Frage zur Staatsbürgerschaft der DDR

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18.06.2016 16:59 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2016 17:23)
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#1
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Hallo, ich habe hier mal die Frage, ab wann gab es eigentlich offiziell die " Staatsbürgerschaft der DDR " ? . Ich vermute mal erst mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung der DDR 1974 ? . Es gab bestimmt politische Gründe, warum die " Staatsbürgerschaft der DDR " nicht gleich mit der Gründung der DDR eingeführt wurde. Diese Frage ist bestimmt auch gerade für die jüngere Generation wissenswert.
Ich bin 1937 in Pommern geb. (heute Polen) und hatte nun die deutsche Staatsangehörigkeit und deutsche Nationalität.
Ab 1945 bis 1963 lebte ich in Ostdeutschland / DDR mit der gleichen Staatsangehörigkeit und Nationalität. Nach meiner Dienstzeit in der DGP im Nov.1962 bekam ich einen neuen P.A. , darin stand " Personalausweis für deutsche Staatsangehörige ". In der Zeile Nationalität stand deutsch.
Nach meiner Flucht im Feb. 1963 in die BRD blieb alles bei alten, Staatsangehörigkeit deutsch, Nationalität deutsch.
Wenn meine Eltern ab 1974 einen Visum Antrag für Einreise für einen Besuch stellten, mußte in der Zeile Nationalität, BRD eingetragen werden, das Wort deutsch war nicht erlaubt.
Wer kann hier die richtigen Antworten geben, wer kennt sich hier gut aus ?

Gruß CAMBRINO


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18.06.2016 17:39
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#2
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Bin 1973 geboren laut meiner Frau Mutter gabs Staatsbürgerschaft DDR schon.Irgendwie auch logich,zumindest für mich,da es sie ab 1949 gab.


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18.06.2016 18:13
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#3
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Hallo der Anderdenkende, ja du bist schon einer von der jüngeren Generation, schau dir aber mal meinen P.A. von 1962 an. Was kannst du da lesen ?


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18.06.2016 18:21
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#4
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Anfangs der DDR war Staatsbürgerschaft und Nationalität "Deutsch", änderte sich aber später (wann? Ende der 60er?) in Nationalität deutsch und Staatsbürgerschaft DDR.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)

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18.06.2016 18:43
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#5
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Cambino,Deutsche waren wir Alle!!
Ich denke mal,das Nationalität Deutsch und Staatsbürgerschaft DDR/BRD 2 Schuhe waren und 1949 vollzogen wurden mit Gründung beider damaliger Staaten.Leider schwer was zu finden im Netz.


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18.06.2016 18:47
#6
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Zitat von furry im Beitrag #4
Anfangs der DDR war Staatsbürgerschaft und Nationalität "Deutsch", änderte sich aber später (wann? Ende der 60er?) in Nationalität deutsch und Staatsbürgerschaft DDR.

So kenne ich das auch!


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18.06.2016 18:52 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2016 18:52)
#7
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Man findet im Forum ne ganze Menge 8./ 9. Mai 2014 (25)

Und da die beiden links von @94 unter PS

Moskwitschka

Für bequeme
http://www.verfassungen.de/de/ddr/staatsbuergerschaft67.htm
http://www.opk-akte-verfasser.de/ddr-entlassung.htm

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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18.06.2016 18:52
#8
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Ich war 1970 und 1971 auf der Zentralparteischule, wo uns was beigebracht wurde.
Leider habe ich wieder alles vergessen
tho.


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18.06.2016 19:25
#9
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Das kommt zeitlich schon gut hin @thomas 48 Das Gesetz über die Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik ist vom 20. Februar 1967.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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18.06.2016 19:27
avatar  Pit 59
#10
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Zitat von thomas 48 im Beitrag #8
Ich war 1970 und 1971 auf der Zentralparteischule, wo uns was beigebracht wurde.
Leider habe ich wieder alles vergessen
tho.


Thomas das ist wie mit allem,das unwichtige vergisst man wieder.


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18.06.2016 19:30 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2016 19:40)
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#11
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Hätte man, da "Westberlin" nach offizieller DDR-Lesart* ja "auf dem Territorium der DDR" lag, eigentlich als West-Berliner spaßeshalber (rein DDR-juristisch betrachtet) einen DDR-Personalausweis beantragen dürfen? Vielleicht sogar seinen "Ehrendienst" in der NVA leisten? Ich meine nicht einwandern, ich meine mit dem Hauptwohnsitz in West-Berlin bleibend. Inoffiziell eine echte DDR-Personenkennzahl hat man als Westler wohl vorsorglich schon bekommen, sobald man als Westler die DDR oder Ost-Berlin besuchte.(ohne davon zu erfahren)

So abwegig ist das nicht, bekanntlich konnten umgekehrt DDR-Bürger in West-Berlin oder West-Deutschland auf Wunsch jederzeit einen West-Ausweis oder Pass bekommen, da sie ja im "Geltungsbereich des Grundgesetzes" wohnten.


__________________________________________________________
*aber nicht nach Alliiertem Viermächte-Recht, das dafür maßgeblich war


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18.06.2016 19:30
#12
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #10
Zitat von thomas 48 im Beitrag #8
Ich war 1970 und 1971 auf der Zentralparteischule, wo uns was beigebracht wurde.
Leider habe ich wieder alles vergessen
tho.


Thomas das ist wie mit allem,das unwichtige vergisst man wieder.

"Dumm geboren, nichts hinzugelernt und auch das noch vergessen..." pflegte einer meiner Lehrer bei einer falschen Antwort zu sagen...
http://www.verfassungen.de/de/ddr/staatsbuergerschaft67.htm


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18.06.2016 19:52
#13
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #11
(...)So abwegig ist das nicht, bekanntlich konnten umgekehrt DDR-Bürger in West-Berlin oder West-Deutschland auf Wunsch jederzeit einen West-Ausweis oder Pass bekommen, da sie ja im "Geltungsbereich des Grundgesetzes" wohnten.




Nein DDR Bürger und Berliner hatten ihren Wohnsitz nicht in der BRD.
Artikel 23 (alt). [1] Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiete der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. [2] In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.
Sie kriegten eine deutschen Reisepass, weil sie deutsche Staatsangehörige im Sinne des Staatsangehörigkeitsgesetzes der BRD waren.


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18.06.2016 19:58
avatar  Alfred
#14
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18.06.2016 20:21 (zuletzt bearbeitet: 18.06.2016 20:25)
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#15
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DDR Bürger waren "Deutsche im Sinne des Grundgesetzes" (offizielle westliche Position) und hatten einen Anspruch auf einen West-Reisepass. Sie mussten gegebenenfalls aber ihren DDR-Ausweis solange hinterlegen, wie sie den anderen benutzen wollten.

Praktisch gesehen kamen natürlich nur wenige DDR-Bürger in den Westen, um dort noch diesen, "ihren" West-Ausweis zu beantragen. Es gab aber Leute, die etwa zum Besuch in West-Berlin waren und dann mit einem frischen West-Pass in die ganze Welt weitergeflogen sind. Und wieder zurück.


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