Eisbrecher SAMLAND sucht seine (Flucht?)-Geschichte im Raum Berlin / Rüdersdorf

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05.03.2016 14:52 (zuletzt bearbeitet: 05.03.2016 15:09)
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Hinter diesem Schiff, zu dem ich die Historie suche, stecke ich - Birgit Mallon, 52 Jahre alt, in Österreich lebend. Ich bin Werbegrafikerin, arbeite im Messebau und als Gestalterin. Privat interessiere ich mich für seit Kindertagen für Schiffe. Ein Zufall wollte es, dass wir (mein Freund und ich) von 8 Jahren einen ehemaligen Dampf-Schlepper und Eisbrecher namens SAMLAND in Plaue (Nähe Berlin) gekauft habe.

Was hoffe ich in diesem Forum der DDR Grenze zu finden? Nichts einfacher und nichts schwerer als das.... ich suche die Geschichte eines fast 110 Jahre alten Schiffs, gebaut zu Kaiserzeiten, durch zwei Weltkriege gefahren und heute, dank unendlich vieler Arbeit, Engagement, furchterregender Zugriffe aufs eigene magere Sparbüchlein und enormer Mengen Herzblut in einem besseren Zustand denn je.

Erst ab dem Jahr 1958 können wir die Geschichte eindeutig mit Eigentumsdokumenten und Fotos belegen.

Die Spuren dieses Schiffs führen immer wieder in das ehemalige Grenzgebiet um Berlin herum.



Dazu ein paar Informationen


Die Samland - so heisst das Schiff seit Mitte der 50ziger Jahre - wurde 1907 gebaut als kleiner Dampfschlepper und Hafeneisbrecher. Werft vermutlich Dresden-Übigau im Auftrag der Portland Zement Fabrik, Rüdersdorf. Dort undim Raum Kalksee, Woltersdorf, Niederlehme und nähere Umgebung im Einsatz. Vermutlich wurde das Schiff unter dem Namen Bär-Cement mit der Baunummer 969 bestellt.

Schiffsmaße: 3,70 m breit, ca. 17 m lang, schwarzes Arbeitsschiff, kein Passagierschiff, kleiner Steuerstand.
Das einzige Foto das ich derzeit von der Bär-Cement habe ist diesem Beitrag beigestellt.

Es soll viele Jahre in den Kalkherstellungsbetrieben Niederlehme / Rüdersdorf und Nähe gefahren sein. Eventuell auch bis nach Berlin, da es als Schleppschiff für Schütten im Einsatz war

1945 durch die Sowjets vermutlich enteignet wie viele Schiffe aus dieser Zeit und dieser Gegend.

Hatte das Schiff vor Ende des zweiten Weltkriegs auch einen privaten Eigentümer?


Ab 1958 ist belegt, dass das Schiff Eigentum des Tauch- und Bergeunternehmens Helmut Berendt (Berlin-West) war und als Minensuchboot in den Gewässern Berlin-West unterwegs war. Hier liegen Fotos vor. Eines ist hier beigestellt, weitere seind vorhanden. Wie aber kam das Schiff, das erst seit 1958 den Namen SAMLAMD trägt vom Raum Rüdersdorf nach Berlin West?

Gerüchten zufolge soll das Schiff, das damals möglicherweise noch unter den Namen BÄR CEMENT fuhr, als Fluchtschiff auf einer der vielen Berliner Wasserstrassen - ähnlich einer Aktion wie das Passagierschiff Friedrich Wolf - verwendet worden sein.

Weiteren Gerüchten zufolge wurde das Schiff in einem Westsektor als "herrenloses Gut" aufgefunden, vom Senat West-Berlin beschlagnahmt und verkauft / versteigert. Da es sich hier um ein unauffälliges Schiff handelt und nicht um ein spektakuläres Passagierschiff, ist die Recherche sehr schwierig.

Ich bitte alle Forenteilnehmer, die aus der Gegend um Rüdersdorf und/oder Berlin stammen und solche oder ähnliche Geschichten zu Schiffs-Fluchten von Ost nach West zwischen 1945-1958 aus ihren Familien, Bekanntenkreisen oder ähnliches kennen, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Weiters suche ich alte Fotos des Schleppers "Bär-Cement", aus Rüdersdorf. Vielleicht gibt es Fotoalben der Eltern oder Großeltern auf die Sie zugreifen können. Ich habe vor kurzem ein einziges Foto aus den 30iger Jahren bekommen, das einen Ausschnitt des Bär-Cement zeigt, jedoch zu wenig um ihn mit der heutigen Samland vergleichen zu können.

Ich suche Personen, die weitere Republikfluchtgeschichten unter Benutzung eines Schiffs als Fluchtfahrzeug kennen. Vieles ist Hörensagen und über Generationen weitergetragen, aber vielleicht findet sich doch ein Puzzleteilchen, das dazu beiträgt, die Geschichte der Samland zu recherchieren.

Kann mir jemand sagen, ob, wo und wie die "verflüchtigten" Schiffe im Berlin von Behördenseite her weiter behandelt wurden? Gibt es ein Amt bei dem man noch heute nachfragen kann, eventuelle Unterlagen erbitten kann?

Ich bin für jedes noch so kleine Indiz dankbar.

Die Samland gibt es nach wie vor. Sie ist innen und außen, technisch und optisch perfekt von meinem Freund und mir restauriert worden und liegt heute in Wien an der Donau. Sofern es sich bestätigt, dass das Schiff auf dem Raum Berlin / Rüdersdorf stammen sollte, planen wir mit dem Schiff von Wien nach Berlin zu fahren, auch als Hommage an die Menschen, die uns bei der Suche nach der Schiffsgeschichte unterstützt haben.

Herzlichen Dank für Ihre Geduld beim Lesen.


Damit es nicht gar zu viel Text wird:

- Foto Bär Cement - ca. Mitte der 30iger Jahre, aufgenommen an der Schleuse Woltersdorf.
MÖGLICHERWEISE identisch mit der Samland

- Foto Samland 1960 in Berlin bei Minenräumeinsatz durch die Firma Helmut Behrendt

- Foto Samland heute, in Wien an der Donau


Birgit Mallon

Sie erreichen mich unter

birgit@standundco.at, telefonisch unter 0043 664 401 3743|addpics|5p6-2-c298.jpg,5p6-3-f9e1.jpg,5p6-4-dced.jpg|/addpics|


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05.03.2016 19:41 (zuletzt bearbeitet: 05.03.2016 19:49)
avatar  marc
#2
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Wimre war der Mauerbau in Berlin erst 1961. Es könnt also sein, dass das Schiff im Rahmen einer normalen Tour nach Westberlin einfach dort geblieben ist, evtl.weil defekt o.ä.,(vielleicht konnte die Reparatur in DM nicht bezahlt werden).

Zitat
Ab 1958 ist belegt, dass das Schiff Eigentum des Tauch- und Bergeunternehmens Helmut Berendt (Berlin-West) war und als Minensuchboot in den Gewässern Berlin-West unterwegs war.


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05.03.2016 20:03 (zuletzt bearbeitet: 05.03.2016 20:17)
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#3
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Wen es wirklich ein Minensuchboot war,
einfach mal diese Seite einschließlich der Links durcharbeiten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_...ine#Flakschiffe

Noch ein Link: http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/db-suche1.htm


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05.03.2016 20:29
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#4
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Zitat von marc im Beitrag #2
Wimre war der Mauerbau in Berlin erst 1961. Es könnt also sein, dass das Schiff im Rahmen einer normalen Tour nach Westberlin einfach dort geblieben ist, evtl.weil defekt o.ä.,(vielleicht konnte die Reparatur in DM nicht bezahlt werden).

Zitat
Ab 1958 ist belegt, dass das Schiff Eigentum des Tauch- und Bergeunternehmens Helmut Berendt (Berlin-West) war und als Minensuchboot in den Gewässern Berlin-West unterwegs war.



Es ist richtig, dass der Mauerbau erst 61 war bzw. finalisiert wurde. Aber meines Wissens nach war auch schon vorher mit erheblichen Schwierigkeiten bzw. Repressalien zu rechnen, wenn man von der DDR in die BRD übersiedeln wollte. Es besteht also die Möglichkeit, dass ein Zeitgenosse die weitere Entwicklung der Grenzsituation vorausgesehen hat und entsprechend reagiert hat. Der Strafbestand Republikflucht war längst vor dem Bau der Mauer schlagend.


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05.03.2016 20:37
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#5
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[quote=Samland|p528368][quote=marc|p528335]Wimre war der Mauerbau in Berlin erst 1961. Es könnt also sein, dass das Schiff im Rahmen einer normalen Tour nach Westberlin einfach dort geblieben ist, evtl.weil defekt o.ä.,(vielleicht konnte die Reparatur in DM nicht bezahlt werden).


Das wäre sicher eine plausible aber m.E. zu simple Erklärung.

Warum wurde das Schiff dann aber anonymisiert? Immerhin wurde es es herrenloses Gut beschlagnahmt. d.H. nach meiner Meinung, dass nicht erfahrbar war, wem das Schiff gehört (Bedeutet: Zulassungsnummer und Namenskennzeichnung demontiert.)

Selbst wenn das Schiff eine teure und momentan nicht bezahlbare Reparatur benötigt hätte, wäre immer noch die Option gewesen, es zur im schlimmsten Fall Verschrottung zu verkaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich ein einfacher Schifffahrtstreibender den Luxus gegönnt hat, ca. 50 Tonnen Stahl einfach still und heimlich zu verlassen. Das waren und sind bis heute Geld-Werte. Und in Nachkriegszeiten sowieso. Mit solcher Art Schifffe sind keine reichen Leute gefahren. Das waren einfache Schiffer die einen Knochenjob hatten.

Nach wie vor scheint mit die Erklärung, dass da ein oder mehrere Personen nicht bekannt werden wollten, sei es um sich selbst zu schützen oder vielleicht auch die Familien, die logischste.

Gegenargumente willkommen. :-)


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05.03.2016 20:42
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#6
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Zitat von damals wars im Beitrag #3
Wen es wirklich ein Minensuchboot war,
einfach mal diese Seite einschließlich der Links durcharbeiten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_...ine#Flakschiffe

Noch ein Link: http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/db-suche1.htm



Herzlichen Dank für die Links. habe gerade einen Blick reingeworfen und festgestellt, dass das sehr umfangreich ist. Sie haben mich davor bewahrt, morgen einen regnerischen und langweiligen Gammelsonntag zu verbringen. Könnte also spannend werden.


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05.03.2016 21:18
avatar  coff
#7
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Zitat von Samland im Beitrag #6
Zitat von damals wars im Beitrag #3
Wen es wirklich ein Minensuchboot war,
einfach mal diese Seite einschließlich der Links durcharbeiten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_...ine#Flakschiffe

Noch ein Link: http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/db-suche1.htm



Herzlichen Dank für die Links. habe gerade einen Blick reingeworfen und festgestellt, dass das sehr umfangreich ist. Sie haben mich davor bewahrt, morgen einen regnerischen und langweiligen Gammelsonntag zu verbringen. Könnte also spannend werden.


Den ersten link zu verfolgen ist reine Zeitverschwendung da der "Kahn" dort nicht zu finden sein wird da kein Kriegsmarineschiff...
Woher kommt denn überhaupt die Behauptung vom Minensucher ? Das ist doch Unfug.

Wenn vor 1958 wenig bis nichts vom Schiff bekannt ist woher stammt dann die angegebene Baunummer ?

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


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05.03.2016 21:50
avatar  Lutze
#8
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Vielleicht liegt auch ein Versicherungsbetrug vor,
der Kahn wurde einfach bei Nacht und Nebel versenkt,
und mit Betrug geht man nicht gerne hausieren
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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05.03.2016 22:22
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#9
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Den ersten link zu verfolgen ist reine Zeitverschwendung da der "Kahn" dort nicht zu finden sein wird da kein Kriegsmarineschiff...
Woher kommt denn überhaupt die Behauptung vom Minensucher ? Das ist doch Unfug.

Wenn vor 1958 wenig bis nichts vom Schiff bekannt ist woher stammt dann die angegebene Baunummer ?[/quote]


Stimmt, es war nie ein Kriegsmarineschiff. Es gehörte ab 1958 der Firma Behrendt, Tauch und Bergeunternehmen. Die Firma Behrendt war mit mehreren Schiffen beauftragt, die Berliner Gewässer von Kriegsmaterial zu "reinigen". Zu diesem Zweck wurde das Schiff umgebaut, erhielt einen Elektromagnetkran aufs Heck, das Heck wurde verbreitert um die Tragfähigkeit zu erhöhen. Ich habe mehrere Fotos die dies belegen. Unter anderem ist meinem Beitrag ein Foto aus 1960 beigestellt, mit abgesenktem Heckkran. Weitere füge ich noch hinzu. Das Schiff wurde nie von der Marine besessen, sondern war zu dieser Zeit in Privathand, jedoch sehr wohl als Mienenräumboot unterwegs.

Ich bin mit dem Enkel des Tauchunternehmers Behrendt in Kontakt, habe er heute morgen mit ihm telefoniert. Er hat mir auch diese Fotos zur Verfügung gestellt. Aber er weiss nicht, wo sein Großvater das Schiff gekauft hat. Wie beschrieben .... Es fehlt mir die Schnittstelle.... Wie kommt der Bär Cement aus Rüdersdorf nach Berlin West, vermutlich zwischen 1945 bis 1958.


Die Baunummer: In wenigen Papieren die ich habe, wird das Baujahr 1907 erwähnt. Ein Zeitzeuge hat gegenüber einem Vor-Vorbesitzer des Schiffs "Stein- und Bein" geschworen, dass er das Nietbild des Schiffsrumpfes eindeutig Dresden Übigau zuordnen könne. Darauf hin habe ich mir über Umwege die Bauliste aus diesem Jahr und von dieser Werft besorgt. Das einzige Schiff, das von den Abmessungen her in Frage kommt ist das Schiff Nr. 969. Hier stimmen die Abmessungen jedoch sehr genau mit den noch heute nachmessbaren Daten überein. Und das Schiff 969 wurde im Auftrag der Portland Cement Fabrik Rüdersdorf bestellt und erhielt den Namen Bär Cement. Dies scheint ebenfalls auf der Bauliste der Werft auf.

Ich hoffe ich konnte Ihre Einwände damit hinreichend beantworten. |addpics|5p6-5-ede3.jpg,5p6-6-958c.jpg|/addpics|


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05.03.2016 22:29
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#10
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Zitat von Lutze im Beitrag #8
Vielleicht liegt auch ein Versicherungsbetrug vor,
der Kahn wurde einfach bei Nacht und Nebel versenkt,
und mit Betrug geht man nicht gerne hausieren
Lutze



Dann wär der Fall ja gelöst, aber das Schiff wurde eben NICHT versenkt.Ob diese Schiffe damals (2. Weltkrieg oder kurz danach) versichert waren weiss ich nicht. Haftpflichtversicherungen in den Jahren 1945-1958 im heutigen Sinne halte ich eher für unwahrscheinlich. Gerne lass ich mir hier das Gegenteil beweisen.

Ob ein Betrug vorgelegen hat weiss ich auch nicht. Das würde aber immer noch nicht die Herkunft des Schiffs klären. Ich bilde mir ein dass es doch Papiere geben muss, wonach der beschlagnahmende Senat das herrenlose Schiff versteigert hat. Immerhin wurde ja hier ein Erlös erzielt. Und in diesem Zusammenhang mit Schiffen ist und war meines Wissens immer ein schriftlicher Kaufvertrag von nöten oft in Verbindung mit einer sog. Einigungserklärung von Käufer und Verkäufer.


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05.03.2016 22:41
avatar  Lutze
#11
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Bei den Versicherungen würde ich weiterstöbern,da könnte was faul sein,
Kaufvertrag muß schon sein,daran wird ja sicherlich die Schadenshöhe
ermittelt,und das hin und wieder mal ein Schiff verschwindet,das ist selbst
heute nichts ungewöhnliches
Lutze

wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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05.03.2016 22:59
avatar  coff
#12
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Irgendwie klingt das alles konfus, der Enkel weiß nicht wo der Großvater das Schiff her hat aber der Senat hat es versteigert... ?
Da müssen doch davon Dokumente vorhanden sein was der Senat da wann versteigert hat. Ein Baujahr ist bekannt, der alte Namen aber nicht...

Die Story vom Minensuchboot ist Unfug. Ich kann mir auch nicht vorstellen das dieses Unternehmen in der Beräumung von Bombenblindgängern unterwegs war und über die entsprechende Qualifikation zum Entschärfen selbiger verfügte. Minen kommen im Berliner Raum sowieso nicht in Frage, wie sollen diese denn dorthin gekommen sein und zu welchem Zweck auch...
Beräumung von Metallschrott ist da schon plausibler

Welche Details sind denn in der alten Bauliste zu diesem vermuteten Boot angegeben ?

"Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muß die Gegend verlassen, wo sie gelten." ( Johann Wolfgang von Goethe )


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05.03.2016 23:13
#13
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Zitat von Samland im Beitrag #10
[quote=Lutze|p528391] Haftpflichtversicherungen in den Jahren 1945-1958 im heutigen Sinne halte ich eher für unwahrscheinlich. Gerne lass ich mir hier das Gegenteil beweisen.



Auch wenn nach 1945 einies drunter und drüber ging - die Versicherungen gab es. Da muss man aber etwas graben, wenn es um den speziellen Fall ging.

Seit 1945 war die Fortsetzung der Arbeit für die in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands tätigen Versicherungsunternehmen durch den Befehl Nr. 01 der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland ("SMAD") verboten. An ihre Stelle traten staatliche Versicherungsanstalten. Die privaten Versicherungsgesellschaften verlegten demzufolge ihre Hauptsitze in die westlichen Besatzungszonen, wo sie ihre Arbeit fortsetzen konnten. 1945 erfolgte in der DDR der Aufbau von öffentlich-rechtlichen "Landesversicherungsanstalten" in den Ländern Sachsen und Thüringen sowie in den Provinzen Brandenburg, Mecklenburg/Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Aus diesen fünf Landesversicherungsanstalten wurde im Jahre 1952 die "Deutsche Versicherungs-Anstalt" ("DVA") gegründet. Im Jahre 1956 wurde auch die Sozialversicherung der Bauern, Handwerker, selbständigen Erwerbstätigen, Unternehmer und Freiberufler auf die DVA übertragen. Im Jahre 1969 fusionierten die DVA und die Vereinigte Großberliner Versicherungsanstalt (staatlicher Versicherer für Ost-Berlin) zur "Staatlichen Versicherung der DDR"

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatliche...cherung_der_DDR

1952 gab es 10 Millionen Sachversicherungen. Davon 3 Millionen Pflichtversicherungen. Mehr hier https://books.google.de/books?id=Hvp6gIP...talt%22&f=false

Aber wie gesagt - man muss graben

Moskwitschka

Was soll ich tun, wenn mich jemand beleidigt oder versucht zu provozieren?

Wenn jemand mit einem Geschenk an Dich herantritt, Du es nicht annimmst, wem gehört dann das Geschenk?

Dem. Überbringer

Genauso ist es bei Neid, Mißgunst und Beschimpfungen. Sie gehören dem, der sie Dir bringt.


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06.03.2016 01:26
avatar  andyman
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Einige Möglichkeiten die bisher vielleicht unbeachtet geblieben sind.Die festen Einbauten im Schiff z.B.Motor Getriebe Kompass usw. müssen eigentlich Typenschilder haben und es lassen sich dadurch Hersteller, Baujahr o.ä. ermitteln.Da es sich um größere Objekte handelt wie z.B. den Motor könnten in dem Herstellungsbetrieb noch Unterlagen existieren.
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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06.03.2016 09:18
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#15
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( gelöscht )

Zitat von Lutze im Beitrag #11
Bei den Versicherungen würde ich weiterstöbern,da könnte was faul sein,
Kaufvertrag muß schon sein,daran wird ja sicherlich die Schadenshöhe
ermittelt,und das hin und wieder mal ein Schiff verschwindet,das ist selbst
heute nichts ungewöhnliches
Lutze


Das ist auf jeden Fall eine gute Idee, die ich weiterverfolgen werde. Dankeschön.


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