Halt, Staatsgrenze! von Jochen Maurer

10.02.2016 11:20
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#1
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Ein Literaturhinweis :
Alltag, Dienst und Innenansichten der Grenztruppen der DDR.

Ein interessantes Buch, sachlich und gründlich recherchiert. Kein Schnäppchen, aber man muß es ja nicht gleich kaufen. Der Autor ist im Forum kein Unbekannter.

ISBN-10: 3861538636
ISBN-13: 978-3861538639
Gebundene Ausgabe 504 Seiten 50,--€ bei Amazon
Christoph-Links-Verlag


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11.02.2016 11:14
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#2
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11.02.2016 11:28
#3
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11.02.2016 12:19
#4
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Zitat von westsachse im Beitrag #3
Hier ein Link zum Thema.

http://www.welt.de/geschichte/article152...-der-Stasi.html

wesa


Leicht amüsieren muß ich mich immer über die martialischen Posen, die auf gestellten Bildern über Grenzer im Einsatz eingenommen werden(müssen). So ist es, ich würde sagen, fast nie abgelaufen, wenn nicht ein zufällig anwesender übergeiler Vorgesetzter das so wollte.
Auf dem Foto auf dem Bucheinband läge der andere Grenzer nicht im Graben, sondern würde m.E. in einigen Metern Entfernung stehen.

So sah´s bei uns aus (natürlich bei einem Postentreffen gestellt). Wenn jetzt der Einwand kommt, der bewachende Posten steht zu nah dran, dann ist es deshalb, weil ja alles auf´s bild passen muß.


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11.02.2016 13:22
avatar  sentry
#5
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Bei Google Books ist auch eine Menge aus dem Buch veröffentlicht, so dass man eine recht umfangreiche Leseprobe hat.
https://books.google.de/books?id=z1kwCwA...0maurer&f=false

Ich hatte zunächst großes Interesse an dem Buch, weil es sich ganz überwiegend mit der Zeit beschäftigt, in der ich auch bei GT war und auch mit dem Grenzkommando Nord.
Allerdings ließ nach Lesen oben stehender Google-Leseprobe mein Interesse stark nach. Der Anteil DDR-CSSR-Grenze ist mir im Buch zu hoch und einige Darstellungen des Lebens in den Grenzeinheiten kommen mir abgeleitet aus einzelnen Zeitzeugenberichten vor, worunter dann naturgemäß oftmals die Objektivität und Repräsentativität leidet.
Beispielsweise sieht es so aus, als wenn in dem Buch Art und Umfang der EK-Bewegung im Wesentlichen mit dem in der NVA gleichgesetzt wird. Den Eindruck habe ich persönlich aber nicht gewonnen - weder in meiner eigenen Dienstzeit, noch aus den umfangreichen Schilderungen in diversen Foren und Publikationen zum Thema Grenztruppen und NVA.

Verbunden mit dem doch recht hohen Preis des Buches hat mich dieser Eindruck den Kauf erstmal zurückstellen lassen.
Lesen würde ich es aber sicher trotzdem, wenn es mir über den Weg laufen sollte.


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11.02.2016 17:56
#6
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Entschuldigt, schon der satte Preis ist ne Nummer zwischen Eventuell und Gar nicht. Und ich bin bestimmt Keiner, der etwas vergeizt auf den Euro schaut. Irgendwie meint man wohl, weil das Thema Grenzsicherung im aktuellen Zusammenhang der Völkerwanderungen wieder Salonfähig werden zu scheint, das ich da so bissel nen Preis verlangen kann der so jenseits von Gut und Böse liegt.

Rainer-Maria also ich hätte es ja gerne gelesen ....aber ne, greife ich halt nochmal ins eigene Bücheregal zu "Todesautomatik (Spitzenbuch) , Die Grenzen der DDR, Keiner kommt durch" usw. und ziehe mir das halt nochmal rein und nehme mal an, da steht schon fast Alles drin. Und der Rest wurde Hautnah selber erlebt, was will man eigentlich mehr.


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11.02.2016 19:02
avatar  der 39.
#7
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Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #6
Entschuldigt, schon der satte Preis ist ne Nummer zwischen Eventuell und Gar nicht. Und ich bin bestimmt Keiner, der etwas vergeizt auf den Euro schaut. Irgendwie meint man wohl, weil das Thema Grenzsicherung im aktuellen Zusammenhang der Völkerwanderungen wieder Salonfähig werden zu scheint, das ich da so bissel nen Preis verlangen kann der so jenseits von Gut und Böse liegt.

Rainer-Maria also ich hätte es ja gerne gelesen ....aber ne, greife ich halt nochmal ins eigene Bücheregal zu "Todesautomatik (Spitzenbuch) , Die Grenzen der DDR, Keiner kommt durch" usw. und ziehe mir das halt nochmal rein und nehme mal an, da steht schon fast Alles drin. Und der Rest wurde Hautnah selber erlebt, was will man eigentlich mehr.

Hallo Rainer,
die SZ scheibt heute auch zu diesem Buch.Die Redakteurin??? Jutta Schütz schreibt über ein Buch von dem weder Sie noch der Autor viel verstehen, sozusagen nach Aktenlage: Zitat" Keine Institution war so sehr von der Staatssicherheit durchdrungen, wie die DDR-Grenztruppen." und weiter" So seien die Grenzer immer zu zweit zum Dienst eingeteilt worden, Posten und Postenführer. Sie sollten sich gegenseitig misstrauen"
Ein Hetzer mehr gegen die ehemalige DDR, was solls,schnell vergessen, Geld sparen.
Meine Meinung, eingeschränkt, weil ich das Buch eben auch nicht vollständig gelesen habe und auch nie lesen werde.
Gruß Siegfried:


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11.02.2016 20:29
avatar  Hans55
#8
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Ein Major der Bundeswehr schreibt über die DDR-Grenztruppen? Mehr fällt mir dazu nicht ein!
Wie wäre es denn damit!
http://www.amazon.de/o/ASIN/3942005506/lovebook-detail-21
Das hat ein ehemaliger Grenzer geschrieben!


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11.02.2016 20:57
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#9
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( gelöscht )

Zitat von Hans55 im Beitrag #8
Ein Major der Bundeswehr schreibt über die DDR-Grenztruppen? Mehr fällt mir dazu nicht ein!
Wie wäre es denn damit!
http://www.amazon.de/o/ASIN/3942005506/lovebook-detail-21
Das hat ein ehemaliger Grenzer geschrieben!


Aber erst nach der Wende !


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11.02.2016 21:01
avatar  Alfred
#10
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Zitat von Hans55 im Beitrag #8
Ein Major der Bundeswehr schreibt über die DDR-Grenztruppen? Mehr fällt mir dazu nicht ein!
Wie wäre es denn damit!
http://www.amazon.de/o/ASIN/3942005506/lovebook-detail-21
Das hat ein ehemaliger Grenzer geschrieben!



Nur weil der Autor Major der Bundeswehr ist, muss das Buch nicht schlecht sein.

Ich kann mich an ein Buch von Major Storkmann erinnern, dass ist ganz gut gelungen.


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13.02.2016 19:05
#11
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Mich hindert der Preis und die Vermutung als Insider nicht viel Neues zu lesen.


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13.02.2016 20:33
#12
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hallo,
würde mich schon interessieren, jedoch als e-book. gibt es aber noch nicht.
suche ähnliche bücher als e-book, biete "heimgang", "die sprache der soldaten" sowie "soldat richard hebestreit" evtl per email.
mfg klaus


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13.02.2016 20:58
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#13
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( gelöscht )

Ich kenne den Begriff Oder- Neiße- Friedensgrenze, das die Grenze zur CSSR auch als Friedensgrenze bezeichnet wurde, höre ich das erste Mal.


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13.02.2016 21:07
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#14
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( gelöscht )

Zum GKM : Es fehlen die Flammies, und es gab nicht überall eine Mauer.
Na gut, ist nicht so einfach mit angelesenem Wissen...


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08.03.2016 11:48
avatar  Rotti
#15
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Also ich habe das Buch gelesen.
Nicht gekauft, aber gelesen. Schließlich gibt es ja Bibliotheken.
Ob ich es kaufe? Ich find 50€ schon sehr heftig. Aber leider ist dies bei solchen Büchern ja meißtens so. Relativ geringe Auflage hoher Preis.

Zum Inhalt:
Es werden sich nicht alle wiederfinden. GK Süd wird eigentlich nur am Rande erwähnt. Es wurden im wesentlichen 3 Gruppen analysiert. GR25/GKN, GR33/GKM und die Brigade zur CSSR.
Es werden Erlebnissberichte nur in sehr geringem Umfang eingebracht. Im wesentlichen werden die Dokumente der Grenztruppen und des MfS ausgewertet. Und das ist schon sehr aufschlussreich.

Speziell zu EK-Bewegung wird expliziet auf die Diskrepanz zwischen den Darstellungen aus den Erlebnissberichten (Eigenwahrnehmung) und den Berichten bzw. Akten und Dokumentationen des MfS hingewiesen.

Einge werden sich über die Aussage der totalen Infiltration der Grenztruppen über die Staatssicherheit aufregen. Nur diese Aussage stammt nicht vom Autor, sondern vom MfS selbst und wird durch Dokumente belegt.

Bestimmte Aussagen in dem Buch kann ich so auch nicht teilen, insbesondere zur Motivation der Soldaten, zur EK-bewegung und einiges andere. Nur ist meine Erinnerung an eine bestimmte Zeit in einer bestimmten Einheit gebunden. Und da wir praktisch ein Mittelding aus Stabskompanie, Hundestaffel, Funkeinheit und Pionierkompanie waren, kann auch nicht alles was ich erlebt habe mit den Dokumenten auf auf Regimentsebene übereinstimmen. Vieles kann ich aber auch bestätigen. Zum Beispiel das Gefreite (EK) teilweise mehr zu sagen hatten als Unteroffiziere. Aber das wurde hier auch schon diskutiert.

Auch wenn man sich in seinen eigenen Wahrnehmungen vielleicht nicht bestätigt sieht, sollte man das Buch gelesen haben.

Gruß
Rotti


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08.03.2016 13:34
avatar  sentry
#16
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Ich hatte beim Lesen der Leseproben den Eindruck, dass EK-Bewegung nicht genug differenziert wird. Man muss ja erstmal definieren, was man darunter versteht.
Dass der EK gewisse Privilegien für sich in Anspruch nimmt, ist ja im sozialen Gefüge mehr oder weniger normal. Auch in anderen Lebensbereichen müssen Neuankömmlingen, Azubis oder ganz einfach die Jüngsten oft die unbequemen Drecksarbeiten machen, ohne dass man gleich von Schikane oder unwürdigem Verhalten redet. Das ergibt sich oft ganz einfach aus einer jahrelangen "Vererbung" und gab es natürlich auch bei den Grenztruppen.
Na klar, haben die jungen Genossen den überwiegenden Teil des Revierreinigens durchgeführt, wie auch die EK's, als sie selbst die Frischen waren. Na klar, hat auf dem Postenpunkt der Postenführer in der warmen Bude gesessen, während der Posten nur alle 2 Stunden eine Pause von 30 min gekriegt hat (obwohl Halbe/Halbe verordnet war). Aber es fährt auch nicht der Polier mit der Schubkarre Bier holen, während der Stift im Bauwagen sitzt und Zigarettchen raucht...
Viele Grenzer (so auch ich) haben allerdings den Eindruck, dass das tatsächliche physische und psychische Schikanieren "junger Genossen" (Stichworte: Musikbox, Schildkröte usw.) in erheblich geringerem Maße stattfand, als man das aus Berichten z.B. von der NVA kennt. Allein schon weil ein minimaler Vertrauensvorschuss für den Kameraden, mit dem man an die Grenze zog, unerlässlich war, wenn man das ganze ein Jahr oder länger durchhalten wollte.


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