Aufklärung schwerer Straftaten usw.

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22.04.2016 13:19 (zuletzt bearbeitet: 22.04.2016 13:23)
avatar  Merkur
#1
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Man liest ja stets und ständig, was dem MfS alles vorgeworfen wird. Bekanntlich war das MfS (mit-)verantwortlich für die Untersuchung von Straftaten:

- gegen die innere Sicherheit der DDR
- mit hoher Gesellschaftsgefährlichkeit
- die eine große Unruhe in der Bevölkerung verursachten.

Daher stellt sich für mich die Frage, warum nicht auch über positive Dinge gesprochen und geschrieben wird, zu denen die Staatssicherheit entscheidend beigetragen hat. Das MfS hat beispielsweise (kleine Auswahl) folgende Taten aufgeklärt oder war maßgeblich daran beteiligt:

- diverse Tötungsdelikte (Serienmorde, z. B. Knabenmorde von Eberswalde, Tötungsserie im Krankenhaus, Tötungsdelikte an Bundesbürgern, Tötungsdelikte mit lange unbekanntem Täter)
- diverse Brände, Havarien und Sprengstoffdelikte (Panzersprenger von Karl-Marx-Stadt, Sprengsatz auf dem Zwiebelmarkt Weimar)
- diverse sonstige schwere Straftaten (Vergiftung von Schokolade in Wallroda und dadurch Tod eines Kindes, Ermittlung eines Anrufers in Berlin-Marzahn, welcher Kinder telefonisch zum Suizid aufforderte, einbacken von Nägeln und Rasierklingen in einer Großbäckerei)
- Untersuchung von Katastrophen im Verkehrswesen (Zugunglück von Langenweddingen, Flugzeugabstürze)

Mich würde interessieren, wie die User des Forums das sehen? Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion.


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22.04.2016 13:29
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#2
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( gelöscht )

Zitat von Merkur im Beitrag #1
...
Mich würde interessieren, wie die User des Forums das sehen?..


.. positiv (natürlich nur für mich gesprochen)
Siggi


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22.04.2016 13:37
avatar  Ebro
#3
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Nur zur Erläuterung:
Jede Kreisdienstelle hatte zum Beispiel einen BUS-Verantwortlichen. (Brände, Unfälle, Störungen), der bei solchen Vorkommnissen zur Aufklärung gemeinsam mit der K und der Feuerwehr aktiv wurde. Er verfügte über eine spezielle Ausbildung in dieser Richtung, konnte Tatorte dokumentieren, Fingerabdrücke sichern usw. Dazu stand ihm ein Koffer zur Verfügung, in dem sich die dazu nötigen Geräte und Unterlagen befanden.
Ich war auch Besitzer von so einem Ding...!

Selbst Akademiker mit Diplom sind nur marginal intelligent

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22.04.2016 13:37 (zuletzt bearbeitet: 22.04.2016 13:46)
avatar  ( gelöscht )
#4
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( gelöscht )

Normalerweise fällt sowas in den Aufgabenbereich der Kriminalpolizei. Wie ich aber mal von einem Mitarbeiter der Kripo bzw. K sinngemäß erfuhr , war die Polizei "abgeschrieben", wenn das MfS Interesse an der Aufklärung anmeldete. Sehe da auch kein Problem drin. Die Stasi hatte mit Sicherheit die besseren Vorraussetzungen gewisse Straftaten aufzuklären. Man darf ja nun auch nicht alle Abteilungen des MfS über einen Kamm scheren. Es gab durchaus auch Vorteile durch die Existenz der "Firma".
Wenn ich mir das Rumgeeiere heute zwecks Datenschutz usw. betrachte, frage ich mich, ob Verbrechen sich nicht doch auszahlt, anstatt auf die Mindestrente als Lebensfinale zu warten.


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22.04.2016 13:44
avatar  Mike59
#5
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Ab einer bestimmten Bedeutungsgröße waren und sind Straftaten eben für die Sicherheit eines Staaten von Bedeutung. Auch heute übernimmt wohl das LKA oder gar das BKA Ermittlungen wenn die Kompetenz der Kripo als erschöpft gilt.


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22.04.2016 15:38
avatar  Zange
#6
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Soweit mir bekannt, war die Aufgabenzuweisung an die einzelnen Polizeiabteilungen eine andere als bei uns.

Mein Ex-Schwägerin hatte mal einen Unfall auf der Transitstrecke und musste in Pritzwalk ins Krankenhaus, weil sie ein Bein gebrochen hatte.

Wie erstaunt war ich, als sie mir nach Rückkehr erzählte, sie sei von K im Krankenhaus vernommen worden.

Ich bin der Meinung, sobald Körperverletzungen im Spiel waren, war K zuständig.

Die Streifenpolizisten hatten wohl überwiegend überwachende und sichernde Tätigkeiten.

Da es in der DDR kein LKA oder BKA gab,
übernahm das MFS die gewichtigen Ermittlungen.

Ob das alles stimmt, weiß ich allerdings nicht genau.

Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)

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22.04.2016 19:38 (zuletzt bearbeitet: 22.04.2016 19:39)
#7
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Zitat von Merkur im Beitrag #1
...
Daher stellt sich für mich die Frage, warum nicht auch über positive Dinge gesprochen und geschrieben wird, zu denen die Staatssicherheit entscheidend beigetragen hat.
Weil dann (1990 bis heute) gewisse Personen, Behörden, Parteien usw. auch ihr eigenes Unvermögen offenbaren müssten und ganz einfach, weil es ideologisch von den heute herrschenden Herrschern so gewollt ist (DDR = immer ganz, ganz böse).

In der DDR existierte z. B. eine konsequente Strafverfolgung, es gab keinen Wildwuchs an Paragrafen aus Kaiserszeiten usw. und man verfügte über einen sehr erfolgreichen Geheimdienst.

Allein diese drei genannten Punkte sind in BRD 2016 eine eher exotische Angelegenheit. Lt. Presse von gestern, 21.04.2016 waren Ende 2015 offiziell (!) in D 107.000 Haftbefehle offen bzw. konnten/wollten nicht vollstreckt werden.


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22.04.2016 19:58
avatar  katze
#8
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Zitat von freddchen im Beitrag #7
Zitat von Merkur im Beitrag #1
...
Daher stellt sich für mich die Frage, warum nicht auch über positive Dinge gesprochen und geschrieben wird, zu denen die Staatssicherheit entscheidend beigetragen hat.
Weil dann (1990 bis heute) gewisse Personen, Behörden, Parteien usw. auch ihr eigenes Unvermögen offenbaren müssten und ganz einfach, weil es ideologisch von den heute herrschenden Herrschern so gewollt ist (DDR = immer ganz, ganz böse).

In der DDR existierte z. B. eine konsequente Strafverfolgung, es gab keinen Wildwuchs an Paragrafen aus Kaiserszeiten usw. und man verfügte über einen sehr erfolgreichen Geheimdienst.

Allein diese drei genannten Punkte sind in BRD 2016 eine eher exotische Angelegenheit. Lt. Presse von gestern, 21.04.2016 waren Ende 2015 offiziell (!) in D 107.000 Haftbefehle offen bzw. konnten/wollten nicht vollstreckt werden.


Dann musste aber auch weiter recherchieren, von diesen 107.000 sind xy % Ausländer, auf die die dt. Justiz keinen Zugriff hat, weil diese nicht ausgeliefert werden. Dann xy % von den sich die Personen der dt. Justiz entzogen haben und unbekannt im Ausland leben oder eben unbekannt/untergetaucht in D verbergen. Und das von den xy Planstellen der Polizei, die die Haftbefehle vollstreckt einen Behördenkopf/Schreibtischtäter haben die wohl fast die hälfte der Planstellen hat und die Poliziesten, die auf der Straße arbeiten einfach viel zu wenig sind.


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22.04.2016 22:20
#9
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Das ist ja genau das, was heute nicht breitgetreten wird, dass das MfS eben nicht nur aus Spitzeln bestand, die den unschuldigen Otto normal bespitzelten, sieht das Konzept wohl nicht vor.
LKA, BKA, BfV, BND, MAD, sind in der BRD und heute einzeln gegliedert, in der DDR gabs diese Teile im Grunde ja auch, nur alles in einem Namen zusammen gefasst, obwohl es ja auch dort die Abteilungen gab die ihren festen Zuständigkeitsbereich hatten.

Die positiven Sachen verkaufen sich aber schlecht und schönen das Bild, dann ist es schwerer das Feindbild zu erhalten und auszubauen.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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22.04.2016 23:28
#10
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #9
... obwohl es ja auch dort die Abteilungen gab die ihren festen Zuständigkeitsbereich hatten.



Für die MA (im ersten Angriff) des MdI/MfS am Tatort/Ereignisort war das zum Zeitpunkt der Ermittlung leider nicht immer klar.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

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22.04.2016 23:47 (zuletzt bearbeitet: 23.04.2016 00:08)
#11
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Wozu breit treten @LO-Wahnsinn ? Kommen doch dann auch die Unzulänglichkeiten in der DDR zu Tage. Und da haben die ehemaligen Mitarbeiter des MfS nicht nur einmal die Finger in die Wunden gelegt. Und auch berichtet:



http://www.ddr-im-blick.de/

Und in diesem Spannungsfeld befinden sich nicht wenige "Ehemalige". Sprechen sie offen darüber, dann sind sie nicht selten "Nestbeschmutzer". Das Schweigen darüber bereitet den Nährboden für persönliche Angriffe.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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24.04.2016 10:57
avatar  andyman
#12
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Zitat von Merkur im Beitrag #1
Man liest ja stets und ständig, was dem MfS alles vorgeworfen wird. Bekanntlich war das MfS (mit-)verantwortlich für die Untersuchung von Straftaten:

- gegen die innere Sicherheit der DDR
- mit hoher Gesellschaftsgefährlichkeit
- die eine große Unruhe in der Bevölkerung verursachten.

Daher stellt sich für mich die Frage, warum nicht auch über positive Dinge gesprochen und geschrieben wird, zu denen die Staatssicherheit entscheidend beigetragen hat. Das MfS hat beispielsweise (kleine Auswahl) folgende Taten aufgeklärt oder war maßgeblich daran beteiligt:

- diverse Tötungsdelikte (Serienmorde, z. B. Knabenmorde von Eberswalde, Tötungsserie im Krankenhaus, Tötungsdelikte an Bundesbürgern, Tötungsdelikte mit lange unbekanntem Täter)
- diverse Brände, Havarien und Sprengstoffdelikte (Panzersprenger von Karl-Marx-Stadt, Sprengsatz auf dem Zwiebelmarkt Weimar)
- diverse sonstige schwere Straftaten (Vergiftung von Schokolade in Wallroda und dadurch Tod eines Kindes, Ermittlung eines Anrufers in Berlin-Marzahn, welcher Kinder telefonisch zum Suizid aufforderte, einbacken von Nägeln und Rasierklingen in einer Großbäckerei)
- Untersuchung von Katastrophen im Verkehrswesen (Zugunglück von Langenweddingen, Flugzeugabstürze)

Mich würde interessieren, wie die User des Forums das sehen? Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion.


Ein interessanter Aspekt,diese Seite näher zu betrachten,wobei mir das erste Beispiel (grün) von Merkur auffällt.Die Ermittlungen in dem Fall Hagedorn wurden nach 2 erfolglosen Jahren eingestellt und erst nach einem weiteren Mord, durch die K wieder aufgenommen. Der Aufklärungserfolg gebührt hier vor allem dem Berliner Gerichtspsychiater Hans Szewcyk der das erste Täterprofil nach dem heute bekannten Profiling erarbeitete.
Dieser in der DDR einzigartige Fall wurde verfilmt,durfte in der DDR aber nicht gezeigt werden und ist 2011 erstmalig nach den Original neu verfilmt und gezeigt worden.
Der Täter soll das letzte Todesurteilopfer der DDR Justiz gewesen sein.Alles hier nachzulesen https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Hage...sma.C3.9Fnahmen
Ansonsten würde ich mich freuen mehr über diese interessante Seite der Stasi zu erfahren.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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24.04.2016 16:24
avatar  ( gelöscht )
#13
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( gelöscht )

Zitat von andyman im Beitrag #12
Zitat von Merkur im Beitrag #1
Man liest ja stets und ständig, was dem MfS alles vorgeworfen wird. Bekanntlich war das MfS (mit-)verantwortlich für die Untersuchung von Straftaten:

- gegen die innere Sicherheit der DDR
- mit hoher Gesellschaftsgefährlichkeit
- die eine große Unruhe in der Bevölkerung verursachten.

Daher stellt sich für mich die Frage, warum nicht auch über positive Dinge gesprochen und geschrieben wird, zu denen die Staatssicherheit entscheidend beigetragen hat. Das MfS hat beispielsweise (kleine Auswahl) folgende Taten aufgeklärt oder war maßgeblich daran beteiligt:

- diverse Tötungsdelikte (Serienmorde, z. B. Knabenmorde von Eberswalde, Tötungsserie im Krankenhaus, Tötungsdelikte an Bundesbürgern, Tötungsdelikte mit lange unbekanntem Täter)
- diverse Brände, Havarien und Sprengstoffdelikte (Panzersprenger von Karl-Marx-Stadt, Sprengsatz auf dem Zwiebelmarkt Weimar)
- diverse sonstige schwere Straftaten (Vergiftung von Schokolade in Wallroda und dadurch Tod eines Kindes, Ermittlung eines Anrufers in Berlin-Marzahn, welcher Kinder telefonisch zum Suizid aufforderte, einbacken von Nägeln und Rasierklingen in einer Großbäckerei)
- Untersuchung von Katastrophen im Verkehrswesen (Zugunglück von Langenweddingen, Flugzeugabstürze)

Mich würde interessieren, wie die User des Forums das sehen? Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion.


Ein interessanter Aspekt,diese Seite näher zu betrachten,wobei mir das erste Beispiel (grün) von Merkur auffällt.Die Ermittlungen in dem Fall Hagedorn wurden nach 2 erfolglosen Jahren eingestellt und erst nach einem weiteren Mord, durch die K wieder aufgenommen. Der Aufklärungserfolg gebührt hier vor allem dem Berliner Gerichtspsychiater Hans Szewcyk der das erste Täterprofil nach dem heute bekannten Profiling erarbeitete.
Dieser in der DDR einzigartige Fall wurde verfilmt,durfte in der DDR aber nicht gezeigt werden und ist 2011 erstmalig nach den Original neu verfilmt und gezeigt worden.
Der Täter soll das letzte Todesurteilopfer der DDR Justiz gewesen sein.Alles hier nachzulesen https://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Hage...sma.C3.9Fnahmen
Ansonsten würde ich mich freuen mehr über diese interessante Seite der Stasi zu erfahren.
Lgandyman


Es handelte sich möglicherweise um das letzte Todesurteil für eine zivile Straftat. Nach der Hinrichtung des Mörders Hagedorn hat es meines Wissens mindestens ein Todesurteil gegen einen Nazi (KZ-Arzt und SS-Angehöriger, an Morden und Menschenversuchen beteiligt), der sich in der DDR mit falscher Identität bis ca. Ende70er/Anfang 80er verbergen konnte und von einem seiner Opfer erkannt wurde. Darüber hinaus gab es noch 1-2 Todesurteile im Bereich der bewaffneten Organe wegen versuchtem Hochverrat.


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24.04.2016 20:05 (zuletzt bearbeitet: 24.04.2016 20:06)
avatar  Merkur
#14
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Zitat von andyman im Beitrag #12
Die Ermittlungen in dem Fall Hagedorn wurden nach 2 erfolglosen Jahren eingestellt und erst nach einem weiteren Mord, durch die K wieder aufgenommen. Der Aufklärungserfolg gebührt hier vor allem dem Berliner Gerichtspsychiater Hans Szewcyk der das erste Täterprofil nach dem heute bekannten Profiling erarbeitete.
Dieser in der DDR einzigartige Fall wurde verfilmt,durfte in der DDR aber nicht gezeigt werden und ist 2011 erstmalig nach den Original neu verfilmt und gezeigt worden.
Ansonsten würde ich mich freuen mehr über diese interessante Seite der Stasi zu erfahren.
Lgandyman


Die Ermittlungen im Fall Hagedorn wurden nach den zwei Jahren nicht wirklich eingestellt. Mit der Einstellung des Ermittlungsverfahrens und der damit verbundenen Auflösung der großen, zeitweise fast 200 Mann starken, erweiterten Morduntersuchungskommission oblag die Fortführung der Aufklärung des Verbrechens der HA IX/7 des MfS. Die bis dahin zugeordneten Kräfte des MdI und anderer Diensteinheiten des MfS gingen in ihre Heimatdienststellen zurück und die weitere Bearbeitung des Verbrechens lag nun in der Verantwortung des MfS.
In diese Zeit fällt auch die Aufnahme von Kontakten seitens des MfS zu psychiatrischen Forensikern. Bevor man allerdings an Dr. Dr. Hans Szewczyk herantrat, gab, es einen Kontakt zu einem Prof. in Sofia. Dieser Kontakt war allerdings nicht erfolgreich und Szewczyk wurde herangezogen, was sich als Durchbruch zum Erfolg erwies.
Was den Film angeht, der sich eigentlich kaum an den Taten Hagedorns orientiert, war es so, dass dieser nicht gezeigt wurde, weil Journalisten, (u. a. F. Werremeier für seinen Fall "Heckenrose") in der DDR recherchierten und an Szewczyk, RA Kaul sowie an die Eltern der Opfer und des Täters herantraten. Man wollte dem nicht noch mehr Öffentlichkeit bieten und der Film verschwand im Archiv.


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24.04.2016 20:20
avatar  Merkur
#15
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #13
[quote=andyman|p537817]

Es handelte sich möglicherweise um das letzte Todesurteil für eine zivile Straftat. Nach der Hinrichtung des Mörders Hagedorn hat es meines Wissens mindestens ein Todesurteil gegen einen Nazi (KZ-Arzt und SS-Angehöriger, an Morden und Menschenversuchen beteiligt), der sich in der DDR mit falscher Identität bis ca. Ende70er/Anfang 80er verbergen konnte und von einem seiner Opfer erkannt wurde. Darüber hinaus gab es noch 1-2 Todesurteile im Bereich der bewaffneten Organe wegen versuchtem Hochverrat.



Die Fälle Dr. Horst Fischer und Josef Blösche waren vor Hagedorn. Nach Hagedorn wurden nur noch Abtrünnige der Nachrichtendienste hingerichtet. Das soll aber hier nicht das Thema sein.


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