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#1

Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 17.07.2016 19:04
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Hallo
wie man sie auch immer nannte, ich glaube jeder weis was ich meine.
Heute kam mir da bei super Wetter wieder mal so eine Frage, auf die ich keine Antwort mehr wusste.
Mal alles bezogen auf das 11. ABR "Theodor Neubauer" in Eisenach.
Ab und an wurden Soldaten von uns verdonnert (auserhalb des Objektes) mit Streife zu laufen.
Ihr wisst schon, die "Leute mit dem weißem Koppelzeug".
Ich war nicht dabei !
Nur weis ich noch, das mein Kollege ein weises Koppelzeug an hatte.
Woran ich mich aber absolut nicht mehr erinnern kann ist, welche Paspelierung die Mütze etc. hatte .
War das bei allen Waffengattungen "Weiß" ???
Mach einmal denke ich habe Alsheimer.
Aber sicher ist bei euch einer dabei, der das noch nicht hat, und mir helfen kann.

Dank vorab !!!

Oss`n


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#2

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 17.07.2016 21:14
von der alte Grenzgänger | 1.303 Beiträge | 1260 Punkte
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Also bezeichnungsmäßig war das der "KD" (Kommandantendienst)... aber was die für Strippen an der Mütze hatten ??.. keine Ahnung ..
"Kettenhunde" war (bei den Muckern in meinem Dunstkreis zumindest) keine umgangssprachliche Bezeichnung .. war eben die "Streife"...

Siggi


"Jeder klagt über sein Gedächtnis und niemand über seinen Verstand"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)


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#3

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 17.07.2016 22:06
von DirkUK | 324 Beiträge | 161 Punkte
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Die Bezeichnung "Kettenhunde" kommt warscheinlich noch aus Wehrmachtszeiten als die Feldgendarmen eine Kette mit Schild "Feldgendamerie" um den Hals trugen.

Angefügte Bilder:
post-101-126770577264.jpg

Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 17.07.2016 22:26
von Gert | 13.647 Beiträge | 4751 Punkte
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Zitat von DirkUK im Beitrag #3
Die Bezeichnung "Kettenhunde" kommt warscheinlich noch aus Wehrmachtszeiten als die Feldgendarmen eine Kette mit Schild "Feldgendamerie" um den Hals trugen.


genau so war es!


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi


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#5

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 17.07.2016 23:46
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #2
Also bezeichnungsmäßig war das der "KD" (Kommandantendienst)... aber was die für Strippen an der Mütze hatten ??.. keine Ahnung ..
"Kettenhunde" war (bei den Muckern in meinem Dunstkreis zumindest) keine umgangssprachliche Bezeichnung .. war eben die "Streife"...

Siggi


Sicherlich die eigene Waffenfarbe, wenn es nur die Streife war, die die Einheit am eigenem Standort stellte. Bei einem Bekannten hatte ich vor einigen Tagen Fotos vom ersten Ausgang nach der Vereidigung (Uffz-Schule Düben, Luftverteidigung) gesehen. Nebst div. U-Schülern ist auch die Standortstreife zu sehen. Alle haben auf dem Fotos blaugraue Litzen an der Mütze (auch Waffenfarbe an Schulterstücken und Kragenspiegeln).


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#6

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 18.07.2016 06:47
von Harsberg | 3.620 Beiträge | 1440 Punkte
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Der Kommandantendienst war eine besondere Dienstaufgabe in der NVA.

Eigentlich hatte er die Aufgaben Regulierer Aufgaben im Regiment/Division wahrzunehmen. Der Aufgabenbereich Standortstreife kam erst später hinzu.
Ebenfalls das weiße Koppelzeug.

In den 60zigern wurde die Standortstreife abwechselnd durch die Einheiten am Standort gestellt. Auch mal gemischt Landstreitkräfte/Marine z.B. wie bei uns in Rostock.

Das sagt auch aus, welche Paspelierung die Uniform hatte.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 18.07.2016 13:39
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Zitat von DirkUK im Beitrag #3
Die Bezeichnung "Kettenhunde" kommt warscheinlich noch aus Wehrmachtszeiten als die Feldgendarmen eine Kette mit Schild "Feldgendamerie" um den Hals trugen.

Guckst Du hier:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...gendarmerie.JPG


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


lhsecurity und DirkUK haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 18.07.2016 13:40 | nach oben springen

#8

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 18.07.2016 17:16
von andyman | 2.194 Beiträge | 1429 Punkte
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Im Stab des GKM gab es einen KD-Zug,die regelmäßig mit einem B1000 zur Standortstreife ausgerückt sind.Die Waffenfarbe grün entsprechend GT.
Lgandyman






Ps.Es muß natürlich"in der Stabskompanie gab es einen KD-Zug"heißen


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


zuletzt bearbeitet 20.07.2016 23:48 | nach oben springen

#9

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 18.07.2016 17:34
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Unsere Kompanie war zwar in Mönchai untergebracht, wir mussten aber in Halberstadt Wache schieben, war ein kompletter Zug für eine Woche.
Ein paar Mann bekamen da auch das weiße Koppelzeug verpasst, die mussten glaube ich auch im Zug mitfahren wegen Urlaubern, wir durften ja theoretisch nichts mehr trinken auf der Fahrt weil mal einer besoffen aus dem Zug gefallen war.
Wenn ich auf der Rückfahrt in Magdeburg im Zug 3 Stunden auf die Weiterfahrt nach Stendal warten musste, kamen da auch manchmal Weißkoppels durch früh um drei.
Regulierer machten die Tesi-Fahrer bei uns nach Lehrgang.


Zeit- u. nicht Internetzeuge GK Hanum 1983/84
zuletzt bearbeitet 18.07.2016 17:37 | nach oben springen

#10

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 19.07.2016 20:22
von Rainer-Maria Rohloff | 2.257 Beiträge | 3149 Punkte
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Das zuviel Alkohol aus jungen Kerlen hilflose Kerlchen macht wissen wir, weil alle schonmal mehr oder weniger persönlich hautnah erlebt. Der Rainer mal Jahre nach dem Wehrdienst früh auf dem Weg zur Arbeit. Der Ort, ein Bahnsteig Leipzig Hauptbahnhof Richtung Karl Marx Stadt. Mir entgegen kommen drei Soldaten...keine Ahnung mehr der Waffengattung, eventuell Mucker?

Der in der Mitte konnte einfach nicht mehr laufen, seine Uniform dazu schön bekotzt, es war ein richtig trauriges Bild weil seine Kumpels versuchten ihn noch einigermaßen mitzunehmen. Beim Einsteigen in den Zug schaue ich mich um....steht doch da am Übergang zur Bahnhofshalle, der dumme Zufall will es ...nein, nicht der KD sondern zwei Mann von der Trapo(Transportpolizei). War das an dem Morgen Zufall, ich denke schon?

Weiteres konnte ich nicht mehr verfolgen da der Zug abfuhr, aber ich nehme mal gut an, die Trapo hatte volles "DDR-Bahnhofshohheitshandlungsrecht"

Rainer-Maria



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#11

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 20.07.2016 21:40
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#8 kurz und knapp - das wollte ich wissen.
Nat. weis ich, das die Kettenhunde lange vor uns ihr Unwesen trieben.
Wurden aber auch zu meiner Zeit so hinter vor gehaltener Hand so bezeichnet.

Also doch die Paspelierung in Waffengattung .
Ich kenne es als Standortstreife (1 Offizier + 2 Soldaten) z.B. bei Veranstaltungen im "Club" bzw. nach der Vereidigung.
Nur die Farbe war nicht mehr gespeichert.

Danke für die Antworten.

Oss`n


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#12

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 22.07.2016 07:37
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Hallo,
aus der Wikipedia:

Die Feldgendarmerie wurde nach dem Krieg in der amerikanischen Besatzungszone als Ergänzung der eigenen Militärpolizei herangezogen und blieb unter Waffen. Erst 1948/1949 wurde die Feldgendarmerie entwaffnet.

Das war in der US-Zone. Was gab es ab sovietischer Besetzung im Gebiet der späteren DDR daß Wehrmachtsteile offiziell weiter militärischen Dienst machten?

Unter Briten z.B. flogen bis August 1945 von der Luftwaffe die Seenotstaffel in Arhus-Dänemark mit den DO24 weiterhin Seenotrettung in der Nordsee und im Skagerak, es gab den deutschen Minenräumdienst auch noch etliche Jahre.



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#13

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 22.07.2016 08:01
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Bin während meiner Zeit im NR-2 oft Streife gelaufen. Standortstreife-1 Offizier, 2 Uffze, ein Soldat (Kraftfahrer P3). Kennzeichnung nur durch Armbinde.
War immer ein begehrter Posten, ich habe nämlich in der Kreisstadt gewohnt und die gesamte Streife ist dann immer bei mir daheim eingekehrt zum Abendbrot. Kaschis standen ordentlich aufgereiht auf dem Flur....!



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#14

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 23.07.2016 01:39
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Zum Beitrag #3 v. DirkUK
So kenne ich die Standortstreife während ihrer Dienstdurchführung aus der Lessingstadt Kamenz. In Kamenz war die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung. Und dort war die Standortstreife sehr präsent. Das war dadurch bedingt, da ständig irgend welche Militärs an der OHS aus allen Herren Länder da waren.

Gruß Grenzerhans


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#15

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 27.07.2016 02:17
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Hallo O´ssn,

bezüglich des GAR-11 in Eisenach kann ich dir berichten was ich dort erlebt habe.

Meine erste Streife war Anfang Mai 1983 zur Einberufung. Ausrüstung war für mich die K1 mit Stiefeln und weißem Koppelzeug. Als Waffe musste ich da noch die Kalaschnikow mitnehmen da ich gerade von der U-Schule gekommen war und noch nicht meine erste Übung mit der Pistole geschossen hatte. Später bin ich immer nur mit der Makarow auf Streife.

Wenn ich mich recht erinnere war Streifenführer immer ein Offz. oder mind. ein BU. Bei der erste Steife war der Mäuseleutnant (Insider wissen wer gemeint ist) der Streifenführer, Begleiter war ich als frischer Uffz. (UaZ) und ein Soldat (Schreiber) unserer Kompanie.

Unsere Aufgabe war die Soldaten die individuell nach Eisenach gereist sind auf dem Bahnhof abzufangen und mit W50 hoch ins Regiment zu fahren. Sehr speziell war das an diesem Tag in Eisenach gleichzeitig eine Luther-Ehrung ( 500. Geburtstag des Reformators) in Eisenach stattfand und so hunderte von Kirchengängern auch zu der Zeit auf dem Bahnhof ankamen.

Die Sonderzüge mit den Einberufenen sind an dem Tag auch nicht bis auf den Bahnhof Eisenach gefahren sondern wurden vorher gestoppt und dort ausgeladen. Die neun Soldaten haben da gleich mal ihre erste Fahrt auf dem W50 erleben können.

Ich war auf dem Bahnhof und wer den Bahnhof kennt, der kennt auch die Unterführung, also den Gang unter den Gleisen vom Bahnhofsgebäude an die Nordseite. Ich kam jedenfalls von der einen Seite runter in den Gang und mein Leutnant von der anderen Seite. Unten rechts und Links standen die Kirchenordner, Schwerter zu Pflugscharen war da auch schon ein Thema. Wie mein Leutnant mich da mit meiner Kalschnikow so sieht meinte er nur "Ja ja, Frieden schaffen mit Waffen". Situation die ich nie vergesse.

Beste Grüße Ralf


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
Oss`n hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 14:33
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Mir ist noch die Bezeichnung 'Kunden-Dienst' als Perjorativ erinnerlich, zumal der Begriff 'Kunde' ja zu DDR-Zeiten eine etwas andere Bedeutung hatte wie heuer. Na wie auch immer, nur fiel der Begriff Kettenhunde, also ...

... hier mal zwei Bilder aus dem Netz, welche wohl keine Angehörigen der Wehrmacht darstellen. Was waren das für Truppenteile?


Quellen:
ww2incolor.com/german/123_010.html
ebay.de/itm/322189008769

P.S. Das Brustschild ist übrigens ein stilistisches Überbleibsel der Halsberge mittelalterlicher Rüstungen ...
de.wikipedia.org/wiki/Halsberge


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


Grenzfuchs hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 10.08.2016 14:49 | nach oben springen

#17

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 15:01
von thomas 48 | 4.057 Beiträge | 1703 Punkte
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Zitat von Nomex im Beitrag #15
Hallo O´ssn,

bezüglich des GAR-11 in Eisenach kann ich dir berichten was ich dort erlebt habe.

Meine erste Streife war Anfang Mai 1983 zur Einberufung. Ausrüstung war für mich die K1 mit Stiefeln und weißem Koppelzeug. Als Waffe musste ich da noch die Kalaschnikow mitnehmen da ich gerade von der U-Schule gekommen war und noch nicht meine erste Übung mit der Pistole geschossen hatte. Später bin ich immer nur mit der Makarow auf Streife.

Wenn ich mich recht erinnere war Streifenführer immer ein Offz. oder mind. ein BU. Bei der erste Steife war der Mäuseleutnant (Insider wissen wer gemeint ist) der Streifenführer, Begleiter war ich als frischer Uffz. (UaZ) und ein Soldat (Schreiber) unserer Kompanie.

Unsere Aufgabe war die Soldaten die individuell nach Eisenach gereist sind auf dem Bahnhof abzufangen und mit W50 hoch ins Regiment zu fahren. Sehr speziell war das an diesem Tag in Eisenach gleichzeitig eine Luther-Ehrung ( 500. Geburtstag des Reformators) in Eisenach stattfand und so hunderte von Kirchengängern auch zu der Zeit auf dem Bahnhof ankamen.

Die Sonderzüge mit den Einberufenen sind an dem Tag auch nicht bis auf den Bahnhof Eisenach gefahren sondern wurden vorher gestoppt und dort ausgeladen. Die neun Soldaten haben da gleich mal ihre erste Fahrt auf dem W50 erleben können.

Ich war auf dem Bahnhof und wer den Bahnhof kennt, der kennt auch die Unterführung, also den Gang unter den Gleisen vom Bahnhofsgebäude an die Nordseite. Ich kam jedenfalls von der einen Seite runter in den Gang und mein Leutnant von der anderen Seite. Unten rechts und Links standen die Kirchenordner, Schwerter zu Pflugscharen war da auch schon ein Thema. Wie mein Leutnant mich da mit meiner Kalschnikow so sieht meinte er nur "Ja ja, Frieden schaffen mit Waffen". Situation die ich nie vergesse.

Beste Grüße Ralf

Mal was von einem Eisenacher,
ich stand 1967 als Ordner der JG ca 30 minuten mit Armbinde und unser Zeichen in der Bahnhofshalle.


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#18

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 20:16
von Mauerschädel | 30 Beiträge
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Zitat von 94 im Beitrag #16


... hier mal zwei Bilder aus dem Netz, welche wohl keine Angehörigen der Wehrmacht darstellen. Was waren das für Truppenteile?


Quellen:
ww2incolor.com/german/123_010.html
ebay.de/itm/322189008769

Auf dem 1. Bild dürfte ein Angehöriger des Finnischen Freiwilligenbataillions der Waffen-SS abgebildet sein.
Die 3 Hanseln auf dem 2. Bild sind Angehörige bzw. Verkehrsregler des NSKK, Nationalsozialistisches Kraftfahrerkorps.
Gruß vom Mauerschädel



kassberg hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 20:41
von 94 | 11.220 Beiträge | 1629 Punkte
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Zitat von Mauerschädel
... ein Angehöriger des Finnischen Freiwilligenbataillions der Waffen-SS ...


Mit Kampfbinde? Und auch das Abzeichen am Helm paßt da irgendwie nicht?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#20

RE: Kettenhunde, Militärpolizei, Standortstreife etc

in Grenztruppen der DDR 10.08.2016 20:58
von lhsecurity | 181 Beiträge | 248 Punkte
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #17



Mal was von einem Eisenacher,
ich stand 1967 als Ordner der JG ca 30 minuten mit Armbinde und unser Zeichen in der Bahnhofshalle.

@thomas 48
Bitte erklär einem Nichtinsider wie mir was JG ist


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