Kann das sein ???

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12.07.2016 19:46
#46
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Ostalgiker schrieb:
Wie gesagt, ich würd mich nicht an einem Gegenstand aufhängen.
Ist eh alles Geschichte, interessiert keinen mehr, außer Schul-
klassen bzw Lehrer, die Schüler werden auch nur gezwungen,
sich den alten Krempl anzugucken, oder nicht?


Natürlich können Fehler passieren; zur Ehrlichkeit gehört aber, sie auch zu korrigieren.
Es ist schon erschreckend, was so alles über die DDR geschrieben wird. Es stimmt auch nicht ganz, dass das keinen mehr interessiert. Unsere Enkelkinder fragen uns, ob wir wirklich solche Unholde waren, wie in der Schule erzählt wird.

Die DDR ist an ihren eigenen Fehlern, Schwächen und Gemeinheiten zugrunde gegangen. Sie hatte ihre Stärken und Schwächen und wir sollten versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben. Filme und Bücher werden noch über die DDR berichten, wenn es uns längst nicht mehr gibt. Mit Lüge und Hass kann man Geschichte schreiben - wer aber nachdenkt und nachliest, merkt den Schwindel.

In der Werbung wird gelogen, dass sich die Balken biegen. In der Politik und in der Geschichtsaufbereitung sollten wir nicht den Werbemustern folgen.
Klaus


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12.07.2016 19:56
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#47
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #46
Ostalgiker schrieb:
Wie gesagt, ich würd mich nicht an einem Gegenstand aufhängen.
Ist eh alles Geschichte, interessiert keinen mehr, außer Schul-
klassen bzw Lehrer, die Schüler werden auch nur gezwungen,
sich den alten Krempl anzugucken, oder nicht?


Natürlich können Fehler passieren; zur Ehrlichkeit gehört aber, sie auch zu korrigieren.
Es ist schon erschreckend, was so alles über die DDR geschrieben wird. Es stimmt auch nicht ganz, dass das keinen mehr interessiert. Unsere Enkelkinder fragen uns, ob wir wirklich solche Unholde waren, wie in der Schule erzählt wird.

Die DDR ist an ihren eigenen Fehlern, Schwächen und Gemeinheiten zugrunde gegangen. Sie hatte ihre Stärken und Schwächen und wir sollten versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben. Filme und Bücher werden noch über die DDR berichten, wenn es uns längst nicht mehr gibt. Mit Lüge und Hass kann man Geschichte schreiben - wer aber nachdenkt und nachliest, merkt den Schwindel.

In der Werbung wird gelogen, dass sich die Balken biegen. In der Politik und in der Geschichtsaufbereitung sollten wir nicht den Werbemustern folgen.
Klaus



aber das ist doch eine Binsenweisheit. Das muss doch nun nach 26 Jahren nach dem Urknall auch jeder Ex DDR Bürger begriffen haben. Das Gleiche gilt für Wahlkampfreden


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12.07.2016 19:56
avatar  Mike59
#48
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Zitat von Oss`n im Beitrag #1
Hallo,
auf der Rückreise meines Urlaubes kamen wir an der ehem. GÜST Marienborn vorbei.
...
...
Vorab meine Frage an euch "Grenzsoldaten" ! (nicht PKE oder Zoll)
Kann das sein ???
...
...
Last mal was zu diesem Thema raus - würde mich freuen.

Danke !

Oss`n


Ja, kann sein bzw. ich und andere AGT hatten (Achtung!) kurzeitig, für ca. 6h einen solchen Teleskopschlagstock im persönlichen Bestand.
Nach dieser Zeit (6h) mußten wir diese wieder auf der Grenzwache abgeben und danach nie wieder gesehen, empfangen etc.
Eine Ausbildung/Unterweisung erfolgte ebenfalls nicht. Der Einsatz sollten wohl zur Sicherung des Bahnhofes "Bad Brambach" oder der einer Nachbarortschaft durchgeführt werden. War gedacht im Zusammenhang mit der Zugdurchfahrt der "Botschaftsflüchtlinge" Prag - Dresden, der Einsatz wurde abgeblasen.
Eingesetzt waren wir in dieser Zeit zur verstärkten Grenzüberwachung im Raum Possek - Bad Brambach/Schönberg-Rohrbach-Landwüst.

Leute - nehmt es leicht.


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12.07.2016 20:13
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#49
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Brambach ist naheliegend,nächster Bahnhof Bad Elster,dann Adorf,Oelsnitz!Plauen wäre durch andere Truppe Blau gesichert worden.Ihr wärt dann weiter Richtung Gutenfürst eingesetzt worden!Landwüst hab ich so bissel Bedenken,aber ok,nicht streitbar halt.


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12.07.2016 20:18
#50
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Zitat von Gert im Beitrag #47
Zitat von Klauspeter im Beitrag #46
Ostalgiker schrieb:
Wie gesagt, ich würd mich nicht an einem Gegenstand aufhängen.
Ist eh alles Geschichte, interessiert keinen mehr, außer Schul-
klassen bzw Lehrer, die Schüler werden auch nur gezwungen,
sich den alten Krempl anzugucken, oder nicht?


Natürlich können Fehler passieren; zur Ehrlichkeit gehört aber, sie auch zu korrigieren.
Es ist schon erschreckend, was so alles über die DDR geschrieben wird. Es stimmt auch nicht ganz, dass das keinen mehr interessiert. Unsere Enkelkinder fragen uns, ob wir wirklich solche Unholde waren, wie in der Schule erzählt wird.

Die DDR ist an ihren eigenen Fehlern, Schwächen und Gemeinheiten zugrunde gegangen. Sie hatte ihre Stärken und Schwächen und wir sollten versuchen, bei der Wahrheit zu bleiben. Filme und Bücher werden noch über die DDR berichten, wenn es uns längst nicht mehr gibt. Mit Lüge und Hass kann man Geschichte schreiben - wer aber nachdenkt und nachliest, merkt den Schwindel.

In der Werbung wird gelogen, dass sich die Balken biegen. In der Politik und in der Geschichtsaufbereitung sollten wir nicht den Werbemustern folgen.
Klaus



aber das ist doch eine Binsenweisheit. Das muss doch nun nach 26 Jahren nach dem Urknall auch jeder Ex DDR Bürger begriffen haben. Das Gleiche gilt für Wahlkampfreden


Du hast recht, das ist eine Binsenwahrheit. Nur in der Werbung funktioniert dieses Lügen in Ost und West. In der Geschichtsaufarbeitung funktioniert das Lügen nur kurzzeitig.


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13.07.2016 00:25
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#51
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Zitat von Ostalgiker im Beitrag #31
Stellt Euch mal vor, der Osten hätte gesiegt und wir wären jetzt alle DDR. Glaubt Ihr, da würde nicht auch negativ oder sogar bewußt falsch über die "ehemalige" BRD berichtet? Also an einem einzelnen Gegenstand würde ich mich nicht aufhängen. Nur meine 2 Pfennig dazu.



Die negativen Dinge der BRD sind allgemein bekannt. Und dabei muß man nichts dazuerfinden, die Wahrheit ist negativ genug.


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13.07.2016 01:51
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#52
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Dass es diesen Ausrüstungsgegenstand bei Teilen der bewaffneten Organe der DDR gab ist unumstritten !
Hab auch so ein Ding ( obwohl nicht bei o.g. Organen gewesen )
Die Zweifler bitte aufs Datum der Zeitung schauen .
Das Ding verursacht schon einen gewissen Schmerz .

Also dass es diese Rute gab ist wohl von allen anerkannt .

Daß die Masse der im Bereich der Güsten eingesetzten bewaffneten Kräfte eine Uniform der Grenztruppen trug ist auch Fakt !
Der normale Nutzer der Güsten wurde bewusst getäuscht und in dem Glauben gelassen es handelte sich bei den Uniformierten um Grenzsoldaten .
Daß dies von den damals Verantwortlichen genau so gewollt war steht wohl auch außer Frage .

Durch welches Wort sollte der Begriff -Grenzsoldat- auf der Hinweistafel ersetzt werden ?

Und wurde in einem anderen Bereich des Museum evtl. darauf hingewiesen , daß die Grenztruppenuniform von dem MfS nur zur Tarnung getragen wurde ?
Denn dann weiß ja der Besucher , Grenzsoldat auf der Güst = Stasi .
Ansonsten kann ich an der Beschreibung nichts "bösartiges" erkennen , ja sogar auf das Wort -vernichten- wurde verzichtet und durch das humanere Wort - überwältigen - ersetzt .

B208


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13.07.2016 05:31
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#53
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S51

Das ist keine "Rute" sondern war ein ausziehbarer Schlagstock. Der intern wegen seines letzten Teiles auch "Gumminudel" genannt wurde. Er bestand aus drei Teilen wovon das letzte Teil aus Gummi bestand, der von einem Stahlseil gehalten wurde. Gehalten wurde es freilich nur, wenn der Lötpunkt am Ende auch hielt. Wenn nicht, dann konnte sich der Gummi beim Zuhauen einfach "verabschieden" und man haute mit dem Stahlseil zu. Weil das Seil sehr dünn war (ca. 3 mm) konnte so etwas zu sehr schmerzhaften Schnittverletzungen führen. Was (man war für seine Ausrüstung verantwortlich) umgehend zu einem Disziplinarverfahren führte. War die Gumminudel aber ordnungsgemäß, dann war sie wegen der geringen Länge und des sehr geringen Gewichtes wegen recht wirkungslos. Aber er brauchte wenig Platz, passte in die Schlagstocktasche und sogar in die Kartentasche. Ergo mehr Schein als Sein. Damit aber schon wieder typisch.


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13.07.2016 09:26
avatar  sentry
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Zitat von B208 im Beitrag #52

Durch welches Wort sollte der Begriff -Grenzsoldat- auf der Hinweistafel ersetzt werden ?

Und wurde in einem anderen Bereich des Museum evtl. darauf hingewiesen , daß die Grenztruppenuniform von dem MfS nur zur Tarnung getragen wurde ?
Denn dann weiß ja der Besucher , Grenzsoldat auf der Güst = Stasi .



"Sollte der Grenzsoldat nahe genug an einen Flüchtling herangekommen sein, konnte er neben der Schusswaffe auch auf den Schlagstock zurückgreifen, um diesen zu überwältigen." Das ist der Text um den es geht.

Die Grenzsoldaten in Marienborn (also die SiK) hatten diesen Schlagstock nicht in ihrer Ausrüstung und konnten folglich nicht auf ihn zurückgreifen.
Wir wurden in 87/88 darüber hinaus so ausgebildet, dass in dem Falle, dass wir einem Grenzverletzer so nahe kommen, wie man ihm kommen müsste, um einen Schlagstock einzusetzen, der Einsatz der Schusswaffe (im Sinne von "Schießen") ausgeschlossen war. Das verbot nicht nur das Grenzgesetz ("Die Anwendung der Schußwaffe ist die äußerste Maßnahme der Gewaltanwendung gegenüber Personen. Die Schußwaffe darf nur in solchen Fällen angewendet werden, wenn die körperliche Einwirkung ohne oder mit Hilfsmitteln erfolglos blieb oder offensichtlich keinen Erfolg verspricht."), sondern auch der tatsächliche Ausbildungsansatz war so.
Damit wäre der Schlagstock nicht "neben der Schusswaffe" einsetzbar, denn die Schusswaffe "konnte" (durfte) gar nicht eingesetzt werden.

Falsch im obigen Zitat ist, dass "Grenzsoldat auf der Güst = Stasi" waren. Grenzsoldaten waren eben gerade nicht Stasi.


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13.07.2016 10:42
avatar  Lutze
#55
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Im weitesten Sinne könnte man die Bediensteten an den DDR-Grenzübergangsstellen
auch Grenzsoldaten nennen,denn viele dürften ja vorher als Soldat in anderen Einheiten
gewesen sein,
das die Uniformierten dort der Staatssicherheit unterstellt waren,darüber steht genug
hier im Forum
Lutze


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13.07.2016 11:37
avatar  Hanum83
#56
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Bissel Action muss ja auch rein und so ein leichter Grusel-Effekt schadet auch nicht.
Gab es schon früher, stand mal 83 an einer Ausichtsplattform und wurde beäugt von einer Reisegruppe, eine Dame fragte den "Führer" warum der da, also ich, so grüne Streifen auf der Schulter hat, Antwort, "der hat schon einen erschossen", freilich doch, hab mitgespielt und ein ganz böses Gesicht aufgesetzt, hab mich aber dann umgedreht und erst mal abgelacht


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13.07.2016 11:47
#57
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Wir sind eben schon damals gegeneinander ausgespielt worden. Hat ja auch geklappt.
26 Jahre nach der Wende sollten wir dazu gelernt haben und nicht mehr alles glauben, was so an Gemeinheiten und Bösartigkeiten aufgetischt wird.
Mir tun nur die leid, die diese Zeit nicht aus eigenem Erleben kennen und nicht mehr wissen, was sie nun glauben können und was nicht. Das führt zu Politikverdrossenheit.

War schon in der DDR so: Zu dicke aufgetragene Lügen wurden hin und wider schnell erkannt und man dachte sich seinen Teil.

Klaus


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13.07.2016 13:05
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#58
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Ich vermisse hier einen Aspekt, wie könnte in einer Güst überhaupt Schußwaffen eingesetzt werden?
Wie ist das mit der Gefährdungslage für Bürger anderer Staaten?
Gab es für solche Situationen eine Anordnung?


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13.07.2016 13:20
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#59
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Da wurde schon mal was dazu geschrieben,glaub ich.Müsste noch mal suchen.Passport hatte sich,glaub ich,geäußert.Oder Karnak


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13.07.2016 13:25
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#60
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Die Schusswaffengebrauchsbestimmungen waren in einer Güst bestimmt recht kompliziert .
Dazu können hier ehem. Mitarbeiter auch sicherlich sehr interessante Auskünfte geben.

Zu meiner anfangs gestellten Frage:
Erst einmal vielen Dank für eure Meinungen.

Alles in allen kann ich fest stellen das doch alle Meinungen mehr oder weniger zusammen liegen.
Man muß nicht den Erbsenzähler spielen aber man sollte bei der Aufarbeitung der Geschichte für künftige Generationen schon bei der Wahrheit bleiben.
Sonst ist Rotkäppchen irgendwann die böse und der Wolf der gute.
Obwohl doch alle wissen, dass "Rotkäppchen"(auch die Wende) überlebt hat.

Man sollte bei negativen Dingen, die es ja in der ehem. DDR nachweislich genug gab aber auch bei guten Dinge nicht vergessen bei der Wahrheit zu bleiben.

Nur so kann ein wahrheitsgetreues Bild für die Nachwelt geschaffen werden.

Oss`n


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