Unser bruno, "Chef der Grenzuebergangsstelle" Katharienberg

07.09.2009 17:21
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#1
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Zitat von bruno
ich hatte es schon einmal geschrieben,
dass ich im april 1990 am grenzübergang
katharienberg
vom "boston globe" interviewt wurde,
heute habe ich den folgenden text
dazu gefunden.
da haben mich doch die amis zum
"chief of the border station" (gefreiter) gemacht.
so wird zeitung gemacht!



GEISMAR, East Germany - An East German soldier leaned out of his guard hut at the border, slowed an approaching car with a glance, and burst into laughter.

It started with a smile as American passports were handed toward the window, grew into a chuckle at the visitors' anxious expressions, and broke into unrestrained guffaws as he waved the car across the border to West Germany without inspecting their documents.

Faster and faster the guard waved cars through. The faster he waved the harder he laughed.

"This is not serious anymore," said Danilo Brauer, chief of the border station, ...



GEISMAR, Ostdeutschland - Ein ostdeutscher Soldat lehnt sich aus dem Fenster seiner Huette an der Grenze. Ein Blick auf ein anfahrendes Auto reicht, der Fahrer bremst an, das Auto kommt zum Stillstand. Der Soldat lacht...und lacht...und lacht.

Mit einem Laecheln fing es an. Die amerikanischen Paesse wurden durchs Fenster gereicht. Ein Blick auf die aengstlichen Gesichter der Passagiere war zuviel des Guten. Der Soldat kann sich nicht mehr zusammenreissen. Die Paesse werden zurueckgereicht, ohne sie zu kontrollieren. Und der Soldat lacht...und lacht...und lacht.

Schneller und schneller fahren die Autos vorbei. Je schneller sie fuhren desto mehr lacht...der Soldat.

"Die Lage ist einfach nicht mehr ernstzunehmen", sagte [unser bruno] Danilo Bauer, Chef der Grenzuebergangsstelle...



So hat es sich zugetragen, bruno ?

Berliner


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07.09.2009 17:31
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#2
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duane, so in etwa.
es war ein sonntagmorgen, gegen 9 uhr
in der "hütte" der ausreise sass der gefreite k.,
der gefreite k. war am abend davor zur kirmis und
kam erst gegen 3 uhr besoffen ins bett,
um 5 uhr war wecken und dann ab zur güst, eine 6 -18.
gegen 9 uhr kamen die journalisten zum gefreiten k.
der lachte immer und zeigte zu mir rüber,
ich sass in der einreise und dann sind sie zu mir
den "chef der güst" rüber gekommen.
der rest steht dann im bosten globe...


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07.09.2009 17:46
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#3
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hallo . wurde eigentlich nur noch die pässe kontroliert? oder auch noch mehr? lg glasi


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07.09.2009 17:54
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#4
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manchmal stand der zoll mit da,
bestimmte personen (z.b. biermann)
durften nicht einreisen ansonsten
ging es sehr pomano zu.
manch einen war das ganze nicht
so geheuer, über die grenze an der
staatsmacht vorbei...


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07.09.2009 17:57
avatar  glasi
#5
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Zitat von bruno
manchmal stand der zoll mit da,
bestimmte personen (z.b. biermann)
durften nicht einreisen ansonsten
ging es sehr pomano zu.
manch einen war das ganze nicht
so geheuer, über die grenze an der
staatsmacht vorbei...


biermann durfte nicht eireisen. auch nicht nach der wende? wie ging der letzte tag im juni 1990 ab. lg glasi


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07.09.2009 19:15
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#6
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@ glasi

keine ahnung, mein heimgang
war am 25.april 1990.
tatsächlich gab es in der "einreise"
ein buch, da standen vom vornamen
und vom nachnamen einzelne buchstaben
(etwa so"scher wong 25.06.65"
stand für "schneider wolfgang geb. 25.6.65)
und die durften nicht in die ddr.


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07.09.2009 19:38
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Zitat von bruno
@ glasi
keine ahnung, mein heimgang
war am 25.april 1990.
tatsächlich gab es in der "einreise"
ein buch, da standen vom vornamen
und vom nachnamen einzelne buchstaben
(etwa so"scher wong 25.06.65"
stand für "schneider wolfgang geb. 25.6.65)
und die durften nicht in die ddr.



Ist ja verrückt, Bruno. Ich kann mich seit 12/1989 an keine Kontrolle erinnern, wo die Zeit gehabt hätten, ins Buch zu schauen und Namen zu vergleichen...aber theoretisch gab es das sicher.
Auch mir ist bekannt, das der Schönhuber Ende 1989 nicht reingelassen wurde.


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07.09.2009 20:05
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#8
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Zitat von bruno
@ glasi

keine ahnung, mein heimgang
war am 25.april 1990.
tatsächlich gab es in der "einreise"
ein buch, da standen vom vornamen
und vom nachnamen einzelne buchstaben
(etwa so"scher wong 25.06.65"
stand für "schneider wolfgang geb. 25.6.65)
und die durften nicht in die ddr.


danke bruno. ich finde keinen der denn letzten tag an der grenze gedient hat. wie war denn dein letzter tag? lg glasi


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07.09.2009 20:27
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#9
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@glasi

ich war ja zweimal konkursmasse,
mitte januar 90 wurde rustenfelde
geschlossen, 2 monate später dann
weidenbach, die letzten 6 wochen
war ich dann in lengenfeld unterm stein,
da gab es eine stabs-und eine grenzkompanie.
eigentlich sollte mein heimgang am 26.april
sein, die von der stabskompanie sind schon
am 25.04. heim, da bin ich zum diensthabenden
gegangen, "ich will jetzt heim" - "wieso?"
"stabskompanie geht auch heim", kurzer anruf
"alles gute, das nächstemal sehen wir uns
bei der bundeswehr" - "mit sicherheit nicht, tschüss"
und dann heim zu frauchen und töchterchen.


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07.09.2009 20:30
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#10
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- "mit sicherheit nicht, tschüss"
und dann heim zu frauchen und töchterchen.[/quote]
da warst du bestimmt happy.


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26.09.2009 14:52
#11
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Zitat von glasi

Zitat von bruno
@ glasi

keine ahnung, mein heimgang
war am 25.april 1990.
tatsächlich gab es in der "einreise"
ein buch, da standen vom vornamen
und vom nachnamen einzelne buchstaben
(etwa so"scher wong 25.06.65"
stand für "schneider wolfgang geb. 25.6.65)
und die durften nicht in die ddr.


danke bruno. ich finde keinen der denn letzten tag an der grenze gedient hat. wie war denn dein letzter tag? lg glasi




Hallo Glasi,
doch ich habe meinen letzten Tag an der "Grenze" in der Nacht zum 01.Juli 1990 verbracht. Um genau zu sein an der GÜSt Berlin Sonnenallee, als Diensthabener. War auf der einen Seite recht traurig. Die Güst als sollche bestand nur noch aus der "Stabsbaracke" in welcher noch die Fernschreiber fröhlich hämmerten, der Kantine sowie einem Abfertigungshaus, welches Punkt 0 Uhr von einem Kran aufgeladen und abtransportiert wurde. So weit ich mich noch erinnern kann, bestand die Dienstgruppe noch aus sechs Mann zzgl. mich als Diensthabenen und einem Schichtführer (heute Kotrollgruppenführer). Die Sonnenalle war wieder durchgängig befahrbar. Auf der Westberlinerseite war die Zollbaracke bereits entfernt. Irgendeiner der noch anwesenden Grenzer, kam auf die Idee noch Zählkarten zu verteilen. Die Verbindung zur GÜSt Oberbaumbrücke war bereits gekappt. Punkt 23:59 wurden die "Grenzkontrollen" nach und von Westberlin offiziell eingestellt. Dies traf auch für die Besatzung Wasserstrasse GÜSt Britzer Zweigkanal zu. In den folgenden Tagen, wurden die Baracken geräumt und alles in die Schnellerstraße 139 geschafft und dort die brauchbaren Sachen verkauft. Dann kamen auch schon die Bagger und rissen die Restlichen Baracken ab. Bis auf eine........diese wurde später zur Gaststätte umfunktioniert.


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26.09.2009 15:01
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#12
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Zitat von bruno
manchmal stand der zoll mit da,
bestimmte personen (z.b. biermann)
durften nicht einreisen ansonsten
ging es sehr pomano zu.
manch einen war das ganze nicht
so geheuer, über die grenze an der
staatsmacht vorbei...



Hallo Bruno,
leider erst jetzt gelesen, Biermann konnte schon am 10.11.1989 wieder einreisen, hatte dies schon einmal geschrieben !
Gruß aus Berlin


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26.09.2009 16:08
#13
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Zitat von dein1945

Zitat von bruno
manchmal stand der zoll mit da,
bestimmte personen (z.b. biermann)
durften nicht einreisen ansonsten
ging es sehr pomano zu.
manch einen war das ganze nicht
so geheuer, über die grenze an der
staatsmacht vorbei...



Hallo Bruno,
leider erst jetzt gelesen, Biermann konnte schon am 10.11.1989 wieder einreisen, hatte dies schon einmal geschrieben !
Gruß aus Berlin




aber es gab 1990 noch eine Einreiseverweigerung SCHÖNHUBER


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26.09.2009 18:43
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#14
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Tja, bruno!
Ich glaub, dann kennen wir uns vielleicht sogar persönlich.
Vielleicht kannst Du Dich ja an jemanden erinnern, der im Winter 89/90 an einem Samstagabend mit einem Werksausweis eines großen deutschen Unternehmens eingereist ist, weil derjenige seinen Personalausweis am Arbeitsort vergessen hatte.


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