Waffenfragen

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10.05.2019 13:43
#211
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Die 10 Polizisten des Grenzüberwachungskommando III in Eilenstedt (Sachsen-Anhalt) waren 1946/47 z. B. mit folgenden Pistolen ausgerüstet:
- 1 Walther Modell PP
- 1 Sauer & Sohn Modell 38
- 7 Modell 8
- 1 Modell P 38
(Quelle: Wolfgang Trunschke, „Dienstwaffen der deutschen Polizei und Gendarmerie: Sachsen-Anhalt 1945 bis 1952 und ab 1990, Band 5“, S.84)

Die Direktive Nr. 16 des Kontrollrates vom 6. November 1945 erlaute der deutschen Polizei als Bewaffnung nur Pistolen und Revolver. Grenzpolizei und Gendarmerie konnten mit Karabinern ausgerüstet werden. Automatische Waffen waren generell untersagt.


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10.05.2019 17:50
#212
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Zitat von marc im Beitrag #210
Wieso heißt die genannte 08 eigentlich Vopo, wegen Verwendung in der Volkspolizei oder gab es technische Besonderheiten?


Gab davon ca. 2000 Stück aus Wehrmachtsbeständen, die überarbeitet wurden und meist mit neuen Läufen versehen wurden.
Und eine kleine Neufertigung (im Geheimen) in Suhl in 1953 (Griffschalen andere Farbe, Suhler Beschusszeichen).

"Mobility, Vigilance, Justice"


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10.05.2019 19:08
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#213
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( gelöscht )

Genau und diese sind 1990- 1991?? verkauft worden.
Jetzt klarer??


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17.05.2019 11:57
avatar  StabHF
#214
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Der Gladow hat doch damals einem Vopo die 08 geklaut und dann damit Leute erschossen........Gladow-Bande......vielleicht kommt die Bezeichnung noch daher.


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19.02.2021 20:10 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2021 20:23)
avatar  marc
#215
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" ... Die Bundeswehr will nach Informationen von Business Insider nächste Woche offiziell bekannt geben, dass sie der Firma C.G. Haenel den umstrittenen Auftrag zum Bau neuer Sturmgewehre für die Truppe entzieht....

So gab es illegale Preisabsprachen zwischen dem Beschaffungsamt der Bundeswehr in Koblenz und dem Unternehmen, offene Patentrechtsstreitereien zwischen C.G. Haenel und dem unterlegenen Rüstungskonzern Heckler & Koch sowie Zweifel an der Behauptung, beide Gewehre seien wirklich gleich gut gewesen. Tatsächlich zeigen nämlich vertraulichen Unterlagen, dass in den bundeswehreigenen Tests das angebotene Gewehr von Heckler & Koch treffsicherer und robuster als das von C.G. Haenel war.

Nach öffentlicher Kritik nahm die Bundeswehr ihre Entscheidung kurzerhand zurück und legte das Verfahren auf Eis. Monatelang wurde der Fall bis jetzt intern untersucht. Scheibchenweise wurden die Vorwürfe bestätigt. So kam auch ein von der Bundeswehr beauftragter Patentrechtsanwalt zuletzt zum Schluss, dass tatsächlich Patente verletzt worden seien.

Nun zieht man im Berliner Bendlerblock offenbar die Reißleine und will C.G. Haenel nachträglich aus dem Verfahren ausschließen. Damit würde Heckler & Koch gewinnen, die seit Jahrzehnten bereits der Hoflieferant der Bundeswehr waren und den Auftrag (120.000 Stk.) für rund 178 Millionen Euro angeboten hatten. ..."
Quelle


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19.02.2021 20:48 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2021 21:11)
avatar  Mike59
#216
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Hatte nichts anderes erwartet. Lobby Arbeit sollte sich lohnen und Waffen eines arabischen Investors, zumal mit einer in Ostdeutschland bekannten Firma, für eine deutsche Armee werden wohl erst die "Die Grünen" in der nächsten Legislaturperiode auf den Weg bringen.


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19.02.2021 21:57
#217
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Zitat von Mike59 im Beitrag #216
Hatte nichts anderes erwartet. Lobby Arbeit sollte sich lohnen und Waffen eines arabischen Investors, zumal mit einer in Ostdeutschland bekannten Firma, für eine deutsche Armee werden wohl erst die "Die Grünen" in der nächsten Legislaturperiode auf den Weg bringen.


Die Grünen ? Von denen erwarte ich eher das Gegenteil, so konservativ und CDU-anbiedernd die inzwischen sind.


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19.02.2021 22:14
avatar  ( gelöscht )
#218
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( gelöscht )

Die Regierungskoalitionen zeigen doch schon seit Jahren, dass alle Parteien ihre Vorsätze vergessen, wenn es um die Macht geht.

Grüne und auch SPD haben Auslandseinsätzen der Bundeswehr und auch Waffenexporten zugestimmt.

Ich gehe jede Wette ein, dass auch der Linke MP den Auftrag der Bundeswehr lieber in Suhl bei Haenel als bei Heckler & Koch sehen würde.

Das Hemd war schon immer näher als der Rock.

Die Vorstellungen der Grünen werden seit Jahren immer weiter entschärft, um sich als Koalitionspartner wählbar zu machen.

Uli


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20.02.2021 08:16
avatar  GSR 26
#219
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Das war auch damals nicht anderes, als sie Wieger abgeschafft haben. Da sahen auch die Produzenten aus den alten Bundesländern ihren Absatz gefährdet. Da gibt es auch noch mehrere Beispiele aus anderen Produktionszweigen.

Grüße aus Wieger

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20.02.2021 10:00 (zuletzt bearbeitet: 20.02.2021 10:04)
#220
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Als wir (neue Kollegen aus meinem Erfurter Betrieb, die als Verkäufer arbeiten sollten und ich als Techniker) zu einem Besuch in unserem ehem. Gründungsbetrieb in Pirmasens eingeladen waren, um die Region, die Firma, die Produkte und die Firmenstrategie kennenzulernen, unternahmen wir auch einen Ausflug in den Pfälzer Wald bis zum Weintor. Irgendwie kamen wir auch auf den Wettbewerb zu sprechen. Dem Kollegen, der uns fuhr (ein leitender Angestellter der Verkaufsabteilung) gegenüber äußerte ich, daß ich mir die freie Marktwirtschaft etwas anders vorgestellt hatte. Daß nämlich wirklich derjenige mit dem besten Produkt und/oder günstigstem Preis/Service u.a. sich durchsetzt und es nicht nach alten Beziehungen und kleinen finanziellen Zuwendungen im verschlossenen Briefumschlag erfolgt. Zu meiner Verwunderung fand das der Kolleg richtig, daß es so ist. Von da an ahnte ich, was es im Kapitalismus bedeutet, Beziehungen aufzubauen, Seilschaften zu pflegen. Später bei meiner eigenständigen Verkaufs-und Beratertätigkeit habe ich das selbst einige Male zu spüren bekommen. Wir hatten das bessere und preisgünstigere Produkt, der Kunde wollte das, aber wurde wiederum durch einen anderen Zulieferer (ein Monopolist für dieses Produkt, ein Textil, welches vorwiegend im Sport- und Outdorbereich eingesetzt wird) unter Druck gesetzt in Verbindung wiederum zu unserem Wettbewerber (der uns inzwischen aufgekauft hat und mir eine kleine Betriebsrente überweist). Ich habe keine Beweise dafür gehabt, aber es blieb keine andere Schlussfolgerung übrig, was auch meine Firma so sah. Im Umgekehrten Fall haben mir natürlich auch bestimmte Kontakte die Türen bei Kunden geöffnet. Die Marktwirtschaft ist also alles Andere als wirklich frei.

Nachtrag: und so kommt man von Waffenfragen zum Wettbewerb im Kapitalismus. Voll OT.


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