Die Donau als Grenze bei Bratislava

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18.09.2015 00:28 (zuletzt bearbeitet: 18.09.2015 00:48)
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#31
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Hier sieht man einige Grenzbilder vom Westen ausgesehen. Es macht den Anschein, dass die Grenzen der CSSR und Ungarn schlecht befestigt und bewacht waren: Verlotterter Zaun, unbesetzte Türme. Das ist aber eine Täuschung. Die Grenzbefestigung waren gestaffelt. Der Schwerpunkt war mehrere hundert Meter bis Kilometer im Hinterland.
http://www.brianrose.com/lostborder/curtain2.htm
Theo


Der prinzipielle Aufbau der Grenzanlagen in der CSSR an deren Westgrenze war dem an der deutsch-deutschen Grenze recht ähnlich, zumindest in den 80'ern:

Grenze->Vorgelagertes->feindwärtiger Grenzzaun->Kontrollstreifen mit B-Türmen und Kolonnenweg (gf. Lichttrasse)->mehrere 100 m beiter Geländestreifen->freundwärtiger Grenzsignalzaun

Direkt an der Grenze waren ggf. noch Reste der alten Anlagen aus den 50er/60er Jahren vorhanden.

Interessanterweise wurde in den 50er Jahren anscheinend auch die Grenze Böhmen/Sachsen auf der CSSR-Seite mit Kontrollstreifen und Wachtürmen gesichert. z.B. im Bereich des Waldgebietes Halbmeil bei Johanngeorgenstadt. Da stehen heute noch vermoderte alte Holzwachtürme auf einer ca. 30 m breiten, parallel zur Grenze verlaufenden Schneise, die für den Kontollstreifen angelegt worden war.

Gruß Kalubke


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18.09.2015 00:43
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Zitat von Kalubke im Beitrag #31
Zitat von eisenringtheo im Beitrag #21
Hier sieht man einige Grenzbilder vom Westen ausgesehen. Es macht den Anschein, dass die Grenzen der CSSR und Ungarn schlecht befestigt und bewacht waren: Verlotterter Zaun, unbesetzte Türme. Das ist aber eine Täuschung. Die Grenzbefestigung waren gestaffelt. Der Schwerpunkt war mehrere hundert Meter bis Kilometer im Hinterland.
http://www.brianrose.com/lostborder/curtain2.htm
Theo


Der prinzipielle Aufbau der Grenzanlagen der in der CSSR an deren Westgrenze war dem an der deutsch-deutschen Grenze recht ähnlich, zumindest in den 80'ern:

Grenze->Vorgelagertes->feindwärtiger Grenzzaun->Kontrollstreifen mit B-Türmen (gf. Lichttrasse)->mehrere 100 m beiter Geländestreifen->freundwärtiger Grenzsignalzaun

Direkt an der Grenze waren ggf. noch Reste der alten Anlagen aus den 50er/60er Jahren vorhanden.

Interessanterweise wurde in den 50er Jahren auch die Grenze Böhmen/Sachsen auf der CSSR-Seite mit Kontrollstreifen und Wachtürmen gesichert.

Gruß Kalubke


Ist doch logisch, wer vor dem 13.08.1961 aus der CSSR oder Polen in die DDR floh, konnte über Westberlin ins NSW weiterreisen.


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18.09.2015 01:33 (zuletzt bearbeitet: 18.09.2015 01:35)
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#33
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Zitat von SET800 im Beitrag #17
Zitat von der alte Grenzgänger im Beitrag #1

(OK- bei ca. 300 m Breite und der Strömung sicher nicht ganz einfach...)

Danke schonmal... Siggi



Hallo,
300m sind die Frage, die Strömung ist es nicht, die Donau hat dort als breiter gemächlicher Fluß wenige Wirbel-Strudel.

Es sind eben 300m zu schwimmen, wieweit man dabei abgetreiben wird ist erstmal egal, ob 1km, 3km oder 4km stromabwärts in Österrecih ankommt.


Die Breite der Donau bei Bratislava ist gegenüber der Ortschaft Wolfsthal in Österreich exakt 300m.Hier gibt es allerdings eine Zitat "sehr starke Strömung" wie es Andreas Kieling in seinem Buch "Ein deutscher Wandersommer"auf Seite 68 beschreibt,der genau an dieser Stelle die Grenze bzw.Donau überquerte und dabei angeschossen wurde.
Das sich treiben lassen wäre sehr fatal gewesen,die Donau stellt ca.7,5km die Grenze zu Östereich dar,ab dem Fluchtpunkt sind es keine 3,5km mehr und bei starker Strömung geht es sehr schnell.Dann gehören beide Ufer wieder zur heutigen Slovakei und die Flucht wäre gescheitert.
Alles nachzulesen im genannten Buch ISBN 976-3-89029-393-6
Gruß aus Südschweden
andyman

Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius


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18.09.2015 09:39
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#34
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Zitat von eisenringtheo im Beitrag #28

In der niedrig klassifzierten Ausgaben AV (Ausgabe für die Volkswirtschaft) und den touristischen Karten war das Sperrgebiet, wie alles andere, was mit der staatlichen Sicherheit zu tun, gar nicht eingezeichnet.
Nur in der streng geheimen Ausgabe "AS" (Ausgabe für den Staat) war alles korrekt eingezeichnet.
Theo


Hallo,
etwas "off topic", trotzdem, mich würden mal AS-Karten eines militärisch interesanten Gebietes von z.B. 1988 im Gebiet der EX-DDR UND auch BRD interessieren, evtl. Flußübergangsstellen im Weserbergland und entsprechende Karten der NATO-Bundeswehr, vielleicht Elbe bei Magdeburg.

Also wieviel "jeder" wie exakt vom "andern" wußte.

Gruß

Wieweit alsoGeheimhaltung sagen wir mal ab 1985 militärisch-aussenpolitisch sinnlos wurde und nur noch bürokratische Last war..


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18.09.2015 13:13 (zuletzt bearbeitet: 18.09.2015 18:41)
avatar  Kalubke
#35
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Standorte der Einheiten des tschechoslowakischen Grenzschutzes (PS) im Raum Bratislava:

11. Grenzschutzbrigade (11.bPS) Bratislava

1. GS-Batallion (1.pPS) - Malacky
1. GS-Kompanie (1.rPS) - Moravský Ján
2. GS-Kompanie (2.rPS) - Malé Leváre
3. GS-Kompanie (3.rPS) - Gajary
4. GS-Kompanie (4.rPS) - Suchohrad
5. GS-Kompanie (5.rPS) - Záhorská Ves
6. GS-Kompanie (6.rPS) - Vysoká při Morave
7. GS-Kompanie (7.rPS) - Devínské Jazero

2. GS-Batallion (2.pPS) - Petržalka
8. GS-Kompanie (8.rPS) - Devínská Nová Ves
9. GS-Kompanie (9.rPS) - Devín
10. GS-Kompanie (10.rPS) - Petržalka
11. GS-Kompanie (11.rPS) - Kopčany
12. GS-Kompanie (12.rPS) - Jarovce
13. GS-Kompanie (13.rPS) - Rusovce



Gruß Kalubke


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28.03.2022 17:24
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#36
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Zitat von Kalubke im Beitrag #7
Ja habe ich.
Quelle: Monika Tantzscher: Die verlängerte Mauer. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste der Warschauer-Pakt-Staaten bei der Verhinderung von "Republikflucht" (Reihe B: Analysen und Berichte Nr. 1/1998). Hg. BStU. Berlin 1998.

Gruß Kalubke





Hallo Kabulke, mit diesen Karten wurde gearbeitet? Keine Kritik, nur eine Bemerkung. Mir liegen Ungarn-Karten für den Otto Normalverbraucher aus den Jahren 1983 und 1985 vor. Die waren wesentlich genauer und auch auf österreichischer Seite ist jede "Miniinsel" vom Neusiedler See im Süden erkennbar.


Zitat von Kalubke im Beitrag #9
Wie ich mal hörte, gab es am Neusiedler See auch auf der ungarischen Seite Badebetrieb, woraus sich Fluchtgelegenheiten ergeben haben (z.B. mit Luftmatrazen).

Gruß Kalubke


Gab es tatsächlich Badebetrieb an Neusiedler See auf der ungarischen Seite? Dann kann es nur im Südwesten gewesen sein. In dem vom Burgenland einsehbaren Teil des Sees im Südosten gab es auf der ungarischen Seite keinen Badebetrieb.


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28.03.2022 17:37
#37
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Zitat von Berry im Beitrag #36
Zitat von Kalubke im Beitrag #7
Ja habe ich.
Quelle: Monika Tantzscher: Die verlängerte Mauer. Die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste der Warschauer-Pakt-Staaten bei der Verhinderung von "Republikflucht" (Reihe B: Analysen und Berichte Nr. 1/1998). Hg. BStU. Berlin 1998.

Gruß Kalubke





Hallo Kabulke, mit diesen Karten wurde gearbeitet? Keine Kritik, nur eine Bemerkung. Mir liegen Ungarn-Karten für den Otto Normalverbraucher aus den Jahren 1983 und 1985 vor. Die waren wesentlich genauer und auch auf österreichischer Seite ist jede "Miniinsel" vom Neusiedler See im Süden erkennbar.


Zitat von Kalubke im Beitrag #9
Wie ich mal hörte, gab es am Neusiedler See auch auf der ungarischen Seite Badebetrieb, woraus sich Fluchtgelegenheiten ergeben haben (z.B. mit Luftmatrazen).

Gruß Kalubke


Gab es tatsächlich Badebetrieb an Neusiedler See auf der ungarischen Seite? Dann kann es nur im Südwesten gewesen sein. In dem vom Burgenland einsehbaren Teil des Sees im Südosten gab es auf der ungarischen Seite keinen Badebetrieb.


Wiki dazu:
Der Tourismus auf ungarischer Seite profitiert eher vom Nationalpark als vom einzigen Seebad im Hafen von Fertőrákos. Dieser war früher für die kommunistischen Kader reserviert und daher bis 1989 nicht allgemein zugänglich.

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.
(Edwin Bauersachs)


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29.03.2022 14:22
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#38
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In Sopron-Oedenburg gab es im Süden den Campingplatz Löwer oder Loever. Der war 1,5 km von der österreichischen Grenze bei Deutschkreutz -Sopronkeresztur entfernt.
Dort hätten sich theoretisch auch "Fluchtgelegenheiten" ergeben.


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29.03.2022 16:28
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#39
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94

Zitat von Berry im Beitrag #38
...
Dort hätten sich theoretisch auch "Fluchtgelegenheiten" ergeben.
Auch praktisch ... stern.de/-8992508.html

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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29.03.2022 23:17
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#40
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Hallo Nr.94,
danke dir für deinen link.

Ein kurzer Fluchtweg aber bestimmt kein ungefährlicher.
Vom Bahnhof Kophaza bis zur Grenze sind es 400m.

https://www.kophaza.hu/deutsch/willkommen-in-kohlbenhof/


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29.03.2022 23:43
avatar  Gert
#41
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Ich war mal bei einem meiner Verwandtenbesuche in der CSSR zu einem Ausflug in Bratislawa ( meine angeheirateten Verwandten wohnten in Südmähren unweit der österreichischen Grenze ) Ich erinnere , das wir dort die Drahtverhaue der Westgrenze zu Österreich gesehen habe und zwar über die Donau, kann das sein ? Wer kennt sich dort besser aus ?

Stil ist nicht das Ende des Besens.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Umgang mit Idioten!


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30.03.2022 01:49
avatar  andyman
#42
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Das ist kurz vor Bratislava so das die Grenze quer zur Flußrichtung verläuft so das beide Ufer wieder zur Slovakei gehören.Hier mal Maps dazu :https://www.google.de/maps/@48.1391968,17.0516381,13.6z
Lgandyman

Gruß aus Südschweden
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30.03.2022 06:47
avatar  furry
#43
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Die Eisenbahnstrecke zwischen Břeclav und Bratislava führte direkt an einem Grenzzaun, wie man sie jetzt per Google aufrufen kann, vorbei.
Grund meiner Reise in diese Gegend hatte ich unter Eisenbahngeschichten #210 beschrieben. Ein Eisenbahner erzählte mir zu meinem Erstaunen dort damals, dass es bis Wien mit dem Auto etwa 30 Minuten wären.

"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)


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30.03.2022 10:09
#44
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Zitat von furry im Beitrag #43
Die Eisenbahnstrecke zwischen Břeclav und Bratislava führte direkt an einem Grenzzaun, wie man sie jetzt per Google aufrufen kann, vorbei.
Grund meiner Reise in diese Gegend hatte ich unter Eisenbahngeschichten #210 beschrieben. Ein Eisenbahner erzählte mir zu meinem Erstaunen dort damals, dass es bis Wien mit dem Auto etwa 30 Minuten wären.


Kleiner Tipp:
Pressburger Bahn
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Pressburger_Bahn

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(Edwin Bauersachs)


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30.03.2022 11:02 (zuletzt bearbeitet: 30.03.2022 11:07)
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#45
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Wo könnte dieses Foto entstanden sein?


https://www.eiserner-vorhang.de/grenzreg...67_002klein.jpg

aus Der Eisernen Vorhangs in der Slowakei 1951 - 1989
https://www.eiserner-vorhang.de/grenzreg...akei/index.html


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