Volkes Stimmen: »Ehrlich, aber deutlich« - Privatbriefe an die DDR-Regierung

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20.02.2016 12:33
#31
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #29
(...)Hin und wider waren sie ja zu Besuch in Betrieben und staatlichen Einrichtungen und sprachen mit DDR-Bürgern.
Natürlich wurden die Personen ausgesucht und auch die jeweiligen Arbeitsbereiche würden ausgewählt und vorbereitet.
Warum wichen sie nicht einfach mal von der Protokollstrecke ab, um sich mit "Otto-Normalverbraucher" zu unterhalten?
Wer hätte sie daran hindern können?
(...).
Klaus


Spontane Änderungen des Protokolls? Das geht wohl nicht wegen des Personenschutzes. Zudem waren die "Chefs" der DDR wenig umgängliche oder gesellige Typen.

Theo


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20.02.2016 12:46
avatar  Ebro
#32
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Wie soll man Dir denn diese Frage beantworten. Ich kenne Dich nicht, weiß nichts über Dich, weiß nicht, ob eventuell irgendwelches operative Material vorlag.....!

Endlich als geistig primitiv erkannt worden, hat ja lange gedauert......!
Mitglied in einem Forum, indem man nur wegen der Vita regelmäßig dumm angemacht wird von Ahnungslosen und Dünnbrettbohrern

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20.02.2016 14:20
#33
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#27
kleine Kritik
Die Junge Gemeinde hatte in Eisenach/Mitte zwei Gruppen und Räume, in der Oberen Predigergasse und Hinter der Mauer.
Die berühmte Umweltbibliothek wurde nicht geschlossen sondern kam in den Marktscheffelshof.


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20.02.2016 14:23
avatar  Alfred
#34
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Zitat von 1941ziger im Beitrag #11
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #7

Niemandem wurde der Kopf abgerissen, wenn in normaler Kommunikation auf Mißstände hingewiesen
oder Sorgen formuliert wurde/n.
Soviel Arsch in der Hose sollte jeder DDR-Bürger schon gezeigt haben.





Ich hatte Arsch in der Hose...........ich dokumentierte eine Woche lang die massiven Gülle-Einleitungen in die
Elbe. Als ich versuchte es öffentlich zu machen bekam ich Besuch.
**Ich bedanke mich heute noch für die Zusammenarbeit der Sächsischen Zeitung mit der *Firma* die mir damals
meine Wohnung verwüstete.**

Da ich weiß das ehemalige Angehörige eben dieser Firma hier im Forum sind, sagt mir doch mal.......warum
war ich den so gefährlich für diesen Staat, zumal ich bis dahin eine sehr loyale Einstellung und Vergangenheit hatte.

Schön wenn ich eine Antwort bekäme.


Einfach mal bei der BStU anfragen ob da was zu finden ist.

Mehr kann man als Außenstehenden dazu nicht sagen.


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20.02.2016 15:39
avatar  ( gelöscht )
#35
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( gelöscht )

Informationen an die Oberen in Ost und West durch die jeweiligen Geheimdienste waren mehrfach Themen.

Zitat von Gast im Beitrag MfS - Informationen an die SED - Oberen
Hallo,

in einem anderen Forum bin ich auf einen sehr interessanten Link gestoßen. Hier können interessierte User MfS - Informationen, ob wichtig oder nichtig sei dahingestellt, des Jahrganges 1976 von Januar bis Dezember nachlesen. Die Partei- und Staatsoberen erhielten aufbereitete Informationen zu Bränden, Störungen, Haverien. Zu Vorgängen in der Kirche. Zu verhinderten Personenschleusungen und vieles andere mehr!
Da die Geschichte der DDR nicht nur aus dem Jahrgang 1976 besteht, würde ich mich freuen, wenn auch der" Rest " den Weg zur Veröffentlichung finden würde.

/link www.ddr-im-blick.de

Viel Spaß
Rabe

Zitat von Gast im Beitrag BND - Geheimdienstinformationen an die Bundesregierung
Hallo

in Anlehnung an das Thema: MfS - Informationen an die SED - Oberen stelle ich nun dieses Thema zur Diskussion.
Die Vorlage für dieses Thema liefert heute, am 08.01.2011 " Bild.de " mit der Meldung, dass der BND jahrelang den
Aufenthalt des weltweit gesuchten Verbrechers Eichmann gewußt und verschwiegen hat.
Was wußte die BRD - Regierung?
Hier sollten meiner Meinung auch in anderen Themen behandelte Bereiche berücksichtigt werden, wie z.B. der Kriegsauslöser des BND zum
Irak - Krieg oder was noch nicht so lannge her ist, die Enthüllung zu den BND - Spionagesatelliten.
Es ergeben sich hier ebenso sehr viele Fragen, die man demokratisch interessant diskutieren kann.

Rabe



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20.02.2016 16:06 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2016 16:06)
#36
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Zitat von Ebro im Beitrag #32
Wie soll man Dir denn diese Frage beantworten. Ich kenne Dich nicht, weiß nichts über Dich, weiß nicht, ob eventuell irgendwelches operative Material vorlag.....!

Operatives Matrial waren meine Fotos von der massiven Einleitung der Gülle in die Elbe.
Die hatte ich an die SZ geschickt. Unterstellt hat man mir das ich diese Fotos in den Westen schicken wollte..
Nach meiner 5 jährigen Dienstzeit habe in den 10Jahren als Fahrlehrer bei der GST wenigstens 300 Militärkraftfahrer
für die NVA ausgebildet, was mir die Auszeichnung Hervoragender Ausbilder einbrachte.
Du siehst ich war loyal, aber nein ....man mußte mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Dies Aktion hat mich zum hinterfragen des Systems gebracht und am Ende bei mir eine 180° Wende herbeigeführt.

________________________________________________________________________________________________________________
Jene, die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten, pflügen heute für diejenigen die ihre Schwerter behielten.

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20.02.2016 16:36
avatar  Ebro
#37
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Ja klar, das ist Dir bekannt.
Aber weißt Du, ob innerhalb der KD in der VSH (Verdichter-Such und Hilfskartei) was lag, ob Du eventuell in einer OPK (Operative Personenkontrolle-muß sich ja nicht zwangsläufig um Dich dabei handeln) erfasst warst?
Das wird Dir sicher unbekannt sein. Also wenn es Dich so brennend interessiert, @Alfred gab Dir ja schon den Hinweis auf die BSTU.

Endlich als geistig primitiv erkannt worden, hat ja lange gedauert......!
Mitglied in einem Forum, indem man nur wegen der Vita regelmäßig dumm angemacht wird von Ahnungslosen und Dünnbrettbohrern

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20.02.2016 19:13
#38
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #31

Spontane Änderungen des Protokolls? Das geht wohl nicht wegen des Personenschutzes. Zudem waren die "Chefs" der DDR wenig umgängliche oder gesellige Typen.

Alfred, deine erste Aussage überzeugt mich wenig.
Soweit mir bekannt ist, gab es in der DDR kaum Angriffe oder Übergriffe auf Persönlichkeiten der Partei- und Staatsführung - von der Pistolen-Fuchtelei des Offensetzers auf Erichs Protokollstrecke mal abgesehen. Es wäre möglich gewesen eingefahrene Gleise zu verlassen und von oben her etwas an diesem "Abschottungswahn" zu ändern - wenn man es denn gewollt hätte.

Offensichtlich waren diese Herren "wenig umgängliche oder gesellige Typen".
Ich glaube, sie trauten sich gegenseitig nicht mehr.

Klaus

"Setzten wir uns an die Stelle anderer Personen, so würden Eifersucht und Haß wegfallen, die wir so oft gegen sie empfinden."
( Johann Wolfgang von Goethe)


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20.02.2016 19:30 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2016 19:37)
avatar  Alfred
#39
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Klauspeter,

würdest Du DEIN Sparschwein verwetten, dass die Sache mit Obama wirklich nicht geplant war ? Ich nicht.

Das man auf einen bestimmten Personenkreis beschützt ist für mich ganz normal. Es muss keine Feinde geben, ein Verrückter reicht ja aus.

Den einen oder anderen Politiker habe ich schon erlebt und es konnte auch mal "gefeiert" werden. @Beethoven wird dir bestätigen können, dass z.B. Armeegeneral Hoffmann sehr umgänglich und insgesamt beliebt war. Der konnte dir auch schon einmal an seinen Haus in NVA Trainingshose und Unterhemd begegnen.

Man kann über Personenschutz immer diskutieren, es bleibt aber ein Fakt, dass Vorbeugung immer die beste Variante ist.

Und man muss eben auch nicht gesellig sein. Habe heute mal in DEINEM Personalzeugnis stehen :"Herr XY ist gesellig", da kannst du dir gleich die Karten legen.

Die Personen sollen ihre Arbeit machen und keine Show .


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20.02.2016 20:08
#40
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1941, was meist du denn mit verwüstet? verwanzt hätte ich ja zur Not noch verstanden.
Also, wenn das MfS in der Wohnung war und nach Beweisen gesucht hat,war alles so wie es vorher war, das war oberstes Prinzip.
Einer solchen Aktion ging immer eine Sicherung einher, genau für die Zeit, die gebraucht wurde um ungestört zu arbeiten.Hast du Beweise, oder nur Vermutungen?
Kollege Ebro
Meine Meinung zu den Infos.
Also von uns gingen offiziell schriftlich nur die angewiesenen Parteiinfos rüber.Natürlich nur das was auch wirklich einer Überprüfung stand hielt.
Die Infos hatten ja den Charakter Veränderungen bei festgestellten Mängeln und Mißständen herbeizuführen.Da mußte schon alles stimmen.
Analog VP und Rat des Kreises, wenn es erforderlich war.Mit dem 1.Sekretär gab es natürlich auch einen persönlichen Infoaustausch, das waren dann schon Dinge, die er einfach wissen mußte zur vorbeugenden Schadensverhütung bzw.um eigene Maßnahmen abzusichern.
Interessant ist schon die Frage, die Klaus Peter aufgeworfen hat,was wußte unsere Regierung wirklich und wollten sie das alles Wissen.
Ich kann erstmal von meiner Warte sagen,wir haben reichlich über Stimmung und Meinungen der Bevölkerung nicht nur auf der Parteistrecke, sondern auf unserer Ebene berichtet.Die Infos wurden in den letzten Jahren, vor allem was Antragsteller und Versorgungsfragen waren immer brisanter.Ich kenne nur einen Ausspruch von einem MA der SED KL aus der Informationsgruppe der SED, der Gen. Walde( Kandidat Politbüro und 1. Sekr. der BL Cottbus) hat gesagt, er möchte keine negativen Informationen mehr.Ob das der Wahrheit entspricht weiß ich nicht, oder ob er schon genug davon hatte.
Wir mußten zu pol. Höhepunkten, an Sonn und Feiertagen unterwegs sein, Meinungen zu sammeln,wozu haben wir unsere karge Freizeit opfern müssen, für sinnloses Papier, wenn keine Reaktion erfolgte.
Wo ging das viele beschriebene Papier hin? Und was wurde damit.Es war doch DDR weit eine gaballte Ladung von Mängeln und Mißständen.
Da war doch ersichtlich, wie es um das Vertrauen zur Partei und Regierung von bestimmten Bevölkerungsschichten stand.
Ich kannte die Situation in unserem Bereich und wenn ich dann die Berichterstattung im ND zu Planübererfüllungen und der weiteren Verbesserungen der Versorgung der Bevölkerung gelesen habe, dann erlebe ich jetzt das Gleiche mit den Asylanten. Die Stimmung im Volk ist negativ, aber wir schaffen das.Keine Reaktion auf die Meinung des Volkes.
Wir haben uns oft gefragt,wenn Politbüromitglieder in unser Territorium kamen, warum sie nicht mit der Realität kontaktiert werden durften.
Da wurde alles ferngehalten,was nur irgentwie ein Ärgernis bereiten konnte.Da gab es ganz klare Anweisungen.Die Meinung der Betriebsangehörigen, oder der Bevölkerung war,vor uns brauchen die keine Angst haben,warum unterhalten sie sich nicht mit den einfachen Menschen und hören sich ihre Probleme an.Ein krasser Widerspruch zu der Losung Partei und Volk sind eins.
Sie hatten die Macht zu sagen, hier will ich halten, oder, ich gehe jetzt mal in den Konsum oder Kindergarten ohne das vorher jemand Bescheid gegeben hat.Wer sollte sich ihrem Willen entgegenstellen.
So terrorgefährdet waren wir nicht.Natürlich hätte ein ganz normaler Unfall wie jedem anderen auch passieren können .Wer ist da schon sicher.Es gibt kein 100%. Wenn einer hinterher gesagt hätte, es war meine Entscheidung, wäre sicherlich dem PS auch nichts passiert.
Aus meiner Sicht wurde hier sehr viel übertrieben, jedesmal ein Riesenaufwand an Personal und Maßnahmen.Was hat es uns gebracht?
Wenn ausländische Gäste dabei waren, ist das eine ganz andere Sache.Aber oftmals war es ein Arbeitsbesuch.
Mich würde da auch mal interessieren, ob die wußten, was man uns und den Betrieben da zugemutet hat.
Einmal habe ich es erlebt, als Walter Ulbricht im TKC, als er mit Gadaffi dort war,plötzlich verschwunden war,alle schauten auf die neuen Rundstrickmaschinen und die hübschen Frauen , die Gruppe zog sich auseinander und Walter ging mit ein paar Leuten durch die falsche Tür auf die dreckige Baustelle, abseits vom Protokoll.Da kam Hektik auf.War aber schnell wieder eingefangen.Es war eine Baustelle, wie eine Baustelle aussieht.Nichts passiert.


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20.02.2016 20:23
#41
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Zitat von Alfred im Beitrag #34


Einfach mal bei der BStU anfragen ob da was zu finden ist.

Mehr kann man als Außenstehenden dazu nicht sagen.



Also sehe ich es als erwiesen an, dass die BStU nicht aufgelöst werden darf!


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20.02.2016 20:26
avatar  Alfred
#42
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Ich kann ja nur an die Stelle verweisen, wo die Unterlagen zur Zeit untergebracht sind.

Einen Hinweis zum Militärarchiv Freiburg kann ich ja kaum geben.


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20.02.2016 20:27 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2016 20:27)
#43
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Zitat von Harra318 im Beitrag #41
Zitat von Alfred im Beitrag #34


Einfach mal bei der BStU anfragen ob da was zu finden ist.

Mehr kann man als Außenstehenden dazu nicht sagen.



Also sehe ich es als erwiesen an, dass die BStU nicht aufgelöst werden darf!





Da diese Unterlagen noch nicht im Militärarchiv lagern, wo sonst ?


passport


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20.02.2016 22:41 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2016 22:44)
#44
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Zitat von Klauspeter im Beitrag #29
@Ebro schrieb;
"Deshalb gebe ich übrigens nicht unbedingt unser obersten Riege der DDR die größte Schuld an allem-sie wußten es nicht besser, weil Vieles sie gar nicht erreicht hat.
Schuldiger sind in meinen Augen diese vielen "Filter" in der Infokette."
___________________________________________

[...]
Natürlich haben viele Ebenen geschönt und gelogen.
Ich neige aber dazu, dass unsere Oberen sich das letztlich indirekt so wünschten.

Klaus



Guten Abend,

ich habe das mit sehr grossem Interesse gelesen. Nach allen Interviews und dem vielen alten Papier, welches ich geblättert und den darauf geschriebenen Text gelesen habe, dachte ich das so.

An anderer Stelle habe ich es schon geschrieben: Die Zeit von R M Nixon und der Watergate Affaire haben (etwa gleiche Zeit) dies gezeigt. Der Fernsehfim « Washington Behind Closed Doors » (1977, es ist lustig, das Robards hier Richard Moncton spielt und in « Alle the President's Men », 1976, den counterpart, B Bradlee von der WP darstellt) macht das sehr deutlich. Diese, man sagt wohl Mini-Serie, wurde auch in der D.D.R. im Fernsehen gezeigt, relativ zeitnah. Vielleicht hat sie jemand gesehen und erinnert sich. (Die Synchronisation sollte, so sagte man mir, angemessen gewesen sein - was bei StarTrek-MP und Serie nicht so war ...)

Es gibt so eine Szene mit Robert Vaughn in der Haut von Bob Haldeman. Er schreit Nicholas Pryor als Hank Ferris an und verlangt Loyalität, absolute Loyalität. Ich glaube, das ist es : Die Ausführend mussten mitmachen und sie wollten nicht als Bringer schlechter Nachrichten gehängt werden. In diesem Fernsehfilm gibt es auch sehr schöne Szenen, in denen Nicholas Pryor viele Säcke mit «zustimmenden Telegrammen» organisiert... (Wenn Du nicht für uns bist, so bist Du gegen uns)

Ich habe noch einmal Haldeman's Diaries gelesen und ich war erstaunt von den Parallelen. In der D.D.R. fehlte ein wichtiges Korrektiv - die Medien, damals vor allem die Presse. Das, was Herr dr Gerstner im Fernsehen kritisierte oder was Redakteure in D.D.R. Eulenspiegel schrieben, waren oft nur kleine, keine systemischen Probleme. Kritik «weichgespült».

Stringer49

PS. Es ist erstaunlich, dass die Berichte der Z.A.I.G. oft realistisch waren. Hat sie niemand im innersten Zirkel der Macht lesen und verstehen wollen ?

Wenn das Wort das Mittel gegen die Stille und das Getöse ist, so ist die Flut der Wörter im Stakkato seine dialektische Umkehrung.

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21.02.2016 12:17
#45
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Zitat von Alfred im Beitrag #39
Klauspeter,

würdest Du DEIN Sparschwein verwetten, dass die Sache mit Obama wirklich nicht geplant war ? Ich nicht.

Das man auf einen bestimmten Personenkreis beschützt ist für mich ganz normal. Es muss keine Feinde geben, ein Verrückter reicht ja aus.

Den einen oder anderen Politiker habe ich schon erlebt und es konnte auch mal "gefeiert" werden. @Beethoven wird dir bestätigen können, dass z.B. Armeegeneral Hoffmann sehr umgänglich und insgesamt beliebt war. Der konnte dir auch schon einmal an seinen Haus in NVA Trainingshose und Unterhemd begegnen.

Man kann über Personenschutz immer diskutieren, es bleibt aber ein Fakt, dass Vorbeugung immer die beste Variante ist.

Und man muss eben auch nicht gesellig sein. Habe heute mal in DEINEM Personalzeugnis stehen :"Herr XY ist gesellig", da kannst du dir gleich die Karten legen.

Die Personen sollen ihre Arbeit machen und keine Show .


Hallo Alfred,

ich bestreite nicht die Notwendigkeit des Schutzes führender Persönlichkeiten.
Das hat auch in der DDR hervorragend geklappt. Keinem dieser "Oberen" ist zu DDR-Zeiten etwas passiert. Nur - die DDR insgesamt ist den Bach runter gegangen. M.E. waren unsere Verantwortlichen in der DDR so hervorragend geschützt, dass sie nicht mehr merkten, was um sie herum vorging.
Ich weiß nicht, ob die DDR noch zu retten war - aber bei etwas mehr Realitätskenntnis der in der DDR Regierenden hätte das Ruder noch herumgerissen werden können.

Signalobermaat hat in seinem Beitrag darauf hingewiesen, wie sehr die Politbürokraten von der Realität im Lande abgeschirmt wurden. Offensichtlich gefiel ihnen das auch so - wahrscheinlich wollten sie die reale Praxis nicht wahrnehmen, weil sonst ihr theoretisches Gebäude ins Wackeln gekommen wäre.

Ich gehöre auch nicht zu denen, die nur den sorgsam behüteten Mitgliedern des Politbüros die Schuld am Untergang der DDR geben. Schuld sind wir alle, die bis zum Ende der DDR an verantwortungsvollen Stellen zu wenig den Mund aufgemacht haben und zu wenig auf den Tisch gehauen haben. Viele von uns kennen das SED-Parteistatut mit dem Anspruch: Schonungslos Mängel aufzudecken und gegen Mängel vorzugehen. Dort stand auch sinngemäß: Wer Kritik unterdrückt, ist zu bestrafen. Wir haben doch meist zugesehen und bei Abstimmungen in der Mitgliederversammlung die Hand gehoben, wenn Genossen bestraft wurden, weil sie Kritik an der Linie der Partei geübt haben.

Natürlich sollten die in der DDR Regierenden ihre Arbeit machen und keine Show.
Das kann aber nicht heißen, dass sie sich vom Volk abkapseln, sich in Wandlitz einigeln, mit den einfachen Menschen nicht mehr sprechen, dafür aber in langen Reden über die Köpfe der Menschen hinweg sprachen.

Klaus

"Setzten wir uns an die Stelle anderer Personen, so würden Eifersucht und Haß wegfallen, die wir so oft gegen sie empfinden."
( Johann Wolfgang von Goethe)


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