Kann das sein ???

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13.07.2016 16:08
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#76
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Weil der Begriff "Historiker" ein paar mal in den Beiträgen aufgetaucht ist.
Als die "Wandlitz-Siedlung" für den öffentlichen Zutritt zugänglich gemacht wurde, gab es auch ein kleines Druckerzeugnis von paar Seiten (?) in
dem einiges aus der Siedlung "erklärt" wurde. So wurde geschrieben, dass alle elektrischen Schalter in und an den Häusern, in denen
die ehemalige Polit-Prominenz wohnte, dass elektrische Installationsmaterial insgesamt aus dem Westen war. Ebenso wäre das Klempnermaterial
vom Westen kommt. Mann konnte diese Behauptung an Ort und Stelle überprüfen. Tatsache war, alle Installationsmaterialien, die angeblich aus westlicher Produktion
stammten, waren aus der DDR-Produktion. Diese Behauptungen wurden dann in der nächsten Ausgabe revidiert, aber kurz nach der Wende hatte
die erste Aussage Wirkung unter der Bevölkerung gezeigt und damit die beabsichtigte Reaktion Erfolg gehabt.
Und so gibt es etliche Beispiele , wie Historiker Wirkung, ob negativ oder positiv, erzielten.

Gruß Grenzerhans


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13.07.2016 16:11
avatar  KARNAK
#77
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Zitat von Gert im Beitrag #75


kein Mensch erwähnt in diesem Zusammenhang die Ursache dieser außergewöhnlichen Verrarsche, nämlich die DDR selbst. Bin oft über die Güst gefahren, hätte mir aber nicht träumen lassen dass die Stasi in dieser Maskerade auftrat wie sie auftrat, nämlich in Uniformen der Grenztruppen.

Aber ich bitte Dich herzlich, dass ist doch populistischer Quark,was wäre denn für Dich normal gewesen,dass auf dem Ärmelstreifen Ministerium für Staatssicherheit gestanden hätte?Das ist doch eine lächerliche Vorstellung und Forderung.
Ist der Mensch der sich hier Kid nennt nicht auch mit einer Uniform der US Air Force rumgerannt und wie viel hatte der mit Flugzeugen zu tun? Und was hat denn ein Angehöriger des MAD auf seiner Uniform stehen wenn er denn mal eine trägt?


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13.07.2016 16:33
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#78
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Zitat von Gert im Beitrag #75
Bin oft über die Güst gefahren, hätte mir aber nicht träumen lassen dass die Stasi in dieser Maskerade auftrat wie sie auftrat, nämlich in Uniformen der Grenztruppen.


Mir ist das auch erst nach einigen Tagen in Marienborn bewusst geworden, weil die zu kontrollierenden MfS-Ausweise am Eingang zur GÜSt doch stark in der Überzahl waren. Das war wohl kein Umstand, der allgemein bekannt war. Ich meine, ich hatte vorher auch ein paar sehr markante Stasi-Erlebnisse und dann laufen die da zu Hauf 'rum und keiner weiß es. Das war für mich kleinen Penneler schon sensationell.

Als Grenzer mit irgendwie ein bisschen "Waffenstolz" wie jeder Soldat ihn hat, hat uns das in der Folge natürlich auch angepieselt, dass DIE in UNSEREN Uniformen 'rumliefen. Und Freunde waren wir natürlich auch nicht gerade mit denen.

Aber wenn man einfach mal nüchtern darüber nachdenkt, ist es einfach eine administrative Entscheidung, ob man seine Grenzkontrollen dem Innenministerium, dem Verteidigungsministerium oder vielleicht dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt.Unterschiede macht das im Grunde nicht.
War das in der Sowjetunion nicht ähnlich?
Und wenn dem denn schon mal so ist (Passkontrolle=Stasi) kann man irgendwie auch verstehen, dass man das zu Kalten-Kriegs-Zeiten und im System DDR nicht jedem auf die Nase binden wollte. Und dass dann neudeutsch gesprochen jemand auf die Idee kommt: "Hey, wenn wir schon mal Grenztruppenuniformen haben, dann steck die Kontrolettis doch auch da rein. Ist ja irgendwie auch eine Truppe an der Grenze.", ist dann schon wieder fast logisch-konsequent.
Jedenfalls irgendwie doch keine echte Sensation...


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13.07.2016 16:43
avatar  KARNAK
#79
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In der damaligen Sowjetunion unterstanden seit 57 die gesamten GT dem KGB?


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13.07.2016 16:45
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#80
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Zitat von KARNAK im Beitrag #77
Zitat von Gert im Beitrag #75


kein Mensch erwähnt in diesem Zusammenhang die Ursache dieser außergewöhnlichen Verrarsche, nämlich die DDR selbst. Bin oft über die Güst gefahren, hätte mir aber nicht träumen lassen dass die Stasi in dieser Maskerade auftrat wie sie auftrat, nämlich in Uniformen der Grenztruppen.

Aber ich bitte Dich herzlich, dass ist doch populistischer Quark,was wäre denn für Dich normal gewesen,dass auf dem Ärmelstreifen Ministerium für Staatssicherheit gestanden hätte?Das ist doch eine lächerliche Vorstellung und Forderung.
Ist der Mensch der sich hier Kid nennt nicht auch mit einer Uniform der US Air Force rumgerannt und wie viel hatte der mit Flugzeugen zu tun? Und was hat denn ein Angehöriger des MAD auf seiner Uniform stehen wenn er denn mal eine trägt?


was heisst populistischer Quark ? War der Verfassungsschutz in BGS Uniformen unterwegs ? Ich finde das einfach lächerlich. Ich denke es ist ein Ausdruck von abgrundtiefem Misstrauen, dass die SED ihre Prätorianer sogar in den Grenzschutz schickte und das auch noch in falschen Uniformen. Den "normalen " Grenztruppen wurde nur vertraut, wenn zwischen ihnen und dem "Feind" mindestens 2 Stacheldrahtzäune und ein Minenfeld postiert waren. Hätte die SED eine Goldmine gehabt, so wären die Mineure sicher auch alle von der Stasi gewesen.


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13.07.2016 16:47
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#81
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Zitat von KARNAK im Beitrag #79
In der damaligen Sowjetunion unterstanden seit 57 die gesamten GT dem KGB?



ja und, man muss doch nicht jeden Sche.. von den Russen kopieren oder vielleicht musste man doch, wer weiss das schon


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13.07.2016 16:54
avatar  KARNAK
#82
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Dir geht es also um die Stasi an sich,dass Du die nicht ganz so lieb hattest und hast.Also durften sie an dieser Stelle nicht das tun was sie dort tun sollten.Wenn es irgendein anderes Ministerium getan hätte,Du hättest Dich besser gefühlt und würdest Dich heute besser fühlen?


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13.07.2016 17:04
#83
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Irgendwie Komisch ....zum einen findet der User X es lächerlich und zum anderen ereifert er sich....mehr oder weniger ohne Ende....

Wenn´s denn lächerlich ist, denke Dir Deinen Teil dazu und gut....aber immer wieder und immer weiter drauf hauen.

MfG Berlin


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13.07.2016 17:32
avatar  icke46
#84
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Es hat ja so ein bisschen von diesem "hätte, hätte, Fahrradkette" - nach 26 Jahren.

Aber man hätte die Passkontrolle durchaus separat benennen können - ohne dann gleich MfS auf die Ärmelstreifen zu schreiben. Beispielsweise war ja an den GÜSTen schon an den Uniformen erkenntlich, dass die Jungs vom Zoll eben vom Zoll sind. Analog hätte man bei der PKE dann halt "Passkontrolle DDR" drauf geschrieben, um einen Unterschied zu den Grenztruppen, die ja zu einem grossen Teil aus Wehrpflichtigen bestand zu machen.

Nun ja - eben "Hätte, hätte, Fahrradkette..."

Gruss

icke


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13.07.2016 17:50
avatar  KARNAK
#85
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Aha,und das wäre dann der große Durchbruch zu mehr Ehrlichkeit und Ehrsamkeit gewesen.
Nun mal ehrlich und Butter bei die Fische, dem Einen oder Anderen geht es darum die moralische Verkommen und Verruchtheit der Stasi an möglichst vielen Punkten nachzuweisen, mittels Leichenhallen,Schlagstöcken,Sonderläden für den privaten Einkauf,Sonderkonditionen zum privaten Kauf von PKW,Aufschriften auf Gefangenentransporten,"Obst und Gemüse"oder "Frischfisch". Notfalls auch an solchen Kinkerlitzchen wie der Uniform.
Ich erlebe das immer wieder mal an vielerlei Stellen bei meinen alten Feinden. Dieses Bedürfnis sei den Betreffenden ja auch zugestanden und manch einer wird Gründe in Form von alten Wunden dafür haben.Aber BITTE,es dann einfach sagen was man von dem Verein gehalten hat und hatte und was man den Mitarbeitern damals und oftmals noch heute an den Hals wünscht und sein "Begehren" nicht mit der Rolle eines neutralen,fairen, geschichtsinterssierten Diskutanten "tarnen",dass ist durchschaubar und wenn ich ehrlich bin,es NERVT.


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13.07.2016 18:19
#86
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So, nun ein kleiner Beitrag von mir zu diesen Thema. War leider vom Sonntagnachmittag bis vor einer Stunde ohne Internetzugang. Dem Provider sei Dank

1. Teleskopschlagstöcke (Güst Marienborn/A.)lagen im jeden Gruppenführerzimmer ca. 2 oder 3 Stück. D.h. es gab 3 Gruppenführerbereiche also max. 9 Schlagstöcke. Mir ist nicht bekannt das diese Dinger in meinen Arbeitszeitraum von 1975 - bis 1990 zum Einsatz gekommen sind.

2. Schusswaffengebrauch auf der Güst Marienborn/A. Es war untersagt im Kontrollterretorium Waffen einzusetzen. Ausnahmen waren der Eigenschutz der Kontrollkräfte und der Reisenden bei unmittelbarer Bedrohung und Gefährdung durch Waffen bei terroristischen Handlungen durch feindlich-negative Kräfte.

3. Diskussion über die GT-Uniformen. Den Reisenden hat es bis 1990 nicht interessiert was für eine Uniform wir als PKE trugen. Heute hängt man sich einen Wunderbeutel um den Hals nach dem Motto : Wie konntet ihr Dieses nur tun. Glaubt ihr wirklich das sich irgendein GD-MA (Ost oder West) sich in der Öffentlichkeit präsentiert und das Allen kund zu tun Wer das glaubt hat sich wirklich mit dem "Klammerbeutel gepudert"


passport


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13.07.2016 18:47
avatar  KARNAK
#87
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Zitat von Gert im Beitrag #80
War der Verfassungsschutz in BGS Uniformen unterwegs ?

Du meinst wirklich die entsprechenden Vereine der westlichen Seite waren da immer ehrlicher,für die wäre sowas vom Prinzip her niemals in Frage gekommen,war dort eine Frage der Ehre mit offenem Visier zu kämpfen?


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13.07.2016 19:24
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#88
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Zitat von KARNAK im Beitrag #87
Zitat von Gert im Beitrag #80
War der Verfassungsschutz in BGS Uniformen unterwegs ?

Du meinst wirklich die entsprechenden Vereine der westlichen Seite waren da immer ehrlicher,für die wäre sowas vom Prinzip her niemals in Frage gekommen,war dort eine Frage der Ehre mit offenem Visier zu kämpfen?


ich denke einen solchen Mummenschantz hatten sie wirklich nicht nötig. Aber in der DDR gab es ja viele Sonderbarkeiten, die in anderen Staaten nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen wurden.


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13.07.2016 19:25
avatar  Alfred
#89
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Zitat von Gert im Beitrag #88
Zitat von KARNAK im Beitrag #87
Zitat von Gert im Beitrag #80
War der Verfassungsschutz in BGS Uniformen unterwegs ?

Du meinst wirklich die entsprechenden Vereine der westlichen Seite waren da immer ehrlicher,für die wäre sowas vom Prinzip her niemals in Frage gekommen,war dort eine Frage der Ehre mit offenem Visier zu kämpfen?


ich denke einen solchen Mummenschantz hatten sie wirklich nicht nötig. Aber in der DDR gab es ja viele Sonderbarkeiten, die in anderen Staaten nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis genommen wurden.


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13.07.2016 19:31
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#90
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( gelöscht )

Zitat von passport im Beitrag #86
So, nun ein kleiner Beitrag von mir zu diesen Thema. War leider vom Sonntagnachmittag bis vor einer Stunde ohne Internetzugang. Dem Provider sei Dank

1. Teleskopschlagstöcke (Güst Marienborn/A.)lagen im jeden Gruppenführerzimmer ca. 2 oder 3 Stück. D.h. es gab 3 Gruppenführerbereiche also max. 9 Schlagstöcke. Mir ist nicht bekannt das diese Dinger in meinen Arbeitszeitraum von 1975 - bis 1990 zum Einsatz gekommen sind.

2. Schusswaffengebrauch auf der Güst Marienborn/A. Es war untersagt im Kontrollterretorium Waffen einzusetzen. Ausnahmen waren der Eigenschutz der Kontrollkräfte und der Reisenden bei unmittelbarer Bedrohung und Gefährdung durch Waffen bei terroristischen Handlungen durch feindlich-negative Kräfte.

3. Diskussion über die GT-Uniformen. Den Reisenden hat es bis 1990 nicht interessiert was für eine Uniform wir als PKE trugen. Heute hängt man sich einen Wunderbeutel um den Hals nach dem Motto : Wie konntet ihr Dieses nur tun. Glaubt ihr wirklich das sich irgendein GD-MA (Ost oder West) sich in der Öffentlichkeit präsentiert und das Allen kund zu tun Wer das glaubt hat sich wirklich mit dem "Klammerbeutel gepudert"


passport



also war das Ausstellungsstück doch richtig und real und keine Lüge und/oder Verschwörungstheorie des "bitterbösen Klassenfeindes" ?
Wie ich an anderer Stelle schon schrieb, ist es natürlich in einem solchen Museum dann wichtig, solche Artefakte richtig zu bewerten und zu erklären. Das ist vielleicht in Marienborn falsch oder ungenau gemacht worden. Aber so etwas kann man doch leicht korrigieren.
Also im Grunde genommen ein Sturm im Wasserglas und nicht so wichtig, dass man gleich wieder die Schießscheiben wie Hubertusknaben usw. hervorkramen muss. So falsch liegen diese Knaben bei der musealen Aufarbeitung des Arbeiter und Bauernparadieses dann oftmals doch nicht.


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