Meine Erfahrungen in der Grenzkompanie Weferlingen 1969-Herbst 1970

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15.09.2015 01:02
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#1
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Meine Erfahrungen in der Grenzkompanie Weferlingen 1969-Herbst 1970
1.Wollte nie zur NVA-geschweige zur Grenze.
Der Einberufungsbefehl kam ,ab zur Grundausbildung nach Glöwen.
Alternative Knast oder Bausoldat ( Waffenverweigerer)
Nach Grundausbildung-6 Monate,wo wir scharf gemacht wurden,ab zur Grenze.
2.Angekommen in Weferlingen,gleich am ersten Abend mit Kompaniechef -XY- raus zur Grenze auf Patroulie.
Waldgebiet-alle 200 m lag ich im Dreck weil er Grenzverletzer gesehen hatte.Kalaschnikow (Maschinenpistole)
im Anschlag. Alles Hirngespinste um mich scharf für den Grenzdienst zu machen.
Der hat mir wortwörtlich erzählt,bei eigenen Verwandten bei Grenzdurchbruch von der Schusswaffe Gebrauch zu machen.
Desweiteren gab es Soldaten,Gefreite die bei Grenzalarm mit durchgeladener Maschinenpistolen,es gab diese Typen,
jeden Grenzdurchbruch verhindern wollten.Es war aber Gott sei Dank die Minderheit.
3.War glücklicherweise nur Kraftfahrer nur ganz selten im Grenzdienst.
4.Das ist die Wahrheit,könnte noch spannende,unglaubliche Vorkommnisse (in Buchform) erzählen.
5.Schäme mich bis heute für Festnahmen von älteren,freundlichen -Damen,Rentnerin-die bei uns
im Sperrgebiet spazieren gingen. Musste die Rentnerin auf meinen Lo-1800 hochheben um sie zur
(Klärung eines SAchverhalts) zur Kompanie festzunehmen,unter Befehlsgewalt meines beifahrenden Mitfahrers.
6.Bin mal gespannt ob diese Sache veröffentlich wird.
7.Wir wurden damals benutzt,Scharf gemacht auf unsere sogenannte Klassenfeinde.
8.Trotzdem waren wir alle Kameraden,Kumpels,die einigen Mist durchgestanden haben,und die
Tage gezählt haben und das Bandmass jeden Tag als-EKS-(Entlassungskanditaten) Zentimeterweise
gekürzt haben,um zur Freundin,Ehefrau und Eltern gesund nach Hause zu kommen.
Fazit-Alle Grenzer in der DDR-waren keine Verbrecher,schieswütigen Gangster,
sondern 18-19-20-jährige junge Kerle,die wie gesagt einen Einberufungsbefehl erhielten,
und meistens widerwillig zur NVA-zur Nationalen Volksarmee-eingezogen wurden.


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15.09.2015 05:12
#2
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Morjen....

Warum sollte es (lt Nr 6) nicht veröffentlicht werden?

Ich pers. würde mich über weitere Geschichten wie von dir angedeutet, freuen.

MfG Berlin

Edit: Rechtschreibung


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15.09.2015 05:36
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#3
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Na denne tachjesacht.
Pkt. 4, na dann leg mal los, bin ganz
Ganz besonders würde mich interessiern wie die Scharfmacherei abgelaufen ist.
Nu fehlte nur noch, der GWD, Grab meiner Jugend!
Michelel


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15.09.2015 07:15
avatar  RiFu
#4
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Willkommen hier im Forum.

Zitat von Ritschad im Beitrag #1
Fazit-Alle Grenzer in der DDR-waren keine Verbrecher,schieswütigen Gangster,


Den Satz kann ich nicht so stehen lassen, es gab sowohl bei den GWDlern als auch bei den längerdienenden und Berufssoldaten welche, die ich sowohl schieswütig als auch in die Verbrecherkategorie einordnen würde.

Karsten


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15.09.2015 07:26
avatar  exgakl
#5
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Vorstellung neuer Zeitzeugen im Forum DDR Grenze

@Ritschad hier habe ich mal den Bereich für die persönliche Vorstellung kopiert.


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15.09.2015 15:55
#6
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Moin @Ritschad, hallo und herzlich willkommen,
zu Punkt 1: ging wohl der Mehrheit der hier anwesenden so, mich eingeschlossen!!
meine Meinung zu den anderen Punkten: es hätte einem auch durchaus schlimmer treffen können, zB. Drögerheide oder Basepohl bei den Sandlatschern(Muckern), ist gleichzusetzen mit 18 Monaten Grundausbildung.
Punkt 4: Lass mal was hören, wird bestimmt spannend
Punkt 8: Volltreffer, sprichst mir aus der Seele

gruß h.


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15.09.2015 16:16
#7
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grüß Dich aus dem schönen Thüringen. Na, so richtig erfolgreich war die Scharfmacherei bei dir wohl doch nicht. Meine Meinung: Wer vorher schon schießwütig war oder human gesagt, etwas leichtfertig mit dem Leben anderer war, der brauchte nicht lange scharf gemacht zu werden und wer´s bis dahin nicht war, wurde es auch während der GA und im Grenzdienst nicht wirklich. Es sei den, der sehr seltene Fall, dieser Grenzer hat mit erleben müssen, wie sein Kamerad von einem GV oder Fahnenflüchtigen umgebracht wurde. Ob es bei uns Schießwütige gab, kann ich nicht sagen, da in meiner Zeit trotz zahlreicher versuchter Durchbrüche kein GV verletzt oder gar getötet wurde.
Das mit der Omi, das wäre für mich eher eine Art Gaudi gewesen und ich hätte mit ihr mein Späßchen gemacht (" Ach, war das ein netter und höflicher junger Mann !") anstatt es verbissen zu sehen.
Ne, solchen Geikel wie mit dem Offz., der Dich alle paar hundert Meter in den Dreck hat legen lassen, das gab´s bei uns nicht und ich habe fast in der gleichen zeit gedient wie Du (67/69 Hennigsdorf b. Berlin).


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15.09.2015 18:41
#8
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Bei Punkt 8 gebe ich dir völlig Recht.
Herzlich willkommen im Forum.

Andreas


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15.09.2015 19:09
avatar  Hanum83
#9
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Hallo alter Grenzer, lass dich nicht irre machen, mich haben sie auch, wie die ganzen anderen, "scharf gemacht", manche haben das wohl blos mittlerweile vergessen.


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15.09.2015 19:22
avatar  Lutze
#10
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Der Kompaniechef war der Scharfmacher?nicht der Politoffizier?
oder wer war der Allerschärfste?
Lutze


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15.09.2015 19:29
avatar  Hanum83
#11
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Lutze, kam auf die Mentalität an, manche Polits hatten vielleicht ihren Job verfehlt, dann übernahm sicherlich
schon mal der Kompanieführer die Aufgabe, wenn er wollte.


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15.09.2015 19:42
avatar  ek40
#12
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Zitat von RiFu im Beitrag #4
Willkommen hier im Forum.

Zitat von Ritschad im Beitrag #1
Fazit-Alle Grenzer in der DDR-waren keine Verbrecher,schieswütigen Gangster,


Den Satz kann ich nicht so stehen lassen, es gab sowohl bei den GWDlern als auch bei den längerdienenden und Berufssoldaten welche, die ich sowohl schieswütig als auch in die Verbrecherkategorie einordnen würde.

Karsten

Er meint sicherlich, nicht alle Grenzer waren Verbrecher & Gangster....
So hab ich es jedenfalls verstanden.
@Ritschad,wie Hanum kann auch ich mich noch an die Scharfmacherei erinnern.
Viel Spaß hier im Forum.

Gruß ek40


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19.09.2017 12:42
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#13
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Weferlingen war wenn ich richtig liege die 9. Kompanie im II . Batalion des 23. Regements in der 5.Brigade. Ich war zu der Zeit inDöhren 8. Kompanie Diensthunde - Staffelführer und kann deine Auffassung nur bestätigen die überwiegende Mehrheit war immer froh wenn nix passiert ist und sie mit unbenutzter AK47(Kalaschnikow) wieder rein kamen. Aber unser Grenzoffizier Hauptmann R. wurde in den Ruhestand versetzt und durch einen Oberleutnant ersetzt der genau so ein Idiot war wie Dein Offizier. Gruß wolle48


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19.09.2017 22:35
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#14
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Zu #1, ja wenn sich der Offz. tatsächlich auch jedes mal mit in den Dreck geworfen hat, dann könnte man sagen, siehe mal einer an, gelernt ist gelernt und er war nicht zu fein, sich und seine Uniform zu beschmutzen.
Aber mal ganz im Ernst, solche Spielchen gab es zu meiner Zeit an der Grenze nicht.

Cambrino


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20.09.2017 12:16
#15
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Mahlzeit@Ritschat,,mein Schwager war zu der Zeit in Weferlingen..,frage mal an,,,das bild gelöscht,da unbekannt sehe gerade deine pn. mfg.


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