Flucht 1980 und 1982 im Bereich Ellrich/Sülzhayn

11.10.2015 11:41
#1
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Hallo,
1980 soll im Bereich Ellrich/Sülzhayn ein Grenzübertritt zweier Männer stattgefunden haben, wobei einer der Beiden kurz darauf in die DDR zurückkehrte. 1982 soll dieser Mann erneut mit einer Frau und einem Mann im Bereich Ellrich geflüchtet sein. Hat jemand von diesem Ereignis gehört und kann etwas dazu sagen?


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11.10.2015 17:23
#2
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Ich hab zwar in diesem Bereich gedient, allerdings 1985 und war nicht direkt in Ellrich stationiert, hab daher keine Kenntnisse dazu.


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11.10.2015 19:59
#3
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Ich weiß, dass es diesen Vorfall/Übertritt tatsächlich so gab, jedoch gibt es bis auf ein paar wenige Unterlagen der Stasi keine Erinnerungen oder Nachweise. Ich danke dir trotzdem für deine Antwort!


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09.10.2016 12:52
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#4
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Soweit mir bekannt ist, soll es sich bei dem Rückkehrer und späteren erneuten Flüchtling um den Sohn eines Parteifunktionärs gehandelt haben. Nur durch Intervention seines Vaters durfte er nach Ellrich zurückkehren, ansonsten hätte er den Grenzkreis verlassen müssen. Später ist er dann wohl mit seiner Freundin und einem Bekannten ein weiteres mal über die Grenze. Grenzübertritt war im Bereich ,,Spitzer Winkel''. Sein Vater soll anschließend seine Funktion verloren haben. Aber dass ist nicht 100 % bestätigt.


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09.10.2016 18:32
#5
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Spitzer Winkel, war das unten an der Zorge, wo die Grenze dann hoch in den Wald ging?
Hab da keine genauen Erinnerungen mehr.

@Batrachos weiss vielleicht etwas über den Fall, als Alt Ellricher.


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09.10.2016 19:15
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#6
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Ich war von November 1987 bis Mai 1989 in Ellrich stationiert.
Zu der benannten Flucht ist mir nichts bekannt.

Der spitze Winkel befand sich ein ganzes Stück oberhalb der Zorge.


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09.10.2016 20:28
#7
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #5
Spitzer Winkel, war das unten an der Zorge, wo die Grenze dann hoch in den Wald ging?
Hab da keine genauen Erinnerungen mehr.

@Batrachos weiss vielleicht etwas über den Fall, als Alt Ellricher.


Habe da mal vor einigen Jahren mal einige Fotos gemacht--hoffe ich liege damit richtig--mit den Grün-Markierten.

09.10.2016 22:18
avatar  Kalubke
#8
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"Spitzer Winkel",

das könnte der Grenzknick an der GS 1044 gewesen sein.



Gruß Kalubke


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10.10.2016 18:05
#9
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Danke Telli für das Bilddokument.
Ganz so weit war ich dann doch nicht weg.
Ich war nur immer bis zur Waldecke, dort am Waldrand, wo der Weg dann hoch in den Wald geht, dort hatten wir ein paar Hunde stehen, sind dann aber immer zurück und direkt in den Stadtwald rein.


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10.10.2016 18:21
#10
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Genau Kalubke.

Wenn man von Ellrich zum Stadtwald fuhr, kam ein Tor direkt vorm Stadtwald.
War man da durch, ging ein Weg (ich glaube er war unbefestigt) nach links weg am Waldrand lang.
Der Weg knickte dann ca.45 Grad nach rechts in den Wald und stieg an, dort hatten wir 3-5 Hundetrassen, dort hatte ich den spitzen Winkel verortet, weil der GSZ dort auch knickte..
Fuhr man den Weg weiter, kam man an 1044 am Kolonnenweg raus, glaub dort war auch ein B-Turm.
Wir sind da nur 1-2 mal lang gefahren, es war Winter, da war das glaube unpassierbar, darum drehten wir rum und fuhren durch den Stadtwald zu den anderen Hunden.
Im Frühjahr waren die Hunde dann dort weg, sie wurden zum Minenräumen als Sicherungshunde eingesetzt wo kein GZ1 stand.

Rostocker, Deine Bilder links und Mitte, kann ich gerade nicht einordnen.
Links ist schon zu bewachsen, in der Mitte das Haus kommt mir zwar bekannt vor, allerdings nur hier aus dem Forum, ich kann es aber nicht einordnen.
Das rechte Bild, sollte der Kolonnenweg sein, der vom Ehrenberg herunter kommt und direkt nach Sülzhayn geht, man kommt dann unten an den Heilstätten heraus, da wo heute das schicke Waldhotel ist in dem ich 2012 übernachtete.
Es war eigentlich meiner Erinnerung nach nur der eine Weg mit dieser Art Platten.


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10.10.2016 18:34
#11
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Genau Kalubke.

Wenn man von Ellrich zum Stadtwald fuhr, kam ein Tor direkt vorm Stadtwald.
War man da durch, ging ein Weg (ich glaube er war unbefestigt) nach links weg am Waldrand lang.
Der Weg knickte dann ca.45 Grad nach rechts in den Wald und stieg an, dort hatten wir 3-5 Hundetrassen, dort hatte ich den spitzen Winkel verortet, weil der GSZ dort auch knickte..
Fuhr man den Weg weiter, kam man an 1044 am Kolonnenweg raus, glaub dort war auch ein B-Turm.
Wir sind da nur 1-2 mal lang gefahren, es war Winter, da war das glaube unpassierbar, darum drehten wir rum und fuhren durch den Stadtwald zu den anderen Hunden.
Im Frühjahr waren die Hunde dann dort weg, sie wurden zum Minenräumen als Sicherungshunde eingesetzt wo kein GZ1 stand.

Rostocker, Deine Bilder links und Mitte, kann ich gerade nicht einordnen.
Links ist schon zu bewachsen, in der Mitte das Haus kommt mir zwar bekannt vor, allerdings nur hier aus dem Forum, ich kann es aber nicht einordnen.
Das rechte Bild, sollte der Kolonnenweg sein, der vom Ehrenberg herunter kommt und direkt nach Sülzhayn geht, man kommt dann unten an den Heilstätten heraus, da wo heute das schicke Waldhotel ist in dem ich 2012 übernachtete.
Es war eigentlich meiner Erinnerung nach nur der eine Weg mit dieser Art Platten.


Vielleicht kannste diese Notdürftige Brücke noch einordnen.


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25.11.2016 19:29
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#12
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Eine Flucht im gepanzerten Lkw misslingt

Das Bild zeigt die helle Fahrertür des Lkw Kamas hinter der selbst gebauten Panzerung. Foto: Aus dem Buch "Geheimnis Sperrgebiet"
Frank T. wollte mit seiner Familie über den Bahnhof Ellrich in den Westen, doch der umgebaute Kamas blieb liegen.
An der Grenzübergangsstelle Ellrich versucht am 18. März 1985 um 4.21 Uhr ein Mann mit seiner Familie die Flucht in den Westen. Frank T. hat in monatelanger, geheimer Arbeit einen Lkw vom Typ Kamas 5320 umgebaut. In Obergebra ist das Auto heimlich abgestellt, auf einem Holzhof gibt es die nötige Technik und ausreichend Baumstämme. Die stapelt Frank T. auf die Ladefläche - zur Tarnung und zum Schutz des Fahrerhauses gegen Schüsse von hinten.

Von allen anderen Seiten baut er Metallplatten um das Fahrerhaus, um es zu panzern. Es geht nur um wenige Minuten, in denen das Auto alle Angriffe abhalten soll, während es über die stark gesicherte Grenze rollt. Frank T. kennt sich aus. Er fährt auf Gleis 3, das bei entsprechender Weichenstellung in den Westen führt.

Im Schutz der Nacht erreicht er mit der Frau und den beiden Kindern den Bahnhof Ellrich, gelangte auf das richtige Gleis und fährt los. Mit den linken Zwillingsreifen auf den Schienen will er die Richtung halten. Doch unterwegs reißt auf der rechten Seite wohl an einem Bahnsteig die Panzerung ab. Das Vorderrad löst sich.

Frank T. versucht alles, um weiter zu kommen. Die Posten sind nun hellwach. Sie schießen auf den Lkw. Ein Kind wird getroffen. Der Kamas steht. Die Familie muss aussteigen. Das verletzte Kind wird ins Krankenhaus gebracht.

Den zerstörten Kamas zieht eine Diesellok zurück zum ehemaligen Bahnübergang. Von dort wird der Lkw mit einem zweiten Lkw vor das Grenzzollgebäude gebracht. Sicherheitskräfte untersuchen alles.

Frank T. wird später angeklagt. Er bekommt eine Strafe von zehn Jahren Haft. Für Schäden und Aufwand muss er 46 603,90 Mark an den Forstwirtschaftsbetrieb Nordhausen, die Grenztruppen und die Deutsche Reichsbahn zahlen.

Ute Rang


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25.11.2016 20:10
avatar  andyman
#13
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Zitat von Ruhrpott im Beitrag #12

Eine Flucht im gepanzerten Lkw misslingt



Das Thema wurde hier schon mal diskutiert,hier für alle die es noch nicht kennen Versuchte Flucht mit LKW Güst Ellrich 1985
Lgandyman


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30.12.2016 23:31
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#14
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Zitat von Kalubke im Beitrag #8
"Spitzer Winkel",

das könnte der Grenzknick an der GS 1044 gewesen sein.



Gruß Kalubke



Zitat von Kalubke im Beitrag #8
"Spitzer Winkel",

das könnte der Grenzknick an der GS 1044 gewesen sein.



Gruß Kalubke


Stimmt ,besonders erinnere ich mich noch an den B-Turm der da stand und so gar keinen Sinn machte (weil mitten imWald).Spitzer Winkel war zugleich der Beginn bzw. Ende des Grenzabschnitts der 1.GK Ellrich , ab da war die GK Rohtesütte zuständig Gruß Enne


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30.12.2016 23:39
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#15
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Zitat von Rostocker im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Genau Kalubke.

Wenn man von Ellrich zum Stadtwald fuhr, kam ein Tor direkt vorm Stadtwald.
War man da durch, ging ein Weg (ich glaube er war unbefestigt) nach links weg am Waldrand lang.
Der Weg knickte dann ca.45 Grad nach rechts in den Wald und stieg an, dort hatten wir 3-5 Hundetrassen, dort hatte ich den spitzen Winkel verortet, weil der GSZ dort auch knickte..
Fuhr man den Weg weiter, kam man an 1044 am Kolonnenweg raus, glaub dort war auch ein B-Turm.
Wir sind da nur 1-2 mal lang gefahren, es war Winter, da war das glaube unpassierbar, darum drehten wir rum und fuhren durch den Stadtwald zu den anderen Hunden.
Im Frühjahr waren die Hunde dann dort weg, sie wurden zum Minenräumen als Sicherungshunde eingesetzt wo kein GZ1 stand.

Rostocker, Deine Bilder links und Mitte, kann ich gerade nicht einordnen.
Links ist schon zu bewachsen, in der Mitte das Haus kommt mir zwar bekannt vor, allerdings nur hier aus dem Forum, ich kann es aber nicht einordnen.
Das rechte Bild, sollte der Kolonnenweg sein, der vom Ehrenberg herunter kommt und direkt nach Sülzhayn geht, man kommt dann unten an den Heilstätten heraus, da wo heute das schicke Waldhotel ist in dem ich 2012 übernachtete.
Es war eigentlich meiner Erinnerung nach nur der eine Weg mit dieser Art Platten.


Vielleicht kannste diese Notdürftige Brücke noch einordnen.

Zitat von Rostocker im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Genau Kalubke.

Wenn man von Ellrich zum Stadtwald fuhr, kam ein Tor direkt vorm Stadtwald.
War man da durch, ging ein Weg (ich glaube er war unbefestigt) nach links weg am Waldrand lang.
Der Weg knickte dann ca.45 Grad nach rechts in den Wald und stieg an, dort hatten wir 3-5 Hundetrassen, dort hatte ich den spitzen Winkel verortet, weil der GSZ dort auch knickte..
Fuhr man den Weg weiter, kam man an 1044 am Kolonnenweg raus, glaub dort war auch ein B-Turm.
Wir sind da nur 1-2 mal lang gefahren, es war Winter, da war das glaube unpassierbar, darum drehten wir rum und fuhren durch den Stadtwald zu den anderen Hunden.
Im Frühjahr waren die Hunde dann dort weg, sie wurden zum Minenräumen als Sicherungshunde eingesetzt wo kein GZ1 stand.

Rostocker, Deine Bilder links und Mitte, kann ich gerade nicht einordnen.
Links ist schon zu bewachsen, in der Mitte das Haus kommt mir zwar bekannt vor, allerdings nur hier aus dem Forum, ich kann es aber nicht einordnen.
Das rechte Bild, sollte der Kolonnenweg sein, der vom Ehrenberg herunter kommt und direkt nach Sülzhayn geht, man kommt dann unten an den Heilstätten heraus, da wo heute das schicke Waldhotel ist in dem ich 2012 übernachtete.
Es war eigentlich meiner Erinnerung nach nur der eine Weg mit dieser Art Platten.


Vielleicht kannste diese Notdürftige Brücke noch einordnen.
Zitat von Rostocker im Beitrag #11
Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #10
Genau Kalubke.

Wenn man von Ellrich zum Stadtwald fuhr, kam ein Tor direkt vorm Stadtwald.
War man da durch, ging ein Weg (ich glaube er war unbefestigt) nach links weg am Waldrand lang.
Der Weg knickte dann ca.45 Grad nach rechts in den Wald und stieg an, dort hatten wir 3-5 Hundetrassen, dort hatte ich den spitzen Winkel verortet, weil der GSZ dort auch knickte..
Fuhr man den Weg weiter, kam man an 1044 am Kolonnenweg raus, glaub dort war auch ein B-Turm.
Wir sind da nur 1-2 mal lang gefahren, es war Winter, da war das glaube unpassierbar, darum drehten wir rum und fuhren durch den Stadtwald zu den anderen Hunden.
Im Frühjahr waren die Hunde dann dort weg, sie wurden zum Minenräumen als Sicherungshunde eingesetzt wo kein GZ1 stand.

Rostocker, Deine Bilder links und Mitte, kann ich gerade nicht einordnen.
Links ist schon zu bewachsen, in der Mitte das Haus kommt mir zwar bekannt vor, allerdings nur hier aus dem Forum, ich kann es aber nicht einordnen.
Das rechte Bild, sollte der Kolonnenweg sein, der vom Ehrenberg herunter kommt und direkt nach Sülzhayn geht, man kommt dann unten an den Heilstätten heraus, da wo heute das schicke Waldhotel ist in dem ich 2012 übernachtete.
Es war eigentlich meiner Erinnerung nach nur der eine Weg mit dieser Art Platten.


Vielleicht kannste diese Notdürftige Brücke noch einordnen.
Die Brücke führt über die Zorge,mit Blickrichtung zum spitzen Winkel Gruß Enne


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