Zimmertoaster ...

  • Seite 1 von 6
05.12.2015 01:15
avatar  vs1400
#1
avatar

... ab wann wurden sie eingeführt und gab es vorgaben bezüglich der sender? ... abgesehen nsw.

gemeint ist das 'radio' über fast jeder zimmertür der gk.

gruß vs


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 08:15 (zuletzt bearbeitet: 05.12.2015 08:15)
#2
avatar

Moin, zu meiner Zeit gab es sie schon schon(86/87). Gute Frage, würde mich auch mal interessieren wann sie eingeführt wurden.

gruß h.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 08:44
avatar  ( gelöscht )
#3
avatar
( gelöscht )

Zu meiner Wehrdienstzeit (Herbst 1978 bis Frühjahr 1980) habe ich solche Zimmertoaster nicht erlebt, weder während der Ausbildung in Eisenach noch in der Grenzkompanie in Silkerode oder sonstwo.
Erlaubt war nur eine Geräuschkulisse (in der Regel Kofferheule) je Zimmer. Die erlaubten Sender mussten auf der Skale gekennzeichnet sein und falls es sich um einer Radiorekorder handelte, wurde das Kassettenfach versiegelt. Die Geräte bedurften einer schriftlichen Genehmigung durch den Politoffizier.

Klar, an die Regeln hat sich kaum jemand gehalten, aber bei erwischten Zuwiderhandlungen konnte es scheiße ausgehen.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 09:15
avatar  ( gelöscht )
#4
avatar
( gelöscht )

Wieso sollte man denn keine Kassetten hören?


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 09:30
avatar  mibau83
#5
avatar

Zitat von vs1400 im Beitrag #1
... ab wann wurden sie eingeführt




bei uns wurden die 1984 eingeführt.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 09:36
#6
avatar

Musikkassetten sind klein und können gut eingeschmuggelt werden. Wenn man nicht will, dass in der DDR Verbotenes in der Kaserne gehört wird (zum Beispiel das Deutschlandlied komplett mit allen Strophen von Heino), sorgt man am besten dafür, dass die Wiedergabefunktion nicht möglich ist.
http://www.bild.de/politik/inland/heino/...12136.bild.html


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 10:07
avatar  ( gelöscht )
#7
avatar
( gelöscht )

Kassetten/Kassettenrekorder: Es ging vor allem darum, keine Dienstgespräche, Vorträge u.ä. heimlich mitzuschneiden und so dem bösen Klassenfeind Informationen zukommen zu lassen.


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 10:46 (zuletzt bearbeitet: 05.12.2015 10:48)
#8
avatar

Gelöscht (Manchmal ist das Problem des Computers der Typ, welche davor ist...)


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 10:47 (zuletzt bearbeitet: 05.12.2015 10:47)
#9
avatar

Guten Tag,

diese Situation ist, etwas adaptiert auf die heutigen Möglichkeiten, der Traum vieler Dienste ...

Andererseits ist der ganz dichte Deckel auch eine verlorene Möglichkeit leichter zu wissen wer wer ist... Ohne Bewegung ist es schwerer zu wissen, was tatsächlich geschieht und wo ein Dienst sich wirklich investieren muss. Denn es ist keineswegs sicher, dass der Rekrut mit offener Kassettenschublade auch der perfide Klassenfeind ist.

Vielen Dank an alle für diese geschriebenen Erinnerungen von der « anderen Feldpostnummer » !
Stringer49


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 12:22 (zuletzt bearbeitet: 05.12.2015 12:29)
#10
avatar

..... wurde bei uns als "Rhönbox" bezeichnet und hing über den Eingangstüren in den Buden. Gesteuert wurden die Empfänger, glaube ich, aus dem Zimmer vom Polit, ca. 3-5 Ost-Sender konnte man "anwählen".

Hin und wieder, wenn bspw. am Wochenende weniger Führungspersonal auf der Kompanie war, wurde auch schon mal an den Knöpfen gespielt und ein Feindsender mit eingespeist.

Manchmal funktionierte auch nur ein einziger Sender. Wenn da gerade Volksmusik lief, hallte schon mal "Drei weiße Birken" durch das Kompaniegebäude.

Ich erinnere mich auch, dass die Klappe am Fernseher (Regler zur Sendereinstellung) im Kulturraum mit Petschaft versehen war. Das war aber eher ein Katz-und-Maus-Spiel, weil das Ding wurde regelmäßig geknackt wurde. Trotz mehrfacher Ausschimpfungen vom Hauptfeld, der das bei seinen Kontrollgängen durch die Reviere immer entdeckte. Denn der Delinquent konnte schwer ermittelt werden, weil der Raum ja immer offen stand...


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 12:34 (zuletzt bearbeitet: 05.12.2015 12:35)
avatar  Hanum83
#11
avatar

1983 hing bei uns so ein Kasten über der Tür, glaub 3 Radio-Programme die der Polit von seinem Dienstzimmer aus einspeißen konnte, oder auch mal Zwangsbeschallung wenn irgend ein Parteikram übertragen wurde.
Böse Zungen behaupteten das die Dinger auch umgedreht funktionierten


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 18:27
avatar  ( gelöscht )
#12
avatar
( gelöscht )

Zitat von Hanum83 im Beitrag #11
1983 hing bei uns so ein Kasten über der Tür, glaub 3 Radio-Programme die der Polit von seinem Dienstzimmer aus einspeißen konnte, oder auch mal Zwangsbeschallung wenn irgend ein Parteikram übertragen wurde.
Böse Zungen behaupteten das die Dinger auch umgedreht funktionierten


@Hanum83, das die Dinger umgedreht fuktioniert haben kannste ausschließen! Das System "ELA" funktionierte auf Grund der vielzahl der Wiedergabe-
geräte auf 100 Volt-Basis. Den Ursprung hatte es in Betrieben zur Beschallung, Stadtfunk etc.
Na evtl. gibt es hier im Forum Wiedergabetechniker.
Micha


 Antworten

 Beitrag melden
05.12.2015 18:45
avatar  PF75
#13
avatar

also 74- 76 gabs bei uns so was nicht,weder ausbildung noch GK,hab nur hin und wieder beim Revierdienst im Politzimmer NDR gehört(aber ohne Polit )ich glaub dem sein Radio hatte keine markierte sender.


 Antworten

 Beitrag melden
06.12.2015 03:06 (zuletzt bearbeitet: 06.12.2015 03:16)
#14
avatar

Zitat von G.Michael im Beitrag #12
Zitat von Hanum83 im Beitrag #11
1983 hing bei uns so ein Kasten über der Tür, glaub 3 Radio-Programme die der Polit von seinem Dienstzimmer aus einspeißen konnte, oder auch mal Zwangsbeschallung wenn irgend ein Parteikram übertragen wurde.
Böse Zungen behaupteten das die Dinger auch umgedreht funktionierten


@Hanum83, das die Dinger umgedreht fuktioniert haben kannste ausschließen! Das System "ELA" funktionierte auf Grund der vielzahl der Wiedergabe-
geräte auf 100 Volt-Basis. Den Ursprung hatte es in Betrieben zur Beschallung, Stadtfunk etc.
Na evtl. gibt es hier im Forum Wiedergabetechniker.
Micha


Hallo Micha,
"ELA" ist auf Grund der langen Übertragungswege eingesetzt worden, wo es darum ging Sprache, Musik oder so zum Lautsprecher zu bringen, was
bei herkömmlicher Ankopplung an den Verstärker nichts gebracht hätte, weil der Wiederstand der Leitung das Signal zu weit abgedämpft hätte.
Bei Dorffunk oder Betrieben sind es ja doch schon etliche Meter die da zusammenkommen, (Ich sag mal jetzt 500m und mehr) bis zum Lautsprecher.
Um mal ein Beispiel zu sagen.
Bei ELA wird das Ausgangssignal des Verstärkers über einen Übertrager (Trafo) auf "100 V" angehoben.
Beim Lautsprecher wird durch einen Übertrager das ankommende Signal von "100V" wieder runtertransformiert und dem Lautsprecher zugeführt.
Mal so bischen verständlich für jedermann geschrieben.

Ich denke die "Zimmertoaster" wurden so langsam 1978 eingeführt. Zumindest kann ich mich noch daran erinnern, dass bei uns in der GK kurz vor meinem Heimgang damit begonnen wurde, kleine Lautsprecher überall anzubauen. Angefangen in der UvD Bude und dann in den Fluren usw.
Die hatten den eigentlichen Zweck bestimmte Signale auszugeben die dann zB. Grenzalarm, A-Gruppe raus oder Wecken oder so etwas bedeuteten.
War auf irgent eine Art Käse, als ob wir uns nichts besseres zu merken hätten und jetzt noch auf verschiedene Signale achten sollten.
Und dann noch im Schlaf............
Es kann sein, dass hier später wo ich weg war, Musik oder sowas übertragen wurde.
Nach meiner Erinnerung hatten diese eingesetzten Lautsprecher aber nichts mit einem ELA System gemein, sondern waren kleine Lautsprecherboxen
ohne Übertrager (Trafo). Also man ist mit zwei Drähten direkt auf den Lautsprecher gegangen.
Bei manchen Boxen war noch ein Lautstärkeregler dran, bei anderen war nur die Box mit Lautsprecher.
Die Übertragungswege vom Verstärker bis zu den Boxen waren ja auch nicht so weit.
Vom Politzimmer bis hoch in den Flur vielleicht 50m. Na und wenn der in seiner Bude den Verstärker bischen mehr aufgedreht hat, ist da immernoch
genug rausgekommen um uns das "Fürchten zu lehren".

Das diese Lautsprecher "rückwärts" funktionierten, kann man nicht ausschließen. Aber dazu müßte jeder Lautsprecher einzeln bis zum
Verstärker verkabelt sein, was ich aber ausschließe, das es gemacht wurde. Man kann LP´s auch als Mikro benutzen.
Aber wenn, dann hat der Polit von "30 zig" Lautsprechern oder mehr ein Stimmengewirr auf seinen Lauschern, was wieder Irrsinn ist, denn wie wollte
man da etwas rausfiltern um entsprechendes zu höhren was man höhren wollte.......
Letztlich wäre es bei Einzelverkabelung ein dicker Kabelstrang geworden bis in die Politbutze und das mit 2 x 0,5mm² Cu was ich noch in Erinnerung habe, von jedem der einzelnen Lautsprecher.
Wenn man also entsprechendes höhren wollte, müßte man dann die Zimmer usw. einzeln zuschalten können für die Ohren.

HG EK78


 Antworten

 Beitrag melden
06.12.2015 04:42 (zuletzt bearbeitet: 06.12.2015 04:50)
avatar  ( gelöscht )
#15
avatar
( gelöscht )

Funktionierende "ELA" habe ich im Koloss von Rügen erlebt (Prora), Stadtfunk Leipzig, da ging es um Kabellängen von 5.000 Metern. In Glöwen war eine
Anlage installiert, ging aber nie in Betrieb.
In Glöwen stand die Anlage im OG des alten Speisesaal's, zusammen mit dem Vorführraum des dortigem Kinos.Geplant war die Berieselung des
gesamten Ausbildungsregiment.
Micha


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!