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#201

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 05:09
von Commander | 1.477 Beiträge | 2083 Punkte
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Hallo Gert,
Guck mal hier:

Zitat von Commander im Beitrag Deutrans
Moin,
ich stelle es mal hier rein,weil`s besser passt.
Deutrans,immer wieder Deutrans.Diese Spedition hatte eine einzige Niederlassung mit eigenen LKW.In Potsdam.Die Filialen im Lande waren in den Kraftverkehrsbetrieben untergebracht.Die LKW gehörten dem jeweiligen Verkehrsbetrieb.Wenn man sich Bilder von "Deutrans"-LKW anschaut wird man feststellen,das an den Türen die Zeichen des jeweiligen Betriebes standen.Und es waren alle möglichen Lastwagentypen vorhanden.Auch W50,bei uns wurde mit so einem Teil bis nach Jugoslawien gefahren!Mit 2 Fahrern! Den Verantwortlichen bei Deutrans war es im Prinzip egal,mit was gefahren wurde,Hauptsache der Laster war geeignet u.die Ladung wurde termingerecht abgeliefert.Darauf wurde großen Wert gelegt.Man wollte ja keinen Kunden verprellen.Zuverlässigkeit war oberstes Gebot.Nicht zu vergleichen mit dem sogenannten DDR-Fernverkehr.
Nun zur Fahrerauswahl.In unseren KV war dies recht seltsam.Ich hatte mich 1982 beworben,die Antwort war:"Im Prinzp ja,aber derzeit brauchen wir Busfahrer".Das ging in meinen Fall bis zur Wende so.In der Zwischenzeit wurden Fahrer eingestellt,nach kurzen Intermezzo im DDR-Verkehr waren diese plötzlich im Grenzüberschreitenden Verkehr.Ich habe mir damals nichts zu Schulden kommen lassen u. meine Arbeit als Busfahrer ordentlich gemacht.Ich war verheiratet u.hatte an der Grenze gedient.Es mir nichts genützt.Auch die Gespräche mit dem Kaderleiter einmal halbjährlich haben nichts gebracht.Und plötzlich,im Nov.89 kam man auf mich zu,ob ich noch Interesse habe.Ich habe dankend abgelehnt."Ihr könnt mich am A.... lecken".
Rausschmiß aus dem Büro,noch 3 Monate als Busfahrer,dann zu einem "Privaten".Es waren wilde Zeiten,alles war möglich! Mit einem 5Jahre alten MAN 18.361 war ich im Frühjahr 90 der "King" im Landkreis.Da konnten die Volvos des KV nicht mithalten.Und vorallem,die hatten noch die "Deutrans"-Logos dran,zu der Zeit nicht unbedingt der Bringer.
Noch kurz zur Niederlassung Potsdam.Diese wurde noch bis 1993 als "TSP",Truck u. Service Potsdam weitergeführt.Aber der Beitritt zur "Logsped" war der Genickbruch.Die anderen Gesellschafter der Verbindung hatten nur im Sinn,den"Konkurrenten" zu eliminieren u.dessen Verträge zu übernehmen.Ist ihnen auch gelungen.Der 2.Ostverteter in diesem "Club",der "CTS" Chemnitzer Transportservice,Nachfolger des Handelstranport(Auch mit guten Kontakten)wurde 1995 beseitigt.So war man wieder unter sich.
Zum Schluß noch ein Bild von "Deutrans-Lastern"aus unseren KV.Den Skoda nannten seine Fahrer "Liesbeth".

Entschuldigung für die schlechte Qualität,aber es ist ein altes Bild u.nicht besser zu bearbeiten.

Schönen Sonntag,Gruß C.

Zitat von Commander im Beitrag Deutrans
Wenn es interessiert,ich habe noch ein paar Daten aus der jüngeren Geschichte von "Deutrans".(nicht aus dem Netz,ich habe andere Quellen)
Das Potsdam freiwillig zur Logsped ist,stimmt so nicht ganz.Sie wurden von der achso beliebten Treuhand 1991 für 15 mio mark an die Logsped verkauft.Die Maßgabe war,von den 300 Beschäftigten sollen 210 eine Arbeitsplatzgarantie erhalten.Die Besitzer versprachen,20 mio Mark zu investieren.Für die Treuhand war es also eine erfolgreiche Privatisierung.Was kam dann? Von den 20 mio wurden lediglich 7 mio Mark investiert.Fehlende Grundbucheinträge,rote Zahlen in Millionenhöhe u.man höre u.staune,eine totale Stasibelastung! sollten die Ursache sein.Dabei war das knowhow in Potsdam Weststandart.Werktatt,Autos u.Personal auf Westniveau.Die neuen Anlagen nutzten die angestammten Speditionen zu ihren Zwecken.TSP hatte nichts davon.Von den ursprünglichen Mitarbeitern wurden 99 übernommen,davon 4 Lehrlinge.Am 08.02.93 morgens das Ende.An der Wandtafel(die gab es noch)war der Hinweis,das der Geschäftsbetrieb der TSP zum 08.02.! komplett eingestellt wird.Und ähnlich erging es "CTS",im Frühjahr 96 wurde der Betrieb eingestellt.Nachdem aber die CTS in vorangegangenen Jahren in die Standorte Glauchau u. Plauen Unsummen investiert hat.Diese Liegenschaften wurden natürlich mitübernommen.
Und Deutrans heute? Das Unternehmen "Pro Boden" hat die Namensrechte.Ich setze keine Fotos ein(Urheberrechte),aber wer möchte,kann unter diesen Namen im Netz Interessantes finden.

Sonnigen Abend,Gruß C.

Zitat von Commander im Beitrag Deutrans
Hallo,
Bis 1987(da kamen die ersten Volvos)wurde bei uns nur mit Fahrzeugen wie auf dem Bild zu sehen gefahren.Wir hatten etliche Liaz,einen Skoda(Liesbeth,mir gefällt der Name so),einen Jelcz,einen Roman und einen W50.Und die sind alles gefahren.Achso,einen MAS(Stier) hatten wir auch.Der ist aber nur Osteuropa gefahren,oft SU,Trassenversorgung.Wie hieß das doch gleich?"Mit ein bisschen Bindedraht kommste bis nach Leningrad.Mit ein bissel Glück kommste auch zurück".
Was ich aber sagen muß,diese Autos wurden durch die Fahrer u. Werkstatt topgepflegt.Es war nicht das bei uns(Hauptbetrieb) übliche Farbschema Grün/Rot,nein die LKW waren unterschiedlich lackiert.Auch durften kleine Wimpel(Minischals) und auch Länderkennzeichen an der Seite nicht fehlen.
Manche hatten das hintere Seitenfenster davon voll,als Zeichen,wo sie überall schon waren.
Man muß halt nicht in allen,was die "Deutrans" betrifft, immer gleich vermuten,das waren alles Spitzel.Wenn man von heutigen Zeiten ausgeht,die Verkehrsbetriebe waren lediglich Subunternehmer.Man war ein angestellter Fahrer,der seine Arbeit gemacht hat.Und er war(damals)angesehen.Nicht wie heute.Klar gab ein paar Privilegien,aber die gab es in anderen Bereichen auch.Und warum auch nicht?
Wie gesagt,ich hätte diesen Job gerne schon in DDR-Zeiten gemacht,egal wohin die Reise geht.Ich wäre auch immer wieder nach Hause gekommen,wolllte nur etwas erleben.Aber ich war noch jung genug,um das alles nachzuholen.Fragt nicht nach dem Preis.

Schönen Abend,Gruß C.
#

Das wars in aller Kürze,Schönen Tag,Gruß C.



Gert, IM Kressin, Rainer-Maria Rohloff und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.08.2017 05:12 | nach oben springen

#202

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 06:41
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #200
Das Monopol hatte die Firma "Deutrans". Die Fahrzeige waren vom DDR W 50, Skoda, Jelcz bis zur MAN Lizenz RABA.


Mit VOLVO waren sie auch unterwegs. Böse Zungen behaupten ja, Deutransfahrzeuge wurden auch für Spionage benutzt. Mal eben vor nen interessanten Objekt eine Panne vortäuschen und Fotos machen. Ob da was dran ist oder nicht, weiß ich nicht. Abwegig wäre es zumindest nicht.


bürger der ddr hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#203

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 09:22
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Ist was dran, es wurden konkrete Aufträge dafür ausgegeben.



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#204

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 13:08
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Ich habe eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Es mag sein, dass DDR-Kraftfahrer im GÜV dahingehend instruiert worden sind, nach Rückkehr über festgestellte militärische Handlungen und Objekte (Manöver, Marschkolonnen, Kasernen usw.) zu berichten. Aber eigentlich war es doch fast unmöglich, als erkennbarer Deutrans-Fahrer wesentliche Aufklärung in der BRD zu betreiben. Da hatte man beim MfS doch ganz andere und unauffälligere Möglichkeiten. M.E. wurde bewusst die Legende geschaffen, Deutrans-Fahrer wären Militärspione für die Verwaltung Aufklärung des MfNV. Untermauert wurde das Ganze, als ein BW-Feldjäger zwei Deutrans-Fahrer festgenommen hatte, die angeblich eine Kaserne fotografiert haben sollen. Sie wurden dann letztlich in die DDR zurückgeführt, ohne dass ihnen etwas zu beweisen war.
Die Deutrans-Fahrer waren doch eher ein Zielobjekt des BND zur Militärspionage gegen die DDR. Sie fuhren auch auf DDR-Strecken, konnten dabei bestimmte militärische Objekte und Marschstraßen anfahren und bei der nächsten Westreise ihre Aufklärungsergebnisse dem BND mitteilen. Im Jahr 1980 gelang es der Funkaufklärung des MfS, in den Observationsfunk des BND einzudringen und Maßnahmen des BND auszuwerten. Man war dort im Funkverkehr unvorsichtig und unterschätzte die Möglichkeiten der Spezialfunkdienste des MfS. Und so gaben die Observanten unverschlüsselt Teile von Lkw-Kennzeichen, Fahrzeugfarbe, Typ und Personenbeschreibung des Fahrers durch. Als Schwerpunkt wurde dabei Hamburg erkannt und hier insbesondere ein Speditionsbüro in Hafennähe, welches als Generalvertreter für Deutrans fungierte und Transporte vermittelte.
Es war nun nicht mehr schwer für die Spionageabwehr des MfS aufgrund der ausgewerteten Funksprüche die ins Visier geratenen Fahrer zu identifizieren und zu kontrollieren. Man wusste doch, wer, wann, wo im Westen unterwegs war. Einige hatten sich auch selbstständig beim MfS gemeldet und konnten als IMB geworben werden, andere waren auf das Angebot des BND eingegangen und wurden enttarnt. Insgesamt konnte das MfS letztlich bis 1985 insgesamt Aufklärungsmaßnahmen, Anbahnungen und Werbungen gegen ca. 80 Kraftfahrer aus der DDR feststellen. Die Aktion trug im MfS die Deckbezeichnung "Perspektive".



Gert, passport, Rainer-Maria Rohloff, exgakl und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.08.2017 13:09 | nach oben springen

#205

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 13:17
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Zitat von Merkur im Beitrag #204
Ich habe eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Es mag sein, dass DDR-Kraftfahrer im GÜV dahingehend instruiert worden sind, nach Rückkehr über festgestellte militärische Handlungen und Objekte (Manöver, Marschkolonnen, Kasernen usw.) zu berichten. Aber eigentlich war es doch fast unmöglich, als erkennbarer Deutrans-Fahrer wesentliche Aufklärung in der BRD zu betreiben. Da hatte man beim MfS doch ganz andere und unauffälligere Möglichkeiten. M.E. wurde bewusst die Legende geschaffen, Deutrans-Fahrer wären Militärspione für die Verwaltung Aufklärung des MfNV. Untermauert wurde das Ganze, als ein BW-Feldjäger zwei Deutrans-Fahrer festgenommen hatte, die angeblich eine Kaserne fotografiert haben sollen. Sie wurden dann letztlich in die DDR zurückgeführt, ohne dass ihnen etwas zu beweisen war.
Die Deutrans-Fahrer waren doch eher ein Zielobjekt des BND zur Militärspionage gegen die DDR. Sie fuhren auch auf DDR-Strecken, konnten dabei bestimmte militärische Objekte und Marschstraßen anfahren und bei der nächsten Westreise ihre Aufklärungsergebnisse dem BND mitteilen. Im Jahr 1980 gelang es der Funkaufklärung des MfS, in den Observationsfunk des BND einzudringen und Maßnahmen des BND auszuwerten. Man war dort im Funkverkehr unvorsichtig und unterschätzte die Möglichkeiten der Spezialfunkdienste des MfS. Und so gaben die Observanten unverschlüsselt Teile von Lkw-Kennzeichen, Fahrzeugfarbe, Typ und Personenbeschreibung des Fahrers durch. Als Schwerpunkt wurde dabei Hamburg erkannt und hier insbesondere ein Speditionsbüro in Hafennähe, welches als Generalvertreter für Deutrans fungierte und Transporte vermittelte.
Es war nun nicht mehr schwer für die Spionageabwehr des MfS aufgrund der ausgewerteten Funksprüche die ins Visier geratenen Fahrer zu identifizieren und zu kontrollieren. Man wusste doch, wer, wann, wo im Westen unterwegs war. Einige hatten sich auch selbstständig beim MfS gemeldet und konnten als IMB geworben werden, andere waren auf das Angebot des BND eingegangen und wurden enttarnt. Insgesamt konnte das MfS letztlich bis 1985 insgesamt Aufklärungsmaßnahmen, Anbahnungen und Werbungen gegen ca. 80 Kraftfahrer aus der DDR feststellen. Die Aktion trug im MfS die Deckbezeichnung "Perspektive".





interessanter Einblick in die Tätigkeit.Ich erkenne aber keine Nutzen. Wofür der ganze Aufwand ? es hat jedenfalls nicht zur Stabilisierung der DDR beigetragen wie man heute weiss. Der Volksmund würde sagen , es war für die Katz.


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#206

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 13:18
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Alles richtig.
Und ich erinnere mich, was für ein Tanz in unserer DE war, als der zuständige Mitarbeiter berichtete, dass 2 seiner "Deutrans-IM" auf dem Parkplatz morgens aufwachten und feststellen mußten, dass die Planen fett und groß mit "Stasi" bemalt war.

Edit: bezieht sich auf den Beitrag von Merkur



zuletzt bearbeitet 29.08.2017 13:19 | nach oben springen

#207

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 13:29
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Zitat von Ebro im Beitrag #206
Alles richtig.
Und ich erinnere mich, was für ein Tanz in unserer DE war, als der zuständige Mitarbeiter berichtete, dass 2 seiner "Deutrans-IM" auf dem Parkplatz morgens aufwachten und feststellen mußten, dass die Planen fett und groß mit "Stasi" bemalt war.

Edit: bezieht sich auf den Beitrag von Merkur


und wo ist das passiert, auf DDR Territorium oder in der Bundesrepublik ? Beim letzteren kann es nur ein GD gewesen sein. Den stino Bundesbürger interessierte das überhaupt nicht, die meisten kannte das MfS gar nicht.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#208

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 13:48
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Es war auf BRD-Parkplätzen, deshalb war ja die Befürchtung der Dekonspirierung da, weil es ja 2 "Richtige" getroffen hatte.



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#209

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 14:09
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Ob die Gegenseite ähnliches fabriziert hat? In der DDR waren ja auch ausländische Fernlastzüge unterwegs. Damals bei uns im Norden waren bspw. viele Dänen unterwegs.
Westdeutsche natürlich auch. Aber vermutlich haben sich die westlichen Geheimdienste dann doch nicht soviel Mühe gegeben wie die Firma...


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#210

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 14:10
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@Gert schrieb:"Ich erkenne aber keine Nutzen. Wofür der ganze Aufwand ? es hat jedenfalls nicht zur Stabilisierung der DDR beigetragen wie man heute weiss."

Genau Gert, wenn man damals so schlau gewesen wäre, wie Du 37 Jahre später, hätte man auf beiden Seiten manches Überdenken können.



Ebro, bürger der ddr, Gert, 94 und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.08.2017 14:17 | nach oben springen

#211

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 14:35
von Oelprinz50 (gelöscht)
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Zitat von Merkur im Beitrag #204
Ich habe eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Es mag sein, dass DDR-Kraftfahrer im GÜV dahingehend instruiert worden sind, nach Rückkehr über festgestellte militärische Handlungen und Objekte (Manöver, Marschkolonnen, Kasernen usw.) zu berichten. Aber eigentlich war es doch fast unmöglich, als erkennbarer Deutrans-Fahrer wesentliche Aufklärung in der BRD zu betreiben. Da hatte man beim MfS doch ganz andere und unauffälligere Möglichkeiten. M.E. wurde bewusst die Legende geschaffen, Deutrans-Fahrer wären Militärspione für die Verwaltung Aufklärung des MfNV. Untermauert wurde das Ganze, als ein BW-Feldjäger zwei Deutrans-Fahrer festgenommen hatte, die angeblich eine Kaserne fotografiert haben sollen. Sie wurden dann letztlich in die DDR zurückgeführt, ohne dass ihnen etwas zu beweisen war.
Die Deutrans-Fahrer waren doch eher ein Zielobjekt des BND zur Militärspionage gegen die DDR. Sie fuhren auch auf DDR-Strecken, konnten dabei bestimmte militärische Objekte und Marschstraßen anfahren und bei der nächsten Westreise ihre Aufklärungsergebnisse dem BND mitteilen. Im Jahr 1980 gelang es der Funkaufklärung des MfS, in den Observationsfunk des BND einzudringen und Maßnahmen des BND auszuwerten. Man war dort im Funkverkehr unvorsichtig und unterschätzte die Möglichkeiten der Spezialfunkdienste des MfS. Und so gaben die Observanten unverschlüsselt Teile von Lkw-Kennzeichen, Fahrzeugfarbe, Typ und Personenbeschreibung des Fahrers durch. Als Schwerpunkt wurde dabei Hamburg erkannt und hier insbesondere ein Speditionsbüro in Hafennähe, welches als Generalvertreter für Deutrans fungierte und Transporte vermittelte.
Es war nun nicht mehr schwer für die Spionageabwehr des MfS aufgrund der ausgewerteten Funksprüche die ins Visier geratenen Fahrer zu identifizieren und zu kontrollieren. Man wusste doch, wer, wann, wo im Westen unterwegs war. Einige hatten sich auch selbstständig beim MfS gemeldet und konnten als IMB geworben werden, andere waren auf das Angebot des BND eingegangen und wurden enttarnt. Insgesamt konnte das MfS letztlich bis 1985 insgesamt Aufklärungsmaßnahmen, Anbahnungen und Werbungen gegen ca. 80 Kraftfahrer aus der DDR feststellen. Die Aktion trug im MfS die Deckbezeichnung "Perspektive".


Könnte das vielleicht mit der Spedition Ihle und den Zwischenfall und den Tot von Uwe zusammen hängen.


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#212

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 15:54
von damals wars (gelöscht)
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Zitat von Merkur im Beitrag #204
Ich habe eine etwas andere Sicht auf die Dinge. Es mag sein, dass DDR-Kraftfahrer im GÜV dahingehend instruiert worden sind, nach Rückkehr über festgestellte militärische Handlungen und Objekte (Manöver, Marschkolonnen, Kasernen usw.) zu berichten. Aber eigentlich war es doch fast unmöglich, als erkennbarer Deutrans-Fahrer wesentliche Aufklärung in der BRD zu betreiben. Da hatte man beim MfS doch ganz andere und unauffälligere Möglichkeiten. M.E. wurde bewusst die Legende geschaffen, Deutrans-Fahrer wären Militärspione für die Verwaltung Aufklärung des MfNV. Untermauert wurde das Ganze, als ein BW-Feldjäger zwei Deutrans-Fahrer festgenommen hatte, die angeblich eine Kaserne fotografiert haben sollen. Sie wurden dann letztlich in die DDR zurückgeführt, ohne dass ihnen etwas zu beweisen war.
Die Deutrans-Fahrer waren doch eher ein Zielobjekt des BND zur Militärspionage gegen die DDR. Sie fuhren auch auf DDR-Strecken, konnten dabei bestimmte militärische Objekte und Marschstraßen anfahren und bei der nächsten Westreise ihre Aufklärungsergebnisse dem BND mitteilen. Im Jahr 1980 gelang es der Funkaufklärung des MfS, in den Observationsfunk des BND einzudringen und Maßnahmen des BND auszuwerten. Man war dort im Funkverkehr unvorsichtig und unterschätzte die Möglichkeiten der Spezialfunkdienste des MfS. Und so gaben die Observanten unverschlüsselt Teile von Lkw-Kennzeichen, Fahrzeugfarbe, Typ und Personenbeschreibung des Fahrers durch. Als Schwerpunkt wurde dabei Hamburg erkannt und hier insbesondere ein Speditionsbüro in Hafennähe, welches als Generalvertreter für Deutrans fungierte und Transporte vermittelte.
Es war nun nicht mehr schwer für die Spionageabwehr des MfS aufgrund der ausgewerteten Funksprüche die ins Visier geratenen Fahrer zu identifizieren und zu kontrollieren. Man wusste doch, wer, wann, wo im Westen unterwegs war. Einige hatten sich auch selbstständig beim MfS gemeldet und konnten als IMB geworben werden, andere waren auf das Angebot des BND eingegangen und wurden enttarnt. Insgesamt konnte das MfS letztlich bis 1985 insgesamt Aufklärungsmaßnahmen, Anbahnungen und Werbungen gegen ca. 80 Kraftfahrer aus der DDR feststellen. Die Aktion trug im MfS die Deckbezeichnung "Perspektive".



Es hätte schon einer unfangreichern Schulung beduft, um die unterschiedlichen Besatzer und ihre Technik zu erkennen! Und was nütze es zu wissen, welcher Landrover sich wo in der Landschaft befindet? Es gab wohl wirksamere Methoden der Aufklärung. So staunte Herr Schönborn, das die DDR/NVA Aufklärung über die Bundeswehr besser informiert war als die Bundeswehr selbst.


zuletzt bearbeitet 29.08.2017 15:56 | nach oben springen

#213

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 16:11
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Zitat von Merkur im Beitrag #210
@Gert schrieb:"Ich erkenne aber keine Nutzen. Wofür der ganze Aufwand ? es hat jedenfalls nicht zur Stabilisierung der DDR beigetragen wie man heute weiss."

Genau Gert, wenn man damals so schlau gewesen wäre, wie Du 37 Jahre später, hätte man auf beiden Seiten manches Überdenken können.



das ist wohl so.


Ebro hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#214

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 16:17
von Gert | 14.076 Beiträge | 6966 Punkte
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Zitat von Blitz_Blank_Kalle im Beitrag #209
Ob die Gegenseite ähnliches fabriziert hat? In der DDR waren ja auch ausländische Fernlastzüge unterwegs. Damals bei uns im Norden waren bspw. viele Dänen unterwegs.
Westdeutsche natürlich auch. Aber vermutlich haben sich die westlichen Geheimdienste dann doch nicht soviel Mühe gegeben wie die Firma...


spricht vieles dagegen, erstens hat die DDR ihre Güter nahezu ausnahmslos durch ihre VEB Kraftverkehr transportieren lassen, zweitens hat der BND keinen VEB Kraftverkehr in der umgekehrten Richtung unterwegs gehabt, wie sollte er an Fahrer und LKW kommen die so etwas machen? Das Transportgwerbe ist überwiegend in privater Hand, höchstens mit Geld Fahrer anheurern. Aber vielleicht ist das Blödsinn was ich schreibe, im Transportgewerbe kenn ich mich nicht aus, daher lasse ich das lieber.


zuletzt bearbeitet 29.08.2017 16:18 | nach oben springen

#215

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 17:06
von Merkur | 1.238 Beiträge | 906 Punkte
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Gert, die Nutzung von West-Kraftfahrern durch den BND hatte doch nichts damit zu tun, ob die Spedition staatlich oder privat ist. Natürlich hat der BND auch dieses Potenzial genutzt, wo es sich anbot, genau wie das von West-Binnenschiffern, die die Transitwasserstraßen der DDR befuhren.



Ebro und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#216

RE: Die Kraftverkehrsbetriebe der DDR und ...

in Leben in der DDR 29.08.2017 22:44
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #212

Es hätte schon einer unfangreichern Schulung beduft, um die unterschiedlichen Besatzer und ihre Technik zu erkennen! Und was nütze es zu wissen, welcher Landrover sich wo in der Landschaft befindet? Es gab wohl wirksamere Methoden der Aufklärung. So staunte Herr Schönborn, das die DDR/NVA Aufklärung über die Bundeswehr besser informiert war als die Bundeswehr selbst.


Die DDR-Aufklärung hätte vielleicht besser mal vor der eigenen Türe aufklären sollen, dann hätten eventuell nicht tausende 89 den Schönborn gemacht.
Das die Armetei den Westen nie hätte in die Tasche stecken können, daran konnten nun sicherlich auch die paar Lenkraddreher aus dem Osten auf westdeutschen Straßen nichts ändern.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.08.2017 22:51 | nach oben springen


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