X

#121

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 17:28
von GKUS64 | 2.721 Beiträge | 6421 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds GKUS64
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

@Heckenhaus, dein Beitrag #120 fordert mich zum Widerspruch auf:


1. Was glaubst du denn, wie viele sich damals mit 19 oder 20 Jahren wirklich ernsthaft Gedanken gemacht haben ?

Also wir waren doch nicht beschränkt! Was an der Grenze abging und was eintreten konnte, wusste man auch mit 20. Und ein Gewissen hatte man da auch schon!

Meine Gedanken dazu stehen in Beitrag #88!

2.Oder er hat damals aus reinem Eigennutz, Karriere, Studium ect.pp., den Dienst an der Grenze nicht abgelehnt.


Zu meiner Zeit, 1963, gab es außer Knast keine Alternative. Bausoldaten gab es erst später.
Da wäre ich aber auch nicht hingegangen, ich war kein Widerständler! Die Möglichkeit des Ablehnens geistert hier immer wieder rum, die gab es nicht. Auch später waren nur tiefgründige Glaubensgründe ein eventuelles Argument.


3.Die Zeit rumkriegen ohne anzuecken, das war die allgemeine Devise, nach der wir lebten.

Also Arschkriescher waren wir nicht, ja ganz große Dinger hat man möglichst vermieden.
Man hatte aber auch ein Gewissen. Anecken war doch zu verkraften aber eine lebenslange Schuld tragen, das hatte eine andere Dimension!

4. Wer das absolut nicht für sich entscheiden konnte, der wurde notfalls auch während der Dienstzeit noch vom Streifendienst entfernt.
Ich habe einen solchen Fall erlebt. Der Mann verschwand im Grenzbataillon zum Stabsdienst.

Was war denn so schlimm am Stabsdienst?

MfG

GKUS64



EK 70, Rostocker, Lutze und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.10.2017 17:29 | nach oben springen

#122

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 17:40
von Krepp | 620 Beiträge | 1041 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Krepp
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von GKUS64 im Beitrag #121

2.Oder er hat damals aus reinem Eigennutz, Karriere, Studium ect.pp., den Dienst an der Grenze nicht abgelehnt.

Zu meiner Zeit, 1963, gab es außer Knast keine Alternative. Bausoldaten gab es erst später.
Da wäre ich aber auch nicht hingegangen, ich war kein Widerständler! Die Möglichkeit des Ablehnens geistert hier immer wieder rum, die gab es nicht. Auch später waren nur tiefgründige Glaubensgründe ein eventuelles Argument.



Wieso soll es die Möglichkeit der Ablehnung nicht gegeben haben.
Ich hätte auf dem WKK oder später in der ABK nur sagen brauchen dass ich nicht schiessen wolle/werde.

Und schon wär ich bei den "Muckern" oder im Stab o.ä. gelandet.

Also entweder wie oben unter 2.
oder
eben sehr sehr naiv
oder
nur heute ein "Held"


http://s7.directupload.net/images/140607/hyg5u97a.gif
Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
Rostocker, Heckenhaus und Ehli haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#123

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 18:43
von Heckenhaus | 8.699 Beiträge | 18071 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Heckenhaus
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von GKUS64 im Beitrag #121
@Heckenhaus, dein Beitrag #120 fordert mich zum Widerspruch auf:


1. Was glaubst du denn, wie viele sich damals mit 19 oder 20 Jahren wirklich ernsthaft Gedanken gemacht haben ?

Also wir waren doch nicht beschränkt! Was an der Grenze abging und was eintreten konnte, wusste man auch mit 20. Und ein Gewissen hatte man da auch schon!

Meine Gedanken dazu stehen in Beitrag #88!


GKUS64

Schön, wenn DU so gedacht hast. eine rühmliche Ausnahme.
Die große Masse, und das ist meine Erfahrung und Überzeugung aus der Zeit um 1970, dachte nicht in diesen Dimensionen.
Denen war das eigene Ich am nächsten.
Ist doch aber interessant, diese Diskussion hier zu verfolgen. Waren damals schon alles Widerständler und Menschenrechtler.
Mein Gott, wie ist der Mensch doch vergeßlich.

(Das ist meine ganz persönliche Sichtweise, die niemand mit mit teilen muß).


.
.

.
Hapedi hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#124

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 19:49
von Rainer-Maria Rohloff | 4.216 Beiträge | 12746 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rainer-Maria Rohloff
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Krepp in #122 mit diesem:

"Und schon wär ich bei den "Muckern" oder im Stab o.ä. gelandet."
textauszug ende

Was sollte das denn jetzt? Gedient auf einem Stab hieß damals gedient und jeden Tag der Wehrpflicht ordentlich und im Schweiße des Angesichtes gearbeitet in "Grenzunterstützenden Einheiten". Ohne diese Pioniere, Nachrichten, Hundetruppen, MKF...etc. und das schrieb ich schonmal hättet ihr Kantenlatscher doch gar nicht gewusst, wie so ein Grenz -plus Sigalnzaun, KFZ-Sperrgraben plus Gassen und BT9 bis 11 überhaupt aussieht.

Also entschuldigt "ihr ehemaligen Kantenlatschenden Schichtarbeiter mit tagtäglicher Vergatterung " aber das musste ich mal wieder loswerden. Und Gott ne war ich damals froh, jeden Tag nur so arbeiten gehen zu müssen, wie eben im zivilen Leben auch.

Und auch diese Einheiten waren...ab und an Feindwärts, hatten auch da das drückende Problem der Sicherungsposten(aus eigener Reihe) so: "Was mache ich denn nun, wenn hier Einer am Rad dreht, aus der eigenen Truppe flitzen geht"? Und diese Sicherungsposten hatten eben vorher keine, nicht eine Vergatterung!!!!!!!!!!

Rainer-Maria



andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#125

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 20:04
von thomas 48 | 4.887 Beiträge | 5899 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds thomas 48
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Bausoldaten gab es schon 1967
tho


nach oben springen

#126

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 20:11
von Fred.S. | 2.031 Beiträge | 17037 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Fred.S.
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

#125 Gehe ich richtig davon aus, das es sich bei Rainer und thomas um zwei verschiedene Einheiten handelt ? Bausoldaten bei der NVA und die grenzunterstützenden Einheiten, deren Aufgaben Rainer kurz beschrieb bei uns an der Grenze. Oder ? Fred S.


Rainer-Maria Rohloff hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#127

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 20:12
von Rainer-Maria Rohloff | 4.216 Beiträge | 12746 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rainer-Maria Rohloff
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Ja mein Gott Thomas," und jeder junge Kerl hat damals natürlich gewusst, das es die Möglichkeit der Auswahl zur Bausoldatentruppe gibt."???????? Und es stand auch in jeder Zeitung,so ND und Regionalwurstblättern, jeden Tag, in der ach so mitteilungsbedürftigen DDR??? Und sofort hatte natürlich jeder junge Kerl ab 1967 richtig tolle Argumente...zu seiner Musterung? Entschuldige meinen Sarkasmus, aber wenn ich sowas lese.......denn das tut schon weh...heute.

Rainer-Maria



nach oben springen

#128

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 20:16
von Rainer-Maria Rohloff | 4.216 Beiträge | 12746 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Rainer-Maria Rohloff
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Richtig Fred....der Thomas hat da was vollkommen verwechselt.

Rainer-Maria aber gut, er war nie am Kanten.....zu seiner Entschuldigung sozusagen. Das geht schon in Ordnung.



nach oben springen

#129

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 20:17
von der 39. | 1.103 Beiträge | 4713 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds der 39.
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Meinen Standpunkt habe ich ja im Beitrag #1 dargelegt. Heute einen vorsichtigen Blick in die Philosophie, auch marxistisch-leninistischer Auslegung. "Der Mensch ist immer das Produkt seiner Umgebung" ich will sagen, wer in einem gesunden Denken in der Familie aufgewachsen ist, sich den humanistischen Gedanken und Auffassungen in seinem Umfeld nicht entzogen hat, der wusste sehr wohl, welche Verantwortung ihm mit der Übergabe einer Schusswaffe angetragen wurde. Auch wenn er noch sehr jung war und vielleicht noch nicht in jeder Beziehung in allen Fragen die innere Reife erlangt hat. Viele unserer Kenntnisse in früher Jugend entstanden doch weitab von Rundfunk oder gar Fernsehen. Bücher und das engere Umfeld waren prägende Faktoren neben der Familie und Freunden.
Diese Faktoren insgesamt haben auch beim Grenzsoldaten gewirkt. Viele waren sich durchaus bewusst, welche moralische Last auf ihren Schultern lag. Manchen hat sie erdrückt, ich kenne etliche Beispiele von Soldaten, die damit nicht fertig wurden. Jeden konnte man nicht als Dauerhausposten oder Diensthabenden einsetzen, also habe ich veranlasst, dass er zu einem rückwärtigen Dienst versetzt wurde.
Geht es nicht jedem so, wenn er sich eine kritische, gefährliche Situation vorstellt, in der blitzschnell und richtig handeln muss, dass er nur bei den Gedanken daran schon Herzklopfen bekommt ?. Und den 20-jährigen Soldaten, nachts mit der Waffe in der Hand lässt das kalt? Kann er dann überhaupt noch alle Konsequenzen und moralischen Erwägungen bedenken? Ich erinnere mich nur an ganz wenige, die alles auf die leichte Schulter nahmen und """vielleicht""" einen tödlichen Schuss abgegeben hätten.
Eine Einschränkung zu meinen Erfahrungen muss ich allerdings machen. Ich hatte es in meiner Dienstzeit als Polit, KC und Btl.-Kdr immer nur mit Freiwilligen zu tun und kann mich nicht zur Situation unter Wehrpflichtigen äußern, aber moralische, sittliche und ethische Werte galten eigentlich immer und stellen daher den sog. Schießbefehl bei mir immer noch in Frage.



Fred.S., Ehli, GKUS64 und berndk5 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#130

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 21:30
von thomas 48 | 4.887 Beiträge | 5899 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds thomas 48
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Man konnte damals den Dienst mit der Waffe verweigern, also zu den Bausoldaten (Spatentruppe) gehen,
Dies habe ich versucht.
Man konnte auch total verweigern, dann wurde man eingesperrt.
tho


Pauker hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#131

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 21:50
von Ehli | 3.000 Beiträge | 15638 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Ehli
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Eigentlich wollte ich hier nichts mehr schreiben.
Mache aber doch noch ein paar Bemerkungen dazu:
Wurde wirklich jeder Wehrpflichtige gefragt,ob er an der Grenze Dienst tun will?
Ich nicht,wurde zur Ari gemustert.
Wer hat von uns gewußt,das man den Dienst an der Waffe verweigern kann,ich nicht,war eventuell in Kirchengreisen bekannt.
Habe später Leute kennen gelehrnt,die überhaubt nicht gedient haben und dafür 18 Monate im Strafvollzug verbracht haben.
Das nenne ich Mut und denke heute noch an diese Leute,die den Mut aufbrachten.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
GKUS64 und der 39. haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#132

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 22:21
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Hanum83
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Auf dem Wehrkreiskommando nur gemustert und für die Mot.-Schützen als tauglich eingestuft, auf dem Einberufungsbefehl stand dann halt Grenztruppen drauf.
Hatte zwar keine Ahnung was das so richtig bedeudet, aber nach den Horrorgeschichten der Arbeitskollegen über Eggesin und Co. kam mir das als so schlecht nun auch nicht vor.
Gut, das halbe Jahr Schliff war ernüchternd, aber das restliche Jahr ging schon.


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


Heckenhaus hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 11.10.2017 22:22 | nach oben springen

#133

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 11.10.2017 22:51
von andyman | 2.802 Beiträge | 4668 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds andyman
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

War bei mir genauso.Hab auch nur gedacht,ein Glück nicht zu den Muckern aber was dahinter steckt war den wenigsten bewußt oder?
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


vs1400 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#134

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 00:13
von Ehli | 3.000 Beiträge | 15638 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Ehli
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Stellungsort war damals Berlin- Wilhemshagen.
Was sich dort abspielte,will ich hier garnicht schreiben,jedenfall sagte mir dann ein Uffz.,GR.33,5.Kompanie,Panzerabwehr+Granatwerfer.
Ach,du Kacke,voll in die Sch..ße gegriffen.
Aber dann kam ein Spieß,der rum brüllte und Hundeführer suchte,da war ich natürlich dabei.
Ende der Durschsage.


„Der Staatshaushalt muss ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muss gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht Bankrott gehen will.“
Marcus Tullius Cicero
der 39. hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#135

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 10:41
von Krepp | 620 Beiträge | 1041 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Krepp
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Rainer-Maria Rohloff im Beitrag #124
Krepp in #122 mit diesem:

"Und schon wär ich bei den "Muckern" oder im Stab o.ä. gelandet."
textauszug ende

Was sollte das denn jetzt? Gedient auf einem Stab hieß damals gedient und jeden Tag der Wehrpflicht ordentlich und im Schweiße des Angesichtes gearbeitet in "Grenzunterstützenden Einheiten". Ohne diese Pioniere, Nachrichten, Hundetruppen, MKF...etc. und das schrieb ich schonmal hättet ihr Kantenlatscher doch gar nicht gewusst, wie so ein Grenz -plus Sigalnzaun, KFZ-Sperrgraben plus Gassen und BT9 bis 11 überhaupt aussieht.
Also entschuldigt "ihr ehemaligen Kantenlatschenden Schichtarbeiter mit tagtäglicher Vergatterung " aber das musste ich mal wieder loswerden. Und Gott ne war ich damals froh, jeden Tag nur so arbeiten gehen zu müssen, wie eben im zivilen Leben auch.
Und auch diese Einheiten waren...ab und an Feindwärts, hatten auch da das drückende Problem der Sicherungsposten(aus eigener Reihe) so: "Was mache ich denn nun, wenn hier Einer am Rad dreht, aus der eigenen Truppe flitzen geht"? Und diese Sicherungsposten hatten eben vorher keine, nicht eine Vergatterung!!!!!!!!!!
Rainer-Maria


Es ging um eventuelles Schiessen wollen/werden oder eben nicht.
Und da gab es im Stab auch Posten die nie an die Linie geschweige denn drüber gekommen sind.
z.B. der ganz gemeine Objekt-Wachposten.
Wo ist da Dein Problem?


http://s7.directupload.net/images/140607/hyg5u97a.gif
Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
nach oben springen

#136

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 10:46
von Krepp | 620 Beiträge | 1041 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Krepp
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von Ehli im Beitrag #131
Wurde wirklich jeder Wehrpflichtige gefragt,ob er an der Grenze Dienst tun will?
.

Das glaube ich so nicht.

Eher andersrum, dass die, die dafür vorgesehen waren, auch
gefragt wurden ob sie die Schusswaffe einsetzen würden.
So war es jedenfalls bei mir.


http://s7.directupload.net/images/140607/hyg5u97a.gif
Gruß aus Leipzig
I/1979-II/1979 GAR05 GAK9
II/1979-II/1980 GR6 3.GB 10.GK Zarrentin
nach oben springen

#137

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 11:12
von IM Kressin | 1.771 Beiträge | 23183 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds IM Kressin
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Zitat von vs1400 im Beitrag #114
Zitat von IM Kressin im Beitrag #86
Zitat von Fred.S. im Beitrag #84
Da fiel den Bootsführer ein: das an der gleichen Stelle im Jahr 1973 eine Flucht gelungen war und die Besatzung dafür bestraft wurde.

Das wollte er nicht: und so verhinderte er die Fahnenflucht indem er voll mit Absicht den Körper überollte.

Man fasst es nicht! War der Bootsführer ein Karrierist oder sein Angstgefühl vor Bestrafung so übermächtig?

Was wäre der Besatzung schlimmstenfalls nach gelungener Flucht des Schwimmenden widerfahren?

Es stellt sich im selben Augenblick die Frage von Ethik und Moral, wie geht man damit um, für den Tod eines wehrlosen Menschen
ursächlich und vorsätzlich verantwortlich zu sein, der hätte gerettet werden müssen?



ich kann mit derartigen aussagen wie, ... " ... Man fasst es nicht! ...", eher weniger anfangen, haben wohl etwas zu viel populistisches in sich.
was einer derartigen besatzung oder kantenlatschern vermittelt wurde,
dass sollte doch auch dir bekannt sein IM Kressin.

gruß vs

gruß vs

ich kann mit deinen aussagen häufig nichts anfangen, weil meine fragestellung in meinem von dir grün markierten vorbeitrag sich auf die folgen bezog, wenn die flucht
gelungen wäre. du hättest mir ja mitteilen können, was den kantenlatschern oder einer derartigen besatzung für folgen drohten.
dir sollten die folgen doch bekannt sein oder wurde das populistisch bei der vergatterung nicht mit konsequenz dargelegt vs 1400

gruß im

gruß im


"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner! Erst Rentnerlehrling, dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”

Wo ein Genosse ist, ist die Partei - wo zwei Genossen sind, ist ein Intershop!

"Wo ein Genosse ist, da ist die Partei, wo ein Genosse und eine Genossin ist, da ist die Hurerei" geklaut bei DoreHolm
Grenzläufer und vs1400 haben sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#138

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 12:40
von Fred.S. | 2.031 Beiträge | 17037 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Fred.S.
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

#136 nun, wie es beim Wehrkreiskommando war, ob da gefragt wurde , weiß ich nicht, an Bord Krepp sagten immer alle neuen Funker, wenn ich sie fragte: ja wir werden schießen. Erst später ( an Bord war man ja immer für 1 Jahr zusammen, bei späteren Unterhaltungen und wen sie Vertrauen zu einen gefasst hatten ) DANN: Nein, auf einen der abhaut niemals, aber wenn der BGS uns angreift dann schieße ich um mich zu verteidigen.
( Eigentlich komisch, Krepp, immer wurde der BGS erwähnt, niemals der Zöllner ). Und so konnte man sich einigen, einen der Abhauen will, mir zu melden und falls ich es anordne den Warnschuss in der Luft abzugeben. Fred S.


IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2017 12:41 | nach oben springen

#139

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 13:01
von der sturmbahn könig | 1.115 Beiträge | 6155 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds der sturmbahn könig
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

gelöscht..falsch verstanden..



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 12.10.2017 14:50 | nach oben springen

#140

RE: Leben und Tod

in Grenztruppen der DDR 12.10.2017 13:09
von Hanum83 | 8.615 Beiträge | 15225 Punkte
avatar
X

Auszeichnungen


des Mitglieds Hanum83
Vip Status Ehrenmitglied
Vip Status Ehrenmitglied
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktiv seit min. 5 Jahren im Forum
Aktives Mitglied des Monats
Aktives Mitglied des Monats
Medaille
Medaille
Pokal
Pokal





Simple Award Plugin • © 2013 Miranus GmbH

Fred alter Kämpfer, hast du bestimmt schon mal geschrieben aber ich bin zu faul zum suchen, auf deinem Boot, wieviel Mann dienten da unter dir, ich denk mal Maschinist und Funker, waren die Grundwehrdienst?
Falls ja, waren die ja immer neu und in der Übermacht, war das dir beim Wechsel am Anfang etwas unheimlich?
So ein Boot ist doch schnell am anderen Ufer, schneller als über einen Zaun zu krauchen


Im November 1982 zu den Grenztruppen eingezogen und nach Formung zum Grenzsoldaten in Mönchhai ab April 1983 ein Jahr lang die Grenze im Bereich der Grenzkompanie Hanum in der Altmark mitbewacht.


zuletzt bearbeitet 12.10.2017 13:12 | nach oben springen



Besucher
22 Mitglieder und 49 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Monika Petzold
Besucherzähler
Heute waren 1453 Gäste und 122 Mitglieder, gestern 2213 Gäste und 163 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 15537 Themen und 655709 Beiträge.

Heute waren 122 Mitglieder Online:


Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen