich mir nie einen Reim darauf machen. Klar, man musste ja zwangsläufig mangels Eigen-Kfz. meist mit der Bahn reisen, als ich dann nach 1977 mit eigenem Fahrzeug fahren konnte waren die Kontrollstellen ja weg.
Es ist erschreckend, was man Alles n i c h t gewußt hat.

Erst vor wenigen Tagen ist mir in einem anderen Zusammenhang erst deutlich geworden, dass die ach so souveräne DDR, meine Heimat, gar nicht so souverän war. Unsere lieben sojetischen Freunde waren gar nicht nur die Freunde, sie waren knallharte Besatzungsmacht. Daraus resultierten ihre Rechte, die sie auch unterschiedlich bemerkbar wahrgenommen haben.

Ich haben in leitenden Funktionen als AGT im Grenzgebiet gearbeitet, war längere Zeit verantwortlich für die Organisation des ZW(Zusammenwirken) mit den anderen SSO(Schutz- und Sicherheitsorganen ; gemeint Polizei , MfS) und hatte k e i n e Ahnung über die Rechte der GSSD !!!

Das empfinde ich heute als eine absolute Sauerei !

Klar wußte man, dass da irgendwie alles etwas anders war- in erster Lininie ja erst mal melden, man wußte ja nie....... .

Aber eindeutig eingewiesen oder gelehrt in diese Richtung hat man uns weder man der OHGT noch später im Grenzregiment.

Die Hinweise auf den so genannten "Russenbunker" im Grenzabschnitt Ifta, wo ich mal STKC in der 7./II./GR-1 war hatte ich damals lapidar abgetan, weil ich es auf Hören-Sagen reflektiert und nicht ernst genommen hatte.

Ca. 9 Jahre später hatte ich dann ein ähnlich gelagertes "LIVE-Erlebnis" mit einer bewaffneten, freundschaftlichen , sowjetischen mobilen Radarstation in der Tiefe meines Grenzabschnittes in der Sperrzone, nördlich der B 249, nordostwärts der Ortschaft KATHARINENBERG .

Die waren plötzlich einfach da, ohne Anmeldung, ohne Einweisung der GSi-Kräfte, ohne Befehl von oben. Man hat das als Versagen der Informationskette einzelner Leute abgetan, Einen Eimer Wasser nach oben zu schütten- war eh undenkbar.

Heute muss man erkennen, das war normal. Salopp gesagt, die DDR konnte zwar machen, was sie wollte- aber die Sowjetischen Freunde waren tatsächlich und bis zu den 2+4 Verhandlungen nach der Wende, einfach nur Besatzer mit Besatzungsrechten.


Von wegen Warschauer Vertrag und Stationierung befreundeter Truppen- das ist doch Augenwischerei. Bitte sagt mir , dass ich da irgendwas falsch verstanden habe.
Das Problem ist nur, so wie ich das jetzt sehe- macht das Puzzle eigentlich erst Sinn. Vieles Seltsame, bisher nicht Erklärbare fügt sich in einen logischen Zusammenhang.
Da gibt es auch nur ein JA oder NEIN - mit: "ein bischen" , oder "zu bestimmten Ausnahmen" ... , kann man das nicht mehr abtun.


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30.01.2018 23:29
avatar  andyman
#20
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Unfassbar,wie du als Major der GT hintergangen wurdest.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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31.01.2018 10:47
avatar  Rudi66
#21
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Ich kann mir da kein Mitleid abringen: wenn nach JAHRZEHNTEN ein ziemlich hochrangiger (Grenz-)Schützer eines Unrechtsregimes erfährt, dass dieses Regime unter der Knute eines anderen (des sowjetischen) Regimes stand, welches sich entsprechend aufführte. Aber `mal von vorne: ungefähr im Alter von 14 kann man doch klar denken und vieles richtig einordnen. Auch wenn Eltern, Schule oder sonst wer einem einengende Vorschriften machen, sucht man sich selbst andere Informationsquellen. Da gab es Rundfunk und Fernsehen außerhalb der DDR. Manchmal war allerdings der Empfang des „West“-Fernsehens an den Geräten blockiert und im Rundfunk wurde der RiaS (zum Glück nur auf der Mittelwelle) unter hohem Energieverbrauch gestört.
Wie übrigens konnte man noch 1992 noch bei den Grenztruppen sein?


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14.09.2021 23:23 (zuletzt bearbeitet: 14.09.2021 23:28)
avatar  Fred.S.
#22
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zu 17
Ach, das war 2018. Im Datum geirrt. Fred


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