Unser geliebtes Halle

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09.03.2016 20:23
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09.03.2016 21:05
#32
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Meine Freundin die ich kurz vor der Wende hatte, war beim Wachdienst im Naumburger Knast.
Sie hatte Abi gemacht, dann ihr gewünschtes Studium nicht bekommen weil es da nicht jedes Jahr Studienplätze gab und machte die Wache zur Überbrückung.
In dieser Zeit musste sie auch mal eine Zeit in Halle im Roten Ochsen Wache schieben.
Ich brachte sie dann mehrmals mit dem Auto hin und da sie dann dort ne ganze Woche war und ich Notstand hatte, gings irgendwo draussen vorm Ochsen im Auto nochmal rund, hatte ja Gardinchen an meinem Wolga.

Nach der Wende war ich auch noch mehrmals in Halle, am Saaleufer, weiss nicht mehr genau wo das war, da wohnte ein Kollege und wir machten ab un zu Party.

Ne schön fand ich Halle nie so richtig.
Halle wie Dessau hat das gleiche Schicksal getroffen.
Das Zentrum von Bomben im 2. WK zerstört, wurde viel weggerissen oder es verrottete und mitten rein hat man hässliche Architektur gesetzt die zum alten Stadtbild garnicht passte.
Erst in den 80zigern begann man damit einige Lücken zu schliessen und dabei die Architektur zu beachten.
Eigentlich war das auch in Leipzig so und in Dresden, doch dort passte sich das besser ein.

Verloren ist der Tag, an dem man nicht gelacht hat.


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09.03.2016 22:19 (zuletzt bearbeitet: 09.03.2016 22:24)
#33
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Ich habe an Halle viele schöne Erinnerungen, die bis in die frühen 60-er zurück gehen. Diese aufzuschreiben habe ich keinen Bock.

Was ich besonders mag, ist der Hallenser Dialekt. Der hat so etwas melodisches. Egal wo ich bin, ob an der Ostsee oder im Rheinland. Wenn ich diesen Hallenser "Singsang" höre, lausche ich einfach. Und freue mich.

Manchmal kommt man dann auch ins Gespräch. Und diese Gespräche mit Hallensern sind nicht die schlechtesten. Angefangen über die stiefmütterlchen Behandlung von Halle zu DDR - Zeiten. Nicht zuletzt geschuldet der Nähe zu Leipzeig, wo sich zweimal im Jahr zur Messe die "Welt" getroffen hat, bis hin zur jüngeren Geschichte, wo Magdeburg als Landeshauptstadt im Mittelpunkt steht. Halle wurde immer irgendwie vergessen. Manchmal denke ich, Halle wird das "Schmuddelkind" - Image nie los. Mir persönlich ist das egal. Ich bin gerne in Halle. Leider viel zu selten in der letzten Zeit.

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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10.03.2016 07:58
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#34
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Auch wichtige technische Einrichtungen waren und sind in Halle angesiedelt:

1. Das ZIS (Zentralinstitut für Schweißtechnik) mit seinem berühmten Chef Dr. Werner Gilde.
Heute ist es das SLV (Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Halle GmbH)

2. Das ASMW (Amt für.....), heute ist es das Landeseichamt !

Und das mit dem lustigen Dialekt kann ich auch bestätigen (meine Frau kommt aus Bernburg), der Spruch: "Mir und mich verwechsle ich nich, das kommt bei mich nich vor" beschreibt das ganz gut!

MfG

GKUS64


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10.03.2016 09:01
#35
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Auch für andere scheint Halle eine Erinnerung Wert zu sein.

http://vk.com/video6012816_166774541

Halle war die Stadt in der ich einst gelernt hatte, hier war die Mutterdienststelle das Bw Halle G, in meiner Zeit als Ferienarbeiter bei der MITROPA schnupperte ich als 14 jähriger schon mal am Berufsleben, hielt dort mit wenn Erwachsene beim Bierkistenstapeln (300 Stück: 3) aus der Puste gerieten, lernte, daß man dort klauen mußte um dazu zu gehören ( es ging meist um überzählige Bierflaschen, Restposten von Torten, Kuchen, Hähnchen für die Katzen zu Hause...) und auch später als Investor im Mietwohnungsbau blieb Halle eine gute Adresse.
Dort sind gut 20 Jahreslöhne angelegt, Leerstände gibt es immer mal im fluktationsgeplagten Mehrfamilienhaus im Giebichensteinviertel (Studenten- WG's) aber ansonsten sind meine langjährigen Mieter im Paulusviertel, Rosengarten, Weingärten usw. glücklich und zufrieden dort.
Es ist eine Stadt in der sich an bestimmten Standorten die Idylle des Landlebens mit den Annehmlichkeiten der Großstadt verbindet, z. B. an einigen innerstädtischen Angelrevieren am Saaleufer, die es durchaus gibt, der Rabeninsel und anderswo.
Zu DDR- Zeiten waren der Buchladen und die Expovita erste und regelmäßige Adressen und Anlaufpunkte, meine Schwester lernte dort ihren Mann kennen und wohnte auch eine Zeitlang dort, bis sich der Hauskauf auf dem Land ergab.
Das schien damals für einige Hallenser die bessere Alternative zu sein, ich selbst konnte den riesigen Wohnblöcken der Silberhöhe die ich bei meinen täglichen Anreisen zur Lehrausbildung als erstes erblickte nicht viel abgewinnen, obwohl zu Hause das Klo noch über dem Hof erreichbar war.
Und wenn jeder Satz mit "wahr" (statt "gelle" oder "odr" -Switzerland-) endet weiß man auch mit verbundenen Augen, wohin es einen verschlagen hat.


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10.03.2016 11:00
#36
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Ich habe zwar nur kurze Zeit in Halle gewohnt, dafür aber schöne Zeiten erlebt.
Ein Hoch auf die Hallenser Sportvereine, allen voran der HFC mein seinem KW-Stadion und die Saalebulls. Ach ja die Eissporthalle, leider nicht mehr vorhanden.

Die schöne Peißnitz mit ihrer Eisenbahn, meine Frau hat dort ihren Pionierdienst geleistet.
Eine meiner Lieblingsstadt in Deutschland!

Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut's die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei! Richard Rogler

Alt werden und dumm bleiben, das ist ein richtiges Kunststück! Hans Kasper

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11.03.2016 12:43
#37
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Da war ich nun einige Tage unterwegs und habe jetzt erst den schönen Strang entdeckt, den thomas 48 hier eröffnet hat.

Für mich ist und bleibt Halle die schönste Stadt.
Wer es nicht glaubt, der sollte mal einen Spaziergang machen – entland er Saale über die Klausberge mit Jahns-Höhle, weiter zur Burg-Giebichenstein, die Peißnitz mit einer Rast im „Krug zum Grünen Kranze“.

Wenn dann die Füße noch mitmachen, einen Abstecher zum Bergzoo Halle (möglichst zur Zeit der Fliederblüte), eine Besichtigung der Franckeschen Stiftungen, des Saline-Museums, und des Doms.

Einige schrieben hier im Strang, dass Halle zu DDR-Zeiten „runtergekommen“ wirkte. Bedenken sollte man, dass Halle vor 1210 Jahren erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Eine so alte Stadt hat immer seine Probleme.
Hinzu kommt, dass Halle im II. Weltkrieg kaum zerstört wurde. Erfreulicherweise bileb der städtebauliche Charakter der Stadt erhalten.
Ein großes Glück für die Stadt Halle – aber auch ein großes finanzielles Problem – damals wie heute. Dennoch entstand auch zu dieser Zeit vieles neu. Ich denke da nur an das geschmackvolle Wohngebiet „Moritzzwinger“ in der Nähe der Franckeschen Stiftungen.

„Dreckecken“ gitbt es auch heute in Halle. Die Große-Ullrich-Str. war zu DDR-Zeiten eine angenehme Einkaufsstr., währen man die Kleine-Ullrich-Str. vergessen konnte. Heute ist es genau umgekehrt.
Zu DDR-Zeiten war die Leipziger Straße (vom Marktplatz zum Bahnhof die Einkaufsstr. Von Halle. Wer heute diese Straße entlang spaziert, wird entsetzt sein, was er da ab dem Leipziger Turm zu sehen bekommt.
Zu DDR-Zeiten war das damals berühmte „Bad Wittekind“ eine alte und niveauvolle Kulturstädte. Wenn ich böse wäre, dann würde ich sagen, dass sich dieser Bereich heute nur noch für Übungen im Städte-Nahkampf eignet...

Es ist also nichts vollkommen, und ich freue mich über alle diejenigen, die hier ihre Liebe zu dieser herrlichen Stadt bekundeten.

Klaus


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11.03.2016 13:56 (zuletzt bearbeitet: 11.03.2016 13:59)
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#38
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Auch ich als DDner will mal etwas Werbung für Halle machen:

Es ist zwar alles nur geklaut, aber mit Quellenangabe! Und: Kopieren ist leichter als Schreiben! Außerdem sind Plagiade, vor allem in Dissertationen, weit verbreitet, das ist aber keine!

Die Franckeschen Stiftungen zu Halle, gegründet 1698 als pietistisches Sozial- und Bildungswerk von AUGUST HERMANN FRANCKE (1663-1727), sind heute als moderner Bildungskosmos eng mit ihrer Geschichte verbunden. Sie fühlen sich einem doppelten Vermächtnis verpflichtet: der Verantwortung für die Rettung und dauerhafte Erhaltung des Gebäudeensembles der Schulstadt mit ihren wertvollen kulturhistorischen Sammlungen sowie dem Auftrag, die Ideen und Traditionen ihres Gründers in die Zukunft zu führen.
Francke folgte Luther: Was der Reformator Martin Luther im 16. Jahrhundert begann, setzte der Pietist August Hermann Francke 200 Jahre später fort. Schon Luther forderte gleiche Bildung für alle Kinder. Francke begann um 1700 mit dem Bau einer Schulstadt, in der zum ersten Mal in der Geschichte jeder Schüler unabhängig seiner sozialen Herkunft und gemäß seiner persönlichen Begabungen und Möglichkeiten gefördert wurde, um seinen Platz in der Gesellschaft zu finden.

Die Franckeschen Stiftungen in der Lutherdekade – mit diesem Thema präsentieren sich die Franckeschen Stiftungen auf der diesjährigen Internationalen Tourismusmesse ITB vom 9. – 13. März 2016 in Berlin am Sachsen-Anhalt-Stand, Halle 11.2, Stand 101.

Mit zwei großen Jahresausstellungen werden die Franckeschen Stiftungen ab 31. Oktober 2016 zum Reformationsjubiläum in die historische Schulstadt einladen: Die Ausstellung „Wissensspeicher der Reformation“ wird sich bedeutenden protestantischen Bibliotheken widmen und die Jugendausstellung „Der Wert der Reformation“ wird die Relevanz protestantischer Werte für uns heute multimedial beleuchten.

Aus http://www.francke-halle.de/luther2017.html



MfG

GKUS64


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11.03.2016 15:27
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#39
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Bekannt ist Halle für die ABF, die hier schon mal vorgestellt wurde:
Arbeiter-und- Bauern-Fakultät (ABF)
durch Fritz Weineck https://de.wikipedia.org/wiki/Der_kleine_Trompeter
Dem http://krugzumgruenenkranze.de/, aus dem zu DDR Zeiten eine Volksmusiksendung kam
Dem http://www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/ mit der http://www.lda-lsa.de/himmelsscheibe_von_nebra/
Der ersten sozialistischen Großstadt der DDR Halle Neustadt
und den eingedeutschten Pfälzern/Leunapfälzern/Leunabelzern/Leunaarbeitern
und den eingedeutschten Pfälzern/Bunapfälzern/Bunabelzern/Bunaarbeitern
dem HFC einschließlich neuem Stadion
uva.

Und, ich bin Merseboorcher.


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11.03.2016 15:50
#40
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Und noch mal Halle im Forum Wer kennt den Retter von Halle an der Saale?

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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11.03.2016 16:19
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#41
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #37
... Wer es nicht glaubt, der sollte mal einen Spaziergang machen – entland er Saale über die Klausberge mit Jahns-Höhle, weiter zur Burg-Giebichenstein, die Peißnitz mit einer Rast im „Krug zum Grünen Kranze“.
Dazu auch hier: Fotografie (114)


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11.03.2016 18:03
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#42
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Im Krug zum grünen Kranze mußte man aber immer aufpassen das einem nicht die Kastanien ins bierglas fielen.


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12.03.2016 02:16 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2016 03:10)
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Wenn ich die Beiträge hier lese werde ich mich wohl mal auf die Strümpfe machen gen Halle um zu guckeln.
Ich "kenne" Halle nur von einer Klassenfahrt, so ca. 1970.
Und dann in der Nachwendezeit durch die Arbeiterei. Ganz schlimm fand ich die Hinterlassenschaften der NVA an der Damaschkestrasse.
Gerd


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12.03.2016 02:58
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#44
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Zitat von G.Michael im Beitrag #43
Ganz schlimm fand ich die Hinterlassenschaften des "Großen Bruders" an der Damaschkestrasse.
Du meinst die ehemalige Artillerie-Kaserne an der Damaschkestraße? Dort waren die Sowjets nicht, Die berüchtigten Hinterlassenschaften waren in ihren Stützpunkten Böllberg (Nähe Südstadt) und Heide (Nähe Halle-Neustadt/Kröllwitz) zu finden.


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12.03.2016 03:08 (zuletzt bearbeitet: 12.03.2016 03:13)
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Zitat von HG19801 im Beitrag #44
Zitat von G.Michael im Beitrag #43
Ganz schlimm fand ich die Hinterlassenschaften des "Großen Bruders" an der Damaschkestrasse.
Du meinst die ehemalige Artillerie-Kaserne an der Damaschkestraße? Dort waren die Sowjets nicht, Die berüchtigten Hinterlassenschaften waren in ihren Stützpunkten Böllberg (Nähe Südstadt) und Heide (Nähe Halle-Neustadt/Kröllwitz) zu finden.


Danke für die Info, wir wurden damals so informiert, das Iwan dort war.
Auf jeden Fall haben wir fast ein Jahr gebraucht die Grundstücke der LZB und dem gegenüberliegenden Discounter munitionsfrei zu bekommen.
Änderung wird gemacht.
Gerd


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