Der ungesühnte Tod des Hartmut Tautz

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15.09.2015 12:52
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#1
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Ein Fluchtversuch,der leider tödlich endete.
Es sollte von der CSSR nach Österreich gehen.

"Nur 20 Meter. Am Ende von 700 Kilometern Flucht fehlten nur 20 Meter. In Sichtweite hinter der Grenze zwischen der Tschechoslowakei und Österreich leuchteten in jener Nacht die Lichter der Freiheit. Kurz davor wurde Hartmut Tautz von Hunden zerfleischt. Der damals 18-jährige Magdeburger bezahlte seinen Mut mit dem Leben."

Quelle Foto: http://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt...s-hartmut-tautz

Hier die ganze traurige Geschichte lesen: http://www.volksstimme.de/sachsen-anhalt...s-hartmut-tautz

Oder hier: http://f3.webmart.de/f.cfm?id=2165073&r=...&t=4055719&pg=1

ek40


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15.09.2015 13:34 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2015 13:37)
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#2
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Zu der Zeit lief in diesem Grenzabschnitt einiges aus dem Ruder. So wurde nur wenige Wochen später der bundesdeutsche Oberstleutnant a.D. Johann Dick erschossen ... Schüsse an deutsch-tschechischer Grenze im Jahre 1986

Doch nun das slowakische 'Orginal' zum Artikel der VZ, die Bilder verlinke ich mal lieber nicht ... www.sme.sk/c/2626702/-.html
(Bei eventuellen Googel- oder Bingtranslationsversuchen nicht stolpern, einer der Offiziere heißt Nemec.
Das wird dann schonemal als Deutsch übersetzt.)

Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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15.09.2015 13:35 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2015 13:36)
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Ein schreckliches Ereignis und wir sollten glücklich sein, dass dieser Spuk vorbei ist (hoffentlich bei den aktuellen Ereignissen!).
Ganz makaber und pietätlos finde ich aber das dargestellte "Kunstwerk" der tcheschichen Künstler. Für Gedenken und Nachdenken sollte man eine zurückhaltenere Form wählen!

GKUS64


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15.09.2015 18:09 (zuletzt bearbeitet: 15.09.2015 18:10)
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#4
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Zitat von ek40 im Beitrag #1
Der damals 18-jährige Magdeburger bezahlte seinen Mut mit dem Leben."




Oder der 18-jährige bezahlte seine Naivität, Selbstüberschätzung und Sturheit wider besseren Wissens mit seinem Leben.

Was aber trotzdem ein Grund wäre die Frage zu stellen mit welcher Schlampigkeit, Vorschriftswidrigkeit und Nachlässigkeit im Vorfeld der CSSR-Grenze die Organe dort ihren Dienst versahen oder ihre Pflichten versäumten so daß es zu diesem schlimmen Vorfall kommen konnte.

So wie ich hier öfter las wurden den Grenzkompangnien und auch Grenzhelfern unangenehme Fragen gestellt wenn jemand bis zum gepfügten Streifen kam, auch wenn NICHT geschossen wurde.


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15.09.2015 19:22
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#5
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Was war das doch für eine gequirlte Kacke in die der Adolf auch uns nachgeborene noch gestürzt hat.
Und manche Spasten sind immer noch auf dem Standpunkt das dies einfach schön war.


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20.09.2015 18:38
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#6
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Zitat von SET800 im Beitrag #4
Zitat von ek40 im Beitrag #1
Der damals 18-jährige Magdeburger bezahlte seinen Mut mit dem Leben."




Oder der 18-jährige bezahlte seine Naivität, Selbstüberschätzung und Sturheit wider besseren Wissens mit seinem Leben.



Wohl die treffendere Aussage.


Zitat aus einem der Links von Neela Winkelmann

Zitat
„So viele Menschen haben sich in Europa für Demokratie und Freiheit eingesetzt und sind dafür gestorben.


Ach ja, ich dachte immer die haben im Knast gesessen.

Hier scheint auch wieder eine Soziologin sich die damalige Realität so zu biegen damits für ihr Pöstchen reicht.
Nicht das ich Nachforschungen ablehnen will, aber man muss bei der Wahrheit bleiben.
Die wenigstens der nach damaligen Regeln illegal Geflüchteten, haben sich für Demokratie und Freiheit eingesetzt, sie folgten aussschliesslich ihrem egoistischem Drang.
Aber ist natürlich schwer sowas zu erkennen wenn man nicht gerade Psychologie studiert hat, oder einfach nur gesunden Menschenverstand.


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20.09.2015 19:20
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#7
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Tja, Rainer...

gesunder Menschenverstand wird mittlerweile im hier total überbewertet.
Da kann man schon mal Ignoranz und Dummheit mit Mut verwechseln....
oder was glauben manche, warum ich nicht aus der DDR getürmt bin, hä?

An mangelnden Perspektiven lag es eher nicht....
Achja, einen gesunden Menschenverstand soll man in der alten DDR durchaus "vereinzelt" beobachtet haben.....
Scheinbar lebe ich u.a. deswegen noch.
SEG15D


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20.09.2015 19:36 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2015 19:36)
#8
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Zitat von LO-Wahnsinn im Beitrag #6
Zitat von SET800 im Beitrag #4
Zitat von ek40 im Beitrag #1
Der damals 18-jährige Magdeburger bezahlte seinen Mut mit dem Leben."




Oder der 18-jährige bezahlte seine Naivität, Selbstüberschätzung und Sturheit wider besseren Wissens mit seinem Leben.



Wohl die treffendere Aussage.


Zitat aus einem der Links von Neela Winkelmann

Zitat
„So viele Menschen haben sich in Europa für Demokratie und Freiheit eingesetzt und sind dafür gestorben.

Ach ja, ich dachte immer die haben im Knast gesessen.

Hier scheint auch wieder eine Soziologin sich die damalige Realität so zu biegen damits für ihr Pöstchen reicht.
Nicht das ich Nachforschungen ablehnen will, aber man muss bei der Wahrheit bleiben.
Die wenigstens der nach damaligen Regeln illegal Geflüchteten, haben sich für Demokratie und Freiheit eingesetzt, sie folgten aussschliesslich ihrem egoistischem Drang.
Aber ist natürlich schwer sowas zu erkennen wenn man nicht gerade Psychologie studiert hat, oder einfach nur gesunden Menschenverstand.



Lila: Der m.E. im untersten Prozentbereich liegende Anteil, der wirklich aktiv gegen das System und für "Demokratie und Freiheit" gearbeitet bzw gekämpft hat, ist nicht rübergemacht. Dieser Anteil ist geblieben. Drüben, was hätten sie dort noch machen können ? Gelegentliches Auftreten zu politische Anlässen, Jahrestagen oder in Talkshows, wenn sie mal wieder vorgekramt wurden. Das waren ganz große Ausnahmen, wenn ein solcher aus sicherem politischem Umfeld heraus noch wirksam was ausrichten konnte. Da war es nicht anders als im umgekehrten Fall. Ein aktiver Jung-Sozi oder Kommunist in der BRD war der DDR lieber als wenn dieser in die DDR übergesiedelt ist. In Gesprächen mit meinem Vater bestätigte er dieses. Diese Leute in der BW waren uns nützlicher als wenn sie in der DDR wären.
Einem jungen Genossen, der wegen einiger Mißstände austreten wollte, habe ich auch gesagt, daß er nur Einfluss hat, wenn er drin bleibt und nicht wenn er austritt. Das aber selbst ein hauptamtlicher BPO-Sekretär eines mittelständischen Betriebes oder der Leiter der Kreisleitung kaum Einfluss hatten außer etwas geradezubiegen, was weiter oben versaut wurde, war mir erst viel später klar.


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20.09.2015 19:44
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#9
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Der junge Mann war 18 Jahre als er zu Tode gekommen ist, da muss man eigentlich nicht noch nachträglich altgescheid seine Wertung dazu abgeben.


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20.09.2015 19:55
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#10
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Das klappt nicht Hanum83,

ich war auch 19 damals....aber wohl nicht blöd genug, Intension und Erfolgschance falsch einzuschätzen...

von daher.....
SEG15D


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20.09.2015 19:56
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#11
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Zitat von SEG15D im Beitrag #10
Das klappt nicht Hanum83,

ich war auch 19 damals....aber wohl nicht blöd genug, Intension und Erfolgschance falsch einzuschätzen...

von daher.....
SEG15D


Man soll nie von sich auf andere schließen.


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20.09.2015 20:13
#12
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #9
Der junge Mann war 18 Jahre als er zu Tode gekommen ist, da muss man eigentlich nicht noch nachträglich altgescheid seine Wertung dazu abgeben.


Hier ging es nicht um moralische Wertungen, sondern vor allem um die Motivation, ob wegen angeblicher "Unfreiheit", was er eben in diesem Alter darunter versteht oder doch nur vorrangig um einen vermeintlich höheren Lebensstandard.


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20.09.2015 20:14 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2015 20:17)
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#13
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Diese Selbst dran Schuld-Argumentation entlässt alle aus ihrer Verantwortung für ihr Tun, selbst diejenigen die damals anordneten z.B. Plastikbehälter mit Splittern und einer Treibladung an Zäunen zu installieren und damit billigend in Kauf nahmen das Menschen sich daran schwer verletzten oder getötet wurden.
Man hat ja ein Schild aufgestellt das vor den Dingern warnt, wer trotzdem unvernünftig reinrennt, halt Pech gehabt.
Die Geschwister Scholl kannten als junge Menschen das Risiko was sie eingehen, sie sind es trotzdem eingegangen und haben mit dem Leben bezahlt, auch nur Pech gehabt oder wars gar Unvernunft?


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20.09.2015 20:16
#14
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Zitat von Hanum83 im Beitrag #13
Diese Selbst dran Schuld-Argumentation entlässt alle aus ihrer Verantwortung für ihr Tun, selbst diejenigen die damals anordneten z.B. Plastikbehälter mit Splittern und einer Treibladungen an Zäunen zu installieren und damit billigend in Kauf nahmen das Menschen sich daran schwer verletzten oder getötet werden.
Man hat ja ein Schild aufgestellt das vor den Dingern warnt, wer trotzdem reinrennt, Pech gehabt.
Die Geschwister Scholl kannten als junge Menschen das Risiko was sie eingehen, sie sind es trotzdem eingegangen und haben mit dem Leben bezahlt, auch nur Pech gehabt oder wars gar Unvernunft?


Meinte ich doch, diesen Unterschied in der Motivation.


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20.09.2015 20:18 (zuletzt bearbeitet: 20.09.2015 20:23)
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Zitat von DoreHolm im Beitrag #14
Zitat von Hanum83 im Beitrag #13
Diese Selbst dran Schuld-Argumentation entlässt alle aus ihrer Verantwortung für ihr Tun, selbst diejenigen die damals anordneten z.B. Plastikbehälter mit Splittern und einer Treibladungen an Zäunen zu installieren und damit billigend in Kauf nahmen das Menschen sich daran schwer verletzten oder getötet werden.
Man hat ja ein Schild aufgestellt das vor den Dingern warnt, wer trotzdem reinrennt, Pech gehabt.
Die Geschwister Scholl kannten als junge Menschen das Risiko was sie eingehen, sie sind es trotzdem eingegangen und haben mit dem Leben bezahlt, auch nur Pech gehabt oder wars gar Unvernunft?


Meinte ich doch, diesen Unterschied in der Motivation.



Ich bezog mich auch nicht auf deinen Post.
Was den jungen Mann angetrieben hat kann man nicht ergründen, ich bezog mich auf die Bewertung des Resultats.


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