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#1

Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 11.12.2015 23:10
von Gert | 13.200 Beiträge | 2329 Punkte
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der Spiegel berichtet, dass in Berlin nichts mehr richtig funktioniert, dass Geld in großem Ma?e vernichtet wird und das von der Position und dem Firmensitz eines Hamburger Nachrichtenmagazins : ich sage nur Elbphilharmonie. Was sagen die Berliner dazu ?

ausführliche Beschreibung sieh unten :


http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...-a-1067343.html


.🇩🇪
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#2

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 18:28
von SET800 | 3.105 Beiträge | 6 Punkte
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Hallo,
ob Hamburg oder Berlin, Elbphilharmonie und Flughafen sind Trauerspiele, beides. Flughäfen ausbuaen einigermaßen im Kosten- und Zeitrahmen wurde ja gezeigt in München mit Terminal-2 und jetzt Satelliten-Terminal3, in Frankfurt auch.
BER ist kein neuer Flughafen sondenr defakto auch nur Ausbau.

Und in Hamburg gilt DELTA-Musikgenuß dividiert DELTA Kosten macht die neue Philharmonie völlign überflüssig.

Welche Musikfreunde würden sagen in der neuen Konzertstätte zahle ich je Sitzplatz 100€ MEHR als in den bestehenden Konzertsälen?

Rechnung:

ca. 800 Mio Kosten, 2600 Sitzpätze nutzbar wohl max. 250 Tage im Jahr = 500 000 Tickets/Jahr, eine von Auslastung 80% wäre gut, alos 400 000 Besucher pro Jahr..

So ein Gebäude erfordert ca. 2% der Bausumme an Betreibskosten + 4% Rücklagen für Renovierungen spätestsns nach 25 Jahren in Größenordnung der früheren Baukosten.

48 Mio / 400 000 = 100€/Sitzplatz.

Die künstlerische Seite kostet auch noch..................



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#3

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 18:58
von Hackel39 | 3.123 Beiträge | 8 Punkte
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Nur allgemein zu unseren Großprojekten.
Es sind hier Bremser, Lobbyisten und Abzocker einbezogen, die unter dem Deckmantel der Demokratie ungestraft und von den großen Entscheidern weitgehend unkommentiert ihr übles Spiel treiben um ihre Machtspielchen und ihre Profilierungssucht auszuleben, daß man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Am Beispiel des letzten großen Bahnprojektes der Teiltrasse auf der Strecke Berlin- München zwischen Halle und Erfurt wird deutlich wie beispielsweise Ökoterroristen monatelang den Baufortschritt behindern weil Trappen irgendwo brüten und Kröten wandern die anderswo unkommentiert im Straßenverkehr oder umgekippten Gewässern krepieren ohne daß es jemanden stört.
Wenn eine auf Stelzen und in Tunneln zwischen Schallschutzwänden trassierte Bahn kaum noch die ansonsten massenhaft vorkommenden Wildunfälle auf Bahngleisen verhindern will man davon nichts wissen und pocht in einer unvorstellbaren Borniertheit auf Mitsprache, daß man nur noch dazwischenhauen möchte, weil die Kosten dem Steuervolk um die Ohren fliegen.
Es kommen hinzu die tabellenbezogenen Honorare der Projektierungs- und Planungsbüros, denen nicht annähernd ein adäquater Aufwand gegenüber steht vielmehr soll nur der Anspruch auf Einkommen durchgesetzt werden die durch keinen Gegenwert mehr gedeckt sind und in der unsäglichen Lobbywirtschaft und einem feudalistisch strukturiertem Standesrecht ihren Ursprung haben.
Wann immer der allseits verhaßte Anstrichsanierer Mehdorn das Wort ergriff war das Grund zum Ärger, in einem hatte er jedoch Recht. Es kann einfach nicht sein, daß sich Bürgermeister in gesamtdeutsche Verkehrsprojekte einmischen und die Interessen von drei prozeßfreudigen Berufspendlern eine durchdachte und vernünftige Projektierung verhindern, indem z. B. langsame Triebwagen auf ICE- Trassen verkehren, weil der Reisende zu stinkend faul ist, von diesem Triebwagen in sowieso verkehrende überregionale Reisezüge umzusteigen ( Beispiel Denzlingen- Freiburg).
In Berlin scheint diese Kultur besonders verbreitet zu sein, sie ist aber eigentlich typisch Deutsch, und darüber muß aus einer anderen Perspektive heraus verhandelt werden.



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#4

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:03
von Heckenhaus | 5.942 Beiträge | 2469 Punkte
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Ich sehe Deutschland insgesamt als Geldvernichtungsmaschine.
Zu den bereits genannten Mängeln kommt Stuttgart 21, wo bereits von 8,5 Mrd. Euro geredet wird, aber von eigentlichen
Bahnhof noch immer kaum etwas zu sehen ist außer einem Loch,
eine leiche falsch gebaute Brücke über die Autobahn in NRW,
der grün-bunt verhinderte oder ewig verzögerte Verkehrswegeausbau und vieles mehr.

Berlin ist jedoch einsame Spitze, was die öffentliche Verwaltung anbelangt, die Behörden scheinen seit Jahrzehnten im
Testmodus zu laufen, ohne spürbare Besserung, was mir von Bekannten / Verwandten dort bestätigt wurde.

BER ist schon ein Neubau, das gesamte Terminal nebst neuer Startbahn, Flugvorfeld, Verkehrsanbindungen, haben nichts mit
dem alten Flughafen Schönefeld gemein, außer die unmittelbare Nachbarschaft. Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_...Schoenefeld.png

Trotzdem ist dort nichts entschuldbar, und es ist eine Unverschämtheit, daß gefeuerte Manager/Architekten noch "vertragliche Zahlungen"
erhalten trotz völligem Versagen, Schlamperei bis zur Unfähigkeit. Und das auf allen Ebenen.
Basis sind dafür m.M.n. grobe Mängel im Vertragsrecht, was wiederum nicht allein der Stadt Berlin angelastet werden kann.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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#5

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:12
von Harzwanderer | 3.151 Beiträge | 537 Punkte
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Der Spiegel kriegt einfach ab und zu seinen traditionellen Berlin-Hass-Flash. Es war einfach mal wieder so weit, nachdem sie lange Zeit nur noch geradezu von Berlin geschwärmt hatten. Ist vielleicht auch so eine gewisse Hamburg-Berlin-Eifersucht?

Dass Berlin genug Anlass zu echter Kritik bietet, steht auf einem anderen Blatt.


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#6

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:17
von Signalobermaat | 443 Beiträge | 430 Punkte
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Ich wage mal eine vorsichtige Prognose zurück in die Vergangenheit.
Zu DDR Zeiten hätte zumindestens die HA XVIII des MfS für eine gründliche Untersuchung gesorgt.Wenn schon kein Straftatbestand herauszuarbeiten gewesen wäre,aber statt einer Abfindung wäre auf jedenfall eine Bewährung im Tagebau oder Kalkwerk Rüdersdorf herausgekommen



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#7

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:21
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Dann hätte doch das ganze Politbüro wegen Unfähigkeit "in die Braunkohle" gehört? Aber die saßen gemütlich bis zur Wende am Werderschen Markt im ZK.


Hanum83, Gert und linamax haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#8

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:26
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Leider akzeptiert die Berliner Bevölkerung auch nicht gerade die rege Bautätigkeit vor der eigenen Haustür.

http://youtu.be/dkcLyT0O_es

(Anfang und Ende des Films reicht)

Wenige Stunden nach dem Straßenfest anläßlich des Bauabschlusses wurde vor Motzkis Heim erneut gebaggert und geschachtet....lustig nur für den Zuschauer aber Alltag in Deutschland.



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#9

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 19:38
von furry | 3.792 Beiträge | 508 Punkte
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Zum Nachlesen, wie Hölderlin in seinem Werk "Hyperion" (1797/99) einen Blick auf Deutschland wirft. Etwas viel Text, der sich aber zu lesen lohnt.

http://gutenberg.spiegel.de/buch/hyperion-264/67


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 14.12.2015 19:39 | nach oben springen

#10

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 23:42
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #4
Ich sehe Deutschland insgesamt als Geldvernichtungsmaschine.
Zu den bereits genannten Mängeln kommt Stuttgart 21, wo bereits von 8,5 Mrd. Euro geredet wird, aber von eigentlichen
Bahnhof noch immer kaum etwas zu sehen ist außer einem Loch,
eine leiche falsch gebaute Brücke über die Autobahn in NRW,
der grün-bunt verhinderte oder ewig verzögerte Verkehrswegeausbau und vieles mehr.

Berlin ist jedoch einsame Spitze, was die öffentliche Verwaltung anbelangt, die Behörden scheinen seit Jahrzehnten im
Testmodus zu laufen, ohne spürbare Besserung, was mir von Bekannten / Verwandten dort bestätigt wurde.

BER ist schon ein Neubau, das gesamte Terminal nebst neuer Startbahn, Flugvorfeld, Verkehrsanbindungen, haben nichts mit
dem alten Flughafen Schönefeld gemein, außer die unmittelbare Nachbarschaft. Siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_...Schoenefeld.png

Trotzdem ist dort nichts entschuldbar, und es ist eine Unverschämtheit, daß gefeuerte Manager/Architekten noch "vertragliche Zahlungen"
erhalten trotz völligem Versagen, Schlamperei bis zur Unfähigkeit. Und das auf allen Ebenen.
Basis sind dafür m.M.n. grobe Mängel im Vertragsrecht, was wiederum nicht allein der Stadt Berlin angelastet werden kann.



Die Abfindung für die Versager ist billiger, als der Schadenersatz für Fluggesellschaften. Wären bestimmte Manager und Architekten vor Gericht schuldig gesprochen worden, wäre BER (bzw. die Flughafengesellschaft Berlin) schuldig gewesen und hätte Fluggesellschaften entschädigen müssen. Ist aber niemand schuld, muß auch die Flughafengesellschaft Berlin nicht zahlen. Mich ärgert es auch, wenn jemand, de so einen Bock geschossen hat, noch Geld hinterhergeworfen bekommt, aber immer noch besser, als wenn man das 10-50fache in andere Richtungen zahlen muß.


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#11

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 14.12.2015 23:51
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #3
Nur allgemein zu unseren Großprojekten.
Es sind hier Bremser, Lobbyisten und Abzocker einbezogen, die unter dem Deckmantel der Demokratie ungestraft und von den großen Entscheidern weitgehend unkommentiert ihr übles Spiel treiben um ihre Machtspielchen und ihre Profilierungssucht auszuleben, daß man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Am Beispiel des letzten großen Bahnprojektes der Teiltrasse auf der Strecke Berlin- München zwischen Halle und Erfurt wird deutlich wie beispielsweise Ökoterroristen monatelang den Baufortschritt behindern weil Trappen irgendwo brüten und Kröten wandern die anderswo unkommentiert im Straßenverkehr oder umgekippten Gewässern krepieren ohne daß es jemanden stört.
Wenn eine auf Stelzen und in Tunneln zwischen Schallschutzwänden trassierte Bahn kaum noch die ansonsten massenhaft vorkommenden Wildunfälle auf Bahngleisen verhindern will man davon nichts wissen und pocht in einer unvorstellbaren Borniertheit auf Mitsprache, daß man nur noch dazwischenhauen möchte, weil die Kosten dem Steuervolk um die Ohren fliegen.
Es kommen hinzu die tabellenbezogenen Honorare der Projektierungs- und Planungsbüros, denen nicht annähernd ein adäquater Aufwand gegenüber steht vielmehr soll nur der Anspruch auf Einkommen durchgesetzt werden die durch keinen Gegenwert mehr gedeckt sind und in der unsäglichen Lobbywirtschaft und einem feudalistisch strukturiertem Standesrecht ihren Ursprung haben.
Wann immer der allseits verhaßte Anstrichsanierer Mehdorn das Wort ergriff war das Grund zum Ärger, in einem hatte er jedoch Recht. Es kann einfach nicht sein, daß sich Bürgermeister in gesamtdeutsche Verkehrsprojekte einmischen und die Interessen von drei prozeßfreudigen Berufspendlern eine durchdachte und vernünftige Projektierung verhindern, indem z. B. langsame Triebwagen auf ICE- Trassen verkehren, weil der Reisende zu stinkend faul ist, von diesem Triebwagen in sowieso verkehrende überregionale Reisezüge umzusteigen ( Beispiel Denzlingen- Freiburg).
In Berlin scheint diese Kultur besonders verbreitet zu sein, sie ist aber eigentlich typisch Deutsch, und darüber muß aus einer anderen Perspektive heraus verhandelt werden.


Umweltschutz und Schutz vom aussterben bedrohter Tierarten ist für mich vertretbar. Es ist auch richtig, das eine Bahnstrecke, die vom Steuergeld aller Bürger bezahlt wird, möglichst vielen zu Gute kommt (nicht nur ICE, aondern auch Nahverkehr, auch Berufspendler wollen schnell ans Ziel kommen).
Was mich ärgert, sind egoistische Reihenhausspießer, wie die in Berlin-Lichtenrade. Erst ein Haus an der (stillgelegten) Bahnstrecke kaufen und dann ewig rumzanken, wenn die Strecke reaktiviert wird. Dabei haben doch die Westberliner und BRD-Politiker von 1949 bis 989 immer in Sonntagseden von der "Wiedervereinigung" gefaselt, so daß eigentlich niemand hinsichtlich der Ruhe an der Bahnstrecke arglos trauen durfte.
Auch in vielen anderen Ecken Berlins fährt die Bahn am Garten lang. Also stänkert man 10 Jahre rum, weil man einen teuren Tunnel erpressen will, so daß trotz Bauverzug am BER der Bahnanschluß nicht zur Eröffnung fertig ist.


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#12

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 09:27
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #11
Erst ein Haus an der (stillgelegten) Bahnstrecke kaufen und dann ewig rumzanken, wenn die Strecke reaktiviert wird.


Hallo,
schon fast richtig im 2. Satz, es war eine Betriebseinstellung, nicht aber eine Auflassung der Strecke, der Widmung usw., also rechtlich jederzeitige Betriebsaufnahme möglich.



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#13

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 09:30
von Heckenhaus | 5.942 Beiträge | 2469 Punkte
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #10
Mich ärgert es auch, wenn jemand, de so einen Bock geschossen hat, noch Geld hinterhergeworfen bekommt, aber immer noch besser, als wenn man das 10-50fache in andere Richtungen zahlen muß.

Ja, das ist skandalös, jedoch bin ich der Meinung, daß nicht die Allgemeinheit, sondern der gesamte Flughafenaufsichtsrat
für Schäden dieser Art haften muß. Deren Mitglieder sind es, die die Verantwortung haben für das Projekt, so wie ein
Firmeninhaber für seine Firma haftet.
Es sind massive Fehler begangen worden, wohl beginnend bei den Ausschreibungen über die Vergaben bis zur regelmäßigen
Kontrolle der Arbeiten.
Ich habe ein Leben lang auf Baustellen gearbeitet, während meiner Selbständigkeit noch zuletzt auf dem Wohnungsbau in
Kleinmachnow und Blankenfelde. Es war jede Woche regelmäßig Rapport, der Bauleiter kam wöchentlich aus Freiburg im Breisgau
eingeflogen, und es klappte alles, wom ersten Spatenstich bis zur Endabnahme. Termingerecht.
Ich habe zu Ostzeiten Projekte erlebt in Berlin, da wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine ordnungsgemäße Fertigstellung
zu gewährleisten, ob das Wohnobjekte waren, eine U-Bahn-Verlängerung, die Rekonstruktion des Berliner Doms, das Hotel am
Alexanderplatz, das Heizkraftwerk Mitte oder der Palast der Republik.
Was am BER passiert ist eine Schande für Deutschland, nicht nur für Berlin.


.
.
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#14

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 14:58
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Zitat von SET800 im Beitrag #12
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #11
Erst ein Haus an der (stillgelegten) Bahnstrecke kaufen und dann ewig rumzanken, wenn die Strecke reaktiviert wird.


Hallo,
schon fast richtig im 2. Satz, es war eine Betriebseinstellung, nicht aber eine Auflassung der Strecke, der Widmung usw., also rechtlich jederzeitige Betriebsaufnahme möglich.




Genau deswegen die Klammern. Die Anwohner glaubten, die Strecke wäre auf immer und ewig stillgelegt und entwidmet, dabei waren alle durch die Grenzziehung betroffenen Bahnstrecken (zumindest auf Westgebiet) nur außer Betrieb genommen. Und da hatten sie sich eben verrechnet.


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#15

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 15:15
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #13
Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #10
Mich ärgert es auch, wenn jemand, de so einen Bock geschossen hat, noch Geld hinterhergeworfen bekommt, aber immer noch besser, als wenn man das 10-50fache in andere Richtungen zahlen muß.

Ja, das ist skandalös, jedoch bin ich der Meinung, daß nicht die Allgemeinheit, sondern der gesamte Flughafenaufsichtsrat
für Schäden dieser Art haften muß. Deren Mitglieder sind es, die die Verantwortung haben für das Projekt, so wie ein
Firmeninhaber für seine Firma haftet.
Es sind massive Fehler begangen worden, wohl beginnend bei den Ausschreibungen über die Vergaben bis zur regelmäßigen
Kontrolle der Arbeiten.
Ich habe ein Leben lang auf Baustellen gearbeitet, während meiner Selbständigkeit noch zuletzt auf dem Wohnungsbau in
Kleinmachnow und Blankenfelde. Es war jede Woche regelmäßig Rapport, der Bauleiter kam wöchentlich aus Freiburg im Breisgau
eingeflogen, und es klappte alles, wom ersten Spatenstich bis zur Endabnahme. Termingerecht.
Ich habe zu Ostzeiten Projekte erlebt in Berlin, da wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine ordnungsgemäße Fertigstellung
zu gewährleisten, ob das Wohnobjekte waren, eine U-Bahn-Verlängerung, die Rekonstruktion des Berliner Doms, das Hotel am
Alexanderplatz, das Heizkraftwerk Mitte oder der Palast der Republik.
Was am BER passiert ist eine Schande für Deutschland, nicht nur für Berlin.


Das Problem ist nur, im Außenverhältniss haftet zuerst das Unternehmen. Erst danach kann das Unternehmen im Innenverhältniss Vorstand und Aufsichtsrat in Regress nehmen. Wenn dort aber für den Schaden nicht genug zu holen ist (sowohl manager-Haftpflichtversicherung, als auch Privatvermögen), bleibt der restliche Schaden beim Unternehmen (und damit beim BER am Steuerzahler) hängen.


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#16

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 15:21
von eisenringtheo | 9.654 Beiträge | 1217 Punkte
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Zitat von Heckenhaus im Beitrag #13
(..)
(...)
Ich habe zu Ostzeiten Projekte erlebt in Berlin, da wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine ordnungsgemäße Fertigstellung
zu gewährleisten, ob das Wohnobjekte waren, eine U-Bahn-Verlängerung, die Rekonstruktion des Berliner Doms, das Hotel am
Alexanderplatz, das Heizkraftwerk Mitte oder der Palast der Republik.
(...).

Bürgerinitiativen gegen die Bauten gab es in der DDR wohl keine, und wenn doch hätte man das unterbunden. Was die Dresdener Bahn angeht: Wenn sogar der Berliner Senat für einen Tunnel wirbt, wird das wohl nichts mit der oberirdischen Trassenführung. Bis irgendwas kommt, kann es dann sehr lange dauern. Hier wo ich wohne, ist es 50 Jahre gegangen, bis ein Autobahnstück beendet wurde.
http://www.nzz.ch/a4-im-knonaueramt-mit-...ffnet-1.4011961
Theo


Grenzläufer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#17

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 16:24
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Bürgerinitiativen gab es nicht, und im Westen auch nicht in dieser Form wie heute. Das brauchte auch niemand,
denn es wurde nicht sinnlos gebaut oder man sah von Anfang an, daß es notwendig, wenn nicht sogar gewünscht
war, was dort passierte.
Ich kenne das aus der Gegenwart im Großraum Stuttgart, es wird ein Autobahnring um Stuttgart dringend benötigt,
Ortsumgehungen ebenfalls, wenn die ewigen Dauerstaus Vergangenheit werden sollen und die Luft in Stuttgart besser.
Dagegen wiederum wird gestritten, "nicht hinter meinem Grundstück, nicht durch meinen Wald, keine neue Neckarbrücke",
Ergebnis ist, die Luft wird immer dicker, die Staus immer länger.
Ein Ergebnis der Protestfraktion, die der Meinung ist, schmalere Straßen verhindern Verkehr. Ein Trugschluß.


.
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#18

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

in Presse Artikel Grenze 15.12.2015 16:32
von damals wars | 13.419 Beiträge | 1986 Punkte
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #16
Zitat von Heckenhaus im Beitrag #13
(..)
(...)
Ich habe zu Ostzeiten Projekte erlebt in Berlin, da wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine ordnungsgemäße Fertigstellung
zu gewährleisten, ob das Wohnobjekte waren, eine U-Bahn-Verlängerung, die Rekonstruktion des Berliner Doms, das Hotel am
Alexanderplatz, das Heizkraftwerk Mitte oder der Palast der Republik.
(...).

Bürgerinitiativen gegen die Bauten gab es in der DDR wohl keine, und wenn doch hätte man das unterbunden. Was die Dresdener Bahn angeht: Wenn sogar der Berliner Senat für einen Tunnel wirbt, wird das wohl nichts mit der oberirdischen Trassenführung. Bis irgendwas kommt, kann es dann sehr lange dauern. Hier wo ich wohne, ist es 50 Jahre gegangen, bis ein Autobahnstück beendet wurde.
http://www.nzz.ch/a4-im-knonaueramt-mit-...ffnet-1.4011961
Theo


Was es so alles gab:
http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Kulturbund_der_DDR
Und vor kurzem kam ein Bericht über ein Hotel im Elbsandsteingebirge, auch da wurden die Bedenken
der Umweltschützer berüchsichtigt.

Aber es gab keine so sinnlosen Maßnahmen wie das Einsammeln von Zauneidechsen, nur weil jemand gemeldet hat, die wären vom Aussterben bedroht.
Meine Gartenanlage ist voller Eidechsen, die wußten von nix!


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#19

RE: Berlin, die größte Geldvernichtungsmaschine Deutschlands

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Ja und, @damals wars , warum sollten Bedenken von Naturschützern nicht mit bedacht werden ?
Das führt jedoch heute zu jahrelangen Bauverzögerungen, in der DDR gab es nur ein Entweder-Oder,
d.h. entweder wurde schnell berücksichtigt oder eben nicht. Große Terminverschiebungen gab es deswegen nicht.
Was bei wichtigen Projekten durchaus sinnvoll ist.

Heute wird um jeden Grashalm, jeden Käfer gekämpft, im Gegenzug verschwinden immer mehr Quadratmeter unter großflächigen
Eigenheimsiedlungen, die wertvolle Natur verschlingen. Ohne Proteste !
Und wo die Protestgeneration dann ökologisch wohnt.


.
.
„Toleranz ist die letzte Tugend einer untergehenden Gesellschaft.”
— Aristoteles -

"Man kann alle Leute einige Zeit zum Narren halten und einige Leute allezeit; aber alle Leute allezeit zum Narren halten kann man nicht."
— Abraham Lincoln –
.
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