Grenze in Pötenitz

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22.11.2015 22:04von Markus Stüber
Frage
Grenze in Pötenitz

Hallo,
weiß jemand, wie die Grenze im Bereich Pötenitz gesichert war? Es gibt einen großen Wald zwischen Pötenitz-Ausbau und Pötenitzer Wiek, dort war bis 1945 das Luftzeugamt der Luftwaffe untergebracht. Anschließend sprengten die Sowjets die Anlage. Teile des Grenzzauns verliefen am Ufer durch die Reste der alten Anlage - dort, wo auch noch heute der BT11 steht. Das Gelände st recht unwegsam, wurde es dennoch irgendwie überwacht? Gab es Einrichtungen der Grenzer außer dem Wachturm!
Gruß Markus

30.11.2015 17:45von ( gelöscht )
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #44
Noch ein paar Bilder aus meiner Dienstzeit-Sicherung der Seegrenze Bereich Insel Poel bis Barendorf
1. Küstenschutzboote im Hafen Tarnewitz
2.KS einlaufend in Tarnewitz
3.Ein Fischerboot läuft den Kontrollkutter der 6.GBK an.Der Kutter lag vor Anker und die aus- und einlaufenden Fischer die in Wismar stationiert waren, wurden registriert
4. Bordgeschütz 12,7mm von KS
5.Leuchtgranate auf Lafette.Nachts wurden in unregelmäßigen Abständen zur Beleuchtung des Küstenvorfeldes sowohl Leuchtraketen,Bild 6, als auch Scheinwerfer, Bild 7 eingesetzt.
Wer damals in Boltenhagen Urlaub gemacht hat, konnte das des nachts öfters erleben.Im Scheinwerferlicht war jede Kleinigkeit zu erkennen und das über viele Km
Bild 8 Auch das gab es, Havarie von G-63, der Kommandant knallte mit seinem KS Boot beim Einlaufen voll gegen die Pier
9. Dienststellenappell im Stab 4.GB Tarnewitz- Gert müßte noch einige kennen
10.Küstenschutzschiff(KSS) die damals größte Schiffsklasse der VM im Hafen Tarnewitz. Kam selten vor, daß die sich bis zu uns verirrt haben.
Freizeitbeschäftigung, Aal fangen und räuchern
Bin ja mal gespannt, ob die Bilder jetzt in der richtigen Reihenfolge erscheinen,wenn nicht selber zuordnen

@Signalobermaat danke für die Einstellung der Bilder, sehr schön. An die Offizieren auf den Bildern kann ich mich nicht erinnern, da ich so gut wie keinen Kontakt zum Stab in Tarnewitz hatte. Lediglich der Stabchef, muss wohl im Range eines Korvettenkapitäns gewesen sein, ist mir mal in Brook vorgestellt worden. Ich kannte nur den Kompaniechef in Brook , Kaleu Mü... und den Politstellvertreter, ich glaube es war ein Oltn. Gräb...
Ansonsten wa rBoltenhagen für uns nur zum Ausgang erreichbar. In Brook war Sperrgebiet aber das hätte von der DDR gar nicht zum Sperrgebiet erklärt werden müssen, das war auch so der Arsch der Welt da kam kein Mensch hin. Und ich aus einer Großstadt dorthin, da kannste dir vorstellen was du als blutjunger Mann dort für Alpträume bekommst.

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30.11.2015 17:46von Schlutup
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Zitat von Waldersee im Beitrag #42
"An dieser Stelle gab es diese berühmte "Kette" am Strand, die als Geländer zur DDR immer weiter ins Wasser führte. Aber die markierte Stelle in der Karte scheint weiter östlich gewesen zu sein und, parallel versetzt, auch vom Strand nach Norden geführt zu haben."


Da wir ja nun etwas von dem Thema "gestrichelte Lineíe" abgwandert sind, will ich zu der o.a. erwähnten Kette, zum BTV Priwall und zur Pötenitzer Wiek auch noch einige von meinen Bildern beisteuern.
Die Kette, übrigens eine von unseren Pionieren der GSA II/7 "besorgte" und errichtetete Ankerkette des BGS-See, war für uns immer eine ganz besondere Herausforderung. Viele der Strandbesucher nutzen sie als "Handtuchhalter" oder überstiegen sie auch häufig um weiter auf DDR-Gebiet zu kommen.
Wie dicht das Gebiet des Priwall im Sommer "belagert" war, ist hier zu sehen:




Hallo @Waldersee

wer hat eigentlich die rot-weiße Schranke vor der GS Nr. 01 gesetzt?

Danke

30.11.2015 17:57von Waldersee
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Ist ein"uraltes" Relikt aus den 60ziger Jahren. Schau mal mein Strandbild oben.
Wir haben nach Grenzöffnung ja auch noch Reste des alten Stacheldrahtes gefunden. Ist halt alles stehengeblieben und nach und nach verrottet.
Hatte nichts mehr mit den Sperranlagen der 80ziger zu tun
Gruß waldersee

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30.11.2015 20:06von Zange
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Ich habe auch noch einen von der Pötenitzer Wiek.

Ich meine, dass es im Winter 83 oder 84 war, ich war mittlerweile Streifenführer und hatte Kollegen des 2. Ausbildungsjahres, POWs, mit auf Streife. Die Pötenitzer Wiek war zugefroren und wir gingen in den seit der 70er freigegebenen Strandbereich hinein.

Wir waren noch jung, praktisch noch Kindsköppe, sind auf das Eis gegangen und haben nur so zum Spaß und aus Langeweile, Löcher in das Eis getreten.

Plötzlich bemerkten wir, dass drüben Kräfte zusammengezogen wurden und auf der anderen Seite aufmarschierten.

Ich habe diesen Blödsinn sofort beendet, damit nicht daraus noch ein "innerdeutsches Problem" entsteht und ich zu Rapport muss.

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30.11.2015 22:49von Kalubke
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Zitat von Waldersee im Beitrag #42


[...]

Am späten Nachmittag klingelte bei mir das Telefon und ein Mitglied der Lübecker Bürgerschaft "überschüttete" mich mit einem Wortschwall von dem ich eigentlich nur verstand "Beschädigung, Kosten...und einige Worte, die ich hier nicht wiedergeben will".

[...]

Weniger als ein Jahr später habe ich dann am 12.04.1990 die Gelegenheit genutzt und mir[mal selbst den "Blick vom Turm" angeschaut (Bildquelle Freywald):


[...]

Gruß
waldersee



Solche "Probleme" dürften die Kollegen aus Pötenitz bei ihren Unkrautaktionen eher weniger gehabt haben.

Schönes Bild: Der BGS auf dem BT "Priwall", 5 Monate vorher noch völlig undenkbar. Habt ihr die GT- Kollegen von gegenüber auch mal auf ne Fahrt auf der Trave mitgenommen?

Gruß Kalubke

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01.12.2015 17:07von Waldersee
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Habt ihr die GT- Kollegen von gegenüber auch mal auf ne Fahrt auf der Trave mitgenommen?



Es kann sein, dass auf "Arbeitsebene" auch mal GrTr in der Wendezeit mitgefahren ist. Aber so genau weiß ich es nicht mehr. Wenn, dann waren es aber unsere "üblichen"Ansprechpartenr (GAK und vorgesetzte Einheiten).
Die "angelernte" Zurückhaltung war leider nur sehr langsam zu überwinden.
Ich habe das auch noch viele Jahre später gemerkt, wenn ich Dienststellen des neuen Grenzschutzkommandos Ost besuchte und die Kollegen etwas von meinem dienstlichen Lebenslauf erfahren hatten, aber zum Thema "Kontakte" gibt es ja andere Foren...
Gruß
waldersee

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20.04.2020 11:50von krelle
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Betreffend #42: Interessante Bilder von @Waldersee ( Dank dafür!). Frage: die Häuser, die da im Bild betreffend Eingang Pötenitzer Wiek zu sehen sind, wurden die später abgerissen? Von wann etwa ist das Bild?

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20.04.2020 15:05von Waldersee
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Moin Krelle, da bin ich leider überfragt. Das Bild ist Anfang der 80ziger Jahre gemacht worden. Laß uns doch mal auf Google Earth schauen, ob da heute noch was zu sehen ist.

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20.04.2020 17:36von Thunderhorse
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Zitat von Waldersee im Beitrag #52
Moin Krelle, da bin ich leider überfragt. Das Bild ist Anfang der 80ziger Jahre gemacht worden. Laß uns doch mal auf Google Earth schauen, ob da heute noch was zu sehen ist.
Von der Perspektive aus gesehen waren die Häuser östlich/freundwärts des GSZ/GSSZ.
Zumal gezoomt!

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20.04.2020 17:55von Waldersee
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Ja, das müsste so gewesen sein. Auf Google Earth kann man heute noch helle Stellen in der Vegetation erkennen. Ich persönlich kann mich nicht mehr daran erinnern.

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21.04.2020 18:00von Schlutup
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Moin Moin @krelle

das hat mir Ron geschrieben:
Die Häuser stehen noch...gebaut zur Nazizeit...Da haben Offiziere und Ingenieure der Erprobungsstelle gewohnt.
Dort an den linken Häusern war auch ein Tor...Grenzsignalzaun.

Das Tor war beim ersten Klinkerhaus links davon...Hier nicht zu sehen.

Gruß

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21.05.2021 11:47von Markus Stüber
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Moin Schlutup,
Danke für den Hinweis auf die Zeit nach dem Krieg. Die hatte ich auch schon mal entdeckt...
Gruß
Markus

21.05.2021 15:26von Zange
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Du meinst sicherlich den BTV FP, der heute noch dort steht, kein BT 11. Ich habe in den 80ern in dem Bereich beim BGL Lübeck meinen Dienst verrichtet. Spoweit mir bekannt, war die Grenze dort nur durch zwei MGZ gesichert, keine Hunde, Minen bzw. SM 70. Bin aber keine Experte, Angaben ohne Gewähr. Gruß Karsten

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