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#21

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 16:19
von Josef | 631 Beiträge | 3 Punkte
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #18
Staatstragende Historiker in der DDR; eine etwas zwiespältige und verkürzende Aussage finde ich.

Zwei Beispiele, 1979 veröffentlichte die Historikerin Ingrid Mittenzwei eine Biographie über "Friedrich II. von Preußen." im Deutschen Verlag der Wissenschaften in Berlin(Ost). 1982 erschien eine erweiterte Auflage dieser Biographie. Sie erschien ebenfalls 1980 in der BRD.
Bis Heute wird eingeschätzt das diese Biographie die umfassendste, alle Facetten Friedrich II. erfassendste Publikation zum Thema ist.
Dieses wissenschaftliche Werk war unter anderem auch mit ein grundlegender Anstoß das die Bewertung der Person des Königs und insgesamt der preußischen Geschichte nachfolgend von offizieller Seite der DDR als Vergangenheit auch der DDR und als "Erbe" angenommen wurde. Das Preussenbild wandelte sich in der Wahrnehmung in den Achtziger Jahren deutlich.
Um hypothetisch zu sein, wenn damals noch die Schloßruine gestanden hätte, nach dem Erscheinen dieser Biographie hätte man sie nicht mehr gesprengt ......
Allerdings war soetwas 7 Jahre nach dem Krieg und der alliierten "Anweisungen" alles was an Preussen, der Wurzel allen kriegerischen Übels, erinnert aus dem Bild und den Köpfen der Menschen zu eliminieren, nicht möglich.

Durch diese Neubewertung der deutschen und preussischen Geschichte ab 1980 in der DDR führte unter anderem dazu das 1985 eine ebenfalls umfassende, zweibändige Biographie über Bismark in der DDR erschien, parallel dazu ebenfalls in der BRD veröffentlicht.
Ausgerechnet Bismark, dem bis dato in der offiziellen Geschichtsschreibung all das negative was angeblich Preussen und Deutschland ausmachte zugeschrieben wurde. Besonders hervorgehoben wurden bekanntlich seine Versuche die Arbeiterbewegung in Form der SPD zu vernichten, während seine Reformen beim Sozial- und Rentenrecht diskret unter den Tisch fielen.
Auch diesem Werk bzw. dem Autor wird eine profunde Kenntnis der behandelten Materie und eine Sachlichkeit bescheinigt welche einen wirklichen Historiker auszeichnet.

Beide Bücher sind auch Heute noch lesbar und erscheinen sporadisch in Neuauflagen.

Soviel zur grundsätzlich staatstragenden Rolle der DDR Geschichtsschreibung und deren Historiker.


Gruß
Nostalgiker


PS.: Damit keine Irritationen aufkommen a la "schnell angelesen .....", beide Werke stehen seit ihrem ersten Erscheinen in meinem Bücherregal und wurden damals auch gelesen.



Hallo Nostalgiker,
Ingrid Mittenzwei oder auch Herbert Langer mit seinem Buch zum Dreißigjährigen Krieg gehören (mit Günter Vogler) mE zur Crème de la crème der DDR-Historikerzunft. Natürlich hatte die DDR-Führung ein Interesse daran, dass solche Bücher auch im Ausland erscheinen, teils in prächtiger Ausstattung, Offsetdruck, feinstes Papier, während die einfachen Genossen offenbar Probleme hatten, notwendige Druckerzeugnisse für den Alltag infolge des Papiermangels herzustellen.
Die DDR hatte durchgängig ein Legitimationsdefizit und versucht, dieses zu kompensieren, dabei unter vorgehaltener Hand (leider) immer westorientiert. Es war schwierig, eine nationale Tradition zu begründen und deshalb hat man auch auf Preußen zurückgegriffen. Beim Exerzierschritt und den Märschen war das besonders deutlich.
Dabei wäre es in meinen Augen ehrlicher gewesen, man hätte den Preußenkönig dort gelassen, wo er war: Ein absolutistischer Bauernschinder mit ein paar kleinen Reformideen, die später von der bürgerlichen Klasse begeistert aufgegriffen wurden, um die Vormacht der feudalen Ausbeuterklasse zu brechen (ich habe das mal bewusst in ML-Worte gekleidet, ich persönlich finde auch den Historischen Materialismus so unzutreffend nicht).
Ein echter Arbeiter- und Bauernstaat, finde ich, orientiert sich nicht an einem König. Wenn er es doch tut, und die DDR hat es getan, wie Du schreibst in den 80ern, dann war das der Anfang vom Ende. Man hat die eigenen Ideale verraten und preisgegeben, wie bei so Vielem.
Gruß, Josef


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#22

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 18:40
von Freienhagener | 7.610 Beiträge | 17020 Punkte
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Das mit der DDR muß man differenziert betrachten.

Ich schätze z. B. das Buch "Deutsche Könige und Kaiser des Mittelalters".

Aber wenns um die Zeitgeschichte geht, dann spielte die "führende Rolle der SED" eine Rolle und bestellte Schreiber.

Wenn es gilt, Gegner zu entlarven, dann wurde Wertvolles geliefert, z. B. Memoiren von deutschen und russischen Kommunisten, die Chinas Mao persönlich erlebten. Aber diese Aufzeichnungen wurden erst nach dem Bruch zwischen Moskau und Peking veröffentlicht.

Die wenigste Objektivität gab es aus nachvollziehbaren Gründen in Sachen Sowjetunion und DDR-Geschichte.

In der BRD sind gegenteilige Darstellungen von Historikern normal. Die Wissenschaftler sind an einer Uni und nicht von Brotgebern abhängig. Denen darf man schon rein wissenschaftlicher Ergeiz zutrauen. Die (relaive) Freiheit der Lehre an den Unis ist gegeben.

Die Unterschiede bei denen kommen generell vom eigenen politischen Standpunkt, nicht mehr aufgrund von hohheitlichen Vorgaben.


Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef. (Hanns Schwarz)


Kalubke hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.04.2016 18:45 | nach oben springen

#23

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 20:34
von gitarre52 | 201 Beiträge | 391 Punkte
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hallo,
zum thema alkohol kann ich aus pers. erfahrung folgendes berichten.:
während der ausbildung in halberstadt 1971, konnte man nach einer gewissen erfahrungs-und beobachtungszeit, regelmäßig an alkohol kommen.
sei es durch "unerl. entfernen", handel mit benachbarten russen, oder sogar mit beziehung zur kantinenfrau, das wurde alles regelmäßig genutzt,
an der grenze, war es jedoch bei uns soldatendienstgraden nicht die regel.vielleicht lag es wirklich an der anspannung. dafür wurde im ausgang jedoch umso mehr gesoffen,-zumindest wenn man keine partnerschaftl. verpflichtungen hatte.
7 jahre später wurde ich zur reserve nach potsdam-eiche gezogen. dort war die sauferei schon auf allen ebenen verstärkt anzutreffen.
7 weitere jahre später reserve in niederlehme "königs-wusterhausen),- hier sehnte ich das ende der reserve und der damit verbundenen sauferei, regelrecht herbei.hier wurde auf der bude 1 fl. primasprit und ein glas erdbeeren zu einer "bowle" gemixt.
offiziersdienstgrade sah man in der mittagspause mit einer in eine papiertüte eingewickelten pulle übers gelände hasten.
habe es aber trotzdem, ohne alkoholiker zu werden, überstanden.
soviel zum unterschied grenztruppen und nva.
mfg klaus


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#24

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 20:40
von Zange | 486 Beiträge | 656 Punkte
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Es wurde damals überall gesoffen. Ob im Westen oder im Osten.


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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#25

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 22:16
von damals wars (gelöscht)
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Ja, mit Bismark hatte ich auch so meine Probleme.
Wir sollten die Politik Bismarks in Bezug auf die Einführung der Rente beurteilen.
Und von dem konnte ja nichts gutes kommen. Aber zu diesem Zeitpunkt war die Neubeurteilung seiner Leistung auch bei den Geschichtslehrer angekommen. Uns wurde das mit Zuckerbrot (Renten und Unfallversicherung) und Peitsche (Verbot der Sozialdemokratie) erklärt.
Auch der deutsche Einheit (Deutsches Reich) wurden positive Aspekte zugebilligt.
Un das Bild "der Lotse geht von Bord" war im Geschichtsbuch abgebildet.


zuletzt bearbeitet 29.04.2016 22:17 | nach oben springen

#26

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 22:21
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
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Bismarck, hab heute auch an den gedacht als ich mir ein Fischbrötchen gegönnt hab.
Der hat allerhand angeschoben, sogar den Hering, laut Vorpost eventuell auch die bissige Mark.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 29.04.2016 22:22 | nach oben springen

#27

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 29.04.2016 22:23
von der 39. | 1.101 Beiträge | 4688 Punkte
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Guten Abend Nostalgiker,
mit Friedrich dem Großen beschäftige ich mich auch ab und an. Dabei lese ich " Friedrich der Große, mein Leben und meine Zeit". Erschienen 1937, noch frei von Nazi-Ideologe. Enthalten sind alle wichtigen Schriften von ihm über 700 Seiten, es ist ja bekannt, dass er viel geschrieben hat. Also sozusagen ein Buch von ihm und nicht über ihn.
Will nicht näher auf ihn eingehen, aber er hat meinen Respekt.
Der 39.



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#28

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 00:06
von B Man | 254 Beiträge | 415 Punkte
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Zitat von Zange im Beitrag #24
Es wurde damals überall gesoffen. Ob im Westen oder im Osten.


Das ist eben genau diese Pauschalaussage die gerne zu Streit führt weil es immer jemanden geben wird der andere Erfahrungen gemacht hat

Als Zeitzeuge in einer grossen Kaserne ( West ) könnte ich ja nicht mal sagen was die Kameraden in der Nachbar Kompanie so weggekippt haben.


Gruss Andreas
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#29

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 00:44
von B208 (gelöscht)
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So sehe ich es auch ,
es ist nicht möglich seine eigenen Erlebnisse pauschal als " so war es damals " als einheitliches Gesamtbild zu übermitteln .

Darum kann es aus meiner Sicht auch nicht im Sinne des Forum sein , wenn eine einheitliche , kritiklose Grenzermeinung eingefordert wird .

B208


zuletzt bearbeitet 30.04.2016 00:45 | nach oben springen

#30

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 05:25
von B208 (gelöscht)
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RE: Michael Gartenschläger in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze
Gestern 23:17

von Pitti53 • | 8.567 Beiträge • messageNachricht senden | profileProfil ansehen | Zitat vormerken
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #1002Viel neues wird man wohl auch nicht mehr rausarbeiten können vom MG, ich war ja 7 Jahre später am Schutzwall, da erzählte der Polit jedenfalls genüsslich schaurig immer von der Gartenschläger-Bande die einen Grenzsoldaten fangen möchte aus Rache, war wohl so gedacht wie bei den Hunden, "Pass gut auf Hasso!"



Wie viel Biere hatte euer Polit da schon intus? Die Story höre ich zum erstenmal
..........................................................................................................................................................................................................................

Das ist mal ein gelungenes Beispiel aus dem Leben !

Ein glaubwürdiger ehem.AGT berichtet aus seiner GT Zeit .

Ein ehem. hoher Politoffz. der GT und Admin in diesem Forum , nur der Pabst ist glaubwürdiger , kann dies nicht bestätigen und führt die Aussage auf den Alkoholkonsum des Politgenossen zurück .

Ein besseres Beispiel für dieses Thema ist kaum denkbar .

B208


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#31

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 09:37
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
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Zitat von B208 im Beitrag #30
RE: Michael Gartenschläger in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze
Gestern 23:17

von Pitti53 • | 8.567 Beiträge • messageNachricht senden | profileProfil ansehen | Zitat vormerken
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #1002Viel neues wird man wohl auch nicht mehr rausarbeiten können vom MG, ich war ja 7 Jahre später am Schutzwall, da erzählte der Polit jedenfalls genüsslich schaurig immer von der Gartenschläger-Bande die einen Grenzsoldaten fangen möchte aus Rache, war wohl so gedacht wie bei den Hunden, "Pass gut auf Hasso!"



Wie viel Biere hatte euer Polit da schon intus? Die Story höre ich zum erstenmal
..........................................................................................................................................................................................................................

Das ist mal ein gelungenes Beispiel aus dem Leben !

Ein glaubwürdiger ehem.AGT berichtet aus seiner GT Zeit .

Ein ehem. hoher Politoffz. der GT und Admin in diesem Forum , nur der Pabst ist glaubwürdiger , kann dies nicht bestätigen und führt die Aussage auf den Alkoholkonsum des Politgenossen zurück .

Ein besseres Beispiel für dieses Thema ist kaum denkbar .

B208


Ich kann schon verstehen das ein Kollege die Argumente eines anderen Kollegen anzweifelt, mein zuständiger Polit war nicht jung von der O-Schule, der hatte schon etliche Jährchen auf dem Buckel, Kulturarbeit ging dem auch hinten rum, der kniete sich in seine ureigene Aufgabe, also seine Schäfchen fit machen für ordentliche Dienstdurchführeung.
Der hat auch gewusst das der gemeine Grenzsoldat gerne mal ein Schläfchen hält anstatt nach Grenzverletzern Ausschau zu halten, eventuell hat er da halt selbst die Geschichte mit der Bande kreiert und es war ihm egal ob sie den Tatsachen entspricht, Wirkung hat sie ja gezeigt.
Übrigens wurden uns damals viele Dinge und Geschichten erzählt die wohl eigentlich Nonsens waren aber doch den einfachen Grenzsoldaten die Notwendigkeit ihrer Aufgabe verdeutlichen sollten.
War halt einfach eine mehr.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 30.04.2016 09:39 | nach oben springen

#32

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 19:55
von bürger der ddr | 7.840 Beiträge | 29232 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #7
Objektivitätt hätte Deine Aussage erreicht @bürger der ddr , wenn Du erwähnt hättest, das es immer Historiker gab, die sich nach den Mächtigen gestreckt haben. Auch in der DDR.

Ich erinnere da nur an das Institut für Marxismus-Leninismus sowie das Zentralinstitut für Geschichte an der Akademie der Wissenschaften. Wenn ich jetzt ganz böse wäre, würde ich sagen - zentralgeleitete Geschichtsschreibeung.

Moskwitschka


Mädel, warum wieder so einseitig, wir kennen doch heute die neuen Spiele....


Ein Ausspruch von A. Schopenhauer: "Seit ich die Menschen kenne liebe ich die Tiere"


vs1400 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 20:48
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1274 Punkte
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Das sich Kinder von Nomenkladurkadern gerne in der Protestpose gefallen kann doch sehr beispielhaft bei einer gewissen Vera beobachtet werden.
Jetzt steht sie, die Vera, kurz vor einem offiziellen Bekenntnis zur Ideologie der AfD ....

Das "Mädel", ebenfalls Nomenklaturkaderkind, versucht es zur Zeit noch damit 'nen Gegner der DDR zum Opfer und damit faktisch zum Helden zu stilisieren ....
Mal sehen wann sie vom 'A' zu 'P' kommt ......

Nostalgiker


Aber auf einmal bricht ab der Gesang,
einer zeigt aus dem Fenster, da spazieren sie lang,
die neuen Menschen, der neue Mensch,
der sieht aus, wie er war
außen und unter`m Haar
wie er war ...

_______________
aus; "Nach der Schlacht" - Renft - 1974
Text: Kurt Demmler

mibau83 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#34

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 30.04.2016 23:12
von Moskwitschka | 3.709 Beiträge | 3748 Punkte
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Um zum Thema zurück zu kehren. Ich frage mich, warum z..B. ein Hubertus Knabe diese "herausragende" Stellung in der öffentlichen Wahrnehmung erlangen konnte.

Wo waren die DDR - Historiker in der Wendezeit, die sich öffentlich zum Umbruch in der DDR geäußert haben? Künstler, Oppositionelle, Intelektuelle - alle waren sie in der öffentlichen Wahrnehmung anwesend. Geschichtswissenschaftler? Man kann ihnen zugute halten, dass sie beobachtet haben. Aber hatten sie nichts in der Schublade, wenn sie 40 Jahre beobachtet haben, um damals Stellung zu beziehen?

Ich denke, das hat viel mit der Ausbildung von Geschichtswissenschaftlern in der DDR zu tun. Egal auf welcher Ebene. Ob als Hauptfach oder Nebenfach.

Und nun kommt etwas sehr persönliches. Als Lehrerstudenten mit Nebenfach Geschichte, wurde uns die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft ans Herz gelegt. Da konnte man gleich die Pateitagsdokumunte lesen. Oder anders gesagt - Quellenstudium betreiben.

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

zuletzt bearbeitet 30.04.2016 23:13 | nach oben springen

#35

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.05.2016 09:22
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Herr Knabe hat sich erst in die Öffentlichkeit gedrängelt nachdem er aus der Gauck-Behörde wegen einiger Unregelmäßigkeiten geflogen ist und das war so um die Jahrtausendwende.
Davor war er als "Historiker" ein unbeschriebenes Blatt und wurde selbst in Fachkreisen nicht weiter wahrgenommen.
Erst als er sich massiv auf seinen Kreuzzug konzentrierte, bevorzugt durch die alten Länder reiste um mittels Vorträgen unbedarfte Mittelstandsfrauen mit Geschichten über SED Diktatur, welche nach Knabe die schlimmere der beiden Diktaturen sei, und über sein Lieblingsthema "Stasi" zu erschrecken kam er im Bewußtsein von Teilen der Bevölkerung an.
Seine Fachkollegen hatten damals und auch Heute für ihn in der Regel nur Hohn und Spott übrig.
Von politischen Kreisen wegen seiner Kreuzzugsqualitäten protegiert bekam er als Spielwiese den Komplex der UHA Hohenschönhausen übereignet damit er daraus das bekannte Knabenland machen konnte in dem sich die freiwillig dorthin befohlenden Schülermassen so richtig gruseln können.

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.
Sehr viele Wissenschaftler, auch oder gerade auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften äußerten sich in dieser Zeit, brachten Bücher etc. heraus.
Nur wollte das damals keiner lesen und das betrifft auch die Schreiberin welche sich jetzt, 25 Jahre später, darüber mokiert ......

Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, welche es übrigens noch Heute gibt, beschränkte sich nicht darauf Parteitagsdokumente zu veröffentlichen wie die Nebenfach-Studentin ihrer "Erinnerung" entnimmt .......


Gruß
Nostalgiker


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Text: Kurt Demmler

Josef und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#36

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.05.2016 10:13
von Moskwitschka | 3.709 Beiträge | 3748 Punkte
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Zitat von Nostalgiker im Beitrag #35

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.



Ach ja Wo sind denn die Arbeiten von den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlern (so nannte man doch damals, oder?) , die sie einfach hätten aus den Schubladen holen können, als sie von ihrer gesellschaftlichen Aufgabe entbunden waren, das einheitliche sozialistische Geschichtsbild zu vermitteln?

Gab es doch damals viele weiße Flecken, die in ihr Fachgebiet fielen - von der Stalinisierung der KPD und damit auch der SED, der 17. Juni 1953 um nur einige zu nennen. Oder war die Abhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion so groß, dass man sich meist auf das Argument zurück zog, dass vieles nicht zugänglich war, weil es in sowjetischen Archiven lag?

Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Moskwitschka


„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Kurt Tucholsky

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#37

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.05.2016 10:21
von Fritze (gelöscht)
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Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Ach ja , wie wäre es denn ,wenn Madame hier , ihre Täter-Opfer-Akte einstellen würden !


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#38

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 01.05.2016 10:30
von Nostalgiker | 2.880 Beiträge | 1274 Punkte
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #36
Zitat von Nostalgiker im Beitrag #35

Im Gegensatz zu Politikern äußern sich Historiker in der Regel nie zu aktuellen Ereignissen, da ist der Vorwurf wieso sich die DDR-Historiker zur Wendezeit nicht zum Umbruch geäußert haben einfach nur populistischer Quatsch.



Ach ja Wo sind denn die Arbeiten von den Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlern (so nannte man doch damals, oder?) , die sie einfach hätten aus den Schubladen holen können, als sie von ihrer gesellschaftlichen Aufgabe entbunden waren, das einheitliche sozialistische Geschichtsbild zu vermitteln?

Du hast ein bemerkenswertes realitätsfremdes Weltbild, welches sich bei dir nicht nur in dieser lächerlichen Behauptung darstellt.
Keine Ahnung aber davon besonders viel


Gab es doch damals viele weiße Flecken, die in ihr Fachgebiet fielen - von der Stalinisierung der KPD und damit auch der SED, der 17. Juni 1953 um nur einige zu nennen. Oder war die Abhängigkeit von der ehemaligen Sowjetunion so groß, dass man sich meist auf das Argument zurück zog, dass vieles nicht zugänglich war, weil es in sowjetischen Archiven lag?

Lass es einfach über Forschungsgegenstände zu orakeln wenn du diesbezüglich unwissend bist.

Oder war es eher die Angst, sich mit dem eigenen Mief zu beschäftigen?

Moskwitschka



Nostalgiker


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#39

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 02.05.2016 19:23
von Sonne | 536 Beiträge | 311 Punkte
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Zitat von gitarre52 im Beitrag #23
hallo,
zum thema alkohol kann ich aus pers. erfahrung folgendes berichten.:
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Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend
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#40

RE: Zeitzeugen - Historiker

in Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze 03.05.2016 02:37
von B208 (gelöscht)
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