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#21

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2015 10:31
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@Waldersee

Hallo stellv. I/S, wo sind meine Streifenunterlagen mit Holzkiste? (grins)

mal im Ernst, ich habe noch eine Frage zum Dassower See. Wenn ich mich recht erinnere, mussten Flug- und Bootsstreifen auf bzw. über dem Dassower See extra genehmigt bzw. angeordnet warden ? Wenn ja, war die Abteilung oder das Kommando zuständig ?

Schöne Grüße


Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen (Helmut Schmidt)


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#22

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2015 11:04
von Waldersee | 92 Beiträge | 125 Punkte
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"Wenn ich mich recht erinnere, mussten Flug- und Bootsstreifen auf bzw. über dem Dassower See extra genehmigt bzw. angeordnet warden ? "

Hallo Zange,
also extra angeordnet werden mussten die Streifen in den Bereich des Dassower Sees nicht. Es gab ja immer für jede Streife einen "Streifenbefehl". Dort haben wir von I/S dann schriftlich den Streifenbereich- und auftrag ergänzt. Alles andere war schon vorgedruckt. So war dann z.B. für eine Bootsstreife im GA 1 der gesamte Bereich von der Travemündung bis zur Landgrenze in Schlutup mit erfasst. Wir haben ggf. zusätzlich einige besondere Punkte ergänzt (z.B. -1- Stunde Dauerpostierung Brücke Dassow o.ä.).
Ehrlich: das habe ich und die Kollegen aber immer "am Fließband" für die Woche im vorraus gemacht.
Da aber alle Streifenführer sich (tagsüber bei uns / n.D. beim OvD) persönlich an- und abmeldeten, konnte man jederzeit aktuelle Aufträge weitergeben.
Flugeinsätze der GsFlst Küste waren immer für den gesamten Grenzabschnitt des GSK Küste und wir haben wir immer die besonderen Punkte vor- oder unmittelbar nach dem Start an Bord perönlich besprochen.
Das war alles immer völlig unkompliziert!!
Dumm wurde es nur, wenn bei besonderen Wind- und Wetterlagen auch im Dassower See mal die Gezeitenwirkung zu spüren war. So "soll" mal eine Bootsbsatzung nicht gemerkt haben, dass ein Teil des Wassers durch starken Wind aus dem See ( der ja teilweise nur 50-80cm tief war) verschwunden war. Jedenfalls durften sie eine Nacht und fast den ganzen Tag in leichter Schräglage auf Hochwasser warten. Warum das passierte...die Antwort überlasse ich jedem selber. Denn wenn man an Deck ist, sollte man das "mitbekommen". Jedenfalls hat die gesamte Besatzung bei der "Barbarafeier" im folgenden Dezember einige Tampenschläge abbekommen
P.S......die alte Holzkiste hatte ich schon fast aus meinem Gedächnis gestrichen!
Gruß
waldersee


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zuletzt bearbeitet 28.11.2015 11:07 | nach oben springen

#23

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2015 11:47
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Zur Illustration hier noch ein Foto eines GT-Grenzmodells dieses Bereiches, welches heute im Grenzmuseum Schlagsdorf steht. Man sieht die Gegend sozusagen aus der Gegenrichtung des Schrägluftbildes von @Waldersee. Dargestellt ist auch die von @Gert erwähnte TL GR-6 / 6. GBr Küste bei Barendorf. Zu sehen ist weiterhin eine gestrichelte Linie, die vom BT bei Barendorf in die Ostsee rausgeht und in der Nähe der Grenztonne "Grenze 6" an der Seegrenze endet. Was kann das gewesen sein? Eine Wassersperre?



Gruß Kalubke



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 28.11.2015 20:14 | nach oben springen

#24

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2015 17:02
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Zitat von Kalubke im Beitrag #23
Zur Illustration hier noch ein Foto eines GT-Grenzmodells dieses Bereiches, welches heute im Grenzmuseum Schlagsdorf steht. Man sieht die Gegend sozusagen aus der Gegenrichtung des Schrägluftbildes von @Waldersee. Dargestellt ist auch die von @Gert erwähnte TL GR-6 / 6. GBr Küste bei Barendorf. Zu sehen ist weiterhin eine gestrichelte Linie, die vom BT bei Barendorf in die Ostdee rausgeht und in der Nähe der Grenztonne "Grenze 6" an der Seegrenze endet. Was kann das gewesen sein? Eine Wassersperre?



Gruß Kalubke




also von einer Wassersperre ist mir aus meiner Zeit(1963/64) nichts bekannt. Wie sollte die auch aussehen ? , dort brandeten die Wellen an das Ufer, vor allem im Herbst und Winter war dort sehr oft ein stürmisches Wetter und auch die entsprechende See, die hätten evtll. Sperren pulverisiert.
Fragt doch mal bei @Signalobermaat an, er war doch bei der 6.GBK an einer Stelle tätig, die viel wusste, wenn ich seine Vorstellung richtig interpretiere.


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#25

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 28.11.2015 18:35
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Also das würde mich jetzt auch interessieren, was diese Linie bedeuten soll. Das kann aber auch überhaupt nichts bedeuten, wenn der Modellbauer dort einfach seiner Phantasie gefolgt ist.
Ich weiß aus meiner Grenzzeit in Lübeck darüber nichts. Eventl. Ratze kontaktieren, der hat Beziehungen zu diesem Museum.
Gruß Waldersee


Schlutup, Kalubke und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#26

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 11:40
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Zitat von Gert im Beitrag #24


also von einer Wassersperre ist mir aus meiner Zeit(1963/64) nichts bekannt. Wie sollte die auch aussehen ? ,
[...]
Fragt doch mal bei @Signalobermaat an, er war doch bei der 6.GBK an einer Stelle tätig, die viel wusste, wenn ich seine Vorstellung richtig interpretiere.


Genau genommen liegt das Objekt im Abschnitt der 1. GK Pötenitz. Das ist doch eher dem @Rostocker sein Revier, oder?. Vlt. stellt die Linie auch das Ende des Überwachungsbereiches der Küstenchutzboote dar. Wie die BGS-Seekarte zeigt, wurde die Lübecker Bucht in Richtung Priwall immer flacher (nur noch 5-15 m Tiefe W von Barendorf). Weil hier DDR- und BRD-Hoheitsgewässer direkt aneinander grenzten und kein internationales Gewässer dazwischen war, durfte vlt.die Seegrenze nicht überfahren werden. Ob das zutrifft, müsste der @Signalobermaat wiederum wissen.



Gruß Kalubke

Angefügte Bilder:


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zuletzt bearbeitet 29.11.2015 12:00 | nach oben springen

#27

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 12:23
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Zitat von Kalubke im Beitrag #26
Zitat von Gert im Beitrag #24


also von einer Wassersperre ist mir aus meiner Zeit(1963/64) nichts bekannt. Wie sollte die auch aussehen ? ,
[...]
Fragt doch mal bei @Signalobermaat an, er war doch bei der 6.GBK an einer Stelle tätig, die viel wusste, wenn ich seine Vorstellung richtig interpretiere.


Genau genommen liegt das Objekt im Abschnitt der 1. GK Pötenitz. Das ist doch eher dem @Rostocker sein Revier, oder?. Vlt. stellt die Linie auch das Ende des Überwachungsbereiches der Küstenchutzboote dar. Wie die BGS-Seekarte zeigt, wurde die Lübecker Bucht in Richtung Priwall immer flacher (nur noch 5-15 m Tiefe W von Barendorf). Weil hier DDR- und BRD-Hoheitsgewässer direkt aneinander grenzten und kein internationales Gewässer dazwischen war, durfte vlt.die Seegrenze nicht überfahren werden. Ob das zutrifft, müsste der @Signalobermaat wiederum wissen.



Gruß Kalubke



Mal vorweg--ich war nur 3 Monate 81 als Resi im GR6 1.Bat. dort eingesetzt. Auf Postenplätze bin ich nur gekommen von Herrenburg bis Dassow hoch, Was diese gestrichelte Linie anbegeht, die dort ins Wasser führt auf dem einen Foto--wird wohl keine Sperranlage sein--aber ich würde sagen oder vermuten,das sie den Beginn oder Ende des Sicherungsabschnittes des GR6 da stellen soll. Und alles andere was weiter östlich lag,gehörte dann zum Abschnitt der GBK:


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#28

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 16:08
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die gestrichelte Linie könnte einmal die Trennlinie zwischen den Grenztruppen Land und der 6.Grenzbrigadeküste sein, die in diesem Raum ( etwa bei Barendorf)lag, also einfach eine gedachte Linie auf dem Wasser bis hin zur Travemünder Fahrrinne (durch Tonnen markiert).
Die 2.plausible Erklärung wäre, dass der westlich dieser eingezeichneten Linie liegende Seeabschnitt durch die Boote der 6.GBK nicht mehr befahren wurde oder werden konnte, weil das Wasser in diesem sich verengenden Winkel immer flacher wurde. Eine andere Erklärung fällt mir dazu auch nicht ein.


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#29

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 18:43
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Betr.Grenzsicherung Barendorf-Pötenitz
Ich habe schon einmal versucht ein paar Bilder über die Sicherung der Seegrenze meines damaligen Dienstbereiches Barendorf bis Poel einzubringen. Funktioniert nicht, bekomme keinen Text zu den Bildern.Bzw. immer, wenn ich ein neues Bild hochlade verschwinden alle anderen Bilder wieder
Mal sehen, ob es bei den dreien hier klappt.
Das 1. Bild ist eine Aufnahme von der KBS Barendorf.Das 2. Bild, mit Blick auf den Sperrstreifen mit Postenturm der Grenzkompanie Brook( Dienststelle von User Gert)
Das 3. Bild bin ich auf der KBS Barendorf am Stativglas mit Blick Richtung Travemünde
Zu der Frage nach der gestrichelten Linie, weiß ich auch keine Antwort, eine von uns eingerichtete Sperre war es nicht.Ich war von 1963 bis 1967 in diesem Bereich, also wenn da etwas gewesen wäre, hätte ich es zumindestens gesehen.


Dateianlage: Angefügte Bilder:


Kalubke, Schlutup, Zange und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#30

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 18:46
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War westlich davon für die Grenztruppen irgendwas rechtlich anders? Sowas wie "Territorialgewässer" und "vorgelagertes Wassergebiet" oder so?



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#31

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 19:15
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #29
Betr.Grenzsicherung Barendorf-Pötenitz
[...]
Das 1. Bild ist eine Aufnahme von der KBS Barendorf.
[...].


Der kleine helle Fleck kurz unterm Horizont etwa bei 11 Uhr, könnte das eine Grenztonne sein? Die müsste laut Karte ca. 3.000 m vom Beobachtungsturm entfernt sein.

Gruß Kalubke



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#32

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 19:22
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Zitat von Signalobermaat im Beitrag #29
Betr.Grenzsicherung Barendorf-Pötenitz
Ich habe schon einmal versucht ein paar Bilder über die Sicherung der Seegrenze meines damaligen Dienstbereiches Barendorf bis Poel einzubringen. Funktioniert nicht, bekomme keinen Text zu den Bildern.Bzw. immer, wenn ich ein neues Bild hochlade verschwinden alle anderen Bilder wieder
Mal sehen, ob es bei den dreien hier klappt.
Das 1. Bild ist eine Aufnahme von der KBS Barendorf.Das 2. Bild, mit Blick auf den Sperrstreifen mit Postenturm der Grenzkompanie Brook( Dienststelle von User Gert)
Das 3. Bild bin ich auf der KBS Barendorf am Stativglas mit Blick Richtung Travemünde
Zu der Frage nach der gestrichelten Linie, weiß ich auch keine Antwort, eine von uns eingerichtete Sperre war es nicht.Ich war von 1963 bis 1967 in diesem Bereich, also wenn da etwas gewesen wäre, hätte ich es zumindestens gesehen.

Da ist doch ein FKK-Strand,
bestimmt die schönste Blickrichtung
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren


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#33

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 19:33
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Ja, das gab es auch ganz normal im Westen.
An dieser Stelle gab es diese berühmte "Kette" am Strand, die als Geländer zur DDR immer weiter ins Wasser führte. Aber die markierte Stelle in der Karte scheint weiter östlich gewesen zu sein und, parallel versetzt, auch vom Strand nach Norden geführt zu haben.



Quelle: http://www.nva-forum.de/nva-board/upload...-1222109649.jpg



Kalubke, Waldersee, IM Kressin und Zange haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2015 19:34 | nach oben springen

#34

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 19:45
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Habe gerade gesehen, hat funktioniert.Bei Scan ist noch ein Dienstauftrag von mir zu sehen, den ich noch gefunden habe.
Also bei Barendorf endete unser Verantwortungsbereich( Volksmarine-6.GBK) Barendorf war der westlichste Stützpunkt der VM,für die restlichen Meter bis zur Grenze war die Grenzkompanie Pötenitz zuständig.Mit denen gab es in regelmäßigen Abständen Koordinierungsvereinbarungen
Der Stab des 4. Grenzbataillon der 6.GBK, zu dem ich gehörte, lag in Tarnewitz.Dazu gehörten ab dem 01.05.1963 die 10. Grenzkompanie auf der Insel Poel mit KBS, die 11. Grenzkompanie Beckerwitz Wohlenberger Wiek mit KBS Boltenhagen und die 12. Grenzkompanie Brook mit KBS Barendorf.
Weiterhin lag im Hafen Tarnewitz die 4. Grenzbootsabteilung, sie wurde später in die 6. umbenannt.
Bis zum 30.04.1963 gehörte der Stützpunkt Tarnewitz einschließlich der 3 KBS zur 4. Flottille Warnemünde und die Grenzsicherung wurde durch die grünen Grenzer durchgeführt.
Ab 01.05.63 waren wir auf einmal alle Grenzer.Wir hatten keine Ahnung von der Grenzsicherung und die Grenzer keine Ahnung vom Ablauf des seeseitigen Zusammenwirkens einschließlich der Unterlagen und Meldungen.Naja hat sich dann alles eingespielt, der Mensch ist ja lernfähig.
Es lief am Anfang nicht ganz komplikationslos ab,wir waren ja alles Freiwillige der Volksmarine und mit einem mal waren wir für die landseitige Sicherung der Seegrenze zuständig,ohne das jemand mit uns gesprochen hatte.
Die neue Leitung der Dienststelle kannte den vorhandenen Personalbestand und deren Aufgaben nicht und wir wußten nicht, was die von uns wollten. Gekannt haben wir auch niemand von denen.
Dazu kam, daß noch ein Teil zur VM gehörte und nur ein Teil übernommen worden war.Keiner wußte wer gehörte wo hin,ein Teil blieb ja noch Marinestützpunkt, die Unterkünfte und alles wurde ja gemeinsam benutzt, da gab es keine Trennung, da vorher ja alles eins gewesen war.
Da gab es am 1.Tag nach der Übernahme eine schöne Episode.
Bei der Grenze war am 1.Mai immer erhöhte Einsatzbereitschaft,d.h.kein Ausgang.Bei der VM gab es das nicht.
Da kam am 1.Mai ,der neue Grenz OvD ging durch das Objekt und sagte Ausgangssperre für alle Angeh. der jetzigen 6.GBK, die Angeh. der Volksmarine dürfen raus.
Wer wollte das unterscheiden. Wir alten hatten ja noch die Volksmarinebänder .Die neuen Mützenbänder mit Grenzbrigade Küste hatte noch keiner drin. Der OvD guckte auf die Mützenbänder, der VM hatte er ja nichts zu sagen und wir waren alle weg.
Als der OvD seine Runde machte, war das Objekt bis auf die Wache leer.Am nächsten Tag großes Theater und Belehrungen.
Es dauerte noch viele Wochen, ehe sich alles eingespielt hatte.Irgentwann haben wir dann alle mitgespielt.
Aber wir waren ja pfiffig,wir hatten generell das alte Band eingezogen und das Neue hinter der Beschriftung abgeschnitten und nur vorn an der Halterung befestigt, das es mit einem Griff herausgezogen werden konnte und wir äußerlich wieder zur VM gehörten.Wenn wir zur Dienststelle zurück gingen, wurde es wieder provisorisch befestigt und wir waren wieder 6.GBK
Ab Dienstgrad Meister gab es ja dann eine andere Uniform,Schirmmütze, dazu kam die ständige Zivilerlaubnis außerhalb des Dienstes, da spielte das dann auch keine Rolle mehr.
Aus heutiger Sicht alles Quatsch, aber es war halt so.



Kalubke, Harzwanderer, Hanum83, sieben-seen, IM Kressin und Zange haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#35

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 19:56
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #33

[...[
Aber die markierte Stelle in der Karte scheint weiter östlich gewesen zu sein und, parallel versetzt, auch vom Strand nach Norden geführt zu haben.




Das waren noch 3,8 km von der Grenze am Priwall den Strand entlang bis zu dieser Linie.

Hier mal ein Bild von der Grenzkommission, als sie am Priwall unterwegs war. Da die Sperranlagen hinter dem bzw. im Dünenwald verliefen, war am Strand weit und breit nichts davon zu sehen, mit Ausnahme des Bereiches des BT "Priwall", da ging der GZ I in einem ca. 100-200 m breiten Korridor bollwerkartig bis auf ca. 50 m an den Strand heran.



Gruß Kalubke

p.s. Sorry, ich sehe da gerade einen BGS-Streichholz im Hintergrund. Also muss das Bild nicht vom Ostseestrand, sondern vom Strand am Pötenitzer Wiek sein. Im Hintergrund dürfte die Halbinsel Priwall zu sehen sein. Ich lasse das Bild trotzdem drin.



IM Kressin hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2015 20:18 | nach oben springen

#36

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 20:00
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Lutze, es gab da mehrere schöne Blicke, bis ins Casino von Travemünde undbei schönem Wetter kamen die Segeljachten mit leicht oder unbekleideten Damen, die sich da sonnten recht dicht unter der Küste lang.
An eine Betonnung dicht am Strand kann ich mich nicht erinnern, wäre ja auch nutzlos,da dort keine Bootsbewegung war und strandmäßig war ja der Sperrstreifen, da kam von Land keiner hin. Es ist ja auch schon 48 Jahre her., aber schön war die Zeit an der Küste.
Ich werde bei Gelegenheit noch ein paar Bilder spendieren.



Lutze und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#37

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 20:16
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Möchte noch erwähnen---das das Hotel auf den Priwall (westlich) der gleiche Bau war,wie in Rostock Warnemünde das Neptun Hotel. Der FKK Strand befand sich auch auf den Priwall. Und die Kette die den Strand querte, war schon auf Bundesdeutschen Gebiet. Und was den Postenplatz dort auf den BT betraf--da ist auch nicht jeder hingekommen. So wie mir während meiner kurzen Anwesenheit dort erklärt wurde.


Kalubke und IM Kressin haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#38

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 20:20
von Markus Stüber | 128 Beiträge | 702 Punkte
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Hallo!
Mal kurz zurück zu meiner Ausgangsfrage. Wie sah es rund um das ehem. Luftzeugamt bei Pötenitz aus? Gibt es davon evtl. Fotos?
Gruß Markus


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#39

RE: Grenze in Pötenitz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 29.11.2015 20:21
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Zitat von Kalubke im Beitrag #35
Zitat von Harzwanderer im Beitrag #33

[...[
Aber die markierte Stelle in der Karte scheint weiter östlich gewesen zu sein und, parallel versetzt, auch vom Strand nach Norden geführt zu haben.




Das waren noch 3,8 km von der Grenze am Priwall den Strand entlang bis zu dieser Linie.

Hier mal ein Bild von der Grenzkommission, als sie am Priwall unterwegs war. Da die Sperranlagen hinter dem bzw. im Dünenwald verliefen, war am Strand weit und breit nichts davon zu sehen, mit Ausnahme des Bereiches des BT "Priwall", da ging der GZ I in einem ca. 100-200 m breiten Korridor bollwerkartig bis auf ca. 50 m an den Strand heran.



Gruß Kalubke

p.s. Sorry, ich sehe da gerade einen BGS-Streichholz im Hintergrund. Also muss das Bild nicht vom Ostseestrand, sondern vom Strand am Pötenitzer Wiek sein. Im Hintergrund dürfte die Halbinsel Priwall zu sehen sein. Ich lasse das Bild trotzdem drin.



Kann es sein, das das Foto vom pötenitzer Wieck war und nicht vom Ostseestrand.
Sorry, hatte wir fast den gleichen Gedanken.


zuletzt bearbeitet 29.11.2015 20:25 | nach oben springen

#40

RE: Grenze in Pötenitz

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Zitat von Markus Stüber im Beitrag #38
Hallo!
Mal kurz zurück zu meiner Ausgangsfrage. Wie sah es rund um das ehem. Luftzeugamt bei Pötenitz aus? Gibt es davon evtl. Fotos?
Gruß Markus


Das Foto in #35 dürfte in etwa aus diesem Bereich (Grenzsäulen 6 - 8, siehe Karte am Anfang des Threads) stammen. Die folgenden vlt. auch. Der GZ I verlief hier ca. 50 m bis max.100 m vom Ufer entfernt. Der Strand selbst war schon BRD-Gebiet, wie @Waldersee bereits schrieb und die Grenzlinie verlief am Dünenanfang. D.h. die Unterzeichner der Vermessungsprotokolle auf dem letzten Foto saßen auf der mecklenburgischen Düne und die Assistenten standen bereits auf dem holsteinischen Strand.









Gruß Kalubke



Rostocker, IM Kressin und Zange haben sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 29.11.2015 21:02 | nach oben springen


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