Ausbilder GAR !!

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10.09.2009 01:30
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#1
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So nachdem ich hier schon mal geschrieben habe sollte ich mich auch mal vorstellen.

Als Baujahr 64 bin ich nun mal mitten in die DDR reingeboren. Nach 10 mehr oder minder erfolgreichen Jahren in der POS habe ich Schlosser (oder damals korrekt Instandhaltungsmechaniker) gelernt.

Da ich auch bei der Armee gern Motorad fahren wollte hat mich das WKK der GT zugeornet, leider habe ich da Motoräder nur von weitem gesehen. Da ich die Vorstellung hatte auch mal zu studieren hab ich mich auch für 3 Jahre breitschlagen lassen.

Also bin ich im Herbst 1982 in Perleberg eingerückt. Über die Wochen bis zur Vereidigung möchte ich lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Naja was es heißt Befehle zu befolgen hat man da jedenfalls gelernt. Mein damaliger KC war ein Bruder der des damaligen Außenministers Fischer. Der Stabschef der U-Schule (OSL) war ein entfernter Verwandter von mir. das hat in Bezug auf die Grußerweisung zu einigen lustigen Sitouationen geführt. Mein ZF (von der grünen Grenze zwangsversetzt) musste sich zu allem Chaos auch noch in die Tochter des besagtem OSL verlieben.

Jedenfalls bin ich dann im Frühjahr ins GAR 11 nach Eisenach gekommen. Auf der 8. Komp. unter Mj. Sch. habe ich dann 2,5 Jahre gedient. Der KC ist mir als Führer von Menschen noch heute ein Vorbild. In dieser Zeit war ich dann auch mehrmals im Pionierausbau GSSZ (Ifta uns Eichsfeld) und auch im Grenzeinsatz (Erbenhausen, Stedtlingen und kurz auch in mehreren Einsätzen zwischen Eiseneach und Hildburghausen).

Im Frühjahr 1995 habe ich in einer Dico in Eisenach eine Frau aus Remscheid kennen gelernt und dies nicht gemeldet. Ich habe ihr dann noch Briefe geschrieben. Na die V 2000 ist wohl nicht auf den Kopf gefallen.
Wärend einer Uffz.-Ausbildung auf dem Böller wurde ich von einem Stabs-Trabbi abgeholt und dann so richtig rund gemacht. Zum Schluß kam eine "Verwarung in der Dienststellung" raus (das nächste wär Dienst in der Disziplinareinheit" gewesen), Jedenfalls durfte ich dannach nicht mehr ins Grenzgebiet, nicht mehr in die Waffenkammer, nicht mehr UvD wenn die Komp. da war u.s.w . Na als "E" nicht der schlechteste Job.

Bin dann auch als Uffz. und nicht als Ufw. nach Hause gegangen. Witzig nur das ich dann beim Studium, da mit Erfolg an einigen Resevistenwettkämpfen teilgenommen doch noch zum Ufw.d.R. befördert wurde.

So das solls von mir erst mal gewesen sein.

Kameradschaftliche Grüße

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 01:46 (zuletzt bearbeitet: 10.09.2009 01:46)
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#2
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Hallo Nomex, herzlich Willkommen hier im Forum.

Zitat von Nomex
Im Frühjahr 1995 habe ich in einer Dico in Eisenach eine Frau aus Remscheid kennen gelernt und dies nicht gemeldet. Ich habe ihr dann noch Briefe geschrieben. Na die V 2000 ist wohl nicht auf den Kopf gefallen.


Also gab's die Verwaltung 2000 im Jahr 1995 immer noch? Ich sag's ja immer, die Firma war viel laenger aktiv als das zugegeben wird. Das man da aber auch immer wieder so schwindeln tut.

Uebrigens, Nomex, was ist den aus der Beziehung geworden?

Viel Spass im Forum,
-Th

PS: Fuer den Fall das dies wieder mal flasch verstanden wird : das obige war ein Scherz, war schon klar das das warscheinlich 1985 heissen sollte.


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10.09.2009 01:56
#3
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Hallo und viel Vergnügen!!!

Auch unter Onkel Ho gedient?

Gruß

westsachse


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10.09.2009 02:03
#4
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Hallo Nomex,

danke für die Vorstellung. Die Jahreszahl 1995 hat auch bei mir zu einer kleinen Erheiterung geführt, aber man versteht es ja aus dem Kontext. Also hier nochmal offiziell: Herzlich Willkommen und viel Spaß im Forum.

Bis neulich!
Ciao Rainman

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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10.09.2009 02:04
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#5
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Also gab's die Verwaltung 2000 im Jahr 1995 immer noch?

Freudscher Fehler, ne nicht wirklich.

ja da die Briefe nicht weitergeleitet wurden ist nicht wirklich was draus geworden. Aber die Zeit des Studiums in Leipzig war dann auch ganz schön.

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 02:07
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#6
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Auch unter Onkel Ho gedient?

Wer Onkel Ho kennt dem sollte auch Franz Friedel ein Begriff sein?

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 02:49
avatar  Nomex
#7
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Hallo Rainman,

gefehlt hat ja noch was ich bei euch erlebt habe. Grade bei euch angekommen wurde ich mit einem eurer Gefreiten und 2 meiner Sold. als A-Gruppe auf der Füst. eingeteit in der Spätschicht. Als dann Gewitter in südlichen Abschnitt aufzog mit Abschaltung der SM-77 sind wir raus geflogen. Ich wurde in Bereich des BT9 (südlichch) rausgeschmissen und hatte keinen Plan wo ich eigntlich bin.
Als dann ach noch nördlich abgeschalten werden musste isz auch noch der A-Zug gerollt.

Ja ich weiß für mich war das beieindruckend was für euch tagtägliches Geschäft war.

Ich kann mich auch noch drann erinnern da ich in eurer Waffenkammer das erste mal von nahem den automatischen Granertwerfer gesehen habe.

Auch heute noch beeindruckend ist für mich immer noch die K2 Streife mit dem Hundeführer nach dem Grenzduchbruch (dem du so vieles zu verdanken hast ;-( )

Ich weiß noch wie der Hundeführer mir über seinen Hund erzählt hat, das der Hund mal ein Reh gerissen hat (in Bereich Hutsberg soll es da eine Quelle gegeben haben) und dann zur Stafe erst mal an die Trasse musste.

Traumhaft das des Hund imer straff an der Leine war, und als uns ein Postepaar entgegenkam wurde die Leine auf einmal schlaff, ohne das wir irgendwas mitbekommen haben. Kurz vor dem zusammentreffen legt de Hund sich ab (noch immer keine Sicht und Feststellung). Nach Austausch der Parole war der Hund wieder vollkommen normal. Einfach irre.

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 02:57 (zuletzt bearbeitet: 10.09.2009 18:06)
#8
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Zitat von Nomex
Auch unter Onkel Ho gedient?

Wer Onkel Ho kennt dem sollte auch Franz F. ein Begriff sein?

(Nachname entfernt, Augenzeuge)
Oberst H.

Wir haben es hier nicht so mit ausgesprochenen Familiennamen. Der damalige Kommandeur des GAR.

wesa


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10.09.2009 03:17
avatar  Nomex
#9
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Sorry so sollte es nicht sein. Kann es jetzt leider nicht mehr ändern, bitte Moderatoren ändert das bitte in F.F.

Wenn das passsiert ist kann ich auch mal eine Geschiche von ihm einstellen die durch die GT gegangen ist. Ich habe aber auch mit ihm eine tollle menschliche Geschichte erlebt die mir kaum einer der ihn kennt glauben wird, aber ich werde schwören das es genau so passiert ist

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 13:16
avatar  sentry
#10
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Zitat von Nomex
Im Frühjahr 1995 habe ich in einer Dico in Eisenach eine Frau aus Remscheid kennen gelernt und dies nicht gemeldet. Ich habe ihr dann noch Briefe geschrieben. Na die V 2000 ist wohl nicht auf den Kopf gefallen.



Wie, Du hst aus der Einheit heraus Briefe in den Westen verschickt? Oder hast Du sie konspirativ draußen irgendwo in den Kasten geworfen?
War das
a) jugendlicher Leichtsinn
b) Blauäugikeit
c) Dummheit
d) Coolness ?
Ich hab' ja auch 'ne Menge Mist in meine Briefe geschrieben, der sicher schon den Tatbestand Geheimnisverrat erfüllt hat, aber die Dinger sind alle im Osten geblieben (vom Organ sauber geöffnet, mit Inhalt und Umschlag kopiert, wieder zugeklebt und weitergeleitet!).
Post in den Westen schicken, is' ja hammerhart...schöne Geschichte


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10.09.2009 14:52
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#11
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Es war wohl ne Mischung aus a) bis d).

Es war ja auch nur eine Karte aus dem Bulgarienurlaub und dann ein Brief den ich einem Kam. mit in den Ausgang gegeben habe. Alles natürlich mit Heimatanschrift.
Wirklich COOL wäre es gewesen die Feldpostnummer im Absender anzugeben und den Brief mit O.U. den ..... zu datieren.

Leider geht aus meiner Akte nicht hervor wie die Burschen drauf gekommen sind. Es ist eigentlich gar nichts über die Dienstzeit vorhanden.

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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."


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10.09.2009 15:35
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#12
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Zitat von Nomex
Leider geht aus meiner Akte nicht hervor wie die Burschen drauf gekommen sind.



Ich gehe davon aus, das grenzüberschreitende Post durch die Abteilung M sehr intensiv, um nicht zu sagen nahezu lückenlos, überwacht wurde. Es muss wohl einen gewaltigen Apparat strukturmäßiger "Brieföffner" gegeben haben.

Ich habe keine Belege dafür, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Kollegen Erkenntnisse aus dem Postverkehr gewonnen haben, die die Vorstellung des Normalbürgers übersteigen.
Ich habe ein paar Seiten in meiner Akte (insbeosndere auch im Zusammenhang mit Postkontrolle), wo ich heute noch kopfschüttelnd davor sitzen könnte und fragen: "Wie haben die ohne landesweite Computervernetzung damals bloß diese Verbindungen aufklären können?"


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10.09.2009 18:19
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#13
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( gelöscht )

Zitat von sentry
Ich gehe davon aus, das grenzüberschreitende Post durch die Abteilung M sehr intensiv, um nicht zu sagen nahezu lückenlos, überwacht wurde. Es muss wohl einen gewaltigen Apparat strukturmäßiger "Brieföffner" gegeben haben.
Ich habe keine Belege dafür, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Kollegen Erkenntnisse aus dem Postverkehr gewonnen haben, die die Vorstellung des Normalbürgers übersteigen.
Ich habe ein paar Seiten in meiner Akte (insbeosndere auch im Zusammenhang mit Postkontrolle), wo ich heute noch kopfschüttelnd davor sitzen könnte und fragen: "Wie haben die ohne landesweite Computervernetzung damals bloß diese Verbindungen aufklären können?"



Willkommen Nomex! (Ich habe den Familiennamen F. entfernt!)
Zur Abt. M: Ja, sentry, die haben dass Computerproblem eben mit Manpower kompensiert. Ich bin mir nicht sicher, aber ich weiß, das die Überwachung nahezu lückenlos war. In meiner Akte waren Briefe drin, an die konnte ich mich kaum noch erinnern, dazu ein Kommentar zur politischen Haltung des Schreibers. Allerdings zu einem Zeitpunkt, wo ich nur lockere Kontakte hatte und an eine Ausreise aus der DDR gar nicht gedacht hatte. Was klappte waren Ansichtskarten aus Ostberlin, in englisch geschrieben- die kamen immer an.....

Gruß, Augenzeuge


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11.09.2009 07:09
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#14
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Zitat von Augenzeuge
Was klappte waren Ansichtskarten aus Ostberlin, in englisch geschrieben- die kamen immer an...



Angekommen ist die grenzüberschreitende Post in den allermeisten Fällen. Das war schon allein deshalb erforderlich, um die Konspiration zu waren. Dass man umfassend kontrollierte, bedeutete nicht automatisch, dass man auch umfassend aussortierte.
So gesehen waren natürlich Postkarten die schlechteste Wahl, wenn man tatsächlich 'was zu sagen hatte.


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11.09.2009 08:38
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#15
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( gelöscht )

Zitat von sentry
So gesehen waren natürlich Postkarten die schlechteste Wahl, wenn man tatsächlich 'was zu sagen hatte.



Oft kam man mit einem einfachen Bluff aber weiter.....Eben genau deshalb, weil die genau so wie du jetzt gedacht haben. Übrigns, allein bei mir fand ich 4 Briefe von Ost nach West und 2 Briefe von West nach Ost in der Akte. Soviel zur Wahrung der Konspriration...Das ich da nun eine Ausnahme war möchte ich nicht behaupten.


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