Helmut Schmidt vor 1989

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11.11.2015 10:46
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#1
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Wenn jemand von uns geht , dann gibt es in der Mehrzahl der Nachrufe nur positive Beurteilungen seines Handelns .
So auch bei Helmut Schmidt .

Er war Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1974 bis 1982 .

Er war Bundeskanzler in meiner gesamten Dienstzeit 1974 bis 1982 .

Gut kann ich mich erinnern , dass ihm , auf Grund seines Führungsstils viel Gegenwind, gerade aus seiner Partei entgegenblies .
Sein Führungsstil war geprägt durch seine militärischen Erfahrungen . Unter Helmut Schmidt hat man nicht gearbeitet , unter Helmut Schmidt hat man gedient , so Björn Engholm .

Er hat sich über viele bürokratische Hindernisse einfach hinweggesetzt .

Diese Handlungsweise heute wegen der inflationären Anzeigenwut vieler geltungssüchtiger Wichtigtuer undenkbar .

Die telefonische Beförderung von Ulrich Wegener z.B.. Dies war kein Versprecher , das war so von ihm gewollt und wurde so durchgesetzt .

Wie habt ihr damals als DDR Bürger Helmut Schmidt in der Zeit seiner Kanzlerschaft gesehen ?
Wie wurde seine Rolle bei dem von ihm favorisierte NATO Doppelbeschluss von euch beurteilt ?
Wie wurde über Helmut Schmidt im Dienst gesprochen ?


B208


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11.11.2015 11:24
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#2
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Er galt als professionell, grosser Staatsmann, Respektsperson aber auch sehr rechthaberisch, dozierend. Direkt symphatisch fand ich ihn nicht, im Gegensatz zu Willy Brandt beispielsweise. Liebe Grüsse von mir.


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11.11.2015 11:33
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#3
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Als H.S. Kanzler wurde war ich 13 Jahre alt und die internationale Politik hat mich eigentlich nicht groß interessiert. 1980 machte ich Abitur und kam zur Armee, damit änderte sich auch mein Interesse an der Politik. Die Ereignisse in Polen führten aus meiner Sicht zu einer deutlichen Destabilisierung der Staaten des Warschauer Vertrages und Ungarn galt bei mir sowieso schon fast als Westen. 1980 kam dann auch noch der ehemalige Western-Held in den USA an die Macht und läutete eine neue Runde des wettrüstens ein. Wimre sprach er damals vom "totrüsten" der Sowjetunion, SDI und NATO-Doppelbeschluss stammten ja auch aus dieser Zeit.
In diese Kontext ordnete sich damals für mich auch die Favorisierung des NATO-Beschlusses durch den Bundeskanzler ein. Reagen war US-Präsident und Schmidt Bundeskanzler, beide gehörten der NATO. Seine Zustimmung zum Doppelbeschluss machte ich weniger an der Person Schmidt fest, die war mir eigentlich, auch wegen seiner Haltung zum Terrorismus symphatisch. Er war aber nun mal Kanzler der mit den USA verbündeten Bundesrepublik und unterlag als solcher natürlich auch Zwängen. Bei uns hiess der leader Breshnew und auf der anderen Seite war es Reagan, der das "Reich des Bösen" (die Sowjetunion) mit allen Mitteln zerstören wollte.


andy


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11.11.2015 11:39
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#4
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Andy, bitte vergiss nicht, in diesem Punkte waren Ronald Reagan und Schmidt konsequent, mit dem Totrüsten der Russen schafften sie Voraussetzungen für den Niedergang der UdSSR und letzlich für die deutsche Einheit, liebe Grüsse von mir.


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11.11.2015 11:43
#5
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Natürlich hatte er Gegner, wurde ja auch aus dem Amt gedrängt. Tetzlaff war auch kein Freund von Schmidt. Nach dem er von der Toilette kommt, äussert er sich zu Schmidt


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11.11.2015 11:54
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#6
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@eisenringtheo, seine grössten Gegner hatte er in der SPD selbst, beispielsweise Oskar Lafontaine, der mal richtig schlimm Schmidts Tugendverherrlichung verhöhnte, mit richtig unterirdischem KZ-Wächter-Vergleich...


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11.11.2015 12:34
#7
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #6
@eisenringtheo, seine grössten Gegner hatte er in der SPD selbst, beispielsweise Oskar Lafontaine, der mal richtig schlimm Schmidts Tugendverherrlichung verhöhnte, mit richtig unterirdischem KZ-Wächter-Vergleich...

Da ging es um den Nato Doppelbeschluss. Die (von allen deutschen Regierungen von 1949 bis heute!) viel beschworene Bündnistreue der Deutschen zu den Natopartnern war (und ist sicher auch heute) noch für Lafontaine eine der sogenannten Sekundärtugenden. Treue ist eine Tugend, die alle politischen Systeme fördert und zB. auch beim Führen eine KZ hilfreich ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekund%C3%A4rtugend


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11.11.2015 13:04 (zuletzt bearbeitet: 11.11.2015 13:05)
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Zitat von Grstungen386 im Beitrag #6
@eisenringtheo, seine grössten Gegner hatte er in der SPD selbst, beispielsweise Oskar Lafontaine, der mal richtig schlimm Schmidts Tugendverherrlichung verhöhnte, mit richtig unterirdischem KZ-Wächter-Vergleich...



Wer ist bitte Oskar Lafontaine?

Ein Wichtigtuer, besser eine politische Witzfigur!

Ich könnte jetzt noch auf seine spitze Nase anspielen, Karikaturen gab es ja schon genug dazu. Aber lass´n wer das mal...

Helmut Schmidt, und da habe ich noch nie ein Hehl draus gemacht, war mir schon immer sehr symhatisch, obwohl ich bekanntlich von der großen Mehrzahl der Politiker und Politikerinnen nichts halte....

Ein Mann der Tat - das hat er mehr als ein mal, zwei mal... in schweren Kriesen wie der Sturnflut, dem RAF- Terror, Mogadischu, NATO- Doppelbeschluss bewiesen. Man wünschte sich heute, nur einer der aktuellen Spitzenpolitiker (-innen) hätte nur die Hälfte seines Charisma, seinen Weitblick, seine Sinnesschärfe!

Nun wäre es fatal, einen Menschen in den überhöchsten Tönen zu loben. Sicher hat er, wie jeder andere Mensch auch, seine Fehler und Schwächen gehabt. H. S. ist aber einer der Wenigen, wo die positiven Eigenschaften die Fehler bei Weitem überwiegen. Dadurch konnte er wie kaum ein Anderer die deutsche, die europäische und selbst die Weltpolitik in einer positiven Formprägen, wie sie noch lange Nachhaltigkeit hat.

Sofern diese positiv- nachhaltigen Entwicklungen in der Weltpolitik und damit auch das Lebenswerk von H. S. nicht von Dellitanten und Schmarotzern massiv zerstört werden - wie derzeit...!

Erinnern tu ich mich nur ungern an die große niederträchtige Schmach bei seiner Abwahl als Kanzler, dem Mißtrauensvotum seines einstigen politischen Partners H. D. Genscher. Ein seit diesem Tage für mich extrem unsymphatischer Mensch! Daran hat auch sein Auftritt in der Prager Botschaft im Wendeherbst 1989 nichts geändert.
Verrat bleibt Verrat!

Der Ebnung der Macht für einen Kanzler des Großkapitals, der Lobbyisten..., oder wie H. S. in seinen Memoarien später treffend beschrieb, des modernen Raubritterkapitalismus!

Olsche Helmut, ruhe nun für immer in Frieden!

Und ich bin mir ganz, ganz sicher, der liebe Gott hat im Himmel ein ganz tolles Plätzchen für Dich reserviert! Bei Deiner Loki, bei anderen Menschen, die sich wie Du für ihre Mitmenschen stark und verdient gemacht haben!

Dein Vermächtnis, die Erinnerung an Dich wird mir und vielen anderen Gleichgesinnten immer wieder im Kampf gegen Ungerechtigkeit, Unfrieden und Krieg, Verachtung, Dellitantismus Kraft und Zuversicht geben!

josy95

Günter Schabowski hatte es in seiner legendären Pressekonferenz am 09.11.1989 wahrlich nicht leicht und vor allem keine Zeit, den genauen Zeitpunkt der Einführung der neuen DDR- Reisegesetze bei Krenz oder im SED- Politbüro zu hinterfragen.
Jeder kennt das Ergebnis.
Politiker von heute haben den Vorteil, nicht unter Zeitdruck zu stehen wie einst Schaboweski und das Politbüro der SED.
Und bevor sie in die Öffentlichkeit gehen, nocheinmal die Lobbyisten zu fragen, die ihnen die Gesetze geschrieben haben ...


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11.11.2015 13:37
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#9
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Ein Mann mit seiner Sinnesschärfe hätte schlicht keine Chance, endeckt und gewählt zu werden
Mit ihm waren große Hoffnungen verbunden, vor allem bei seinem Besuch bei Erich.


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11.11.2015 13:39
#10
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #7
Zitat von Grstungen386 im Beitrag #6
@eisenringtheo, seine grössten Gegner hatte er in der SPD selbst, beispielsweise Oskar Lafontaine, der mal richtig schlimm Schmidts Tugendverherrlichung verhöhnte, mit richtig unterirdischem KZ-Wächter-Vergleich...

Da ging es um den Nato Doppelbeschluss. Die (von allen deutschen Regierungen von 1949 bis heute!) viel beschworene Bündnistreue der Deutschen zu den Natopartnern war (und ist sicher auch heute) noch für Lafontaine eine der sogenannten Sekundärtugenden. Treue ist eine Tugend, die alle politischen Systeme fördert und zB. auch beim Führen eine KZ hilfreich ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekund%C3%A4rtugend



Ganz ehrlich, ich finde diesen Vergleich "KZ Wächter" abgrundtief unsäglich. Schmidt war durch und durch ein Demokrat und als Bundeskanzler
auch ein Mann mit Prinzipien und kein Träumer. Nach diesem Vergleich war für mich der Möchtegern-Napoleon von der Saar unten durch.



Schmidt konnte sehr wohl differenzieren und bei NATO-Doppelbeschluss war es anders herum, Schmidt drängte und die Amerikaner unter Jimmy Carter bezogen die SS-20 Mittelstreckenraketen trotz Warnung Schmidts nicht in die SALT-II-Gespräche mit ein.

>>NATO-Doppelbeschluss
(....)
Die NATO warnte im Juni 1976 allgemein vor einer Gefährdung des europäischen Gleichgewichtzustands durch sowjetische Aufrüstung.[11] Als Bundeskanzler warnte Helmut Schmidt am 28. Oktober 1977 vor dem International Institute for Strategic Studies in London erstmals vor einer unkontrollierten Aufrüstung der Mittelstreckenraketen, ohne die SS 20 zu erwähnen. (..)
Trotz Schmidts Mahnung bezog US-Präsident Jimmy Carter die Mittelstreckenwaffen nicht in die SALT-II-Gespräche ein, um deren Erfolgschancen zu wahren.[14] Am 12. Oktober 1977 richtete die Nukleare Planungsgruppe (NPG) der NATO eine High Level Group (HLG) mit Vertretern aus zwölf NATO-Staaten ein, die die Grundlagen für den Doppelbeschluss schuf. (...) <<
https://de.wikipedia.org/wiki/NATO-Doppelbeschluss

Der NATO-Doppelbeschluss war in meinen Augen vernünftig, letztendlich führte er im Jahre 1987 zum Abschluss des Washingtoner Vertrages mit der Vernichtung aller Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern.

Einem besonderen Dank an Helmut Schmidt, als Freund von Ägyptens damaligen Präsident Anwar as-Sadat, für seinen Einsatz beim Zustandekommen von Camp-David und des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages 1979. Dort spielte er eine nicht unwesentliche Rolle.


Dass Helmut Schmidt auch ein sehr kritisches Verhältnis zu der NATO und den USA haben konnte, zeigte sich im Gespräch mit den schweizer
NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann und Marco Färber. Schmidt war Kritiker der Einsätze der NATO in Afghanistan und im Irak.



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11.11.2015 13:52
#11
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Mich hat schon 1962 sein Krisenmanagement während der Flut 1962 beeindruckt.
Helmut Schmidt war neben allen seinen Vorzügen auch gnadenlos diplomatisch und trat auch gern mal auf das verbale Bremspedal, wenn es in der Politik in Euphorie und Fanatismus auszuarten drohte, diese Begabung hatten wohl nur noch Personen mit Weltkriegserfahrung.

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Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!


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11.11.2015 14:43
#12
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Zitat von andy im Beitrag #3

1980 kam dann auch noch der ehemalige Western-Held in den USA an die Macht und läutete eine neue Runde des wettrüstens ein. Wimre sprach er damals vom "totrüsten" der Sowjetunion, SDI und NATO-Doppelbeschluss stammten ja auch aus dieser Zeit.

In diese Kontext ordnete sich damals für mich auch die Favorisierung des NATO-Beschlusses durch den Bundeskanzler ein.

Reagen war US-Präsident und Schmidt Bundeskanzler, beide gehörten der NATO.

Seine Zustimmung zum Doppelbeschluss machte ich weniger an der Person Schmidt fest, die war mir eigentlich, auch wegen seiner Haltung zum Terrorismus symphatisch. Er war aber nun mal Kanzler der mit den USA verbündeten Bundesrepublik und unterlag als solcher natürlich auch Zwängen.

Bei uns hiess der leader Breshnew und auf der anderen Seite war es Reagan, der das "Reich des Bösen" (die Sowjetunion) mit allen Mitteln zerstören wollte.

andy


Nicht ausgeschlossen, dass es so war. Mein Eindruck war allerdings, dass Helmut Schmidt von dem Doppelbeschluss überzeugt war, keine Zwängen unterlag. Dieses passte nicht zu seiner Persönlichkeit.

Er kannte die Standorte der „SS 20“ und glaubte daher Breschnew nicht, der ein Gleichgewicht als gegeben betrachtete.

Nachrüstung nur, wenn Verhandlungen scheitern.

Die Umsetzung des Nato-Doppelbeschlusses schien mir aus damaliger Sicht auf Grund sowjetischer Hochrüstung ein notwendiges Übel zu sein.

Die Welt und das seinerzeitige System funktionierten nach einem einfachen Paradigma und daraus resultierte meine damalige, persönliche Sichtweise.

In die Ära Schmidt fiel die Entführung und Ermordung des Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer im September 1977.

Die Einbeziehung der Bundeszollverwaltung in die Struktur der inneren Sicherheit im Zusammenhang mit dieser Geiselnahme sollte für mich Auswirkungen haben, die nach der Ausbildung und einem halben Jahr Dienstverrichtung bei der mir zugewiesenen Stammdienststelle, nicht absehbar waren.

In der zweiten Septemberwoche 1977, das Datum ist mir nicht mehr erinnerlich, war ich zum Frühdienst, Grenzstreife, Dienstbeginn 5.00 Uhr eingeteilt.

Weder im Dienst- noch im B-Buch (Beobachtungsbuch/Besondere Vorkommnisse an der Grenze) waren Besonderheiten notiert.
So wie es aussah, sollte es ein Grenzdienst werden ohne besonderes Geschehen.

08.15 Uhr erhielt ich von der Funkleitstelle die Weisung, mich umgehend „über Draht“ mit dem Zollkommissariat in Verbindung zu setzen.

Diese Art der Kommunikation wurde verwendet, um sich über relevante Nachrichten abhörsicher auszutauschen.

Ich fuhr zur nächst gelegenen Telefonzelle, warf die für diesen Fall immer mitgeführten 20 Pfennige ein und wählte die Telefon-Nr. des Kommissariats.

Ich erhielt die Weisung, die Stammdienststelle anzufahren und den Dienst sofort abzubrechen. Als Nächstes sollte ich sofort packen und mich mit dem Reisegepäck, der persönlichen Dienstausrüstung inclusive Dienstwaffe ab 11.00 Uhr zur Verfügung halten.

Einsatzbereich: dänische Grenze, Raum Flensburg, Dienstort wird nach Unterbringung bekannt gegeben.

Auf Grund der Geiselnahme des Arbeitgeberpräsidenten waren die Grenzen auf Anordnung des BMI, in Einvernehmen mit dem BMF, zu überwachen (in meinem Fall die Nordgrenze) und Intensivkontrollen, auch an bisher unbewachten Grenzübergängen, durchzuführen.

Na dann „Gute Nacht Marie“, ich wollte es erst zunächst nicht glauben.

Mein künftiger Einsatzbereich für die nächsten Monate waren die Zollämter Böglum, Neupepersmark, Rosenkranz und das Grenzgebiet zwischen Klanxbüll, Aventoft, Jardelund und Ellund.

Man muß die Geschehnisse aus damaliger Sicht betrachten, das Sicherheitsgefüge der (Alt) Bundesrepublik war in Mitleidenschaft gezogen worden.

Inhaftierte Mitglieder der ersten Generation der RAF sollten aus deutschen Gefängnissen freigepresst werden, der Aufenthaltsort der Entführer war nicht bekannt.

Weitere strukturierte, nicht überstürzte Abordnungen folgten.

Ich will nicht verschweigen, dass die ganze Aktion meine privaten Interessen berührte und diesen konträr lief.

Die grundsätzliche Richtigkeit der Maßnahmen, die Amtsführung oder Entscheidungen des Bundeskanzlers stellte ich nicht in Frage.

Der KZ-Vergleich der Juso (Jungsozialisten) ärgerte mich, trieb mir die Zornesröte ins Gesicht.

Sinngemäß: „Der Bundeskanzler verfügt über die sogenannten Sekundärtugenden. Gründlichkeit, Pünktlichkeit, Ordnungssinn usw. . Mit diesen Sekundärtugenden kann man Bundeskanzler (werden) sein, aber auch ein Konzentrationslager leiten!“

Helmut Schmidt beeinflusste mein Politikverständnis.

Der Doppelbeschluss, von dessen Richtigkeit er, wie ich meine und bereits erwähnte, überzeugt war, wurde dennoch (von einem anderen Kanzler) umgesetzt, aber er führte zu seinem Sturz, weil weite Teile der eigenen Klientel dem Initiator die Gefolgschaft verweigerten.

Anderenfalls wäre er Kanzler der Einheit geworden!

Möge er in Frieden ruhen.



Es grüßt Euch

Kressin

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"Als ich 17 war, war in meinem Traumberuf nichts mehr frei” – Was das war? – "Rentner!
Erst Rentnerlehrling dann Jungrentner und dann Rentnergeselle!”
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11.11.2015 15:21
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#13
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( gelöscht )

Schon seltsam, damals gingen Massen auf die Straße, und damals interessierte es die Politik/er nicht.

Und bei Helmut wird das als Standfestigkeit umschrieben, ob man das dereinst auch über die heutige Kanzlerin schreiben wird?


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11.11.2015 17:24
avatar  exgakl
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Zitat von damals wars im Beitrag #13
Schon seltsam, damals gingen Massen auf die Straße, und damals interessierte es die Politik/er nicht.

Und bei Helmut wird das als Standfestigkeit umschrieben, ob man das dereinst auch über die heutige Kanzlerin schreiben wird?


Ja wegen dem Nato Doppelbeschluß, der sich im Nachgang auch nicht als falsche Entscheidung erwiesen hat... wenn du das mit der heutigen Situation auf eine Stufe stellen möchtest, bitte... es zeigt wessen geistes Kind du bist!

Jede gute Idee beginnt mit dem Satz.. "halt mal mein Bier!"


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11.11.2015 17:39
avatar  TOMMI
#15
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Zitat von damals wars im Beitrag #13
Schon seltsam, damals gingen Massen auf die Straße, und damals interessierte es die Politik/er nicht.

Und bei Helmut wird das als Standfestigkeit umschrieben, ob man das dereinst auch über die heutige Kanzlerin schreiben wird?


Oh, Oh, das ist ja fast schon Blasphemie....

EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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