Volkes Stimmen: »Ehrlich, aber deutlich« - Privatbriefe an die DDR-Regierung

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22.02.2016 13:37
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#61
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #59
Ja würde ich! Ich bin froh, dass in meinem Block im Sommer niemand Geranien am Balkon hat und somit auch nicht erwartet wird, dass ich Geranien habe und so auch nicht den Hausfrieden störe.
Der DDR Baustil in den siebziger und achtziger Jahren war sehr stark von Westberlin "iinspirert".
Theo


Muss wiedersprechen, war vor kurzem auf dem RBB zu sehen, die DDR hat vorgelegt (Ostberlin),
Westberlin musste nachziehen.


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22.02.2016 14:39
#62
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Zitat von damals wars im Beitrag #61

Muss wiedersprechen, war vor kurzem auf dem RBB zu sehen, die DDR hat vorgelegt (Ostberlin),
Westberlin musste nachziehen.

Verwechselst du da nicht etwas ?
Die Gropiusstadt ist ein Ortsteil im Berliner Bezirk Neukölln. Sie entstand von 1962 bis 1975 als Großwohnsiedlung zwischen den alten Siedlungen Britz, Buckow und Rudow.
Die rund 18.500 Wohnungen der von Walter Gropius geplanten Trabantenstadt wurden zu 90 Prozent als Sozialbauwohnungen errichtet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Gropiusstadt

Das Märkische Viertel in Berlin ist eine Großwohnsiedlung, Satelliten- oder Trabantenstadt im Bezirk Reinickendorf. Die Siedlung wurde von 1963 bis Frühjahr 1974 gebaut und war mit ihren rund 17.000 Wohnungen für bis zu 50.000 Bewohner ausgelegt.

Zu dieser Zeit wurde im Ostteil Berlins noch auferstanden aus Ruinen.
Siehe hier https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungsbauprogramm_%28DDR%29


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22.02.2016 14:50
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#63
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Wenn ich das richtig mitbekommen habe, fing der Wettbewerb in Berlin mit dem Bau der Stalinallee an. Der Westen reagierte mit dem Bau des Hansaviertels. Man mukelt, sie hätten das auch gerne in der Art des Klassizismus gebaut, jedoch war das auch ideologischen Gründen nicht möglich.
Dann entspann sich ein Wettbewerb über Fernsehturm, Palast der Republik, Kongresshalle etc.


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22.02.2016 15:30
#64
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Die Stalinallee war ein Prestigeprudukt, einfach um zu zeigen, wozu der Sozialismus fähig ist.
Sie ist architektonisch nicht schön, aber erfüllte zu damaliger Zeit ihren Zweck, verdienten Arbeitern / Genossen
ideologisch wirksam mit einer Neubauwohnung zu versorgen.
Daß unmittelbar dahinter in Häusern gewohnt werden mußte, in denen sich mehrere Mietparteien noch für Jahrzehnte
ein Klo im Treppenhaus teilen mußten bleibt leider unerwähnt.
Auch fehlte zumindest bis zur Wende meist jeglicher Komfort, Ofenheizung dominierte in den vergammelten Altbaugebieten.

Im Westteil hingegen wurde relativ zeitig dazu übergegangen, nicht erhaltenswürdige alte Bausubstanz zu beseitigen und komplette
Wohngebiete neu zu bauen, von Wedding über Neukölln bis Spandau.
Parallel dazu erfolgte eine qualitativ meist gute Erhaltung der Altbausubstanz, wenn es sich rechnete.
Oft wurden Gasetagenheizungen installiert, Wasser- und Elektroleitungen erneuert, nicht nur geflickt wie in Ostberlin.

Bedenken muß man jedoch, daß die Eigentumsverhältnisse nicht ganz unschuldig waren an der Misere im Osten, denn sehr viele
Gebäude / Grundstücke hatten Eigentümer im Westen, was eine ausbleibende Investition zur Folge hatte.
Die Zwangsverwaltung der DDR-Wohnungswirtschaft ließ nur das Nötigste reparieren.


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22.02.2016 15:35
#65
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Berlin - Ost war nicht nur Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen.

Ich war im Jahr 1970 mit meiner Schulklasse im Rahmen eines Wandertges auf der Baustelle der Berliner Rathauspassagen https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Graffunder

Oder das Hans - Loch - Viertel, Alt Friedrichsfelde und Rosenfelder Ring, wo die ersten "Platten" schon in den 60-ern bezogen wurden.

Letztes Jahr gab es in Berlin eine gute Ausstellung 98% der DDR (13) Radikal modern in der man einen Blick auf die "gemeinsame" Berliner Architektur der 60-er werfen konnte.

Moskwitschka


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22.02.2016 15:36
#66
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Zitat von Zange im Beitrag #63
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, fing der Wettbewerb in Berlin mit dem Bau der Stalinallee an. Der Westen reagierte mit dem Bau des Hansaviertels. Man mukelt, sie hätten das auch gerne in der Art des Klassizismus gebaut, jedoch war das auch ideologischen Gründen nicht möglich.
Dann entspann sich ein Wettbewerb über Fernsehturm, Palast der Republik, Kongresshalle etc.

Ja das hat schon was: Bei den Protzbauten hatte die DDR die Nase vorn. Nach dem Baubeginn des Palastes der Republik musste man unbedingt das ICC "nachschieben"
https://de.wikipedia.org/wiki/Internatio..._Centrum_Berlin
Theo


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22.02.2016 15:41
#67
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #64
Die Stalinallee war ein Prestigeprudukt, einfach um zu zeigen, wozu der Sozialismus fähig ist.
Sie ist architektonisch nicht schön, aber erfüllte zu damaliger Zeit ihren Zweck, verdienten Arbeitern / Genossen
ideologisch wirksam mit einer Neubauwohnung zu versorgen.
(...)


Der Übergang von Neubau zu "Altbau" war in der DDR oft "brutal"; beliebtes Fotosujet für Touristen,
Stalinallee??
Behind the facade, East Berlin, c. 31 July 1960
Theo


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22.02.2016 16:17
#68
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Die Ringbebauung (mit Ring-Café, dem größten Café der DDR) hat im Grunde den gleichen Stil, wie die Stalin-Allee. Aber irgendwie sieht sie vorteilhafter aus, finde ich - auch groß, aber nicht protzig.


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22.02.2016 16:25
#69
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Zitat von Moskwitschka im Beitrag #65
Berlin - Ost war nicht nur Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen.

Ich war im Jahr 1970 mit meiner Schulklasse im Rahmen eines Wandertges auf der Baustelle der Berliner Rathauspassagen https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Graffunder

Oder das Hans - Loch - Viertel, Alt Friedrichsfelde und Rosenfelder Ring, wo die ersten "Platten"[...]
Moskwitschka

Das ist unbestritten, es ging ursprünglich darum, daß Ostberlin "Vorreiter" war beim Wohnungsbau in Berlin.
Das ist schlichtweg falsch. Als ich ab 1966 meine Lehre begann, füúhr ich noch mit dem Fahrrad vom damaligen "Steuerhaus"
in der Nähe des damaligen S-Bhf Leninallee über dan alten Alexanderplatz und ein Gebiet mit ^Kriegsüberbleibseln (heute steht dort
der Fernsehturm) bis zur Clara-Zetkin-Straße mit dem Fahrrad zur ersten Baustelle, viel neue Bausubstanz war nicht zu sehen.
Im Westteil dagegen wurde schon zeitig begonnen, Baulücken zu schließen, um der Stadt wieder ein Bild zu geben.


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22.02.2016 18:36
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#70
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #60
Gert, hier gehen unsere Meinungen wieder auseinander.Es stimmt ja nicht, 40 Jahre DDR,alles gleich Null.
In diesen 40 Jahren, habe ich wie viele andereeine sehr glückliche und behütete Kindheit gehabt.Sicherlich mit einigen Konsummängeln, aber ich wage zu bezweifeln, ob die Mehrheit der Arbeiterkinder in der BRD,das vom Staat geboten bekommen haben, was bei uns möglich war.
Ich selbst und später meine Kinder fuhren für ein paar Mark ins Ferienlager,Der Urlaub in Ferienheimen für wenig Geld, manchmal auch außerhaus, egal ,wir haben keinen unbazahlbaren Riesenluxus gebraucht.
Viele Fach und Hochschulabsolventen haben ohne finanzielle Sorgen studieren können, jeder bekam eine Berufsausbildung, hatte einen Arbeitsplatz,kostenlose med. Versorgung und vieles mehr, das weißt du ja selbst.
Null war es nicht, nur schade,daß viele soziale Errungenschaften den Bach lang runter gingen.
Ich und sicherlich noch viele haben gern in der DDR gelebt und einige Einschränkungen, die ich mir heut auch nicht leisten kann, in kauf genommen.
Auch meine Dienstzeit ,die 6 Jahre VM/6.GBK und 24 Jahre MfS waren nicht Null.
Die ersten 6 Jahre, schöne Jugenderinnerungen,ich möchte sie nicht missen.
Die anderen 24 Jahre waren wesendlich härter, aber auch hier nichts null,ich lasse mal allen politischen Kram weg, nur allein,wo ich selbst mit dazu beigetragen habe,kriminelle Handlungen aufzuklären, vorbeugend Schaden zu verhindern, Mängel und Mißstände aufzudecken und zu verändern.
Wenn ich wirlichetwas bedauere und da gebe ich dir recht, daß es nicht dort gelandet ist, wo wir eigentlich hinwollten.
Das hat aber nichts mit der Gesellschaftsordnung Soz. zu tun, es waren Menschen, die es vergeigt hatten, vielleicht war auch die Zeit dafür noch nicht reif.
Der Kapt hatte jahrhunderte Erfahrungen, den soz. Weg in der DDR ging keiner vor uns.Ich glaube, mit der jetzigen Erkenntnis würde einiges anders laufen.Auch wenn Deutschland nicht geteilt gewesen wäre,der Weg wäre anders gewesen.Aber alles Spekulation.
Ich glaube und du siehst es ja selbst, der jetzige Weg ist auch kein Königsweg, Wir werden es beide vom Alter her nicht mehr erleben,welche Veränderungen in 50 Jahren vollzogen werden.



Hallo @Signalobermaat , lies meinen Post #54 noch mal richtig. Ich habe dort dein Leben nicht in Frage gestellt oder gleich 0 gestellt. Ich bezog mich auf deine Bemerkung 30 Jahre Arbeit im GD, und nur darauf allein bezog sich meine Wertung. Ich habe nun mal für diese Art "Arbeit" absolut kein Verständnis, weil sie aus meiner Sicht und Erziehung zutiefst unmoralisch ist. Letztlich hat sie nicht mal zum Erhalt dieses Staates gewirkt, also gleich 0.


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22.02.2016 18:48
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #64
Die Stalinallee war ein Prestigeprudukt, einfach um zu zeigen, wozu der Sozialismus fähig ist.
Sie ist architektonisch nicht schön, aber erfüllte zu damaliger Zeit ihren Zweck, verdienten Arbeitern / Genossen
ideologisch wirksam mit einer Neubauwohnung zu versorgen.
Daß unmittelbar dahinter in Häusern gewohnt werden mußte, in denen sich mehrere Mietparteien noch für Jahrzehnte
ein Klo im Treppenhaus teilen mußten bleibt leider unerwähnt.
Auch fehlte zumindest bis zur Wende meist jeglicher Komfort, Ofenheizung dominierte in den vergammelten Altbaugebieten.

Im Westteil hingegen wurde relativ zeitig dazu übergegangen, nicht erhaltenswürdige alte Bausubstanz zu beseitigen und komplette
Wohngebiete neu zu bauen, von Wedding über Neukölln bis Spandau.

Parallel dazu erfolgte eine qualitativ meist gute Erhaltung der Altbausubstanz, wenn es sich rechnete.
Oft wurden Gasetagenheizungen installiert, Wasser- und Elektroleitungen erneuert, nicht nur geflickt wie in Ostberlin.

Bedenken muß man jedoch, daß die Eigentumsverhältnisse nicht ganz unschuldig waren an der Misere im Osten, denn sehr viele
Gebäude / Grundstücke hatten Eigentümer im Westen, was eine ausbleibende Investition zur Folge hatte.
Die Zwangsverwaltung der DDR-Wohnungswirtschaft ließ nur das Nötigste reparieren.



als ich 1965 nach Düsseldorf kam habe ich gestaunt. Von Kriegsschäden war nahezu nichts mehr zu sehen. Man hatte die Stadt in nur 20 Jahren wiederhergestellt. Und die rheinischen Städte inkl. D'dorf waren im Mai 45 alle total platt, denn hier tobte der alliierte Bombenkrieg schon seit 1940 , hier standen auch viele bedeutende Rüstungsproduktionsstätten. Also da war man viel weiter als in der DDR. Später stellte sich aber hier und da bei Erneuerung und Änderungen von Bauten heraus, dass das mit der heißen Nadel zusammengeschustert war, also partiell mindere Bauqualität


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23.02.2016 19:42
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#72
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Der roten Propaganda völlig unverdächtig ?

DDR Dokumentation - Ost-Berlin des ZDF ! 1978 - DDR - Bürger in fast voller Zufriedenheit. Sehenswert !
Auch ehrlich und deutlich.


https://www.youtube.com/watch?v=U-5o2GrkDhM


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23.02.2016 20:15
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Video über Berin:


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15.02.2017 16:58
#74
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Die Versorgungskrise der DDR nahm streckenweise irrwitzige Züge an.

Konnte Stoff geliefert werden, fehlten Zuschneiderinnen.

Trafen Stoff und Zuschneiderinnen durch glückliche Umstände in einem Betrieb zusammen, fehlten Näherinnen
oder Verpackungsmaterial.


Prinzipiell war es nicht ausgeschlossen, dass bei optimalen Rahmenbedingungen Mangelware, hier: Damenschlüpfer,
in den Handel hätten gelangen können.


Die Hilfe zur Selbsthilfe des DFD (Demokratischer Frauenbund Deutschland) fand nicht die Zustimmung von Politbüromitglied
Günter Kleiber, zuständig unter anderem für die Leichtindustrie.


Er leitete eine Untersuchung ein und beauftragte die Frauensekretärin Inge Lange, den Vorfall zu prüfen.

Am 16. August 1989 teilte die Fraunesekretärin Politbüromitglied Kleiber folgendes mit:





Die für „Frauenarbeit zuständige ZK-Sekretärin“ konnte sich in dem Bericht an den zuständigen Minister offenbar weder ein breites Grinsen
noch die Ironie verkneifen, sie zeichnete nicht mit „sozialistischem Gruß“ sondern in Anspielung auf den Slip „In alter Frische“

Es grüßt Euch

Kressin




Quelle: Mit sozialistischem Gruß, Henrik Eberle, Bastei Lübbe


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15.02.2017 17:11
avatar  GKUS64
#75
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Hätte ich das gewusst, dann hätte ich doch eine Nähstube für Damenschlüpfer eröffnet. Zwei Anproben wären erforderlich gewesen, die ich eigenhändig vorgenommen hätte, Passgenauigkeit wäre somit garantiert gewesen, so hätte bestimmt auch der Sozialismus gesiegt! (Entschuldigung, habe 4 mal "hätte" verwendet!)


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