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#1

Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 14:47
von Oberkellner | 36 Beiträge
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Hallo,
Ende des Monats erscheint mein Buch zum Thema,Erlebnisse im DDR-Speisewagen,meine Hauptfigur Jens Bergmann will unbedingt Kellner im rollenden Restaurant werden.Sein Ziel ist klar,aber wie wird der Weg ins Ziel aussehen?Dieses Buch erzählt von eigenwilliger Mathematik,genialen Duellen zwischen Kellnern und Köchen und einer ziemlich schrägen Leidenschaft.In dem Taschenbuch dreht es sich auch um fiktive Erlebnisse im Transitverkehr. Herr Ober,was hatten Sie in Mathe ? heißt das Buch und ist nur über den Autor zu beziehen. Kosten :Euro 9,95 plus Porto,Kontakt unter rotationsplaner@gmx.de.
Grüsse vom Oberkellner


zuletzt bearbeitet 18.11.2015 14:48 | nach oben springen

#2

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 15:29
von Grenzverletzerin | 1.193 Beiträge | 59 Punkte
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Mach doch erstemal Werbung für deine Lesung heute in Leipzig.... Vielleicht gibt es dann einen Bericht. Ich persönlich weiß jetzt einfach zu wenig über dein Buch.

Viel Erfolg heute Abend!!


Unter Chemikern funktioniert die Evolution noch: Dumme Experimentierer werden natürlicherweise und rasch eliminiert.
[url]http://www.smiliesuche.de/smileys/chemiker/chemiker-smilies-0001.gif[/url]


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#3

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 15:37
von Oberkellner | 36 Beiträge
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Danke,die Lesung ist schon einige Zeit ausverkauft..Es ist immer so eine Sache,zu erzählen ohne den ganzen Inhalt preiszugeben.

Schönes Wochenende
Oberkellner


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#4

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 19:45
von Harzwanderer | 3.267 Beiträge | 1033 Punkte
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Also ist es Deine Geschichte? Dann erzähle doch mal über Dich.
Wenn es für ein Buch reicht, wird's ja für ein paar postings hier auch noch reichen. Womit willst Du sonst die Teile 2 bis 14 bestücken?

Dann bist Du das jedenfalls nicht, den se gegen seinen Willen in den Westen entführen wollten? Siehe auch:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/heute-...dr/8925272.html



zuletzt bearbeitet 18.11.2015 19:47 | nach oben springen

#5

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 20:49
von damals wars | 14.210 Beiträge | 5507 Punkte
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Der Titel: "Hinten anstellen, sie werden plaziert!"

Hätte die meisten Fragen erübrigt.


Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
https://www.youtube.com/watch?v=GICbuIHMGrQ
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#6

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 21:29
von Gelöschtes Mitglied
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Oberkellner, es wäre sicher interessant das Buch zu lesen, ich werde mir das aber nicht antun.
Ich habe zuviel Kontakte zu ehemaligen Mitropa-Mitarbeitern, zum Teil noch bei SSP in arbeit. Was mich wundert, das die Leute nicht Reihenweise
im Strafvollzug gelandet sind.
Micha


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#7

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 22:02
von Fritze (gelöscht)
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Zitat von G.Michael im Beitrag #6
Oberkellner, es wäre sicher interessant das Buch zu lesen, ich werde mir das aber nicht antun.
Ich habe zuviel Kontakte zu ehemaligen Mitropa-Mitarbeitern, zum Teil noch bei SSP in arbeit. Was mich wundert, das die Leute nicht Reihenweise
im Strafvollzug gelandet sind.
Micha


Ach Micha ,seit wann biste denn so zartfühlend ? ich hatte immer meinen Spazz mit den Mitarbeitern der Mitropa ! Und bin immer gut bedient worden ,ob in Zivil oder in Uniform ! Auch wenn das Preisgefüge nicht dem Einzelhandel entsprach ,aber dafür gabs doch oft so Spezialitäten !
Manch Einer konnte mit den als arrogant geltenden Kellnern nix anfangen ,aber ich liebte diese Kaltschnäuzigkeit ! Sie war einfach nur ein Schutzmechanismus .

MfG Fritze

Mensch dit waret doch ,im Schnellzug von Berlin Lichtenberg (00.17)nach Schwerin noch schnell n Dutzend kleene Buddeln mit Berliner Kindl abfassen und dann auf "Bude" mit dem Stubengenossen den Urlaub bei ner Molle auswerten !


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#8

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 22:09
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Fritze im Beitrag #7
Zitat von G.Michael im Beitrag #6
Oberkellner, es wäre sicher interessant das Buch zu lesen, ich werde mir das aber nicht antun.
Ich habe zuviel Kontakte zu ehemaligen Mitropa-Mitarbeitern, zum Teil noch bei SSP in arbeit. Was mich wundert, das die Leute nicht Reihenweise
im Strafvollzug gelandet sind.
Micha


Ach Micha ,seit wann biste denn so zartfühlend ? ich hatte immer meinen Spazz mit den Mitarbeitern der Mitropa ! Und bin immer gut bedient worden ,ob in Zivil oder in Uniform ! Auch wenn das Preisgefüge nicht dem Einzelhandel entsprach ,aber dafür gabs doch oft so Spezialitäten !
Manch Einer konnte mit den als arrogant geltenden Kellnern nix anfangen ,aber ich liebte diese Kaltschnäuzigkeit ! Sie war einfach nur ein Schutzmechanismus .

MfG Fritze

Mensch dit waret doch ,im Schnellzug von Berlin Lichtenberg (00.17)nach Schwerin noch schnell n Dutzend kleene Buddeln mit Berliner Kindl abfassen und dann auf "Bude" mit dem Stubengenossen den Urlaub bei ner Molle auswerten !


Fritze, ich hatte auch so manchen Spazz in der Mitropa. Mir geht es auch nicht um die Umgangsformen, sondern um die Betrügereien.
Micha


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#9

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 22:14
von Fritze (gelöscht)
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beschissen wird heute überall mehr und noch dreister !

Kauf mal heute im Zug paar Buddeln Bier ,da legst di nieder ,ganz ohne "nackte Frau "


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#10

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 18.11.2015 22:32
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Fritze im Beitrag #9
beschissen wird heute überall mehr und noch dreister !

Kauf mal heute im Zug paar Buddeln Bier ,da legst di nieder ,ganz ohne "nackte Frau "


Auch das meinte ich nicht, die Preise in der Bahn.
Nee, nimm mal so einen Speisewagen der Mitropa, der bekommt Frischware für 50 Portionen. Der Kreative Koch macht 70 draus. Abgerechnet werden
die vorgesehenen 50.
So verschwanden so einige Märker in den Hosentaschen der Speisewagenbesatzung
( die Zahlen sind nur beispielhaft )
Micha


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#11

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 19.11.2015 06:21
von Oberkellner | 36 Beiträge
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Zitat von Harzwanderer im Beitrag #4
Also ist es Deine Geschichte? Dann erzähle doch mal über Dich.
Wenn es für ein Buch reicht, wird's ja für ein paar postings hier auch noch reichen. Womit willst Du sonst die Teile 2 bis 14 bestücken?

Dann bist Du das jedenfalls nicht, den se gegen seinen Willen in den Westen entführen wollten? Siehe auch:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/heute-...dr/8925272.html

Hallo Guten Morgen,ich bin schon seit paar Jahren hier im Forum,habe auch schon einige meiner persönlichen Erlebnisse geschildert. Hat also schon für paar Postings gereicht,die sind nur schon etwas länger her! Das Buch ist ganz bewusst als fiktive Geschichte angelegt,Hauptfigur ist Jens Bergmann,zur Zeit arbeite ich am nächsten Buch. Da wird meine Hauptfigur den Wechsel vom Speisewagen ins Rundfunkstudio erleben. Zur Geschichte mit der Entführung,na gut was soll man da noch zu sagen? Die Zeiten waren halt verrückt,heute runde 25 Jahre später ist das eher zum Schmunzeln.
Grüsse vom Oberkellner


zuletzt bearbeitet 19.11.2015 06:36 | nach oben springen

#12

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 19.11.2015 06:35
von Oberkellner | 36 Beiträge
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Zitat von G.Michael im Beitrag #10
Zitat von Fritze im Beitrag #9
beschissen wird heute überall mehr und noch dreister !

Kauf mal heute im Zug paar Buddeln Bier ,da legst di nieder ,ganz ohne "nackte Frau "


Auch das meinte ich nicht, die Preise in der Bahn.
Nee, nimm mal so einen Speisewagen der Mitropa, der bekommt Frischware für 50 Portionen. Der Kreative Koch macht 70 draus. Abgerechnet werden
die vorgesehenen 50.
So verschwanden so einige Märker in den Hosentaschen der Speisewagenbesatzung
( die Zahlen sind nur beispielhaft )
Micha

Ein sehr kreativer Koch hätte bestimmt 100 rausholen können,hüst,,,,
Ein freundlicher Mensch aus der Verwaltung sagte öfter:Ein Speisewagen ist kein Milchhof-dies meinte er in vielerlei Hinsicht. Zumindest für die Brigaden mit denen ich unterwegs war,kann ich rückblickend sagen,ja es gab eine Schmerzgrenze und die wurde auch eingehalten. Natürlich wollten aber auch wir Geld verdienen.Kurz zum Buch,wie erwähnt extra als fiktive Geschichte angelegt,natürlich bewusst stellenweise überzeichnet.
Grüsse vom Oberkellner


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#13

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 19.11.2015 10:59
von Theo85/2 | 1.311 Beiträge | 443 Punkte
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Hallo Guten Morgen,ich bin schon seit paar Jahren hier im Forum,habe auch schon einige meiner persönlichen Erlebnisse geschildert. Hat also schon für paar Postings gereicht,die sind nur schon etwas länger her! Das Buch ist ganz bewusst als fiktive Geschichte angelegt,Hauptfigur ist Jens Bergmann,zur Zeit arbeite ich am nächsten Buch. Da wird meine Hauptfigur den Wechsel vom Speisewagen ins Rundfunkstudio erleben. Zur Geschichte mit der Entführung,na gut was soll man da noch zu sagen? Die Zeiten waren halt verrückt,heute runde 25 Jahre später ist das eher zum Schmunzeln.
Grüsse vom Oberkellner[/quote]


Und damals war´s zum lachen !

Viele Grüße
Theo 85/2



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#14

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 19.11.2015 12:15
von Fritze (gelöscht)
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Joo , @Theo85/2 damals hatten wir mehr zu lachen ,und heute ist vieles lachhaft !

MfG Fritze


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#15

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 19.11.2015 12:44
von Hanum83 | 7.011 Beiträge | 8231 Punkte
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Zitat von Fritze im Beitrag #14
Joo , @Theo85/2 damals hatten wir mehr zu lachen ,und heute ist vieles lachhaft !

MfG Fritze


Beim damaligen Hauptstadtaufbau immer schön freitags zur Heimfahrt im Mitropa-Wägelchen die Goldkappen geköpft, da haben wir immer viel gelacht, wo sonst bekam man schon mal Radeberger.
Preislich waren die kleinen Pullen aber schon ganz schön happig, da konnt dir kurz das Lachen eingefrieren.
Aber wir hattens ja als Berlin-Fahrer


Oberkellner hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 19.11.2015 12:45 | nach oben springen

#16

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 20.11.2015 14:39
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Jede Geschichte hat auch ihren Rahmen, am Beispiel MITROPA sehen wir an Hand vieler Dokumente, wie weltoffen die DDR auch sein konnte.
Nonstop- Zugverbindungen wie der legendäre Vindobona; Saßnitz- Express oder Arlberg- Express Bukarest- Berlin mit Flügel (Kurswagen) nach Varna künden davon und so gab es auch gescheiterte Projekte bei denen westliche Bahnverwaltungen wie die französische SNCF auf der Bremsbühne standen.
Diese letzte wirkliche Behördenbahn im schlimmsten Sinne des Wortes (die sie heute noch ist) verhinderte die Initiative der Reichsbahnlenker, eine durchgehende Verbindung Berlin- Paris zu schaffen unter einem fadenscheinigen Vorwand, siehe Dokument.



Übrigens gab es ein langwieriges Gezerre darum, die MITROPA (das "A" stand für Aktiengesellschaft) in Volkseigentum zu verwandeln, erbitterte Versuche 1980 und '82 wie auch mehrmals in der unmittelbaren Zeit nach Gründung der DDR scheiterten immer wieder, was wohl mit den beschlagnahmten Besitztümern im Westen (u.a. Häuser in Wien, Amsterdam auch Fahrzeuge) durch die Besatzer zusammen hing.
Man proklammierte 1963 dazu: "Der Wiederspruch zwischen dem sozialistischen Inhalt und der kapitalistischen Rechtsform wird nicht angetastet" obwohl sie schon 1949 eine Untersabteilung der HO (Handelsorganisation) war.
Trotzdem unterstand sie dem Ministerium für Verkehrswesen und nicht dem Handelsministerium, wie sonstige Versorgungsbetriebe des Nahrungsmittelwesens.
Kurioserweise verbot der Rat des Bezirkes Erfurt einst den Verkauf von Bier im Schnellzug nach Rostock, weil es einer internen Weisung ("Kein Bier für andere Bezirke") widersprochen hätte.
Übrigens gab es auch bei der MITROPA Dienstränge, die am Ärmel getragen wurden, es gab z. B. Betriebshandwerker, Vertragsdisponenten in Schiffsgaststätten, Oberkellner, Verkaufsstellenleiter, Schlafwagenschaffner, Lagerarbeiter (mein Ferienjob 1980-82) u.v.a.
Zur Klärung der MITROPA- Besitztümer gab es 1958 noch Kontakt mit dem Schweizer Bankhaus Blankert& Co um den Verbleib der Aktien (Transkontinent AG, Zürich mit 4,2 Mio RM) und es konnte nichts geklärt werden.
1963 beschloß man somit die Überführung zumindest des Wagenparks in Volkseigentum und beendete 1964 per Generalvertrag die ungeklärten und überholten Rechtsform und, das Geld aus dieser Sparte des Betriebes blieb verschwunden und irgendjemand gewann an diesem 14.02.64 noch nachträglich den 2. Weltkrieg mit einem riesigen wirtschaftlichen Gewinn, ob als Körperschaft oder Privatperson ist in diesem Fall egal, darüber hatte ich schon anderswo ausführlich Kritik geübt und die Recherche solcher kleinen Geschichten im Almanach der Weltgeschichte berechtigt die auch.
Die Gesellschaft besaß 1966 einen Bestand von 65 Speisewagen, 64 Schlafwagen, 26 Küchen im Schnellzugwagen, 9 Speiseabteile im Triebwagen, 113 Liegewagen und 25 stationäre Wirtschaftsbetriebe zur Reisendenbetreuung, damit können aber nicht die Mitropagaststätten gemeint sein, vermutlich zählte man hier nur die übergeordneten Betriebe der Rbd- Ebene, denn es gab bereits 1988 immerhin 334 Bahnhofsgastsstätten, 465 Kioske, 103 Speise- und 123 Liegewagen sowie 6 Hotels u.a. Werte, der Umsatz betrug 1995 übrigens 810 Mio. DM.
Aus der MITROPA wurde 1993 der Geschäftsbereich "Service im Zug" (DB Reise und Touristik), der Firmenname starb etwas später als das ganze Land und die Reste wurden an ein englisches Catering- Unternehmen verkauft.
Es gibt unzählige hochinteressante weitere Geschichten dazu, genannt sei hier nur diese Quelle (auch das o.a. Bildmaterial):

Sammeledition "Das war die DR", Verlag Gera Nova (Erich Preuß)



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#17

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 20.11.2015 14:54
von der alte Grenzgänger | 1.361 Beiträge | 1605 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #16
..... die Initiative der Reichsbahnlenker, eine durchgehende Verbindung Berlin- Paris zu schaffen unter einem fadenscheinigen Vorwand,



Vielleicht wurde auch nur befürchtet, dass sich nicht genügend DDR- Bürger eine Fahrkarte nach Paris kaufen würden ?
Und Städte der Liebe sind Bad Liebenstein und Bad Liebenwerda auch ...

Siggi


"Jeder klagt über sein Gedächtnis und niemand über seinen Verstand"
La Rochefoucauld (1613 - 1680)


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#18

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 20.11.2015 16:34
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 441 Punkte
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Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #17
Zitat von Hackel39 im Beitrag #16
..... die Initiative der Reichsbahnlenker, eine durchgehende Verbindung Berlin- Paris zu schaffen unter einem fadenscheinigen Vorwand,



Vielleicht wurde auch nur befürchtet, dass sich nicht genügend DDR- Bürger eine Fahrkarte nach Paris kaufen würden ?
Und Städte der Liebe sind Bad Liebenstein und Bad Liebenwerda auch ...

Siggi



Es reichte, daß Westberliner und Franzosen die Strecke genutzt hätten. Dann hätte die DDR damit Devisen einnehmen können.


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#19

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 20.11.2015 16:41
von StabsfeldKoenig | 3.015 Beiträge | 441 Punkte
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Zitat von Hackel39 im Beitrag #16
Jede Geschichte hat auch ihren Rahmen, am Beispiel MITROPA sehen wir an Hand vieler Dokumente, wie weltoffen die DDR auch sein konnte.
Nonstop- Zugverbindungen wie der legendäre Vindobona; Saßnitz- Express oder Arlberg- Express Bukarest- Berlin mit Flügel (Kurswagen) nach Varna künden davon und so gab es auch gescheiterte Projekte bei denen westliche Bahnverwaltungen wie die französische SNCF auf der Bremsbühne standen.
Diese letzte wirkliche Behördenbahn im schlimmsten Sinne des Wortes (die sie heute noch ist) verhinderte die Initiative der Reichsbahnlenker, eine durchgehende Verbindung Berlin- Paris zu schaffen unter einem fadenscheinigen Vorwand, siehe Dokument.



Übrigens gab es ein langwieriges Gezerre darum, die MITROPA (das "A" stand für Aktiengesellschaft) in Volkseigentum zu verwandeln, erbitterte Versuche 1980 und '82 wie auch mehrmals in der unmittelbaren Zeit nach Gründung der DDR scheiterten immer wieder, was wohl mit den beschlagnahmten Besitztümern im Westen (u.a. Häuser in Wien, Amsterdam auch Fahrzeuge) durch die Besatzer zusammen hing.
Man proklammierte 1963 dazu: "Der Wiederspruch zwischen dem sozialistischen Inhalt und der kapitalistischen Rechtsform wird nicht angetastet" obwohl sie schon 1949 eine Untersabteilung der HO (Handelsorganisation) war.
Trotzdem unterstand sie dem Ministerium für Verkehrswesen und nicht dem Handelsministerium, wie sonstige Versorgungsbetriebe des Nahrungsmittelwesens.
Kurioserweise verbot der Rat des Bezirkes Erfurt einst den Verkauf von Bier im Schnellzug nach Rostock, weil es einer internen Weisung ("Kein Bier für andere Bezirke") widersprochen hätte.
Übrigens gab es auch bei der MITROPA Dienstränge, die am Ärmel getragen wurden, es gab z. B. Betriebshandwerker, Vertragsdisponenten in Schiffsgaststätten, Oberkellner, Verkaufsstellenleiter, Schlafwagenschaffner, Lagerarbeiter (mein Ferienjob 1980-82) u.v.a.
Zur Klärung der MITROPA- Besitztümer gab es 1958 noch Kontakt mit dem Schweizer Bankhaus Blankert& Co um den Verbleib der Aktien (Transkontinent AG, Zürich mit 4,2 Mio RM) und es konnte nichts geklärt werden.
1963 beschloß man somit die Überführung zumindest des Wagenparks in Volkseigentum und beendete 1964 per Generalvertrag die ungeklärten und überholten Rechtsform und, das Geld aus dieser Sparte des Betriebes blieb verschwunden und irgendjemand gewann an diesem 14.02.64 noch nachträglich den 2. Weltkrieg mit einem riesigen wirtschaftlichen Gewinn, ob als Körperschaft oder Privatperson ist in diesem Fall egal, darüber hatte ich schon anderswo ausführlich Kritik geübt und die Recherche solcher kleinen Geschichten im Almanach der Weltgeschichte berechtigt die auch.
Die Gesellschaft besaß 1966 einen Bestand von 65 Speisewagen, 64 Schlafwagen, 26 Küchen im Schnellzugwagen, 9 Speiseabteile im Triebwagen, 113 Liegewagen und 25 stationäre Wirtschaftsbetriebe zur Reisendenbetreuung, damit können aber nicht die Mitropagaststätten gemeint sein, vermutlich zählte man hier nur die übergeordneten Betriebe der Rbd- Ebene, denn es gab bereits 1988 immerhin 334 Bahnhofsgastsstätten, 465 Kioske, 103 Speise- und 123 Liegewagen sowie 6 Hotels u.a. Werte, der Umsatz betrug 1995 übrigens 810 Mio. DM.
Aus der MITROPA wurde 1993 der Geschäftsbereich "Service im Zug" (DB Reise und Touristik), der Firmenname starb etwas später als das ganze Land und die Reste wurden an ein englisches Catering- Unternehmen verkauft.
Es gibt unzählige hochinteressante weitere Geschichten dazu, genannt sei hier nur diese Quelle (auch das o.a. Bildmaterial):

Sammeledition "Das war die DR", Verlag Gera Nova (Erich Preuß)






Der Wagenpark der MITROPA, der ursprünlich als bei der DR eingestellte Privatwagen betrieben wurde, ist später in den Bestand der DR überführt worden. Zu diesem Zeitpunkt übernahm die DR auch die MITROPA-Hauptwerkstatt in Gotha als RAW. Die Geschäftsfelder Autobahnraststätten, Schiffs- und Flugzeugbewirtschaftung gehörten in der DDR auch zur MITROPA.


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#20

RE: Buch zum Thema Erlebnisse als DDR Speisewagenkellner erscheint

in DDR Zeiten 20.11.2015 16:44
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Zitat von StabsfeldKoenig im Beitrag #18
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #17
Zitat von Hackel39 im Beitrag #16
..... die Initiative der Reichsbahnlenker, eine durchgehende Verbindung Berlin- Paris zu schaffen unter einem fadenscheinigen Vorwand,



Vielleicht wurde auch nur befürchtet, dass sich nicht genügend DDR- Bürger eine Fahrkarte nach Paris kaufen würden ?
Und Städte der Liebe sind Bad Liebenstein und Bad Liebenwerda auch ...

Siggi



Es reichte, daß Westberliner und Franzosen die Strecke genutzt hätten. Dann hätte die DDR damit Devisen einnehmen können.


Was heißt denn "hätte"? Die DDR hat Devisen für Streckennutzung kassiert. Ich denke dabei an die Direktverbindung Warschau- Paris über Leipzig.
Micha


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