Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

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07.09.2009 09:18von Angelo
Frage
Reparatur und Wartung der Militärfahrzeuge der Grenztruppen

Reparatur und Wartung der Fahrzeuge der DDR Grenztruppen wer war dafür eigentlich zuständig? Wurden die direkt in der Kaserne gewartet? Gab es dafür eine eigene Gruppe? Und vor allem waren Ersatzteile und Zubehör immer verfügbar für die Militärfahrzeuge? Oder mußte man da genau so seine Ideen basteln lassen?

07.09.2009 09:44von Grete85
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Hallo Angelo,

ich hab mal aus dem Handbuch für den Grenzdienst den Abschnitt Wartung kopiert.Vieleicht hilft das etwas weiter.


Gruß Grete

07.09.2009 10:06von Rostocker
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Zitat von Angelo
Reparatur und Wartung der Fahrzeuge der DDR Grenztruppen wer war dafür eigentlich zuständig? Wurden die direkt in der Kaserne gewartet? Gab es dafür eine eigene Gruppe? Und vor allem waren Ersatzteile und Zubehör immer verfügbar für die Militärfahrzeuge? Oder mußte man da genau so seine Ideen basteln lassen?


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Ich kenne das so,im GR gab es eine KFZ-Kompanie--die auch regelmäßig die GK ab fuhren.Dann gab es auch die Umstellungen zum Winter und Frühjahr,wo dann für 2 bis 3 Tage der Fahrer eines Fahrzeuges aus den Grenzdienst herrausgelöst wurde.Und er sein Fahrzeug in schuß bringen musste.Man kann es auch Parktag nennen.Also zu meiner Zeit mitte der 70er Jahre sah es nicht nach einen Mangel an Ersatzteilen aus.

07.09.2009 12:32von westsachse
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Die Antwort hierauf dauert länger. Es gab auf der Kompanie einen Verantwortlichen für KFZ ( hier auch schon Schirrmeister genannt). Meist ein Fähnrichdienstgrad. Der kümmerte sich um die Wartung der Fahrzeuge, führte Statistiken über gefahrene km und Spritverbrauch. Für den geringsten Verbrauch der „Flotte" (TS, Trabbi, P3, LO) gab es eine Prämie. Bei den Motorrädern haben die immer die GAKL's abgefasst. Bei jenem Fähnrich konnte man sich auch einmal eine Karte geben lassen wenn man mal etwas weiter weggeschickt wurde. Dem Fähnrich unterstand ein Schlosser (ausgebildeter KFZ-Schlosser, Grundwehrdienstleistender), der führte alle Arbeiten an den Fahrzeugen, die er sich zutraute und für die er das Werkzeug und die Ersatzteile hatte, mit dem jeweiligen Kraftfahrer selbst durch. Einmal im Monat war Park- und Wartungstag. Da kam ein Werkstatt-LO aus dem Bataillon oder Regiment und alle Fahrer, die nicht gerade im Grenzdienst waren oder schliefen machten eine „Standartwartung" - Betriebsmittel, Filter, Sicherungen, Einstellungen (z.B. Kettenspannung) überprüfen. Der LO hatte ein Grundstock an Ersatzteilen, die dauernd kaputt gingen dabei. Es waren auch ein oder zwei KFZ- Schlosser auf dem LO. Deren Sachverstand war allerdings als differenziert zu bewerten. Der Kompanieschlosser hatte oft mehr drauf. Dann gab es die schon erwähnte Umstellung Sommer-Winter bzw. andersrum. Hier wurden neben der Standartwartung auch mal Teile neu lackiert und sich schon länger andeutende Reparaturen erledigt, die man bis dahin vorbereiten konnte. Dazu wurde auch einmal die nächstgelegene Fachwerkstatt zu Rate gezogen, was im Falle des P3 sehr schwierig war. Aber zu DDR-Zeiten verfügten wir ja alle noch über ein gewisses Talent zur Improvisation. Zu dieser Umstellung wurden die Fahrzeuge aus dem Grenzdienst ausgeplant. Motorrad- eine Schicht, LO- je nach dem was zu machen war bis zu einer Woche. Ähnlich war es mit akut auftretenden größeren Reparaturen. Ersatzteile waren für die GT immer da. Es konnte passieren, dass man auf etwas diverses mal einen Tag warten musste. Die Entscheidung, was mit dem jeweiligen Fahrzeug passierte traf der eingangs erwähnte Fähnrich.

Gruß

westsachse

07.09.2009 14:21von rustenfelde
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Wenn dann die Umstellung vorbei war, bekamen die MKF`s einen Tag Sonderurlaub! Schade dass ich keiner war!

Gruß RF

07.09.2009 14:25von westsachse
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Kann ich nicht bestätigen. Schön wär's gewesen.

wesa

07.09.2009 20:15von PF75
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kann mich den ausführungender anderen im großen und ganzen anschließen,für unsere ESi-s hatten wir füf größere reparaturen und bei speziellen sachen wie speichen wechseln oder das Rad wieder richtig rund machen in Zarrenthin eine Fachwerkstatt wo dann die motorräder erst per LO hingebracht wurden.die werkstattbesuche waren sehr beliebt kam man doch mal außer der reihe raus.

08.09.2009 20:31von ( gelöscht )
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Hallo zusammen,

Möchte mal was zu diesem Thema los werden.
Habe mal als Resi ein viertel Jahr in Aue (Erzgebirge) meinen Dienst versehen müssen. War da als Wache eingesetzt und habe da jeden Tag mit einem Rentner der jeden morgen mit einem SR 2 kam den Dienst geteilt. Soviel zur Vorgeschichte. In diesem Objekt wurde alles vom Motorrad bis Panzer Repariert und es gab Hallen voll mit Ersatzteilen, so etwas habe ich bis dahin noch nicht gesehen. Jeder Betrieb, Kraftverkehr oder, oder hätte sich die Finger geleckt nach Eratzteilen. Die gab es da in Hülle und Fülle.
Nun denke ich mal das es solche Objekte auch wo anders gab.
In diesem Objekt arbeiteten fast nur Zivil Personen.
Würde gerne mal wissen, wo nach der Grenzöffnung alles hin verschoben wurde.
Objekt war gegenüber der Kupferhütte in Aue Stadt auswärts Richtung Schneeberg.


Gruß Bürger

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08.09.2009 21:01von Mike59
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Grüß dich Bürger,

ich habe solche Lager nie gesehen - das vorab - aber es muss diese Bestände gegeben haben. Während des Ausrufens des Kriegszustandes in Polen, wurden Einheiten von der Grenze West abgezogen und sollten nach Ost (Polen) verlegt werden. Der Sammelpunkt für unser GR war ESA. Ich glaube damals wurde die komplette 1.GK(Kirstingshof) GR3 verlegt. Einer der Ellos hatte die Fernfahrt (35Km) nicht überstanden.
Aus unserer GK wurde ein Ello nachgeführt, ich durfte als Fahrzeugführer (nicht MKF) dabei sein. Lange Rede kurzer Sinn. Funktionierender Ello getauscht gegen Wrack und im Marsch abends von ESA nach MGN. In MGN im GR gleich nach der Ankunft wurde die Karre auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt. Jedes mal wenn ein defektes Teil entdeckt wurde (es waren etliche) ging der Werkstattleiter ans Telefon und 3 min. später wurde das neue Teil eingebaut. Es war alles vorhanden!

Ich glaube wir hatten Reserven - so lange hätte kein Krieg gedauert - deswegen hat es im täglichen Leben so viele Engpässe gegeben .

Mike59

08.09.2009 21:36von westsachse
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Entschuldige bitte, auch wenn ich erst heute zum Experten befördert wurde aber was ist MGN? Als Sachse würde ich ja vermuten Margneigerng aber das hat wieder nichts mit Polen zu tun.

Gruß

westsachse

08.09.2009 21:41von ( gelöscht )
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altes Kfz-Kennzeichen für den Kreis Meiningen

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08.09.2009 21:44von ( gelöscht )
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Zurück zum Thema- Wie hoch war eigentlich der Anteil an 2Taktern und 4Taktern. Gibts da Zahlen ?
Gut,bei der MZ ist die Sache schnell klar-wie war es mit den Fahrzeugen auf 4 Rädern ?

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( gelöscht )
08.09.2009 21:45von Mike59
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Zitat von westsachse
Entschuldige bitte, auch wenn ich erst heute zum Experten befördert wurde aber was ist MGN? Als Sachse würde ich ja vermuten Margneigerng aber das hat wieder nichts mit Polen zu tun.

Gruß

westsachse


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Tschuldigung - wurde aber schon beantwortet MGN =mir gehört nix oder Meiningen. Gibt es übrigens nicht mehr. Ist jetzt SM = Schmalkalden Meiningen.

mike59

08.09.2009 21:52von westsachse
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Zweitakter waren die Motorräder und natürlich der Trabbi. Später kamen noch die SIMSONS dazu. Alles andere waren Viertakter. Auf den GK's hat man den LO (das O steht für Ottomotor) und den alten P3 gefahren (hatte einen alten Reihensechszylinder von Horch wie er auch im Sachsenring eingesetzt wurde)um die Kompanien nicht noch mit Diesel bevorraten zu müssen.

Gruß

westsachse

08.09.2009 21:56von Mike59
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Zitat von Zermatt
Zurück zum Thema- Wie hoch war eigentlich der Anteil an 2Taktern und 4Taktern. Gibts da Zahlen ?
Gut,bei der MZ ist die Sache schnell klar-wie war es mit den Fahrzeugen auf 4 Rädern ?


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Also auf der Grenzkompanie gab es eigentlich nur die Kräder und die P601/A als "2 Takter". In den Stäben ab GR auch den einen oder andere Wartburg 353 und den B1000. Unterschiede gab es auf alle Fälle in der Fz. Ausstattung. In den Gk gab es nur Fz. mit Benzin Motoren und in den Stäben war es gemischt.
Benzin Motoren waren auf jeden Fall für Alarmfahrten besser, besonders im Winter. Im Harz, der Rhön oder dem Vogtland konnten die Winter schon heftig sein. Für Dieselmotoren nicht ganz so toll.

Mike59

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