Unser geliebtes Halle

  • Seite 4 von 11
12.03.2016 06:28
#46
avatar

Zitat von Klauspeter im Beitrag #37
Da war ich nun einige Tage unterwegs und habe jetzt erst den schönen Strang entdeckt, den thomas 48 hier eröffnet hat.

Für mich ist und bleibt Halle die schönste Stadt.
Wer es nicht glaubt, der sollte mal einen Spaziergang machen – entland er Saale über die Klausberge mit Jahns-Höhle, weiter zur Burg-Giebichenstein, die Peißnitz mit einer Rast im „Krug zum Grünen Kranze“.

Wenn dann die Füße noch mitmachen, einen Abstecher zum Bergzoo Halle (möglichst zur Zeit der Fliederblüte), eine Besichtigung der Franckeschen Stiftungen, des Saline-Museums, und des Doms.

Einige schrieben hier im Strang, dass Halle zu DDR-Zeiten „runtergekommen“ wirkte. Bedenken sollte man, dass Halle vor 1210 Jahren erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Eine so alte Stadt hat immer seine Probleme.
Hinzu kommt, dass Halle im II. Weltkrieg kaum zerstört wurde. Erfreulicherweise bileb der städtebauliche Charakter der Stadt erhalten.
Ein großes Glück für die Stadt Halle – aber auch ein großes finanzielles Problem – damals wie heute. Dennoch entstand auch zu dieser Zeit vieles neu. Ich denke da nur an das geschmackvolle Wohngebiet „Moritzzwinger“ in der Nähe der Franckeschen Stiftungen.

„Dreckecken“ gitbt es auch heute in Halle. Die Große-Ullrich-Str. war zu DDR-Zeiten eine angenehme Einkaufsstr., währen man die Kleine-Ullrich-Str. vergessen konnte. Heute ist es genau umgekehrt.
Zu DDR-Zeiten war die Leipziger Straße (vom Marktplatz zum Bahnhof die Einkaufsstr. Von Halle. Wer heute diese Straße entlang spaziert, wird entsetzt sein, was er da ab dem Leipziger Turm zu sehen bekommt.
Zu DDR-Zeiten war das damals berühmte „Bad Wittekind“ eine alte und niveauvolle Kulturstädte. Wenn ich böse wäre, dann würde ich sagen, dass sich dieser Bereich heute nur noch für Übungen im Städte-Nahkampf eignet...

Es ist also nichts vollkommen, und ich freue mich über alle diejenigen, die hier ihre Liebe zu dieser herrlichen Stadt bekundeten.

Klaus



Ja Klauspeter, das mit dem oberen Boulevard ist ein unerklärlicher Zustand, da rätselt man angestrengt woran das liegen kann mit diesen Leerständen und dieser urbanen Einöde mit seinen Ein- Euro- Läden. Da hat sich irgendwas verfestigt was offensichtlich zu einer instinktgetriebenen Ablehnung sowohl der Investoren als auch der Besucher geführt hat obwohl die Stadt u.a. Verantwortliche schon vieles versucht haben um diese Verbindung zwischen dem schmucken Hauptbahnhof und dem Markt zu beleben, erinnert sei an die zahlreichen futuristisch anmutenden Ladenzeilen kurz vorm Hauptbahnhof, wo auch gut 3/4 leer steht, bei einer nahezu perfekten Verkehrseinbindung des ÖPNV, die Straßenbahn fährt fast bis vor den Bahnhofseingang wo man früher noch ein ganzes Stück vom Riebeckplatz laufen mußte, das ist unfaßbar.
Die Gastronomie des Hauptbahnhofs selbst ist rund um die Uhr in Betrieb, in der oberen Etage der Bahnhofshalle ist eine kleine Bibliothek mit regionaler Literatur, freundlicher Bedienung und ein paar Spielautomaten eingerichtet, so etwas gibt es bestenfalls noch in den drei deutschen Millionenstädten.
Man wird die graue Diva schon noch weiter herausputzen, kommt Zeit kommt Rat, kommt Attentat...(frei nach dem Roman " Herr Lehmann").


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 09:18
avatar  ( gelöscht )
#47
avatar
( gelöscht )

Fotos vom (ur) altem Halle:
http://www.händelstadt-halle.de/altes-halle.htm


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 11:53 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2016 13:17)
#48
avatar

Zitat von damals wars im Beitrag #47
Fotos vom (ur) altem Halle:
http://www.händelstadt-halle.de/altes-halle.htm



Man begrüßte übrigens mal für eine kurze Zeit in Halle die ankommenden Fahrgäste in der " Universitätsstadt Halle" auf dem Hauptbahnhof per Durchsage, wenngleich das kein Alleinstellungsmerkmal einer Großstadt ist, Händel hätte da besser gepaßt, setzte sich aber nicht durch, warum auch immer.
Die Bachstadt Köthen wird übrigens noch durchgesagt, während man im Abeliozug die Lutherstadt ( Eisleben ja...Wittenberg weiß ich nicht) wegläßt.
Womöglich hängt das bei der nichtautomatisierten Durchsage von den Ambitionen der diensthabenden Personen in der 3 - S- Zentrale ab, was für ein Text angesagt wird.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 14:56
avatar  Lutze
#49
avatar

Mit einer Hansestadt - Halle hat das auch nicht so recht geklappt,
liegt zwar schon viele Generationen zurück,aber wie konnte man
nur auf solche Schnapsidee kommen
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 15:08 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2016 15:10)
#50
avatar

Die Schnapsidee war dem Handel geschuldet. Und Halle war eine von 185 Städten in 16 Ländern, die diesem weit verzweigten Bund angehörten http://www.hanse.org/de/hansestaedte/nordseeraum/

Köln, Dortmund, Münster - sie alle gehörten damals zur Hanse

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 17:20
avatar  ( gelöscht )
#51
avatar
( gelöscht )

Das mit dem Weltkulturerbe für die https://de.wikipedia.org/wiki/Franckesche_Stiftungen ist kläglich gescheitert.
Aber, wir haben ja ein Adelsgeschlecht, steht sogar im https://de.wikipedia.org/wiki/Gothaischer_Hofkalender.
Mit der dem Hallenser so liegenden Selbstironie spricht er vom glauchschen Adel.
Ja, auch https://de.wikipedia.org/wiki/Margot_Honecker war glauchscher Adel.
Wer hat sowas schon zu bieten?
Heutzutage versuchen alle, ein https://de.wikipedia.org/wiki/Alleinstellungsmerkmal aus dem Hut zu zaubern,
vielleicht sind die https://de.wikipedia.org/wiki/Halloren zu proletarisch?


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 18:03
avatar  ( gelöscht )
#52
avatar
( gelöscht )

Zitat von Moskwitschka im Beitrag #50
Die Schnapsidee war dem Handel geschuldet. Und Halle war eine von 185 Städten in 16 Ländern, die diesem weit verzweigten Bund angehörten http://www.hanse.org/de/hansestaedte/nordseeraum/

Köln, Dortmund, Münster - sie alle gehörten damals zur Hanse

Moskwitschka

Noch ein Grund: https://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Halle_%28Saale%29
Ein heute übliches Millionengrab.
Als man mit dem Bau fertig war, musste man feststellen, das es nur noch wenige Binnenschiffer gibt, die ihr Handwerk beherrschen, und ein Schiff bis nach Halle fahren können. Für den Rest muss unbedingt für viele Millionen ein neues Millionengrab namens https://de.wikipedia.org/wiki/Saalekanal her.


 Antworten

 Beitrag melden
12.03.2016 20:24 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2016 03:07)
avatar  ( gelöscht )
#53
avatar
( gelöscht )

Zitat @damals wars
Noch ein Grund: https://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Halle_%28Saale%29
Ein heute übliches Millionengrab.
Als man mit dem Bau fertig war, musste man feststellen, das es nur noch wenige Binnenschiffer gibt, die ihr Handwerk beherrschen, und ein Schiff bis nach Halle fahren können. Für den Rest muss unbedingt für viele Millionen ein neues Millionengrab namens https://de.wikipedia.org/wiki/Saalekanal her.

Wieso heute übliches Millionengrab.
Den Anfang vom Elend hat doch der schon der ehemalige Bezirk Halle gesetzt. Und das hat mal so gar nichts mit "unfähigen Binnenschiffern" zu tun
Gerd


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 12:30
#54
avatar

Zitat von G.Michael im Beitrag #43
Wenn ich die Beiträge hier lese werde ich mich wohl mal auf die Strümpfe machen gen Halle um zu guckeln.
Ich "kenne" Halle nur von einer Klassenfahrt, so ca. 1970.
Und dann in der Nachwendezeit durch die Arbeiterei. Ganz schlimm fand ich die Hinterlassenschaften der NVA an der Damaschkestrasse.
Gerd


Na, dann solltest du wirklich wieder einmal nach Halle fahren. Nicht plan- und ziellos, sonst geht es schief.
Da ich deine Familie nicht kenne, hier ein paar Vorschläge von mir:

Wenn deine Kinder oder Enkelkinder Tiere mögen, dann zur Fliederblüte in den Bergzoo Halle. Vom Bahnhof mit der Straßenbahn gut erreichbar, aber auch mit dem Auto kein Problem.

Wenn deine Frau Blumen und Pflanzen mag, dann lohnt ein Besuch im Botanischen Garten. Mit der Straßenbahn gut erreichbar, mit Auto ist Navi günstig.

Wenn du allein fährst, dann empfehle ich dir einen Spaziergang durch die kleine-Ulrichstr. in Richtung Markt. Eine kleine Gaststätte neben der andern - sehr geschmackvoll und einladend. Sieh dir den schönen Marktplatz mit getäfeltem chinesischen Marmor und an einer Stelle hast du die Möglichkeit, tief in die Erde bis auf die Salzsole zu blicken. Wenn du noch einen appetitlichen Broiler verdrücken willst, dann frag nach Kurtchens Broilerstand. Ich wette, seine alte Mutter sitzt neben dem Gill und wärmt sich.

Zur Kaserne in der Damaschkestr. wurde hier schon alles geschrieben.
Ein solider Backsteinbau mit dem Charme eben einer Kaserne aus Kaisers Zeiten. Lange Zeit war hier der Stab der 11. MSD untergebracht und so einige Kleckereinheiten wie das Militärgericht der MSD, der Kartographische Dienst, die Wach- und Sicherstellungseinheit und ein KFZ-Instandsetzungsbataillon.
Für den Stab der 11.MSD wurde dann in Halle-Dölau eine neue Kaserne gebaut, vor der Wende fertiggestellt und nach den Wende abgerissen. Heute werden auf diesem Gelände hübsche Einfamilienhäuser gebaut.

Klaus


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 13:28
avatar  ( gelöscht )
#55
avatar
( gelöscht )

Halle, da hätte ich beinahe mal meine junge Frau verloren. Aber von Anfang an. Wir zum Fasching mit Freunden nahe deren Bahnhof gefeiert, war Gelände, wohl auch Saal von der Reichsbahn, unser Freund bei denen beschäftigt. Wir so auf der Rücktour mächtig betütelt mit X Promille rein in den Zug. Kennt einer noch die Waggons mit den großen ....waren das Schiebtüren?

Rechts, links war eine, dann die Toilettentür. Jedenfalls meine Schöne geht auf Toilette, der Zug war gerade an der nächsten Station nach Halle abgefahren. Dazu dieses mächtige Schlingern über die Weichen, standen doch beide Türen offen, müssen irgend so genau wie wir besoffene Fahrgäste doch beide Seiten zum Aussteigen genutzt haben. Selbst beim Sitzen oder Laufen im Abteil wurdest Du mächtig geschüttelt, als das war Reichsbahn Pur.

Frühmorgens erzählt mir doch Susanne, das Sie in der Nacht gerade noch in letzter Not und Sekunde den Haltegriff erwischt hatte, und fast beim Betreten der Toilette aus dem Zug gefallen wäre. Wir im Abteil hätten das gar nicht mitbekommen, wohl erst nach ner ganzen Weile dann bemerkt? Nennt man das Glück, dieses kleine Glück mit Stern? Gott war ich froh, das meiner Schönen nichts passiert ist. Verdammte Sauferei, die kann Dir doch selber im Alter noch den Hals brechen.

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 13:47 (zuletzt bearbeitet: 13.03.2016 13:48)
avatar  ( gelöscht )
#56
avatar
( gelöscht )

War das ein Doppelstockwagen? Die Großen Türen sprechen dafür.
Ich weiß, nach sovielen Doppelten war alles Doppelstock.
Oder doch so ein Dorfexpress mit alten Waggon, da gab es auch welche mit großen Türen, die hielten in jedem Dorf.


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 13:52
avatar  ( gelöscht )
#57
avatar
( gelöscht )

Zitat von Klauspeter im Beitrag #54
[.
Sieh dir den schönen Marktplatz mit getäfeltem chinesischen Marmor und an einer Stelle hast du die Möglichkeit, tief in die Erde bis auf die Salzsole zu blicken.
Klaus



 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 13:56
avatar  ( gelöscht )
#58
avatar
( gelöscht )

Muss letzteres gewesen sein Hubert, der Dorfexpress, diese alten Waggons mit richtig breiten Türen. Oh waren wir angeschnickert, das ist diese gefährliche Phase wenn alles nur noch wie im Nebel zu dir durchdringt und gut, das damals nichts passiert ist.

Rainer-Maria


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 13:59
avatar  ( gelöscht )
#59
avatar
( gelöscht )

Zitat von G.Michael im Beitrag #53
Zitat @damals wars
Noch ein Grund: https://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Halle_%28Saale%29
Ein heute übliches Millionengrab.
Als man mit dem Bau fertig war, musste man feststellen, das es nur noch wenige Binnenschiffer gibt, die ihr Handwerk beherrschen, und ein Schiff bis nach Halle fahren können. Für den Rest muss unbedingt für viele Millionen ein neues Millionengrab namens https://de.wikipedia.org/wiki/Saalekanal her.

Wieso heute übliches Millionengrab.
Den Anfang vom Elend hat doch der schon der ehemalige Bezirk Halle gesetzt. Und das hat mal so gar nichts mit "unfähigen Binnenschiffern" zu tun
Gerd



Wenn man keine Ahnung hat, ...... halten. Der Hafen ist schon etwas älter


 Antworten

 Beitrag melden
13.03.2016 16:10
avatar  ( gelöscht )
#60
avatar
( gelöscht )

Zitat von damals wars im Beitrag #56
War das ein Doppelstockwagen? Die Großen Türen sprechen dafür.
Ich weiß, nach sovielen Doppelten war alles Doppelstock.
Oder doch so ein Dorfexpress mit alten Waggon, da gab es auch welche mit großen Türen, die hielten in jedem Dorf.


Du meinst sicher die E5-Mitteleinstiegwagen (Baujahr ab 1952), die bis anfang der 80er Jahre u.a. in Leipzig und Halle bei der S-Bahn fuhren. die hatten an beiden Enden eine einflüglige, in der Mitte ein zweiflüglige Schiebetür. Der Türschließer war möglicherweise nur bei den S-Bahnwagen nachgerüstet worden. Die Toilette war in der Mitte neben dem Einstiegraum.


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!