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#1

Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 02:04
von B208 (gelöscht)
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Im Thema - Gartenschläger - wurde von mibau angemerkt , es gäbe einige Mitglieder /Zeitzeugen , die auf Grund bestimmter Meinungen anderer Mitglieder/ Zeitzeugen hier nicht mehr schreiben und sich nicht mehr einbringen .

Gibt es denn nur diese eine Zeitzeugenwahrheit ?

Ein Zeitzeuge aus den 60er Jahren hat andere Erfahrungen und Erlebnisse als ein Zeitzeuge aus den 70er oder 80er Jahren .
Auch die unterschiedlichen Einsatzorte und Einsatzgebiete bewirken andere Erkenntnisse für jeden einzelnen Zeitzeugen .

Es darf doch nicht dazu führen , dass eine andere , abweichende Meinung als eine Art " Nestbeschmutzung " ausgelegt wird .

Historiker haben aus meiner Sicht einen grossen Vorteil gegenüber Zeitzeugen , sie handeln, denken und recherchieren in der Regel emotionslos .

Bei der Buchvorstellung - Der Eid - in Schlagsdorf im Grenzhus kam es in der anschliessenden Gesprächsrunde zu folgendem .

Eine Historikerin sprach das Thema Alkohol bei den Grenztruppen an , ein vor mir sitzender ehemaliger Grenzsoldat meldete sich zu Wort und verneinte dies lautstark , Alkohol war aus seiner Sicht bei der GT kein Thema ,darauf antwortete ein ehem. Offz. der GT , zuletzt im Regiment tätig , ihm seien schon Alkoholprobleme bei der GT bekannt geworden . Also zwei Meinungen zum gleichen Thema von zwei Zeitzeugen .

Ich habe in der Zeit ab 1974 im Abschnitt der GSA Ratzeburg meinen Dienst an der Grenze verrichtet , habe einige Erlebnisse gehabt und nur über diese selbst erlebten Vorgänge kann ich Aussagen als Zeitzeuge machen . Vieles was ich von Ratze und Waldersee und Dieter1945 hier lese ist für mich neu , habe ich nicht erlebt , obwohl wir alle im gleichen Raum und auch zur gleichen Zeit Dienst getan gaben .

Aussagen von Zeitzeugen wie @Dieter1945 und @Zweedi04 , die über einen längeren Zeitraum in einem räumlich identischen , sich gegenüberliegendem Abschnitt ihren Dienst verrichtet haben , sind sicherlich aussagekräftiger , als Aussagen von Zeitzeugen , die in diesem Abschnitt auch aktiv waren , aber nur für einen kurzen Zeitraum und sie sind auch aussagekräftiger , da beide sich mit ihren (gemeinsamen) Erlebnissen (ost/west) austauschen .

Das alle ehem. AGTs hier eine , in Bezug auf die Grenze , einheitliche Meinung vertreten sollen/müssen ist problematisch .

Die zigtausend ehem.AGT sind nicht alle in einem Grenzerforum und auch hier ist nur ein ganz kleiner Bruchteil aktiv .
Es kann daher auch nicht die Grenzerwahrheit geben .

Und es war sicherlich nicht alles gut und schön an der Grenze und da möchte ich auch wieder auf das Buch - Der Eid - zurückkommen .

Unter den Zuhörern befand sich eine Frau , sie berichtete kurz von ihrer Geschichte , gescheiterte Flucht und sie sprach den Autor und den Reg.Offz direkt an . Der Autor konnte ihr seine Situation , seine Gefühle mitteilen und übergab ihr anschliessend einen Blumenstrauß , den er zuvor bekommen hatte .
Der Reg.Offz. erklärte ihr seine damalige Situation , seine politischen Vorgaben und Aufträge , seine politische motivierten Handlungen und Befehle, sehr nüchtern und sachlich , dennoch klang es für mich wie eine Entschuldigung .
Die Frau konnte seine Erklärungen nicht nachvollziehen .

Auch hier wieder zwei ganz unterschiedliche Formen der Aussage zweier Zeitzeugen obwohl der Inhalt der Aussagen gleich war .
Beide wären bereit gewesen sie an der Flucht zu hindern , aber aus unterschiedlichen Motiven .
Beim Offz war es die politische Überzeugung und sein Pflichtbewusstsein , beim Autor war es nach meinem Empfinden die Einstellung , sein Hemd ist ihm näher als das der Frau , er hatte Familie .

Ich finde es unangebracht durch falschen "Korpsgeist" Meinungen beeinflussen zu wollen !


B208


der 39., Klauspeter, Ratze, lhsecurity, S51 und Hansotto haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.04.2016 00:05 | nach oben springen

#2

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 06:47
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
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Es ging um einen Beitrag von mir in dem ich sinngemäß geäußert hatte das ich die Anlage 501 als Schei... empfand und empfinde.
Wenn wegen dieser Ansicht jemand nicht mehr schreiben sollte, dann tut mir das leid, aber meine Ansicht ändere ich deshalb auch nicht.
Ich hatte ein Jahr Zeit mir dieses segensreiche Produkt der menschlichen Schaffenskraft zu betrachten und dabei reifte halt diese Empfindung in mir.
Ich hoffe trotzdem das die Mehrheit meiner alten Mitgenossen nun wegen meiner Ansicht nicht in Größenordnungen hier die Segel streicht, andere aktiv hier schreibende Zeitzeugen aus unseren Reihen, wie z.B. der User Bölleronkel, haben uns ja leider aus anderen Gründen verlassen was auch sehr schade war und ist.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


der 39., Klauspeter, GKUS64 und Gert haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.04.2016 06:54 | nach oben springen

#3

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 09:06
von Freienhagener | 7.610 Beiträge | 17022 Punkte
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Das Phänomen wird auch "Rashomon-Effekt" genannt, nach einer japanischen Filmhandlung:

"Jede Person im Film erzählt eine ganz eigene, in sich schlüssige Geschichte, die jeweils nur eine immer andere Frage offenlässt.................................................Die psychologische Bedeutung des Films liegt darin, dass er vorführt, wie unterschiedliche Interessenlagen und Motive die Wahrnehmung einer Situation maßgeblich beeinflussen. Aus psychologischer Sicht steht die Existenz der Realität nicht zur Debatte, aber ihre Widerspiegelung durch direkte und indirekte Beobachter, die sich vom Geschehen ihre eigenen gedanklichen Konstrukte bilden. Das Phänomen wird heute mitunter als Rashomon-Effekt bezeichnet, ist jedoch in wissenschaftlich ausgearbeiteter Form in anderen Theorien, zum Beispiel als kognitive Verzerrung oder selektive Wahrnehmung, bekannt."

https://de.wikipedia.org/wiki/Rashomon_%...stw%C3%A4ldchen

Von dem Phänomen lebt das Forum


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#4

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 09:49
von sentry | 1.501 Beiträge | 1552 Punkte
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Zitat von B208 im Beitrag #1
Eine Historikerin sprach das Thema Alkohol bei den Grenztruppen an...


Nehmen wir mal diesen Halbsatz. Jeder, der bei den Grenztruppen war, kann irgendetwas Wahres dazu berichten. Wir könnten hier -zig Forumsseiten dazu füllen. Aber was ist das Thema?

Wurde bei GT mehr gesoffen als in der zivilen DDR? Mehr als bei der NVA? Wurde gesoffen, weil Grenzdienst traumatisiert hat oder eine psychische Belastung war?
Hatte Alkoholmissbrauch Auswirkungen auf den Grenzdienst?
Wer hatte die besten Schmuggelmethoden?
...

Je nachdem, welche Tendenz der Dialog nimmt, werden auch die Zeitzeugenberichte variieren.
Ich könnte berichten, dass ich nie einen Tropfen Alkohol in die Kaserne gebracht habe, nie besoffen auf Grenzdienst war und auch keine psychischen Belastungen im Grenzdienst empfand.

Wir wissen aber alle, dass dort wo Gruppen junger Männer zusammenkommen, fast zwangsläufig getrunken wird, Scheiße gebaut wird, Verbote umgangen werden, weil das einfach sein muss und was sonst noch alles.
Also kann ich natürlich auch berichten, dass wir ausgefeilte Schmuggel-, Versteck- und Kommunikationsmethoden zum Vermeiden von Entdeckung hatten, dass ich gelegentlich mit unglaublichen Kopfschmerzen und Müdigkeit an der Grenze war und dass sich allgemein ein Großteil der Freizeitbeschäftigung irgendwie um Alkoholkonsum drehte.

Alles wäre wahr, aber eben auch nur ein ganz kleiner Ausschnitt in einer ganz besonderen Einheit der GT zu einer ganz speziellen Zeit...nichts, was geeignet wäre, für eine historische Abhandlung über die Grenztruppen zu verallgemeinern.

Eine Zeitzeugenaussage kann sehr erhellend und oft sogar geeignet sein, historische Feststellungen zu widerlegen.
Wenn ein Grenzer glaubhaft machen kann, dass es in seiner Einheit ein Alkoholproblem gab, kann man fortan nicht mehr behaupten, dass es sowas nicht gegeben hat.
Aus Zeitzeugenberichten generelle Ableitungen zu machen, ist aber regelmäßig stark zu hinterfragen.
Wenn ein Zeitzeuge behauptet, dass in seiner Einheit bis auf ein paar Glas Bier im Ausgang eigentlich gar kein Alkohol getrunken wurde, bedeutet das nicht, dass das im Rest der GT auch so war.

Besonders schwierig wird die Objektivität von Zeitzeugenberichten immer dann, wenn sie im Kontext eines "Wettbewerbs" fällt (wer war der Coolste, der Schlaueste, der Ärmste, der Reichste) und wenn ein Außenstehender einem Zeitzeugen erzählen will, "wie es wirklich wahr".
Da entsteht oft so eine Abwehrhaltung, die eine objektive Diskussion von Sachverhalten nicht mehr möglich macht.
Außerdem sind natürlich auch Zeitzeugen nicht in der Lage, ihre Erinnerungen über längere Zeit und in veränderlichem Umfeld objektiv und wahr zu halten.


der 39., DoreHolm, Wahlhausener und Hansotto haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#5

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 09:51
von der 39. | 1.101 Beiträge | 4688 Punkte
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Es ist auch meine Auffassung, dass ein identisches Ereignis von zwei Personen, die es selbst erlebt oder gesehen haben, längst nicht immer gleich beschrieben wird. Wir Menschen sind nun mal ( oder glücklicherweise) keine Roboter oder andere Maschinen und so haben wir alle differenzierte Auffassungen zum Selbsterlebten. Natürlich sind unterschiedliche Wahrnehmungen von " Zeitzeugen" nicht krass schwarz oder weiß, Aber in Details gibt es schon öfter mal Unterschiede. Dafür sind wir Menschen.
Der 39.



DoreHolm und Freienhagener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 10:15
von bürger der ddr | 7.840 Beiträge | 29232 Punkte
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Historiker sind evtl. weniger emotional belastet, nur Historiker wollen leben....
Entweder sind die Historiker an Instituten oder ähnlichen Einrichtungen beschäftigt, machen Auftragsarbeiten oder müssen ihre Werke vermarkten. Daraus ergibt sich schon wieder eine viel größere Gefahr, die Gefahr der Geschichtsverfälschung durch wirtschaftliche Abhängigkeit vom jeweiligen "Sieger".


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


der 39. und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 10:27
von Moskwitschka | 3.709 Beiträge | 3748 Punkte
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Objektivitätt hätte Deine Aussage erreicht @bürger der ddr , wenn Du erwähnt hättest, das es immer Historiker gab, die sich nach den Mächtigen gestreckt haben. Auch in der DDR.

Ich erinnere da nur an das Institut für Marxismus-Leninismus sowie das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften. Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich sagen - zentralgeleitete Geschichtsschreibeung.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

Kalubke und Wahlhausener haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 10:48
von sentry | 1.501 Beiträge | 1552 Punkte
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Zitat von bürger der ddr im Beitrag #6
Historiker sind evtl. weniger emotional belastet, nur Historiker wollen leben....


Bei manchen, wie z.B. H. Knabe scheint beides der Fall zu sein...
Dem gegenüber denke ich natürlich regelmäßig an meinen Geschichtsunterricht in der DDR. Was uns da zum Teil für Lügen und Weglassungen aufgetischt wurden - allein schon das reicht, ewig für den Mauerfall und den Zugang zum Wissen der Welt dankbar zu sein.

Im Übrigen fühle ich mich jedenfalls nicht in der Lage, Zeitzeugen und Historiker gegeneinander abzuwägen (auch für den neu gewonnen Zugang zu Zeitzeugen bin ich enorm dankbar).
Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Die Kunst ist es, diese zu erkennen und die für einen selbst nützlichen Informationen herausziehen und die unnützen oder fragwürdigen zumindest auf eine "Noch-zu-verifizieren-Liste" zu setzen.


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#9

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 11:00
von damals wars (gelöscht)
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Das größte Problem mit dem Alkohol war, das es keinen legal zu kaufen gab.
Aber wie das so mit den Verboten ist, verleiteren die niemanden den Alkohol. Allein schon die Unterbringung in der Kaserne sorgte schon für Geselligkeit, und wo Sorgen sind (familiere etc) ist auch Likör.


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#10

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 11:06
von thomas 48 | 4.881 Beiträge | 5873 Punkte
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Was ist ein Zeitzeuge?
Ein Zeitzeuge in diesem Forum ist eine Person, die einen bestimmten Teil der Grenze bewachen und darüber berichten.
Ich war nicht an der Grenze und kann darüber nichts berichten.
Ein Historiker soll das Wissen aus vergangenen Zeiten nicht mit den heutigen Wissen mischen.
Ich tippe schon lange über Verbrechen usw. aus alten Zeitungen, trenne aber immer das damalige Wissen mit den Gedanken von heute.
tho


lhsecurity hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#11

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 12:23
von DoreHolm | 9.031 Beiträge | 6857 Punkte
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Zitat von damals wars im Beitrag #9
Das größte Problem mit dem Alkohol war, das es keinen legal zu kaufen gab.
Aber wie das so mit den Verboten ist, verleiteren die niemanden den Alkohol. Allein schon die Unterbringung in der Kaserne sorgte schon für Geselligkeit, und wo Sorgen sind (familiere etc) ist auch Likör.


Ob bei den GT mehr gesoffen wurde als in Einheiten der NVA ? Ich kann mir vorstellen, daß die leichtere und häufigere Gelegenheit zum Alkoholschmuggel in die Kaserne und die doch etwas lockerere Disziplin mit einem leichten "Ja" beantwortet werden könnte. Bei gleichen Möglichkeiten wäre es in der NVA genauso, in bestimmten Einheiten, wie Mot-Schützen vielleicht noch mehr.



zuletzt bearbeitet 29.04.2016 12:25 | nach oben springen

#12

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 12:43
von sentry | 1.501 Beiträge | 1552 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #11
Ich kann mir vorstellen, daß die leichtere und häufigere Gelegenheit zum Alkoholschmuggel in die Kaserne und die doch etwas lockerere Disziplin mit einem leichten "Ja" beantwortet werden könnte.


Gutes Beispiel für das Zeitzeugenproblem in diesem Zusammenhang. Meine Einheit lag im Schutzstreifen. Im Umfeld gab es nichts als Grenze, Kasernen ein paar Wohnungen und eine Kneipe. Ausgang war theoretisch alle 4 Tage möglich, aber das Schmuggeln signifikanter Mengen Alk war mangels Einkaufsgelegenheiten im Umfeld gar nicht möglich. Der Ausgang durfte nämlich nur in diese Kneipe gehen und da konnte man nur sporadisch und in kleinen Mengen etwas raustragen. Auch das Mitbringen aus dem Grenzdienst war mangels Gelegenheit kaum möglich.
Wir hatten weder leicht noch häufig Gelegenheit zum Alkoholschmuggel.
Ich persönlich kann mich nicht erinnern, dass das bei uns ein großes Thema war. Wir hatten so viel Grenzdienst, dass man genug mit Müdigkeit und physischer Leistungsfähigkeit zu kämpfen hatte. Das ließ ja auch nicht in der EK-Zeit nach, wie oft bei Muckern oder so. Bei uns wurde buchstäblich bis zum letzten Tag gedient.
Viele hatten dem zu Folge gar keinen Bock auf Alk außer der Reihe. Ich kann mich nur an sporadische Schmuggelversuche aus dem Urlaub erinnern, aber nicht an die ausgefeilten Muckermethoden (wiederverschlossene Saftflaschen, eingedost in Konservendosen oä.)


der 39. und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#13

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 13:05
von Klauspeter | 1.283 Beiträge | 1878 Punkte
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Historiker haben aus meiner Sicht einen grossen Vorteil gegenüber Zeitzeugen , sie handeln, denken und recherchieren in der Regel emotionslos
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Der Eingangsbeitrag hat mir richtig gut gefallen.
Mit dem zitierten Satz habe ich so meine Probleme.

Wenn es um die Bewertung historischer Ereignisse geht, dann glaube ich Zeitzeugen mehr als Historikern.
Sicher ist der Zeitzeuge in seinem Denken und seinen Emotionen in gewisser Weise gefangen.
Beim Historiker aber stehen andere Zwänge an, die seine Gefühle beeinflussen. Meist ist der Historiker irgendwo angestellt (Uni, Institut usw.).
Er hat Vorgesetzte, die Einrichtung hat "Geldgeber" und der Spruch "wessen Brot ich ess, dessen Liede ich sing!" enthielt und enthält schon ein Stückchen Wahrheit.
Auch der "unabhängige" Historiker will seine Bücher verkaufen. Auch er kann sich bestimmten Zwängen nicht entziehen.

Gerade bei der "historischen" Aufarbeitung der Geschichte der DDR kurz nach der Wende wurden von einigen Historikern und Journalisten faustdicke Lügen aufgetischt. Ich verzichte hier auf Beispiele.

Ich finde, dass Leute zu verurteilen sind, die bewusst Lügen. Dazu gehörten und gehören in den Auseinandersetzungen unserer Zeit auch manche Historiker.
Der Zeitzeuge hat es auch nicht einfach. Er berichtet zu einem ganz kleinen Ausschnitt des Geschehens Meist war er Teil des Geschehens; kann schnell in eine "Verteidigungssituation" kommen.
Im Gegensatz zum Historiker gibt er aber keine Pauschalurteile ab.

Klaus



der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#14

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 13:19
von sentry | 1.501 Beiträge | 1552 Punkte
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #13
Im Gegensatz zum Historiker gibt er aber keine Pauschalurteile ab.


Doch, das ist ja gerade einer der häufigsten Kritikpunkte an der Zeitzeugenhistorie: Aus dem eigenen Erleben werden größere Zusammenhänge abgeleitet, die von anderen Zeitzeugen aber widerlegt werden.
Und schon diskreditiert sich die ganze Zeitzeugennummer selbst, weil nur noch gestritten wird, welcher Zeitzeuge die Wahrheit für sich gepachtet hat.

Geh mal in die Threads, die sich mit der DDR-Demokratie oder den Palast der Republik beschäftigen und lies die Teile, wo es um Armut oder um an Restaurantschlangen vordrängelnde, privilegierte Parteibonzen geht. Das sind kleine, aber eingängige Beispiele, wo aus eigenem (Er)Leben pauschal geurteilt wird, andere ("wenn DU das nicht erlebt hast, lieber Fresse halten...") pauschal totargumentiert werden.

So lange der Zeitzeuge sagt: "Ich habe das so erlebt.", ist alles gut. So bald er sagt: "Das war so.", ist Vorsicht geboten, insbesondere, wnenein Kontext verwendet wird ("Das war in der DDR so."), die eine Einzelperson unmöglich als Zeitzeuge(!) beurteilen kann.

Der Historiker, so er denn glaubhaft und wissenschaftlich arbeiten will, muss immer Quellen angeben. Aber, und da hast Du natürlich recht, er kann beurteilen, bewerten, Ableitungen und Meinungen abgeben, für die er dann aber auch als Wissenschaftler geradestehen muss.
Wie schnell das schief geht, sieht man ja an den vielen "Selbsternannten".
Ihr Werk lässt sich schließlich durch andere anerkannte Historiker und Kritiker vortreffelich auseinandernehmen - und oft auch durch Zeitzeugen


vs1400 und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#15

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 13:23
von Josef | 631 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #13
Historiker haben aus meiner Sicht einen grossen Vorteil gegenüber Zeitzeugen , sie handeln, denken und recherchieren in der Regel emotionslos
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Der Eingangsbeitrag hat mir richtig gut gefallen.
Mit dem zitierten Satz habe ich so meine Probleme.

Wenn es um die Bewertung historischer Ereignisse geht, dann glaube ich Zeitzeugen mehr als Historikern.
Sicher ist der Zeitzeuge in seinem Denken und seinen Emotionen in gewisser Weise gefangen.
Beim Historiker aber stehen andere Zwänge an, die seine Gefühle beeinflussen. Meist ist der Historiker irgendwo angestellt (Uni, Institut usw.).
Er hat Vorgesetzte, die Einrichtung hat "Geldgeber" und der Spruch "wessen Brot ich ess, dessen Liede ich sing!" enthielt und enthält schon ein Stückchen Wahrheit.
Auch der "unabhängige" Historiker will seine Bücher verkaufen. Auch er kann sich bestimmten Zwängen nicht entziehen.

Gerade bei der "historischen" Aufarbeitung der Geschichte der DDR kurz nach der Wende wurden von einigen Historikern und Journalisten faustdicke Lügen aufgetischt. Ich verzichte hier auf Beispiele.

Ich finde, dass Leute zu verurteilen sind, die bewusst Lügen. Dazu gehörten und gehören in den Auseinandersetzungen unserer Zeit auch manche Historiker.
Der Zeitzeuge hat es auch nicht einfach. Er berichtet zu einem ganz kleinen Ausschnitt des Geschehens Meist war er Teil des Geschehens; kann schnell in eine "Verteidigungssituation" kommen.
Im Gegensatz zum Historiker gibt er aber keine Pauschalurteile ab.

Klaus


Natürlich gibt es keine objektive Geschichtsschreibung, sondern nur eine entlang der Parameter einer erzählenden Person, die durchaus beeinflusst sein können.

Staatsdoktrin derzeit ist, die DDR nurmehr als "Diktatur" oder als "Unrechtsstaat" darzustellen. Käme man mit etwas anderem, müsste man sich umgehend Vorwürfe gefallen lassen und stünde fachlich sofort im Off.

Interessant auch, dass Historiker in der DDR eine staatstragende Rolle hatten. So wurde zB ein Thomas-Müntzer-Kult getrieben, der für die Legitimation und geschichtliche Fundierung herhalten sollte.


Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#16

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 13:41
von der alte Grenzgänger | 1.694 Beiträge | 3763 Punkte
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #11
...Bei gleichen Möglichkeiten wäre es in der NVA genauso, in bestimmten Einheiten, wie Mot-Schützen vielleicht noch mehr.


... nee, die Panzermänner waren die schlimmsten.. oder waren es die Nachrichtenleute .. ne, Quatsch, die Granatwerfer waren es ..

Siggi
(Mot- Schütze und Zeitzeuge im Zeitraum 11/73-4/75 und 8/82- 10/82, räumlich begrenzt auf den Einsatzbereich des MSR 16 bzw. MSR 7, dort wiederum auf die 3. und 1. MSK bzw. 7. MSK begrenzt...
ja, unsere Erfahrungen sind schon ziemlich enggefasst- deswegen hat der andere immer "auch recht"- das sollten wir zulassen und anerkennen)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
Klauspeter hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 13:44
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Zitat von sentry im Beitrag #12
..Das ließ ja auch nicht in der EK-Zeit nach, wie oft bei Muckern oder so. Bei uns wurde buchstäblich bis zum letzten Tag gedient.
..



Bei uns auch...

Siggi
(Zeitzeuge, wie obenstehend)


"Das Verlangen, von uns selbst zu sprechen und unsere Fehler ins rechte Licht zu rücken, macht einen großen Teil unserer Aufrichtigkeit aus."
La Rochefoucauld (1613 - 1680)
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#18

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 14:03
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Staatstragende Historiker in der DDR; eine etwas zwiespältige und verkürzende Aussage finde ich.

Zwei Beispiele, 1979 veröffentlichte die Historikerin Ingrid Mittenzwei eine Biographie über "Friedrich II. von Preußen." im Deutschen Verlag der Wissenschaften in Berlin(Ost). 1982 erschien eine erweiterte Auflage dieser Biographie. Sie erschien ebenfalls 1980 in der BRD.
Bis Heute wird eingeschätzt das diese Biographie die umfassendste, alle Facetten Friedrich II. erfassendste Publikation zum Thema ist.
Dieses wissenschaftliche Werk war unter anderem auch mit ein grundlegender Anstoß das die Bewertung der Person des Königs und insgesamt der preußischen Geschichte nachfolgend von offizieller Seite der DDR als Vergangenheit auch der DDR und als "Erbe" angenommen wurde. Das Preussenbild wandelte sich in der Wahrnehmung in den Achtziger Jahren deutlich.
Um hypothetisch zu sein, wenn damals noch die Schloßruine gestanden hätte, nach dem Erscheinen dieser Biographie hätte man sie nicht mehr gesprengt ......
Allerdings war soetwas 7 Jahre nach dem Krieg und der alliierten "Anweisungen" alles was an Preussen, der Wurzel allen kriegerischen Übels, erinnert aus dem Bild und den Köpfen der Menschen zu eliminieren, nicht möglich.

Durch diese Neubewertung der deutschen und preussischen Geschichte ab 1980 in der DDR führte unter anderem dazu das 1985 eine ebenfalls umfassende, zweibändige Biographie über Bismark in der DDR erschien, parallel dazu ebenfalls in der BRD veröffentlicht.
Ausgerechnet Bismark, dem bis dato in der offiziellen Geschichtsschreibung all das negative was angeblich Preussen und Deutschland ausmachte zugeschrieben wurde. Besonders hervorgehoben wurden bekanntlich seine Versuche die Arbeiterbewegung in Form der SPD zu vernichten, während seine Reformen beim Sozial- und Rentenrecht diskret unter den Tisch fielen.
Auch diesem Werk bzw. dem Autor wird eine profunde Kenntnis der behandelten Materie und eine Sachlichkeit bescheinigt welche einen wirklichen Historiker auszeichnet.

Beide Bücher sind auch Heute noch lesbar und erscheinen sporadisch in Neuauflagen.

Soviel zur grundsätzlich staatstragenden Rolle der DDR Geschichtsschreibung und deren Historiker.


Gruß
Nostalgiker


PS.: Damit keine Irritationen aufkommen a la "schnell angelesen .....", beide Werke stehen seit ihrem ersten Erscheinen in meinem Bücherregal und wurden damals auch gelesen.


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

vs1400 und Klauspeter haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#19

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 14:15
von Wim | 78 Beiträge
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In den 80ern hatten die Genossen tatsächlich ihr Herz für Friedrich entdeckt. Dann kamen noch Luther und Bismarck drann.
War vielleicht der Versuch dem sozialistischen Preussen einen erweiterten geschichtlichen Unterbau zu verleihen.
Funktionierte natürlich alles nicht ohne das grüne Licht von Oben.


zuletzt bearbeitet 29.04.2016 16:38 | nach oben springen

#20

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 16:08
von DoreHolm | 9.031 Beiträge | 6857 Punkte
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #17
Zitat von sentry im Beitrag #12
..Das ließ ja auch nicht in der EK-Zeit nach, wie oft bei Muckern oder so. Bei uns wurde buchstäblich bis zum letzten Tag gedient.
..



Bei uns auch...

Siggi
(Zeitzeuge, wie obenstehend)




Bis zum letzten Tag, stimmt. Ich war in der letzten Schicht, in der noch EK´s mit draußen waren. Danach, also als Ablösung an allen Postenpunkten, kamen dann nur noch die nachgrückten Vizes und die Pissis, also die ganz Neuen, die automatisch, da schon 2. DHj, jetzt Vizes waren. Große, offiziell nicht genehmigte Krafrundfahrt aller Kradstreifen in Hennigsdorf, mit frischem Birkengrün im MPi-Lauf.

Noch mal zum Alkoholschmuggel: Ja, stimmt, Zeitzeugen. Unsere GK lag auch im Schutzstreifen im Gegensatz zu den anderen GKs und dem Stab, die alle in Ortslage Hennigsdorf lagen. Aber es kam, selbst wenn Ausgangssperre herrschte, immer ein Kraftfahrer aus irgendwelchen Gründen raus und konnte was mitbringen. Außerdem war auf dem Weg vom KP und den von dort zusammenlaufenden Fußstreifen- und der Kradstrecke ein Getränkestützpunkt. Ein älterer Herr hatte das in seiner Laube am Weg(oder wohnte er dort ?) eingerichtet und wir waren seine besten Kunden. Und da kam zumindest am Wechsel von Früh- zu Spätschicht immer jemand vorbei. Also die Gelegenheiten waren in der Zeitschiene als auch von Einheit zu Einheit unterschiedlich und man kann hier nichts verallgemeinern.



thomas 48 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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