Untersuchung eines Kindesmordes in der DDR

16.10.2015 15:43
#1
avatar

Am 2. Mai 1963 wurde ein kleines Mädchen in Riesa vermisst.. Abends fand man die Leiche in Göhis.
Zur Untersuchung der Tat war ein VP - Schnellkommando, der Fährtenhund, der Bereitschaftsdienst der Morduntersuchungskommission Dresden.
Gleichzeitig wurde informiert der Chef des VPKA Riesa, die Staatsanwaltschaft und der Kriminal - Dauerdienst der BDVP Dresden.
Das versteh ich und finde es richtig.
Jetzt kommt noch was
Weisungsgemäß informiert der operative Stab des MfS und die SED - Kreisleitung.
Wozu, was können die zwei Stäbe ausrichten.?
Hat doch nichts mit Politik zu tun!


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 19:59
avatar  ( gelöscht )
#2
avatar
( gelöscht )

hallo @thomas 48 Feliks D. oder Vierkrug könnten Dir genau erklären ,weshalb bei Straftaten gegen die öffentliche Ordnung ,dazu gehört ja ein Delikt dieser Art , immer mehrere Instutionen zusammenarbeiteten !

Fritze


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:02
avatar  Alfred
#3
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #1
Am 2. Mai 1963 wurde ein kleines Mädchen in Riesa vermisst.. Abends fand man die Leiche in Göhis.
Zur Untersuchung der Tat war ein VP - Schnellkommando, der Fährtenhund, der Bereitschaftsdienst der Morduntersuchungskommission Dresden.
Gleichzeitig wurde informiert der Chef des VPKA Riesa, die Staatsanwaltschaft und der Kriminal - Dauerdienst der BDVP Dresden.
Das versteh ich und finde es richtig.
Jetzt kommt noch was
Weisungsgemäß informiert der operative Stab des MfS und die SED - Kreisleitung.
Wozu, was können die zwei Stäbe ausrichten.?
Hat doch nichts mit Politik zu tun!




Thomas,

verschiedene Delikte wurden immer auf verschiedenen Wegen / Ebenen gemeldet.


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:06
#4
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #1
Am 2. Mai 1963 wurde ein kleines Mädchen in Riesa vermisst.. Abends fand man die Leiche in Göhis.
Zur Untersuchung der Tat war ein VP - Schnellkommando, der Fährtenhund, der Bereitschaftsdienst der Morduntersuchungskommission Dresden.
Gleichzeitig wurde informiert der Chef des VPKA Riesa, die Staatsanwaltschaft und der Kriminal - Dauerdienst der BDVP Dresden.
Das versteh ich und finde es richtig.
Jetzt kommt noch was
Weisungsgemäß informiert der operative Stab des MfS und die SED - Kreisleitung.
Wozu, was können die zwei Stäbe ausrichten.?
Hat doch nichts mit Politik zu tun!




Hier könnte User @Merkur weiterhelfen.

Entscheidend war der "Hintergrund" der Straftat. Auf Leiterebene wurde dann entschieden ob das MfS oder das MdI den Fall federführend bearbeitete.


passport


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:16
#5
avatar

Hallo, ich versteh ja wenn ein berühmter Politiker erschossen wäre oder Sabotage mit Mord in einem Betrieb
Aber in diesem Fall war es ein Mord an ein kleines Kind.
Hat also überhaupt nichts mit der Politik zu tun gehabt.
Hat denn die Staatsicherheit oder die SED - Kreisleitung bessere Fachleute als die Polizei gehabt?


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:20
avatar  Alfred
#6
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #5
Hallo, ich versteh ja wenn ein berühmter Politiker erschossen wäre oder Sabotage mit Mord in einem Betrieb
Aber in diesem Fall war es ein Mord an ein kleines Kind.
Hat also überhaupt nichts mit der Politik zu tun gehabt.
Hat denn die Staatsicherheit oder die SED - Kreisleitung bessere Fachleute als die Polizei gehabt?



Es geht nicht um Fachleute, sondern um eine Information.
Und in einigen Bereichen war das MfS recht gut aufgestellt.


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:29 (zuletzt bearbeitet: 16.10.2015 20:34)
avatar  94
#7
avatar
94

Danke an tho48 für die Buchempfehlung, es ist ja gleich der erste Fall auf Seite 6. Danach kommt ab Seite 22 'Das Drama im „Hirsch“ zu Radeburg' ... hmm, das hatt'mer doch heut schonema? Achja ... Todesurteil in der DDR

editionsz.de/tatorte-2.html


P.S. Achso, der Ortsteil von Riesa heißt Göhlis *wink*

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 20:39 (zuletzt bearbeitet: 16.10.2015 20:46)
avatar  Merkur
#8
avatar

Thomas,

die Meldewege waren unmissverständlich festgelegt. Bei einem Tötungsdelikt (TD) wurden durch die VP natürlich die Meldewege MfS und Partei realisiert. Wenn das TD in einem Kreis passierte meldete das VPKA an die BDVP, die KDfS sowie an die SED-KL.
Die KDfS meldete an den ODH der BV und die BV an den ZOS des MfS.
Die Untersuchung übernahmen dann entweder die Kriminalisten, also die MUK der VP, die sowieso zuerst am Ereignisort war und/oder die SK des MfS. In wenigen Fällen ermittelte auch nur das MfS. Das MfS verfügte über eigene Kommissionen zur Untersuchung von TD, die im Einsatz waren:

- bei Verdacht auf Feindtätigkeit
- wenn ein erheblicher Schaden hervorgerufen wurde
- eine erhebliche Gefährdung der inneren Sicherheit eintreten konnte
- negative Auswirkungen/Unruhe in der Bevölkerung entstehen konnten.

Die Unterstützung der MUK durch die SK des MfS erfolgte aber oft arbeitsteilig auch bei unbekanntem Täter bzw. erheblichem Ermittlungsaufwand. Das ganze Prozedere war gut durchdacht und funktionierte, wie die Aufklärungsquote nachdrücklich unterstreicht.


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 22:00
#9
avatar

#7
Habe einige Bücher erhalten
Sind sehr interessant
Ob die Namen der Kriminalisten, Richter usw. stimmen, weiß ich nicht.
Was sich die Polizei für Arbeit gemacht haben.?


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 22:19
avatar  Merkur
#10
avatar

Zitat von thomas 48 im Beitrag #9
#7
Habe einige Bücher erhalten
Sind sehr interessant
Ob die Namen der Kriminalisten, Richter usw. stimmen, weiß ich nicht.
Was sich die Polizei für Arbeit gemacht haben.?



Welche Bücher hast Du bekommen?


 Antworten

 Beitrag melden
16.10.2015 22:32
#11
avatar

Habe etwas Werbung gemacht.
Lies bei ,,Todesurteile,, #13
thomas

TO
Ich habe bei meinem Thema ,,Verbrechen und von Lutz ,,Geschichte,, öfters Fragen.
Vielleicht kannst du mal einige beantworten


 Antworten

 Beitrag melden
23.10.2015 16:15
#12
avatar

Merkur
Blutiger Osten
Sind alles echte Kriminalfälle und echte Urteile.
Über manche kann ich nur den Kopf schütteln
Fall 1
Sonja heiratet einen Thomas, beide haben einen guten Beruf und verdienen sehr gut.
Haben einen kleinen Sohn.
Sonja hat einigen Ärger mit der Schwiegermutter und mit ihrer Arbeit.
Sie will Selbstmord begehen und dabei ihr Kind mitnehmen, schreibt einen Abschiedsbrief, gibt dem Kind einige Tabletten das bald schläft und ritzt mit einer Rasierklinge die Pulsadern und die Ader am Hals auf.
Sie selber nimmt 40 - 50 Tabletten zu sich und schneidet ihre Pulsadern auf.
Thomas findet sie lebend und schaft sie ins Krankenhaus
Die Gerichtsmediziner stellten fest, durch die dünnen Schnitte und die Tabletten wäre niemand gestorben.
Das Gericht stellte fest, durch ein Gutachter, das sie bei der Tatvorbereitung an einer Depression leidet und vermindert schuldfähig sei und verurteilte sie zu 18 Monaten Haft. April 1988
Im Dezember 1988 wurde sie auf Bewährung entlassen.
Fall 2
Eine andere Sonja hatte ein kleines Baby und heiratete einen Stasioffizier in einer Stadt in Thüringen, seine Mutter war Kaderleiterin eines Betriebes.
Zuerst war das Familienleben mit dem Baby sehr schön, bis das zweite auf die Welt kam.
Sonja durfte nicht mehr aus dem Haus, einkaufen, mit den Kindern weggehen hat alles er und seine Mutter gemacht.
S. war nur fürs Bett da und erhielt noch einige Schläge.
Richtig lesen, von einem Genossen, von einem Schützer des Volkseigentums.
Sonja konnte auch mit keinem reden und um Rat fragen.
Die Ehe wurde immer schlimmer.
Es blieb nur Selbstmord übrig!
Nahm beide Kinder in die Küche und machte das Gas an.
Nach paar Sekunden, Minuten nahm sie die Kinder, ging zur Polizei und zeigte sich selbst wegen versuchten Mord in 2 Fällen an.
Sie wurde von einem Gutachter beobachtet und für voll zurechnungsfähig gehalten.
Das Gericht verurteilte sie zu 8 Jahren Zuchthaus


 Antworten

 Beitrag melden
Bereits Mitglied?
Jetzt anmelden!
Mitglied werden?
Jetzt registrieren!